Werner Munter

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Werner Munter (* 1941 in Lohnstorf, Schweiz) ist Bergführer, Autor und Sicherheitsexperte für Lawinen und alpines Klettern. Aufgrund seiner Verdienste in der Lawinenforschung wird er zuweilen auch als Lawinenpapst bezeichnet.[1]

Leben[Bearbeiten]

Munter, der in Vernamiège bei Sion lebt, etablierte den Halbmastwurf als Sicherungsknoten beim Klettern (englisch deshalb auch Munter hitch genannt), sowie die Munterbremse, ein Vorläufer des Abseilachters. Munter ist nicht der Erfinder des Halbmastwurfs, dieser war schon im Altertum bekannt. Munter hat die sogenannte Halbmastwurfsicherung erfunden und propagiert, diesen Knoten zu verwenden.[2]

Bekannt wurde Munter insbesondere in den 1990er Jahren durch seine Veröffentlichungen zur Lawinenkunde, die einen Paradigmenwechsel in der praktischen Lawinenbeurteilung einleiteten. Die sogenannte Formel 3x3 sowie die elementare Reduktionsmethode sind probabilistische Entscheidungsstrategien für Winter- und insbesondere Skibergsteiger zur Einschätzung des Risikos eines Lawinenabgangs in ungesichertem alpinen Gelände. Munter hat mit seinen Veröffentlichungen eine intensive Diskussion in Bergsteiger- und Bergführerkreisen ausgelöst. Inzwischen werden seine Formel 3x3 und seine Reduktionsmethode, bzw. ähnliche Entscheidungsstrategien wie die grafische Reduktonsmethode, die SnowCard oder die Stop or Go Card von den Alpenvereinen propagiert.

Er war bis 2006 externer Mitarbeiter am Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos.

Ehrungen[Bearbeiten]

1995 wurde er für seine Verdienste zum Ehrenbergführer des Schweizer Bergführerverbandes ernannt. 1997 erhielt er den Eybl-Sicherheitspreis.

Werke[Bearbeiten]

Munter, Werner

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BR-online: Lawinen - Mehr Wissen, mehr Sicherheit. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  2. Die Erfindungen von Werner Munter

Weblinks[Bearbeiten]