Werner Arber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Werner Arber (2008)

Werner Arber (* 3. Juni 1929 in Gränichen) ist ein Schweizer Mikrobiologe und Genetiker. 1978 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Leben[Bearbeiten]

Werner Arber studierte nach Erwerb seiner Matur an der Alten Kantonsschule Aarau von 1949 bis 1953 Chemie und Physik an der ETH Zürich. 1958 wurde er an der Universität Genf promoviert. Nach einem Forschungsaufenthalt in Los Angeles an der University of Southern California (USCLA) kehrte er von 1959 bis 1970 an die Universität Genf zurück, wo er 1965 eine Professur erhielt. Seit 1971 lehrte und forschte Werner Arber als Ordinarius für Molekulare Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Basel. Von 1986 bis 1988 war Arber Rektor der Universität Basel. Er war jahrelang Mitglied und Vizepräsident des Schweizerischen Wissenschaftsrates und von 1996 bis 1999 Präsident des Internationalen Rates der Wissenschaften ICSU. 1996 wurde er emeritiert.

Seit dem 20. Dezember 2010 ist er Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, deren Mitglied er seit 1981 ist.[1] Der evangelisch-reformierte Christ ist damit seit der Gründung vor über 400 Jahren der erste Präsident, der nicht der römisch-katholischen Kirche angehört.[2]

Wirken[Bearbeiten]

Seine wichtigsten Arbeitsgebiete sind die bakteriellen Restriktionssysteme und bewegliche genetische Elemente (Insertionselemente, Transposons) sowie die Modifikation und Restriktion der Ribonucleinsäure von Bakterien und Bakteriophagen.

1978 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zusammen mit Daniel Nathans und Hamilton Othanel Smith für die Entdeckung der Restriktionsenzyme und ihre Anwendung in der Molekulargenetik.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werner Arber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Pontifical Academy of Sciences: List of Presidents, Chancellors and Members of the Council 1936-2012
  2. Arber wird Präsident der Akademie der Wissenschaften, Radio Vatikan, 13. Januar 2011