Werkzeugwechsler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Werkzeugwechsler an einem Bearbeitungszentrum ist eine mechanische Einrichtung zum automatischen Einwechseln von Werkzeugen oder prozessbedingten Hilfsmitteln wie Messtaster, Greifern oder Messdornen. Mit Hilfe des Werkzeugwechslers werden Werkzeuge aus dem Werkzeug-Magazin in die Bearbeitungsspindel und umgekehrt gewechselt. Der Wechselvorgang erfolgt mit Einfach- oder Doppelgreifern oder direkt aus dem Magazin in die Spindel (Pick-Up-Wechsler). Die Werkzeuge können dabei in einem Scheibenmagazin(bis zu 30) oder einem Kettenmagazin(bis zu 200) direkt im Bearbeitungszentrum gelagert werden Ein Maß für die Schnelligkeit des Werkzeugwechslers ist die Werkzeugwechselzeit. Die Werkzeugwechselzeit hat direkten Einfluss auf die Span-zu-Span-Zeit des Fertigungszentrums, sie gehört zu den Nebenzeiten der Bearbeitung.

In einem CNC-Bearbeitungsprogramm nach DIN 66025 wird der Werkzeugwechselvorgang mit M06 programmiert. Zusammen mit der Angabe des einzuwechselden Werkzeuges Txx (xx steht für die Werkzeugnummer oder Werkzeugname) wird der eigentliche Werkzeugwechselvorgang eingeleitet.


Beispiel:

N115 ......

N120 G54 G80 G49 M05 M09 X-130 Y-95 Z-100 ;Beenden des vorherigen Arbeitsganges

N125 T12 M06 ;Werkzeug Nr. 12 wird in die Bearbeitungsspindel eingewechselt

:N130 G0 G90 G55 X-140 Y-105 Z-1 S2500 M03 M08 ;Hauptsatz des nächsten Arbeitsganges

N135 ......


Der Ablauf eines Werkzeugwechselvorganges ist von der konstruktiven Lösung des Werkzeugwechslers und der Maschinenkonzeption abhängig.

Der Ablauf bzw. die Logik des Werkzeugwechselvorganges ist durch die SPS und/oder Wechsler-Makro durch den Werkzeugmaschinenhersteller festgelegt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans B. Kief, Helmut A. Roschiwal: NC/CNC Handbuch 2007/2008, Carl Hanser Verlag, München, ISBN 978-3-446-40943-9
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge