Westrick-Formel

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Mit der Westrick-Formel können Tarifabschlüsse mit unterschiedlichen Laufzeiten vergleichbar gemacht werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Ludger Westrick, ehemaliger Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hat (1963 anlässlich einer Metall-Tarifrunde) eine (vereinfachende) Formel für Tarifverträge mit längerer Laufzeit als 12 Monaten entwickelt. Bei längerer als einjähriger Laufzeit stellt sich regelmäßig die Frage nach der mittelfristig realen Belastung für die Unternehmen.

[Bearbeiten] Formel

Die Formel geht davon aus, dass in der Regel Tarife für ein Jahr abgeschlossen werden, wenn doch länger, so sich ein langfristiger Spareffekt ergibt. Die langfristige Realbelastung berechnet sich dann mit

\mathrm{Belastung\ in\ \%} = \frac{\mathrm{tats\ddot{a}chliche\ prozentuale\ Erh\ddot{o}hung\ \cdot\ reale\ Laufzeit}}{\mathrm{reale\ Laufzeit + (reale\ Laufzeit - 12)}}

Mitunter findet man auch eine vereinfachte, aber etwas ungenauere Formel:

\mathrm{Belastung\ in\ \%} = \frac{\mathrm{tats\ddot{a}chliche\ prozentuale\ Erh\ddot{o}hung}}{\mathrm{reale\ Laufzeit}} \cdot 12

[Bearbeiten] Beispielrechnung

Gegeben sei eine Tariferhöhung von 3 % auf 18 Monate.

[Bearbeiten] Genauere Formel

\mathrm{Belastung\ in\ \%} = \frac{3 \cdot 18}{18 + (18 - 12)} = 2{,}25\%

[Bearbeiten] Vereinfachte Formel

\mathrm{Belastung\ in\ \%} = \frac{3}{18} \cdot 12 = 2{,}0\%

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