Wettermann (Bergbau)

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Ein Wettermann ist ein Bergmann, der im Untertagebau in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.[1] Wettermänner sind auf allen größeren Steinkohlebergwerken tätig.[2] Für seine Tätigkeiten benötigt ein Wettermann eine besondere Ausbildung.[1]

Tätigkeiten[Bearbeiten]

Bevor die Mannschaft anfährt, befährt der Wettermann arbeitstäglich sämtliche Betriebspunkte und untersucht die Grubenbaue auf das Vorhandensein schlagender Wetter.[2] Seine Messungen protokolliert er auf der am Betriebspunkt befindlichen Wettertafel.[1] Des Weiteren kontrolliert der Wettermann, ob der Wetterstrom seine vorgezeichnete und regelmäßige Richtung in den Hauptstrecken, den Hauptquerschlägen und im restlichen Grubengebäude hat. Außerdem kontrolliert er, ob es in den Grubenbauen Schwankungen oder Stockungen der Wetter gibt. Auch das Vorhandensein von schlagenden Wettern in bisher CH4-freien Grubenbauen wird vom Wettermann überprüft.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7
  2. a b c Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871