Westfalenpark
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Der Westfalenpark Dortmund wurde zur ersten der drei dortigen Bundesgartenschauen (1959, 1969, 1991) eröffnet. Auf dem Gelände des alten Kaiser-Wilhelm-Hains, des Buschmühlenparks, einer Mülldeponie und verwilderten Kleingartenanlagen entstand eine Parkanlage, deren Mittelpunkt das mit 220 Metern damals höchste deutsche Gebäude, der Florianturm bildet.
Auf dem Gelände war seit dem 21. Februar 1816 in der Zeche Am Busch die erste Dortmunder Dampfmaschine in Betrieb. Sie pumpte Grubenwasser aus etwa 25 Metern Teufe und ermöglichte so den Tiefbau auf Steinkohle. Bei der unterirdischen Verlegung der Emscher Anfang der 1990er Jahre wurde ein Teil der alten Stollen und Querschläge angeschnitten und fotografisch dokumentiert. Diese Dokumentation ist auf dem rekonstruierten Göpelschacht Christine im Westfalenpark als Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Park zählt mit 70 Hektar zu den großen innerstädtischen Parkanlagen in Europa und dient als beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel in Nordrhein-Westfalen. Er beheimatet das Deutsche Rosarium, das seinen Besuchern mehr als 3.000 verschiedene Rosenarten präsentiert und ist Ort vieler Konzerte und regelmäßig stattfindender Veranstaltungen, wie etwa des Festivals Juicy Beats oder des Lichterfestes. Besonders beliebt sind die Konzerte auf der Seebühne sowie das Puppentheaterfestival und die Trödelmärkte. Viele Veranstaltungen finden unter dem in der Mitte des Parks gelegenen Sonnensegel statt. Dabei sind die 80er-Jahre-Partys oder die Ibiza-Partys Publikumsmagneten, die weit über 1.000 Besucher anziehen.
Das 1969 vom Architekten Günter Behnisch errichtete Sonnensegel gilt als Experimentalbau einer freitragenden Dachkonstruktion. Nachdem hier die Machbarkeit einer solchen Deckenkonstruktion unter Beweis gestellt wurde, folgte der Bau des Münchner Olympiastadions. Aktuell ist der für Veranstaltungen genutzte Ort wegen akuter Baufälligkeit abgesperrt.[1]
Im Park findet man auch das Naturschutzhaus. Zur Zeit der Bundesgartenschau 1991 wurde dort 2,5 % der Gesamtfläche des Parkes dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. Diese Fläche ist „eine Insel des ehrenamtlichen Naturschutzes“ inmitten einer Parkanlage. Stellvertretend für die unentgeltlich arbeitenden, engagierten Naturschützer betreut die AGARD (AG Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund) diese Naturschutzinsel. Schulklassen, Kindergärten und andere Gruppen jeder Altersstufe (ab 5 Jahre) haben im und am Naturschutzhaus die Möglichkeit, die Natur zu erforschen.
2007 begannen die Arbeiten einer großflächigen Umgestaltung der Parkflächen. Unter dem Arbeitstitel Florians Garten nimmt der Westfalenpark am Forschungsprojekt Nachhaltige Stadtparks teil.
Im Westfalenpark Dortmund sind weiterhin das Kochbuchmuseum, ein nostalgisches Puppentheater sowie das RWE-Sonnenenergieforum ansässig.
Mehrere Spielplätze, unter anderem ein großer Abenteuerspielplatz für Kinder, ein Bouleplatz, Freiluftschach, eine Parkeisenbahn, ein Sessellift, Kneippanlagen, Boots- und Bollerwagenverleih und der große Spielbogen runden das Freizeitangebot des Westfalenparks für Groß und Klein ab. Im Sommer 2006 wurde zudem ein Soccer-Field mit Kunstrasen und 100 Tribünensitzen eröffnet.
Der Sessellift des Westfalenparks ist ein 1959 in Betrieb genommener Zweiersessellift, der eine Höhendifferenz von 23 Metern überwindet und 720 Personen pro Stunde befördern kann.
[Bearbeiten] Quellen und Anmerkungen
[Bearbeiten] Weblinks
- Bilder auf den Wikimedia-Commons
- Webseite des Westfalenparks
- Webseite des Fernsehturm
- Florians Garten
- Netzwerk Nachhaltige Stadtparks
51.4961111111117.4775Koordinaten: 51° 29′ 46″ N, 7° 28′ 39″ O

