Westfälische Nachrichten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Westfälische Nachrichten
Logo Westfälische Nachrichten
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Aschendorff Medien GmbH & Co. KG
Erscheinungsweise täglich
(Montag bis Samstag)
Verkaufte Auflage
(IVW Q2/2012, Mo–Sa)
107.688 Exemplare
Chefredakteur Norbert Tiemann
Weblink www.wn.de

Westfälische Nachrichten (WN) ist eine regionale Tageszeitung für den Raum Münster (Westfalen), das Münsterland und das Tecklenburger Land. Sie wird von der Aschendorff Medien GmbH & Co. KG herausgegebenen.

Auflage[Bearbeiten]

Die Gesamtauflage der Westfälischen Nachrichten wird nicht gesondert ausgewiesen. Die Hauptausgabe Münster erreicht eine verkaufte Auflage von 94.397 Exemplaren.[1] Zuzüglich der Teilausgabe Westerkappelner Zeitung/Tecklenburger Kreisblatt sowie den Gronauer Nachrichten und dem Tecklenburger Landboten lag die Gesamtauflage im 2. Quartal 2012 bei 107.688 Exemplaren. Mit einer verkauften Auflage von 218.243 Exemplaren[2] im Verbund mit dem Partnerverlagen der Zeitungsgruppe Münsterland (ZGM) sind die Westfälischen Nachrichten die auflagenstärkste Tageszeitung der Region.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (58,8 Prozent) der über 14-Jährigen liest täglich die Westfälischen Nachrichten oder einen Titel der ZGM-Gruppe (Media-Analyse 2009).

Von den Westfälischen Nachrichten werden elf verschiedene Lokalausgaben für das Münsterland bzw. Tecklenburger Land gedruckt. Inklusive der Partnerverlage existieren 19 verschiedene Belegungseinheiten für Anzeigen- und Beilagenkunden. Seit 2010 wird nach zehn Jahren Pause das Bocholter-Borkener Volksblatt ebenfalls wieder von der Unternehmensgruppe Aschendorff gedruckt.

Verlagsprodukte[Bearbeiten]

Verlagshaus Aschendorff, Stammsitz bis 2008, heute Sitz des Buchverlages

Einen Großteil der Verbundauflage der ZGM macht die Hauptausgabe Münster (umfasst Münster und zahlreiche Umlandgemeinden) aus. Zur ZGM gehören die Westfälischen Nachrichten, die Ahlener Zeitung (AZ), welche im Jahr 2004 vom Verlag E. Sommer aufgekauft wurde, die Allgemeine Zeitung in Coesfeld mit ihren Tochterausgaben Billerbecker Anzeiger und Gescherer Zeitung, die Borkener Zeitung, die Dülmener Zeitung, die Ibbenbürener Volkszeitung, die Münsterländische Volkszeitung Rheine, sowie das Tageblatt für den Kreis Steinfurt in Ochtrup. Gedruckt wird im Aschendorff Druckzentrum an der Hansalinie in Münster.

Die Zeitung bietet dabei ein Komplett-Angebot von Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport aus der Region. Ergänzt wird dies durch zielgruppenspezifische Angebote wie zum Beispiel der Kinderseite „Yango“. Zu den der Westfälischen Nachrichten gehört ferner das Jugend-Magazin Lenz, welches freitags der Auflage beiliegt und kostenlos in ganz Münster und Umgebung verteilt wird. Lenz ist ein multimediales Projekt, das neben einem Internetauftritt und dem Magazin auch ein Radioprogramm anbietet. Jeden Freitag von 20.00 Uhr bis 00.00 Uhr ist über den Lokalsender Antenne Münster das Jugendmagazin Lenz-Show empfangbar.

Redaktion[Bearbeiten]

Über 100 festangestellte Redakteurinnen und Redakteure berichten tagtäglich in 19 verschiedenen Lokalausgaben für das Münsterland. Neben der Mantelredaktion in Medienhaus Aschendorff sowie der Lokalredaktion Münster, die ebenfalls in der Unternehmenszentrale angesiedelt ist, gehören Lokalredaktionen in Ascheberg, Borghorst, Burgsteinfurt, Drensteinfurt, Greven, Gronau, Havixbeck, Hiltrup, Lengerich, Lüdinghausen, Nottuln, Senden, Sendenhorst, Telgte, Warendorf, Westerkappeln und Ahlen zu den Westfälischen Nachrichten.

Online, Mobil & WN ePaper[Bearbeiten]

Die Westfälischen Nachrichten bieten Informationen auf verschiedenen Kanälen an (Print, Online, Mobile). Dabei arbeitet die in einer Newsdesk-Organisation aufgebaute Redaktion der Westfälischen Nachrichten nach dem Prinzip „Online first“: Das seit 2007 angebotene Nachrichten-Portal www.westfaelische-nachrichten.de verzeichnet im Jahr 2008 rund zehn Millionen Zugriffe pro Monat und ist somit das meistbesuchte Nachrichten-Portal der Region. Angeboten werden neben Information und Unterhaltung für alle Bereiche des täglichen Lebens unterschiedlichste Medien, wie WN-TV oder SMS-Services.

Seit Oktober 2012 werden alle Zeitungstitel der Westfälischen Nachrichten inklusive der Ahlener Zeitung und des Tageblatts für den Kreis Steinfurt auch in digitaler Form als "WN ePaper" angeboten. Die Nutzung erfolgt über einen herkömmlichen Browser sowie über die WN ePaper-App für iOS und Android.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschäftsstelle der Westfälischen Nachrichten am Prinzipalmarkt in Münster.

Von 1852 bis 1937 erschien der Münsterische Anzeiger, der im Jahre 1937 zur Zeit des Nationalsozialismus von den NS-Machthabern entschädigungslos enteignet wurde. Dies war der Vorläufer der heutigen Westfälischen Nachrichten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam Aschendorff als erster Verlag die Lizenz zur Veröffentlichung einer neuen Zeitung in der britischen Besatzungszone Münsters. Erste Lizenzträger der Westfälischen Nachrichten waren der ehemalige Reichstagsabgeordnete Franz Bornefeld-Ettmann, Gottfried Hasenkamp und der Mitinhaber der Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung, Friedrich Leopold Hüffer.

Da die Druckmaschine in Münster während eines Bombenangriffes zerstört worden war, wurden die Westfälischen Nachrichten im Verlagshaus Holterdorf in Oelde gedruckt – die erste Ausgabe der Westfälischen Nachrichten erschien am 3. August 1946. Ab 1949 erfolgte die Produktion der Zeitung wieder im Druckhaus in Münster.

Im Jahr 1950 schlossen sich die Westfälischen Nachrichten mit umliegenden Heimatverlagen im Münsterland zur „Zeitungsverlagsgesellschaft Nordwestdeutschland“ (ZENO), heute „Zeitungsgruppe Münsterland“ (ZGM), zusammen.

Chefredakteur war von 1990 bis 2000 Jost Springensguth. Seine Nachfolge trat Norbert Tiemann an, der zuvor stellvertretender Chefredakteur gewesen war.

Archiv[Bearbeiten]

Alle je erschienen Seiten der Zeitung sind Anfang des 21. Jahrhunderts eingescannt worden. Mit mehr als einer Million Seiten war das der größte in Deutschland je vergebene Einscan-Auftrag. Heute ist das komplette Archiv mit 60 Zeitungsjahrgängen in digitaler Form verfügbar.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut IVW, zweites Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. laut IVW, zweites Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)