Westerrönfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westerrönfeld
Westerrönfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westerrönfeld hervorgehoben
54.2833333333339.658Koordinaten: 54° 17′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Jevenstedt
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 7,78 km²
Einwohner: 4957 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 637 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24784,
24808 (Plirup)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04331
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 172
Adresse der Amtsverwaltung: Meiereistraße 5
24808 Jevenstedt
Webpräsenz: www.amt-jevenstedt.de
Bürgermeister: Hans-Otto Schülldorf (CDU)
Lage der Gemeinde Westerrönfeld im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Westerrönfeld ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Nachbarkommunen sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Rendsburg, Jevenstedt und Schülp. In früheren Zeiten gab es im Gebiet der Gemeinde einige Heideflächen und Binnendünen, von denen aber nur noch wenige erhalten sind.

Westerrönfeld liegt an der Bundesstraße 77 von Rendsburg nach Itzehoe und der Bundesstraße 202, die von St. Peter-Ording über Rendsburg kommend Richtung Kiel führt und in Osterrönfeld (Anschlussstelle Schacht-Audorf) in die A 210 mündet. Somit ist die Gemeinde mittelbar auch an die A 7 angebunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort, der an einer Eiderfurt am Ochsenweg lag, wurde 1437 erstmals im Kieler Erbebuch urkundlich erwähnt.

Während des Dreißigjährigen Kriegs waren die schwedischen Truppen, die Rendsburg belagert haben, in Westerrönfeld stationiert, wobei es auch in Westerrönfeld zu Plünderungen kam.

Seit 1695 gibt es einen jüdischen Friedhof im Ort, auf dem jüdische Siedler aus Rendsburg begraben wurden.

Im 18. Jahrhundert starben mehr als 100 Einwohner an der Pest. Für sie wurde eigens außerhalb des Orts ein Friedhof angelegt.

Ab 1901 war der Ort Haltepunkt der Rendsburger Kreisbahn, die von Rendsburg nach Hohenwestedt fuhr. 1957 wurde diese Strecke jedoch stillgelegt.

Die Gemeinde gehörte ursprünglich zum Amtsbezirk (später Amt) Jevenstedt. Durch Flüchtlinge, die in Westerrönfeld eine neue Heimat gefunden haben, wuchs die Zahl der Einwohner nach dem Zweiten Weltkrieg von 1500 auf 2500. 1948 trat die Gemeinde dann aus dem Amt aus. Am 1. Januar 2001 hat Westerrönfeld die Selbstverwaltung aufgegeben und trat dem Amt Jevenstedt wieder bei.

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 acht Sitze, die SPD sechs und die Wählergemeinschaft KWG drei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein goldener Pfahl, gekreuzt und an der Kreuzungsstelle überdeckt mit einem silbernen Wellenbalken; im ersten Viertel ein silbernes Wagenrad mit acht Speichen, im vierten Viertel ein gestürzter silberner Anker.“[2]

Der silberne Wellenbalken und der Anker im Wappen sollen den Nord-Ostsee-Kanal darstellen. Der goldene Pfahl im Wappen bezieht sich auf die Lage Westerrönfelds an der B 77, das Wagenrad symbolisiert den Ochsenweg.[3]

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Die Orte Tingleff in Dänemark und Züssow in Mecklenburg-Vorpommern sind die Partnergemeinden von Westerrönfeld.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort war ursprünglich durch Landwirtschaft, Fischerei, Seefahrt und Schiffbau geprägt. Heute werden aufgrund der Nähe zu Rendsburg sowie der Verkehrsanbindungen nach Kiel und zur Bundesautobahn 7 Gewerbegebiete ausgebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Westerrönfeld stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Westerrönfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. http://www.amt-jevenstedt.de/gemeinden/westerroenfeld/chronik.html