Werner Dierschke

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Werner Dierschke (* 1905 in Brieg (Schlesien); † 1983 in Baden-Baden) war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Ehemaliger Bundesrechnungshof in Frankfurt am Main

Nach seinem Abitur 1926 in Hildesheim begann Werner Dierschke ein Architektur-Studium an der Technischen Hochschule Hannover und der Technischen Hochschule Dresden. Dort legte er 1930 auch seine Diplom-Hauptprüfung ab. Seine berufliche Laufbahn begann er 1931 als Mitarbeiter im Büro von Adolf Muesmann in Dresden. Noch im selben Jahr wechselte er zum Stadtplanungs- und Hochbauamt in Plauen (Vogtland). Dort absolvierte er das Referendariat als Regierungsbauführer. Bis 1934 war er beim Staatlichen Grundstücksamt und der Hochbaudirektion des sächsischen Finanzministeriums in Dresden tätig.

Im Jahr 1935 legte er das 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister (Assessor im öffentlichen Bauwesen) ab und leitete bis 1937 die Abteilung Stadtplanung beim Stadtbauamt Hildesheim. Von 1937 an war er Stadtbaurat in Marburg an der Lahn, bis er 1946 als freier Architekt tätig wurde. Diese Tätigkeit setze er in Frankfurt am Main bis 1951 fort. Danach leitete er als Oberbaurat das Städtische Hochbauamt Hannover und wurde 1955 zum Baudirektor ernannt. Von 1961 bis 1972 war Dierschke ordentlicher Professor für Gebäudelehre und Entwerfen an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Ab 1967 stand ihm Heinz Mohl als Assistent zur Seite. Im Jahr 1972 erfolgte seine Emeritierung.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

1960–1962: Bugenhagenkirche Hannover (2010)
  • 1937: Kleinsiedlung am großen Saatner in Hildesheim
  • 1938: Volksschule hinter dem Schwanhof in Marburg an der Lahn
  • 1949: städtebaulicher Wettbewerbsentwurf für die Innenstadt von Hannover (mit Wilhelm Schwedes)
  • 1950: Wettbewerbsentwurf für den Römerberg in Frankfurt am Main
  • 1950: Wohnhaus von Schwartzkoppen in Frankfurt am Main
  • 1951: Wettbewerbsentwürfe Landesversicherungsanstalt und Bank der Berliner Handelsgesellschaft in Frankfurt am Main
  • 1951–1953: Bundesrechnungshof in Frankfurt am Main (mit Friedel Steinmeyer)
  • 1951–1953: zusammen mit Ernst Zinsser: Continental-Hochhaus, heute Universität Hannover, denkmalgeschützt[1][2]
  • 1951–1961: Gewerbliches Berufsschulzentrum Hannover
  • 1952–1954: Ratsgymnasium Hannover (heute denkmalgeschütztes Gebäude der International School Hannover Region (mit A. Bätjer-Kiene))
  • 1953: Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main
  • 1958–1961: Umbau und Erweiterung des Kestner-Museums in Hannover (mit R. Wildometz)
  • 1960–1962: Bugenhagenkirche in Hannover
  • 1961–1969: Stadthalle „Erwin-Piscator-Haus“ in Marburg an der Lahn (mit Ulrich Gothe)
  • 1963/1964: Wohnhaus Markgrafenstraße in Baden-Baden
  • 1966: Gastdozentenhaus „Heinrich Hertz“ der Technischen Hochschule Karlsruhe
  • 1971–1977: Stadtklinik Baden-Baden (mit Gernot Kramer, Rudolf Wiest und Partner)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werner Dierschke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sid Auffarth, Wolfgang Pietsch: Die Universität Hannover. Ihre Bauten, ihre Gärten, ihre Planungsgeschichte, hrsg. im Auftr. des Präsidiums der Universität Hannover, Imhof, Petersberg 2003, ISBN 3-935590-90-3, S. 257–266
  2. Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, [Bd.] 10.1, ISBN 3-528-06203-7, Anlage Mitte, in: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, S. 3f.