Westwallmuseum Pirmasens
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Das Westwallmuseum Pirmasens am Rande des Pirmasenser Ortsteils Niedersimten ist ein in einer ehemaligen Festung eingerichtetes Museum. Es hat den Krieg zum Thema und versteht sich gerade deshalb als Mahnmal zum Frieden. Gegründet wurde es durch den „Westwall-Museums-Verein HGS Gerstfeldhöhe e. V.“ und wird von diesem in Zusammenarbeit mit der Stadt Pirmasens betrieben.
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[Bearbeiten] Lage
Das Westwallmuseum Pirmasens liegt im unterirdischen ehemaligen Festungswerk Gerstfeldhöhe im Südwesten der Pfalz (Bundesland Rheinland-Pfalz). Der Ortsteil Niedersimten liegt zwei Kilometer südlich von Pirmasens und ist über die Bitscher Straße in Richtung Bitche (Frankreich) erreichbar. Zwei ausgediente Panzer der United States Army stehen am Eingang zu Festung und Museum.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Zuge des Bauprogramms zur Errichtung des Westwalls während des Dritten Reiches wurde das an einen riesigen Bunker erinnernde Festungswerk Gerstfeldhöhe 1938 begonnen. In den massiven Fels wurden kilometerlange gewölbte Gänge gesprengt und gehauen. Vorgesehen war ursprünglich eine unterirdische Schmalspurbahn, welche Soldaten und militärisches Gerät über eine Entfernung von fünf Kilometern zu den geplanten Kampfständen an der französischen Grenze befördern sollte. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde noch ein Jahr weitergearbeitet, ehe das Bauvorhaben eingestellt wurde.
[Bearbeiten] Bedeutung
Der Westwall, der nur teilweise vollendet wurde, erstreckt sich über rund 600 Kilometer von Weil am Ober- bis Kleve am Niederrhein. Er bestand aus annähernd 20.000 unterschiedlichen Wehranlagen. Nach dem Kriegsende 1945 wurden die meisten der Bauwerke gesprengt oder dem natürlichen Verfall anheim gegeben. Das Festungswerk Gerstfeldhöhe ist eine der wenigen sehr gut erhaltenen Anlagen - wohl weil sie nie in Gebrauch war.
[Bearbeiten] Besichtigung
Auf einem Rundgang, der ungefähr einen Kilometer weit durch zum Teil voll ausgebaute, zum Teil noch im Fels stehende Stollen führt, wird den Besuchern eine beeindruckende Menge an Kriegswerkzeug vorgeführt, das der Betreiberverein überwiegend von privaten Sammlern erhalten hat. Damals an die Stollenwand geschriebene Kommentare und Nachrichten amerikanischer Soldaten sind dort weiterhin zu lesen. Zu den Ausstellungsstücken gehören nicht nur eine mit allen möglichen Geschossen bestückte Waffenkammer, sondern neben Kleinteilen wie Gasmasken und Maschinengewehren auch größere Einzelexponate, zum Beispiel eine Flugabwehrkanone mit mehr als zwei Tonnen Gewicht, große Lkw und Motorräder sowie ein VW Kübelwagen. Originalgetreu wurde ein Mannschaftsquartier rekonstruiert. Als stumme Statisten fungieren Schaufensterpuppen, die in Wehrmachts- und Nazi-Uniformen gekleidet sind. Im gesamten Festungswerk herrscht ständig eine Temperatur von 9°C.
Die Besuchszeiten können der Website des Museums entnommen werden.
[Bearbeiten] Weblinks
49.175587.59642Koordinaten: 49° 10′ 32″ N, 7° 35′ 47″ O

