Westminster (Vermont)

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Westminster
Westminster (Vermont)
Westminster
Westminster
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 9. November 1752
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Windham County

Koordinaten: 43° 5′ N, 72° 29′ W43.088452-72.479059250Koordinaten: 43° 5′ N, 72° 29′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 3178 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 26,6 Einwohner je km²
Fläche: 119,5 km² (ca. 46 mi²)
davon 119,3 km² (ca. 46 mi²) Land
Höhe: 250 m
Postleitzahl: 05158
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-50025

GNIS-ID: 1462253
Website: www.WestminsterVT.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Westminster[1] ist eine Gemeinde im Windham County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 3.178 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Es liegt in der südöstlichen Ecke Vermonts am Ufer des Connecticut Rivers. Die Gemeinde ist von Landwirtschaft und den zuliefernden Kleingewerben geprägt.

Die Gemeinde ist eine der vier ältesten towns auf dem Gebiet des heutigen Vermont. Bereits 1734 wurde sie zusammen mit drei anderen Gebieten entlang des östlichen Ufers des Connecticut River gegründet; damals noch unter der Bezeichnung Township No. 1 (gelegentlich auch als New Taunton) unter der Verwaltung der Massachusetts Bay Colony. Zu ersten dauerhaften Ansiedlungen kam es aber erst 1751. Am 9. November 1752 wurde die town als Teil der New Hampshire Grants durch Gouverneur Benning Wentworth unter dem Namen Westminster erneut ausgerufen; dieses Datum gilt heute als offizielles Gründungsdatum der Gemeinde.[3]

1762 wurde durch ein königliches Dekret der Connecticut River als Grenze zwischen den Staaten New York und New Hampshire festgelegt. Daraufhin wurde Westminster dem damals bereits bestehenden Cumberland County unter der Verwaltung New Yorks zugeschlagen. Da der New Yorker Gouverneur die von den Siedlern an New Hampshire gezahlten Grundstückskäufe nicht anerkannte und, wie in den anderen betroffenen towns auch, erneute, höhere Zahlungen an die Verwaltung New Yorks verlangte, kam es auch in Westminster zu langanhaltenden Aufständen. Bei diesen Aufständen kam es unter Anderem zum Sturm auf das Gerichtsgebäude, bei dem 1775 ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt wurde, dem sogenannten Westminster Massacre.[4] Im selben Gerichtshaus wurde im Januar 1777 die Unabhängigkeit Vermonts als Vermont Republic ausgerufen, die bis zum Beitritt Vermonts zum Bündnis der Vereinigten Staaten von Amerika 1791 Bestand hatte.

Nach diesen Ereignissen lief die Geschichte der Gemeinde wesentlich ruhiger ab. 1851 erreichte die Bahnstrecke Brattleboro–Windsor den Ort und band ihn mit einem der beiden Bahntunnels Vermonts an den nahegelegenen Eisenbahnknoten Bellows Falls an. Der Personenverkehr an der Station Westminster wurde 1966 aufgegeben und seither nicht wieder aufgenommen.

Westminster bietet Grund- und Sekundarstufen in zwei Schulen an; die nächstgelegene Highschool findet sich im benachbarten Bellows Falls.

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Westminster im Geographic Names Information System des United States Geological Survey. Abgerufen am 24. Februar 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 187 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Beschreibung des Westminster Massacre auf der Website des Genealogischen Vereins Vermonts (englisch)