Westside (Bern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Shopping- und Erlebniscenter Westside
Shopping- und Erlebniscenter Westside
Das Logo des Einkaufszentrums
Basisdaten
Standort: Bern
Riedbachstrasse 100, 3027 Bern Brünnen
Eröffnung: 8. Oktober 2008
Verkaufsfläche: 23'500
Geschäfte: 63 (2014)
Besucher: 4.2 Mio. (2008)
Umsatz: 180 Mio. (2008)
Website: www.westside.ch
Verkehrsanbindung
Bahnhof: Bern Brünnen Westside
Haltestelle: Brünnen Westside Bahnhof
S-Bahn: S5 S51 S52
Straßenbahn: 8
Omnibus: 570
Schnellstraßen: Autobahn A1 A1
Sonstige: Hauptstrasse 1 H1
Hauptstrasse 10 H10
Parkplätze: 1275 (gebührenpflichtig)
Technische Daten
Bauzeit: 2005–2008
Architekt: Daniel Libeskind
Baukosten: 500 Mio. CHF
Blick von Westen auf Westside: links das Bad mit den roten Aussenrutschbahnen, in der Mitte der Einkaufsbereich, dann das Hotel als Hochhaus und rechts der Kinokomplex (2008).
Ansicht der Fassade (2008).
Das Innere des Westside (2008).

Das Westside ist ein Freizeit- und Einkaufszentrum in Brünnen, einem Stadtteil im Westen der schweizerischen Bundesstadt Bern, und wurde am 8. Oktober 2008 eröffnet. Das Objekt umfasst neben der Shopping-Mall ein Multiplex-Kino, Restaurants, ein Hotel und ein Konferenzzentrum, eine Seniorenresidenz und ein Erlebnisbad mit Spa- und Fitnesscenter. Es entstand unter der Leitung des berühmten Architekten Daniel Libeskind.

Der Bau wurde von der ARGE TU Westside als Totalunternehmer umgesetzt, die aus der Strabag AG (Wien) und der Rhomberg Bau AG (Bregenz) besteht. Bauherrin ist die Neue Brünnen AG (eine hundertprozentige Tochter der Migros Aare). Die Kosten des Projekts werden auf rund 500 Mio. Schweizer Franken geschätzt.

Im ersten Betriebsjahr wurden im Westside 4,2 Mio. Besucher gezählt. Der erzielte Gesamtumsatz betrug 180 Mio. Franken.[1]

Erschliessung[Bearbeiten]

Das Westside Zentrum wurde auf den neugebauten Autobahntunnel aufgebaut und ist somit direkt mit dem Auto zu erreichen. Für die Erschliessung per öffentlichem Verkehrsmittel wurde ein neuer S-Bahnhof (Bern Brünnen Westside) erstellt. Im Rahmen des Projektes „Tram Bern West“ wurde der Busanschluss durch eine Anbindung per Tram (Linie 8) ersetzt. [2]

Zahlen und Fakten[Bearbeiten]

  • Ladenlokale von rund 45 (Stand Jan. 2014) Geschäften: 23 500 m²
  • Erlebnisgastronomie: 3 000 m²
  • Erlebnisbad, Fitness und Spa: 10 000 m²
  • Kinderland: 300 m²
  • Shopping-Mall: 9 000 m²
  • Multiplexkino mit 11 Sälen und 2 400 Sitzplätzen, betrieben durch Pathé Schweiz
  • Hotel Holiday Inn Westside mit 144 Doppelzimmern
  • 1 275 Parkplätze
  • Tankstelle mit Shop (Migrolino)
  • erbaut nach Minergie-Standard

Erlebnisbad Bernaqua[Bearbeiten]

Das Erlebnisbad Bernaqua gehört mit einer Wasserfläche von 2 000 Quadratmetern und 18 Innen- und Aussenbecken zu den grössten Bädern in der Schweiz. Es verfügt über die längsten gedeckten Rutschbahnen im Land. Zudem verfügt Bernaqua über ein römisch-irisches Bad, einen grossen Saunabereich, Spa/Beauty und ein Fitnesscenter.

Am 12. April 2011 kam es zu einem Unfall im Erlebnisbad, als sich Teile der Deckenverkleidung lösten. Ein 110 Quadratmeter grosses Stück fiel zu Boden. Dabei gab es zwei Verletzte.[3] Ein Gutachten der EMPA hat aufgezeigt, dass als Ursache hierfür Montage- oder Planungsfehler angenommen werden müssen.[4][5] Als Folge hiervon blieb das Bad über ein Jahr lang geschlossen. Der Gesamtschaden inklusive Betriebsausfall für die Neue Brünnen AG beträgt bislang ca. 50 Mio. Franken[4] und führt zu einem Besucherrückgang von 1 000 bis 2 000 Besuchern täglich.[6] Seit dem 23. Mai 2012 ist das Erlebnisbad wieder für die Badegäste geöffnet. Es wurde mit einer komplett neuen Deckenkonstruktion ausgestattet, welche aus leichteren Elementen besteht und an stabileren Trägern befestigt ist.[7] Allein am Eröffnungstag strömten rund 3 000 Besucher ins Bernaqua.[8][9] Tourismusexperten sind der Meinung, dass Bernaqua trotz der schwierigen Umstände dank transparenter Kommunikation das Vertrauen der Badegäste habe zurückgewinnen können.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Solothurner Zeitung: Westside zog 4,2 Millionen Besucher an, 8. Oktober 2009
  2. Homepage von Tram Bern West
  3. Mirjam Messerli/Wolf Röcken: Deckenabsturz war eine Frage der Zeit. Berner Zeitung, 22. September 2011, abgerufen am 13. März 2012.
  4. a b Wolf Röcken: Schaden beträgt rund 50 Millionen. Berner Zeitung, 9. Dezember 2011, abgerufen am 13. März 2012.
  5. Simona Benovici: Bernaqua: Frage nach Schuld und Sühne beschäftigt weiter. Der Bund, 23. Juni 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.
  6. Wolf Röcken: Zwangspause im Bernaqua sorgt für Millionen-Verluste. Berner Zeitung, 22. September 2011, abgerufen am 13. März 2012.
  7. Simona Benovici: Bernaqua öffnet am Mittwoch wieder seine Tore. Der Bund, 22. Mai 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.
  8. Christian Häderli: Teenageransturm am Eröffnungstag des Bernaqua. Berner Zeitung, 23. Mai 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.
  9. Ralph Heiniger: Bernaqua: 35 000 Badegäste seit Mai. Berner Zeitung, 23. Juni 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.
  10. Ralph Heiniger: Sicherheit ist das höchste Gut. Berner Zeitung, 8. Mai 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

46.9457.374Koordinaten: 46° 56′ 42″ N, 7° 22′ 26″ O; CH1903: 595079 / 199326