Western Brook Pond

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Western Brook Pond
Der Western Brook Pond mit den Pissing Mare Falls im Hintergrund
Der Western Brook Pond mit den Pissing Mare Falls im Hintergrund
Geographische Lage Insel Neufundland, Neufundland und Labrador (Kanada)
Abfluss zum Sankt-Lorenz-Golf
Orte in der Nähe Rocky Harbour
Daten
Koordinaten 49° 46′ N, 57° 49′ W49.768888888889-57.820555555556Koordinaten: 49° 46′ N, 57° 49′ W
Western Brook Pond (Neufundland und Labrador)
Western Brook Pond
Länge 16 kmf6
Maximale Tiefe 165 mf10
Gros Morne NP westernbrookpond2.jpg
Western Brook Pond, vom Wanderpfad aus gesehen
NLW GrosMorne7 tango7174.jpg
Östliches Ende des Fjords

Der Western Brook Pond ist ein Fjord im Gros-Morne-Nationalpark im Westen der Insel Neufundland (NL, Kanada), dessen Verbindung mit dem Meer aufgrund einer Hebung der Küste verloren ging, so dass er heute einen See darstellt.

Geographie und Entstehung[Bearbeiten]

Der Fjord ist 16 km lang und bis zu 165 m tief. Das umgebende Bergmassiv ist bis zu 600 m hoch. Die Pissing Mare Falls, der zweithöchste Wasserfall in Kanada und Platz 199 der höchsten Wasserfälle der Erde (siehe auch Liste der bekannten Wasserfälle), münden in den Western Brook Pond.

Der Western Brook Pond wurde in der Zeit von vor etwa 25.000 bis 10.000 Jahren während der Eiszeit durch Gletscher geformt. Nachdem diese schmolzen, verlor der Fjord die Verbindung zum offenen Meer. Der Fjord ist heute mit einem der reinsten Süßwasser der Erde gefüllt.

Flora[Bearbeiten]

Der Fjord ist über einen befestigten, drei Kilometer langen Holzpfad erreichbar, der durch eine Moorlandschaft führt. Hier sind unter anderem fleischfressende Pflanzen wie Schlauchpflanze, Sonnentau oder Fettkraut zu finden.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Western Brook Pond kann in der Sommersaison (Juni bis Oktober) per Boot besichtigt werden. Ein ortsansässiger Schiffsbetreiber stellt hierfür zwei Boote bereit, von denen das eine Boot 70, das andere maximal 90 Personen transportieren kann.

Bei einer Bootstour ist es auch möglich, am Ende des Fjords das Boot zu verlassen und dort das Bergmassiv hinauf zu wandern.

Trivia[Bearbeiten]

  • Nachdem Teile des umgebenden Bergmassivs in den Fjord herab gebrochen sind, kam es Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem 30 m hohen Tsunami.[1]
  • Die Besichtigungsboote im Fjord mussten ganz oder in Einzelteilen per Helikopter in die Fjordbucht eingeflogen werden, da das Gelände rundherum per Landweg nicht befahrbar ist.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alan Ruffman, P. Geo: Atlantic Tsunamis: "Like a River Returning". Maritime Museum of the Atlantic. Abgerufen am 14. März 2010.