Wernshausen
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| Wernshausen
Stadt Schmalkalden
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| Koordinaten: | 50° 43′ N, 10° 21′ O50.72472222222210.351111111111257Koordinaten: 50° 43′ 29″ N, 10° 21′ 4″ O |
| Höhe: | 257 m |
| Einwohner: | 2075 (2007) |
| Eingemeindung: | 1. Dez. 2008 |
| Postleitzahl: | 98590 |
| Vorwahl: | 036848 |
Wernshausen ist eine ehemalige Gemeinde in Thüringen. Sie bestand bis zur Eingemeindung nach Schmalkalden am 1. Dezember 2008 aus den Orten Wernshausen, Niederschmalkalden und Helmers.
Die auf etwa 257 Metern Meereshöhe gelegene Gemeinde Wernshausen im Werratal hatte am 31. Dezember 2007 3.042 Einwohner auf einer Fläche von 26,29 km². Letzter ehrenamtlicher Bürgermeister war Rainer Stoffel.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Zum ersten Mal wurde Wernshausen im Jahre 1184 urkundlich erwähnt. Vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert war die Flößerei die Haupteinnahmequelle der Einwohner. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Wernshausen eine Papierfabrik gebaut.
Bereits 1832 war die Kammgarnspinnerei Wernshausen gegründet worden, 1865/67 und 1920 durch neue Bauten erweitert. Der wichtigste Architekt der stattlichen Anlage war Hofrat Karl Behlert, der auch das Meininger Theater baute. Auf ihn gehen das prominente Verwaltungsgebäude -mit einem von zwei steinernen Schafskulpturen flankierten Säuleneingang- und das hochgeschossige Ziegelbauwerk, die eigentliche Produktionsstätte zurück. 1992 wurde die Fertigung des Spinnereibetriebs nach Tschechien verlagert. 2002 wurde das Ensemble in das Denkmalbuch des Landes eingetragen. Trotzdem erfolgt -gegen Protest engagierter Bürger- seit Anfang 2009 der Abriss. Dieser wird vom Freistaat Thüringen mit 1,4 Mio Euro aus der "Städtebauförderung" unterstützt[1]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Industrie-Denkmal
- Kammgarnspinnerei Wernshausen, die unter Denkmalschutz steht, wird 2009 abgerissen[2]
[Bearbeiten] Gedenkstätte
Eine Stele im Ortsteil Niederschmalkalden erinnert an drei unbekannte KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch im Frühjahr 1945 von SS-Männern ermordet wurden.
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Die Gemeinde Wernshausen hatte zwei Bahnhöfe. Am Bahnhof Wernshausen ist die Werrabahn Eisenach–Meiningen mit der Nebenbahn nach Schmalkalden–Zella-Mehlis verknüpft. An letzterer Strecke liegt der Haltepunkt Niederschmalkalden. Auf beiden Strecken verkehren im Stundentakt Regionalzüge der Süd-Thüringen-Bahn. Wernshausen ist Taktknoten, sodass Anschlüsse in alle Richtungen bestehen. Wernshausen liegt außerdem an der Bundesstraße 19 Eisenach–Würzburg.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Hans Tümmler (*1906), Historiker und Goetheforscher
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Wolfgang Hirsch: "Der eilige Abriss eines Denkmals. Eine historische Kammgarnspinnerei wird plattgemacht". Thüringische Landeszeitung, 5.2.2009
- ↑ Wolfgang Hirsch: "Der eilige Abriss eines Denkmals". TLZ 5.2.2009

