Westhausen (bei Hildburghausen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land)
Westhausen (bei Hildburghausen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land) hervorgehoben
50.31611111111110.660555555556349Koordinaten: 50° 19′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Hildburghausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Heldburger Unterland
Höhe: 349 m ü. NHN
Fläche: 15,43 km²
Einwohner: 722 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98663
Vorwahl: 036875
Kfz-Kennzeichen: HBN
Gemeindeschlüssel: 16 0 69 056
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrgasse 3
98663 Westhausen
Webpräsenz: www.heldburg.de
Bürgermeister: Edgar Riedel (BIW)
Lage der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land) im Landkreis Hildburghausen
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Über dieses Bild
Blick über Westhausen

Westhausen ist eine Gemeinde des Heldburger Landes im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Heldburger Unterland an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Bad Colberg-Heldburg. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Haubinda.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Westhausen liegt 330 m über dem Meeresspiegel in einem von der Natur geschaffenen, breiten und flach auslaufenden Tal mit hügeligem Landschaftsbild. Am Ortsrand vereinen sich drei Quellbäche zur Westhäuser Kreck.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Westhausen besteht aus den Ortsteilen Westhausen und Haubinda, einem ehemaligen Rittergut.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima der Gegend ist mild. Im Norden schützt der Thüringer Wald und im Westen die Rhön vor kaltem Nordwind.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Westhausen, ein fränkisches Haufendorf, wurde 776 schon zu Zeiten Karls des Großen erstmals erwähnt. Damit ist sie die älteste Gemeinde im Heldburger Land und im Landkreis Hildburghausen. Der Ortsteil Haubinda wird 1317 als Heuwinden erstmals genannt. Der Kirchhof war einst mit Gaden (auch Kemenaten genannt) und doppelter Mauer versehen und diente dem Schutz der Bewohner, wenn sie sich in Krisenzeiten auf den Kirchhof zurückziehen mussten.[2]

Westhausen war 1662–1663 von Hexenverfolgung betroffen. Klaus Rückerts Frau Margaretha geriet in einen Hexenprozess.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1994 bis 2000

  • 1994: 627
  • 1995: 633
  • 1996: 645
  • 1997: 638
  • 1998: 609
  • 1999: 605
  • 2000: 614

2001 bis 2007

  • 2001: 611
  • 2002: 596
  • 2003: 588
  • 2004: 595
  • 2005: 592
  • 2006: 582
  • 2007: 602
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Edgar Riedel.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Westhausen besteht aus acht Ratsmitgliedern:

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Bildung[Bearbeiten]

Kindergarten Westhausen, 1976

Im Ortsteil Haubinda gibt es die 1901 von dem Reformpädagogen Lietz gegründete und nach ihm benannte Hermann-Lietz-Schule ein reformpädagogisches Landerziehungsheim mit einer Grund- und einer Regel-, sowie einer Fachoberschule. Bildungsgänge zum Hauptschulabschluss, Qualifizierenden Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und zur Fachhochschulreife werden angeboten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Chöre und Kapellen[Bearbeiten]

In Westhausen existieren der Gesangsverein Erholung von 1908 und die Blaskapelle Westhausen.

Vereine[Bearbeiten]

Zur sportlichen Ertüchtigung steht im Ort der Sportverein SV 08 Westhausen mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis und Nordic Walking zur Verfügung. Der Kleintierzuchtverein Westhausen und Umgebung e.V. wurde 1972 gegründet. Der Aero-Club Südthüringen aus dem Jahr 1998 hat seinen Sitz in Westhausen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die evangelische Kirche St. Kilian wurde um 1500 erbaut. Das Alte Schulgebäude in Westhausen stammt aus dem Jahr 1895. Das Schulgebäude der Hermann-Lietz-Schule Haubinda wurde um 1900 erbaut.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Kirmes (Kirchweih) findet alljährlich im Juni, das Backhausfest im August statt.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 274.
  3. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Westhausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 237; Egbert Friedrich: Hexenjagd im Raum Rodach und die Hexenprozessordnung von Herzog Johann Casimir (Schriften des Rodacher Rückert-Kreises, Heft 19), Rodach 1995, S. 192–236

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhold Albert: Chronik von Westhausen und seinem Ortsteil Haubinda. Verlag Frankenschwelle, Hildburghausen 2001, ISBN 3-86180-117-5.
  • Westhausen, die älteste Siedlung des Heldburger Landes siehe: Norbert Klaus Fuchs: Das Heldburger Land – ein historischer Reiseführer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2.
  • Hans Löhner: Das Bimmelbähnle von Hildburghausen nach Lindenau-Friedrichshall, Verlag Michael Resch, Neustadt bei Coburg 2000, ISBN 3-9805967-5-3
  • P. Lehfeld: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXXI, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirke Heldburg und Römhild, 1904, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-378-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Westhausen (bei Hildburghausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien