Wertpapierorder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Wertpapierorder ist der Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Anteilscheinen an einer Aktiengesellschaft oder einem ähnlichen Finanzinstrument. Früher wurden vorwiegend Aktien (Anteilsscheine an einem Unternehmen) und Renten (festverzinsliche Anleihen, z. B. Staatsanleihen) als Wertpapiere betrachtet. Inzwischen hat sich die Vielfalt der Produkte gewandelt (z. B. durch Optionen und Futures). Daher wird oft der Begriff Finanzinstrumente verwendet.

Ablauf[Bearbeiten]

Der jeweilige Auftrag zum Kauf oder Verkauf kann bei einem Geldinstitut persönlich, schriftlich oder fernmündlich gegeben werden. Bei Zulassung zum Online-Banking mit Brokerkonto kann jeder Internet-Nutzer einen Auftrag geben.

Für die Ausführung der Order gibt es Bestimmungen, die in der Börsenordnung des jeweiligen Handelplatzes (Börse) geregelt sind - eine Ausnahme bildet die OTC-Order (over the counter). Diese ist eine freie Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, von denen der eine meist ein institutioneller Anleger ist.

Orders haben hier in der Regel folgende Bestandteile:

  • Anzahl und Art des zu ordernden Marktgegenstandes. Bei Wertpapieren Name, Symbol, WKN oder ISIN,
  • Orderaktion (Kauf/Verkauf)
  • Ordertypen (Limit, Market ...)
  • Orderzusatz (Stop-Limit Preis)
  • Orderlaufzeit
  • Börsenplatz


Eine Order kann unterschiedliche Ausführungsarten besitzen:

  • Market Order (best price order)
    • Die Order wird zu dem jeweils an der Börse zum Zeitpunkt der Ordereingabe gültigen Preis ausgeführt.
  • Limit Order
    • Die Order wird zu einem vorgegebenen Preis oder besser ausgeführt. Sollte während der Laufzeit der Order (an den meisten Börsen maximal 90 Tage) der angegebene Preis nicht erreicht werden, so wird die Order gelöscht. In der Regel wird eine kürzere Laufzeit der Order vorgegeben.

Ist eine Order aufgrund eines Fehlers nicht marktgerecht, so spricht man von einem Mistrade.

Pegged Order[Bearbeiten]

Als Pegged Order werden dynamische programmierte Kaufaufträge bezeichnet deren Angebotspreis sich automatisch in einem festgelegten Abstand zu dem entsprechenden Underlying bewegt[1]. Unterscheiden lassen sich die Ordertypen:

  • Pegged to Market (Orderpreis orientiert sich an dem aktuell besten Marktpreis)
  • Pegged to Primary (Orderpreis ist in einem festgelegten Abstand stets besser als der jeweils aktuelle beste Marktpreis)
  • Pegged to Stock (Orderpreis einer Option orientiert sich an dem aktuellen Marktpreis der unterliegenden Aktie)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ordertypen

Siehe auch[Bearbeiten]