Westfalenliga (Fußball)
| Westfalenliga | |
| Verband | FLVW |
| Erstaustragung | 1956 |
| Mannschaften | 2 x 18 |
| Meister | TuS Dornberg (Staffel 1) TuS Erndtebrück (Staffel 2) |
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↑ NRW-Liga (V)
↓ Landesliga Westfalen (VII)
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Die Westfalenliga ist seit der Saison 2008/09 die höchste Spielklasse des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen im Männerfußball und ist auf der sechsthöchsten Ebene des deutschen Ligasystems angesiedelt. Die amtierenden Meister der Westfalenliga sind der TuS Dornberg und der TuS Erndtebrück.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Modus
Die Westfalenliga besteht aus zwei Staffeln mit einer Sollstärke von je 18 Mannschaften. In der Regel spielen in der Staffel 1 Mannschaften aus dem Münsterland und Ostwestfalen, während in der Staffel 2 Mannschaften aus dem Ruhrgebiet, dem Sauerland und dem Siegerland spielen. Die genaue Einteilung der beiden Staffeln wird jedes Jahr nach geographischen Gesichtspunkten vorgenommen. Es kommt dabei vor, dass Mannschaften aus der Mitte Westfalens die Staffel wechseln müssen, damit eine einheitliche Staffelstärke gewährleistet ist.
Ein Finale zwischen den Staffelsiegern gibt es nicht, der Meister jeder Staffel steigt in die NRW-Liga auf, sofern in dieser Spielklasse nicht bereits eine Mannschaft desselben Vereins spielt. In diesem Fall rückt ebenso wie bei Verzicht auf den Aufstieg oder bei fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit die nächstbestplatzierte, aufstiegsbereite und zugelassene Mannschaft der jeweiligen Staffel nach. Die vier Tabellenletzten jeder Staffel steigen in die in fünf Staffeln eingeteilte Landesliga Westfalen ab.
Im Zuge der Regionalliga-Reform und der Auflösung der NRW-Liga 2012 gilt in der Saison 2011/12 die einmalige Sonderregelung, dass die beiden Staffelsieger an einer Aufstiegsrunde mit den Viert- bis Siebtplatzierten der NRW-Liga um den Aufstieg in die Regionalliga West teilnehmen. Im Falle des Scheiterns qualifizieren sich die Staffelsieger zusammen mit den Zweit- bis Fünftplatzieren der beiden Westfalenligastaffeln für die wieder eingeführte Oberliga Westfalen. Je nach Anzahl der westfälischen NRW-Ligisten, die sich nicht für die Regionalliga West qualifizieren, können auch der Sechst- bis Achtplatzierte der beiden Westfalenligastaffeln sich für die Oberliga Westfalen qualifizieren. Die Sollstärke der beiden Westfalenligastaffeln reduziert sich ab 2012/13 auf 16 Mannschaften je Staffel und wird durch einen vermehrten Aufstieg aus der Landesliga Westfalen wieder aufgefüllt.
[Bearbeiten] Mannschaften 2011/12
Folgende Mannschaften bilden die zwei Staffeln der Westfalenliga 2011/12:
[Bearbeiten] Staffel 1
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[Bearbeiten] Staffel 2
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[Bearbeiten] Historie
Die Westfalenliga wurde 1956/57 als damals drittklassige Verbandsliga Westfalen gegründet und seither stets in zwei Staffeln ausgetragen. Ihre Gründung erfolgte, um eine spielstarke Zwischenstufe zwischen der damals bestehenden 2. Oberliga West und der bis heute noch in fünf Staffeln darunter ausgetragenen Landesliga Westfalen zu schaffen. Auch nach Gründung der Bundesliga 1963/64 sowie der Einführung der 2. Bundesliga 1974/75 blieb die Verbandsliga Westfalen unverändert die dritthöchste Spielklasse im deutschen Ligasystem.
Da die Spielklasse bis 1977/78 gleichzeitig auch die höchste Spielklasse im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen war, trugen die beiden Staffelsieger zusätzliche Endspiele um den Titel des Westfalenmeisters aus. Der Titelgewinn berechtigte anschließend zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur nächsthöheren Liga. Dies war bis 1962/63 die 2. Oberliga West, zwischen 1963/64 und 1973/74 die Regionalliga West sowie ab 1974/75 die 2. Bundesliga.
Erst mit Einführung der übergeordneten Oberliga Westfalen in der Saison 1978/79 wurde die Verbandsliga Westfalen in die vierte Ebene der Ligapyramide zurückgestuft. Der Titel des Westfalenmeisters wurde fortan dem Meister der Oberliga Westfalen verliehen, das Endspiel zwischen den beiden Staffelsiegern entfiel somit. Die beiden Staffelsieger stiegen seither direkt in die Oberliga Westfalen auf. Sofern dort aufgrund der Abstiegssituation aus höheren Ligen freie Plätze vorhanden waren, konnte auch die beiden Staffelzweiten eventuell aufsteigen.
Nach Wiedereinführung der Regionalliga 1994/95 zunächst noch fünftklassig, stellt die Spielklasse seit 2008/09 nach Gründung der 3. Liga jetzt nur noch die sechsthöchste Spielklasse im deutschen Ligasystem dar.
Im Rahmen der Zusammenlegung der Oberliga Nordrhein und Oberliga Westfalen zur NRW-Liga in der Saison 2008/09 wurde die Spielklasse in Westfalenliga umbenannt und war damit auch wieder die höchste Liga des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Das Endspiel der beiden Staffelsieger um den Titel des Westfalenmeisters wurde jedoch nicht wieder eingeführt. Die beiden Staffelsieger steigen direkt in die NRW-Liga auf, ein eventuelles Aufstiegsrecht für die Staffelzweiten besteht seither nicht mehr.
Durch die Regionalligareform im Jahre 2012 wird die Westfalenliga wegen der Wiedereinführung der Oberliga Westfalen erneut nur noch die zweithöchste westfälische Spielklasse sein.[1]
[Bearbeiten] Bisherige Meister
[Bearbeiten] Verbandsliga als dritthöchste Spielklasse (1956–1978)
| Jahr | Staffel 1 | Staffel 2 | Finalergebnisse |
|---|---|---|---|
| 1957 | SpVgg Beckum | Sportfreunde Gladbeck | 5:1, 3:3 |
| 1958 | SpVgg Erkenschwick | FV Hombruch 09 | 2:3, 3:7 |
| 1959 | SpVgg Beckum | Sportfreunde Siegen | 2:0, 2:1 |
| 1960 | BV Selm | SSV Hagen | 1:3, 3:0, 2:1 (in Dortmund) |
| 1961 | Germania Datteln | Sportfreunde Siegen | 0:3, 5:0, 2:0 (in Hagen) |
| 1962 | Arminia Bielefeld | BV Brambauer | 2:1, 0:0 |
| 1963 | VfB 03 Bielefeld | Lüner SV | 1:3 (in Hamm) |
| 1964 | Eintracht Gelsenkirchen | SC Dortmund 95 | 1:1, 2:2, 2:0 (in Castrop-Rauxel) |
| 1965 | SpVgg Erkenschwick | VfL Bochum | 1:4, 3:2, 1:1 n.V. (in Recklinghausen) 1 |
| 1966 | Hammer SpVg | SSV Hagen | kein Endspiel 2 |
| 1967 | SpVgg Erkenschwick | Lüner SV | 0:0 n.V. (in Castrop-Rauxel) 3 |
| 1968 | SpVgg Erkenschwick | SSV Hagen | 2:1 (in Erkenschwick) 4 |
| 1969 | DJK Gütersloh | SG Wattenscheid 09 | 3:1 (in Hamm) |
| 1970 | Eintracht Gelsenkirchen | Westfalia Herne | 2:1 (in Herne) |
| 1971 | Arminia Gütersloh | VfL Klafeld-Geisweid 08 | 1:0 (in Hagen) |
| 1972 | STV Horst-Emscher | Sportfreunde Siegen | 3:1, 0:4 n.V. (6:7 i.E.) |
| 1973 | VfB 03 Bielefeld | Rot-Weiß Lüdenscheid | 2:1 (in Lünen) |
| 1974 | SC Recklinghausen | TuS Neuenrade | 0:3, 2:4 |
| 1975 | Arminia Gütersloh | Westfalia Herne | 0:2, 2:4 |
| 1976 | SC Herford | SV Holzwickede | 3:1, 1:2 |
| 1977 | Arminia Gütersloh | Rot-Weiß Lüdenscheid | 2:6, 2:0 |
| 1978 | 1. FC Paderborn | DSC Wanne-Eickel | 0:2, 2:1 |
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1 Bochum wurde durch Losentscheid Meister.
2 Hagen verzichtete.
3 Beide Mannschaften verzichteten auf ein Wiederholungsspiel.
4 Hagen verzichtete auf das Endspiel. Es rückte der VfL Schwerte nach.
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[Bearbeiten] Verbandsliga als vierthöchste Spielklasse 1978–1994
| Jahr | Staffel 1 | Staffel 2 | Weitere Aufsteiger |
|---|---|---|---|
| 1979 | VfB Waltrop | Teutonia Lippstadt | – |
| 1980 | Hammer SpVg | STV Horst-Emscher | – |
| 1981 | Eintracht Hamm-Heessen | Lüner SV | – |
| 1982 | ASC Schöppingen | VfL Bochum Am. | – |
| 1983 | FC Gohfeld | SV Langendreer 04 | – |
| 1984 | VfL Reken | DJK Hellweg Lütgendortmund | – |
| 1985 | 1. FC Recklinghausen | SuS Hüsten 09 | – |
| 1986 | SC Verl | SG Wattenscheid 09 Am. | – |
| 1987 | SpVg Marl | Borussia Dortmund Am. | SC Buer-Hassel |
| 1988 | VfB Rheine | Sportfreunde Siegen | – |
| 1989 | SpVgg Beckum | VfR Sölde | VfL Bochum Am. |
| 1990 | VfB Hüls | Rot-Weiß Lüdenscheid | 1. FC Recklinghausen |
| 1991 | FC Gütersloh | VfL Gevelsberg | – |
| 1992 | Schalke 04 Am. | Sportfreunde Siegen | SpVg Brakel, SG Wattenscheid 09 Am. |
| 1993 | TSG Dülmen | SV Holzwickede | – |
| 1994 | VfB Hüls | Sportfreunde Siegen | – |
[Bearbeiten] Verbandsliga als fünfthöchste Spielklasse 1994–2008
[Bearbeiten] Westfalenliga als sechsthöchste Spielklasse ab 2008
| Jahr | Staffel 1 | Staffel 2 |
|---|---|---|
| 2009 | SC Wiedenbrück 2000 | TSG Sprockhövel |
| 2010 | Westfalia Rhynern | SpVgg Erkenschwick |
| 2011 | TuS Dornberg | TuS Erndtebrück |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
1. Bundesliga | 2. Bundesliga | 3. Liga | Regionalliga (Nord, West und Süd)
5. Spielklassenebene: Schleswig-Holstein | Hamburg | Bremen | Niedersachsen | Nordost (Nord und Süd) | Nordrhein-Westfalen | Südwest | Hessen | Baden-Württemberg | Bayern
6. Spielklassenebene: Bremen | Hamburg (Hansa und Hammonia) | Schleswig-Holstein (Nord-West, Nord-Ost, Süd-West und Süd-Ost) | Niedersachsen (Weser-Ems, Hannover, Lüneburg und Braunschweig) | Mecklenburg-Vorpommern | Brandenburg | Berlin | Sachsen-Anhalt | Thüringen | Sachsen | Niederrhein | Mittelrhein | Westfalen (2 Staffeln) | Rheinland | Saarland | Südwest | Hessen (Nord, Mitte und Süd) | Baden | Südbaden | Württemberg | Bayern (Nord, Mitte und Süd)

