Westfalenliga (Fußball)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Fußball-Westfalenliga der Männer. Für gleichnamige Liga im Frauenfußball siehe Westfalenliga (Frauenfußball).
Westfalenliga
Verband FLVW
Erstaustragung 1956
Mannschaften 2 x 18
Meister TuS Dornberg (Staffel 1)
TuS Erndtebrück (Staffel 2)
NRW-Liga (V)

Die Westfalenliga ist seit der Saison 2008/09 die höchste Spielklasse des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen im Männerfußball und ist auf der sechsthöchsten Ebene des deutschen Ligasystems angesiedelt. Die amtierenden Meister der Westfalenliga sind der TuS Dornberg und der TuS Erndtebrück.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Modus

Die Westfalenliga besteht aus zwei Staffeln mit einer Sollstärke von je 18 Mannschaften. In der Regel spielen in der Staffel 1 Mannschaften aus dem Münsterland und Ostwestfalen, während in der Staffel 2 Mannschaften aus dem Ruhrgebiet, dem Sauerland und dem Siegerland spielen. Die genaue Einteilung der beiden Staffeln wird jedes Jahr nach geographischen Gesichtspunkten vorgenommen. Es kommt dabei vor, dass Mannschaften aus der Mitte Westfalens die Staffel wechseln müssen, damit eine einheitliche Staffelstärke gewährleistet ist.

Ein Finale zwischen den Staffelsiegern gibt es nicht, der Meister jeder Staffel steigt in die NRW-Liga auf, sofern in dieser Spielklasse nicht bereits eine Mannschaft desselben Vereins spielt. In diesem Fall rückt ebenso wie bei Verzicht auf den Aufstieg oder bei fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit die nächstbestplatzierte, aufstiegsbereite und zugelassene Mannschaft der jeweiligen Staffel nach. Die vier Tabellenletzten jeder Staffel steigen in die in fünf Staffeln eingeteilte Landesliga Westfalen ab.

Im Zuge der Regionalliga-Reform und der Auflösung der NRW-Liga 2012 gilt in der Saison 2011/12 die einmalige Sonderregelung, dass die beiden Staffelsieger an einer Aufstiegsrunde mit den Viert- bis Siebtplatzierten der NRW-Liga um den Aufstieg in die Regionalliga West teilnehmen. Im Falle des Scheiterns qualifizieren sich die Staffelsieger zusammen mit den Zweit- bis Fünftplatzieren der beiden Westfalenligastaffeln für die wieder eingeführte Oberliga Westfalen. Je nach Anzahl der westfälischen NRW-Ligisten, die sich nicht für die Regionalliga West qualifizieren, können auch der Sechst- bis Achtplatzierte der beiden Westfalenligastaffeln sich für die Oberliga Westfalen qualifizieren. Die Sollstärke der beiden Westfalenligastaffeln reduziert sich ab 2012/13 auf 16 Mannschaften je Staffel und wird durch einen vermehrten Aufstieg aus der Landesliga Westfalen wieder aufgefüllt.

[Bearbeiten] Mannschaften 2011/12

Folgende Mannschaften bilden die zwei Staffeln der Westfalenliga 2011/12:

[Bearbeiten] Staffel 1

[Bearbeiten] Staffel 2

[Bearbeiten] Historie

Die Westfalenliga wurde 1956/57 als damals drittklassige Verbandsliga Westfalen gegründet und seither stets in zwei Staffeln ausgetragen. Ihre Gründung erfolgte, um eine spielstarke Zwischenstufe zwischen der damals bestehenden 2. Oberliga West und der bis heute noch in fünf Staffeln darunter ausgetragenen Landesliga Westfalen zu schaffen. Auch nach Gründung der Bundesliga 1963/64 sowie der Einführung der 2. Bundesliga 1974/75 blieb die Verbandsliga Westfalen unverändert die dritthöchste Spielklasse im deutschen Ligasystem.

Da die Spielklasse bis 1977/78 gleichzeitig auch die höchste Spielklasse im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen war, trugen die beiden Staffelsieger zusätzliche Endspiele um den Titel des Westfalenmeisters aus. Der Titelgewinn berechtigte anschließend zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur nächsthöheren Liga. Dies war bis 1962/63 die 2. Oberliga West, zwischen 1963/64 und 1973/74 die Regionalliga West sowie ab 1974/75 die 2. Bundesliga.

Erst mit Einführung der übergeordneten Oberliga Westfalen in der Saison 1978/79 wurde die Verbandsliga Westfalen in die vierte Ebene der Ligapyramide zurückgestuft. Der Titel des Westfalenmeisters wurde fortan dem Meister der Oberliga Westfalen verliehen, das Endspiel zwischen den beiden Staffelsiegern entfiel somit. Die beiden Staffelsieger stiegen seither direkt in die Oberliga Westfalen auf. Sofern dort aufgrund der Abstiegssituation aus höheren Ligen freie Plätze vorhanden waren, konnte auch die beiden Staffelzweiten eventuell aufsteigen.

Nach Wiedereinführung der Regionalliga 1994/95 zunächst noch fünftklassig, stellt die Spielklasse seit 2008/09 nach Gründung der 3. Liga jetzt nur noch die sechsthöchste Spielklasse im deutschen Ligasystem dar.

Im Rahmen der Zusammenlegung der Oberliga Nordrhein und Oberliga Westfalen zur NRW-Liga in der Saison 2008/09 wurde die Spielklasse in Westfalenliga umbenannt und war damit auch wieder die höchste Liga des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Das Endspiel der beiden Staffelsieger um den Titel des Westfalenmeisters wurde jedoch nicht wieder eingeführt. Die beiden Staffelsieger steigen direkt in die NRW-Liga auf, ein eventuelles Aufstiegsrecht für die Staffelzweiten besteht seither nicht mehr.

Durch die Regionalligareform im Jahre 2012 wird die Westfalenliga wegen der Wiedereinführung der Oberliga Westfalen erneut nur noch die zweithöchste westfälische Spielklasse sein.[1]

[Bearbeiten] Bisherige Meister

[Bearbeiten] Verbandsliga als dritthöchste Spielklasse (1956–1978)

Jahr Staffel 1 Staffel 2 Finalergebnisse
1957 SpVgg Beckum Sportfreunde Gladbeck 5:1, 3:3
1958 SpVgg Erkenschwick FV Hombruch 09 2:3, 3:7
1959 SpVgg Beckum Sportfreunde Siegen 2:0, 2:1
1960 BV Selm SSV Hagen 1:3, 3:0, 2:1 (in Dortmund)
1961 Germania Datteln Sportfreunde Siegen 0:3, 5:0, 2:0 (in Hagen)
1962 Arminia Bielefeld BV Brambauer 2:1, 0:0
1963 VfB 03 Bielefeld Lüner SV 1:3 (in Hamm)
1964 Eintracht Gelsenkirchen SC Dortmund 95 1:1, 2:2, 2:0 (in Castrop-Rauxel)
1965 SpVgg Erkenschwick VfL Bochum 1:4, 3:2, 1:1 n.V. (in Recklinghausen) 1
1966 Hammer SpVg SSV Hagen kein Endspiel 2
1967 SpVgg Erkenschwick Lüner SV 0:0 n.V. (in Castrop-Rauxel) 3
1968 SpVgg Erkenschwick SSV Hagen 2:1 (in Erkenschwick) 4
1969 DJK Gütersloh SG Wattenscheid 09 3:1 (in Hamm)
1970 Eintracht Gelsenkirchen Westfalia Herne 2:1 (in Herne)
1971 Arminia Gütersloh VfL Klafeld-Geisweid 08 1:0 (in Hagen)
1972 STV Horst-Emscher Sportfreunde Siegen 3:1, 0:4 n.V. (6:7 i.E.)
1973 VfB 03 Bielefeld Rot-Weiß Lüdenscheid 2:1 (in Lünen)
1974 SC Recklinghausen TuS Neuenrade 0:3, 2:4
1975 Arminia Gütersloh Westfalia Herne 0:2, 2:4
1976 SC Herford SV Holzwickede 3:1, 1:2
1977 Arminia Gütersloh Rot-Weiß Lüdenscheid 2:6, 2:0
1978 1. FC Paderborn DSC Wanne-Eickel 0:2, 2:1
1 Bochum wurde durch Losentscheid Meister.
2 Hagen verzichtete.
3 Beide Mannschaften verzichteten auf ein Wiederholungsspiel.
4 Hagen verzichtete auf das Endspiel. Es rückte der VfL Schwerte nach.

[Bearbeiten] Verbandsliga als vierthöchste Spielklasse 1978–1994

Jahr Staffel 1 Staffel 2 Weitere Aufsteiger
1979 VfB Waltrop Teutonia Lippstadt
1980 Hammer SpVg STV Horst-Emscher
1981 Eintracht Hamm-Heessen Lüner SV
1982 ASC Schöppingen VfL Bochum Am.
1983 FC Gohfeld SV Langendreer 04
1984 VfL Reken DJK Hellweg Lütgendortmund
1985 1. FC Recklinghausen SuS Hüsten 09
1986 SC Verl SG Wattenscheid 09 Am.
1987 SpVg Marl Borussia Dortmund Am. SC Buer-Hassel
1988 VfB Rheine Sportfreunde Siegen
1989 SpVgg Beckum VfR Sölde VfL Bochum Am.
1990 VfB Hüls Rot-Weiß Lüdenscheid 1. FC Recklinghausen
1991 FC Gütersloh VfL Gevelsberg
1992 Schalke 04 Am. Sportfreunde Siegen SpVg Brakel, SG Wattenscheid 09 Am.
1993 TSG Dülmen SV Holzwickede
1994 VfB Hüls Sportfreunde Siegen

[Bearbeiten] Verbandsliga als fünfthöchste Spielklasse 1994–2008

Jahr Staffel 1 Staffel 2 Weitere Aufsteiger
1995 TuS Ahlen Sportfreunde Oestrich SV Rotthausen
1996 TSG Dülmen DJK TuS Hordel
1997 Blau Weiß Post Recklinghausen FC Schalke 04 Am. VfL Bochum Am.
1998 FC Eintracht Rheine VfB Kirchhellen SV Lippstadt 08, SV Langendreer 04
1999 Preußen Lengerich 5 Westfalia Herne SC Herford, SV Rotthausen
2000 Lüner SV TSG Sprockhövel
2001 VfB Fichte Bielefeld SC Buer-Hassel Hövelhofer SV
2002 Arminia Bielefeld Am. TSG Sprockhövel SpVgg Emsdetten 05, Sportfreunde Siegen II
2003 LR Ahlen Am. SV Schermbeck Vorwärts Kornharpen
2004 Sportfreunde Lotte SpVgg Erkenschwick
2005 Delbrücker SC Westfalia Herne
2006 Hammer SpVg DSC Wanne-Eickel SF Oestrich-Iserlohn 6
2007 SV Schermbeck TSG Sprockhövel SC Wiedenbrück 2000, DJK Germania Gladbeck
2008 VfB Hüls SG Wattenscheid 09
5 Aufgrund einer Spielwertung wurde Preußen Lengerich Meister. Der ursprüngliche Meister SC Herford durfte allerdings ebenfalls aufsteigen.
6 Dem DSC Wanne-Eickel wurde der Aufstieg verweigert.

[Bearbeiten] Westfalenliga als sechsthöchste Spielklasse ab 2008

Jahr Staffel 1 Staffel 2
2009 SC Wiedenbrück 2000 TSG Sprockhövel
2010 Westfalia Rhynern SpVgg Erkenschwick
2011 TuS Dornberg TuS Erndtebrück

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. flvw.de: Spielklassenstrukturreform verabschiedet

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen