Werner Schnappauf

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Werner Schnappauf

Werner Schnappauf (* 30. August 1953 in Steinbach am Wald) ist ein deutscher Politiker (CSU) und Lobbyist. Vom 14. Oktober 2003 bis zum 15. Oktober 2007 war er Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, vom 24. September 2007 bis 31. März 2011 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Ausbildung und Beruf

Schnappauf besuchte das Kaspar-Zeuß-Gymnasium in Kronach, wo er 1973 das Abitur machte. Nach dem Wehrdienst studierte er ab 1974 Rechts- und Staatswissenschaften sowie Politische Wissenschaften an der Universität Erlangen/Nürnberg und promovierte bei Walter Schmitt Glaeser 1982 mit dem Thema „Standortbestimmung bei Kernkraftwerken“ an der Universität Bayreuth zum Dr. jur.

[Bearbeiten] Politischer Werdegang

Schnappauf war von 1989 bis 1998 Landrat des Landkreises Kronach im Frankenwald. Von 1998 bis 2003 war er Bayerischer Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen. 1999 wurde er Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Oberfranken und unter seiner Führung gelang es der CSU, zahlreiche oberfränkische Kommunen, u.a. Hof, Bayreuth und Kulmbach, von der SPD zu gewinnen, sowie den CSU-Bezirksverband bei Landtags- und Bundestagswahlen zu einem der erfolgreichsten in Bayern zu machen.

Seit dem 21. September 2003 war Schnappauf Mitglied des Bayerischen Landtags. Vorausgegangen war Schnappaufs nach erheblichen Konflikten gescheiterter Versuch, Direktkandidat im Wahlkreis Bamberg zu werden. Vom 14. Oktober 2003 bis zum 15. Oktober 2007 war Schnappauf Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Sein vorheriges Ministerium wurde dazu mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz zusammengelegt. Die Zuständigkeit für die Landesplanung musste er an das Wirtschaftsministerium abgeben.

[Bearbeiten] Tätigkeit für den Bundesverband der Deutschen Industrie

Auf einer außerordentlichen Sitzung von Präsidium und Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am 24. September 2007 wurde Schnappauf zum neuen BDI-Hauptgeschäftsführer berufen. Dem neuen Kabinett unter Ministerpräsident Günther Beckstein gehörte Schnappauf nicht mehr an. Sein Mandat als Landtagsabgeordneter hat er am 15. November 2007 niedergelegt, am 8. Dezember 2007 wurde Karl-Theodor zu Guttenberg zu seinem Nachfolger als CSU-Bezirksvorsitzender gewählt.

Schnappauf stellte sein Amt als Hauptgeschäftsführer des BDI zum 31. März 2011 zur Verfügung, nachdem ein Protokoll einer Sitzung des BDI mit Aussagen Rainer Brüderles zum vorübergehenden Ausstieg aus der Atomkraft, die gegensätzlich zu der öffentlichen Position der schwarz-gelben Regierungskoalition waren, bekannt geworden war.[1] Schnappauf übernahm damit die politische Verantwortung für die Indiskretion, nachdem der BDI zunächst von einem "Protokollfehler" gesprochen hatte.[2]

[Bearbeiten] Positionen

[Bearbeiten] Dosenpfand

2001 musste Schnappauf im Landtag in der Diskussion um das Dosenpfand eine herbe Niederlage hinnehmen.[3]

[Bearbeiten] Abwasser von Kernkraftwerken

Unverständnis fand im Rekordhitze-Sommer 2003 seine Entscheidung, den Temperatur-Grenzwert für das abgeleitete Kühlwasser aus den bayerischen Atomkraftwerken per Ausnahmegenehmigung heraufzusetzen.[4]

[Bearbeiten] "Problembär Bruno" 2006

Negative Schlagzeilen machte Schnappauf als Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Krisenmanagement um den „Problembären“ Bruno im Sommer 2006.

[Bearbeiten] Gammelfleisch

Anfang September 2006 geriet der Minister durch den sogenannten Gammelfleisch-Skandal erneut unter massiven Druck.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Werner Schnappauf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Atom-Patzer. BDI-Spitzenmann tritt wegen Brüderle-Affäre zurück. Spiegel Online, 25. März 2011
  2. welt.de: Brüderles Patzer lässt FDP vor den Wahlen zittern, 25. März 2011
  3. welt.de: 13. Mai 2001
  4. focus.de Minister in der Radarfalle - Werner Schnappauf. FOCUS Online. Abgerufen am 20. Mai 2011.
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