Wetterradar

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Wetterradar „Meteor 1500 S“ in Adelaide (Australien), noch ohne ein schützendes Radom.
Sender, Empfänger und Signalprozessor des polarimetrischen Wetterradars „Meteor 1500 S“.
Wetterradar in einer Boeing 737-500.

Als Wetterradar werden Ortungsfunkstellen, Sensoren, funkelektronische Geräte oder Funkanwendungen des nichtnavigatorischen Ortungsfunkdienstes bezeichnet, die zur Bestimmung von Wetterdaten (zumeist Niederschlag) durch Elektromagnetische Wellen in definierten Frequenzbereichen dienen.

Inhaltsverzeichnis

Technisches Prinzip [Bearbeiten]

Das technische Prinzip eines Wetterradars ist dem eines Primärradars und Impulsradars für die militärische Luftraumaufklärung sehr ähnlich. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass bei einem Radargerät für die Luftraumaufklärung ein Ziel nur detektiert wird (Ziel vorhanden: ja/nein), gemessen werden nur die Koordinaten des Zielstandortes. Bei einem Wetterradar hingegen ist auch die Intensität des Echosignals von Bedeutung. Diese wird über die Messung der Leistung des Echosignals bestimmt, und gibt Aufschluss darüber, in welcher Intensität und in welcher Konsistenz reflektierende Objekte im Beobachtungsraum existieren.

Unterteilung [Bearbeiten]

Eine Klassifizierung von Wetterradargeräten kann nach mehreren Gesichtspunkten vorgenommen werden. Gemäß Definition der Vollzugsordnung für den Funkdienst sind Wetterradargeräten Ortungsfunkstellen, die in zwei Untergruppen eingeteilt werden:

  • Mobile nichtnavigatorische Ortungsfunkstelle
  • Ortsfeste nichtnavigatorische Ortungsfunkstelle

Konventionelles Wetterradar [Bearbeiten]

Ein konventionelles Wetterradar kann als Wetterradarsystem ohne Verwendung der Doppler-Frequenz definiert werden. Dieses Wetterradar misst einzig die Leistung des Echosignals. Damit kann die räumliche Verteilung der Niederschlagsintensität bestimmt werden.

Doppler-Wetterradar [Bearbeiten]

Das meist verwendete Wetterradarsystem ist derzeit das Doppler-Wetterradar. Hierbei wird zusätzlich zur räumlichen Verteilung der Niederschlagsintensität auch die Radialgeschwindigkeit des Niederschlags auf Grundlage des Doppler-Effekts bestimmt. Kleinräumige Änderungen in der Radialgeschwindigkeit können bei entsprechender Wetterlage wiederum Anzeichen von Zirkulationen sein (zum Beispiel Tornado).

Polarimetrisches Wetterradar [Bearbeiten]

Das Polarimetrische Wetterradar ist ein Doppler-Wetterradar, welches in der Lage ist, Impulse mit verschiedenen Polarisationen zu senden und zu empfangen. Durch die Anwendung mehrerer Polarisationen elektromagnetischer Wellen werden Informationen über die Form und somit auch die Art des Niederschlags gewonnen.

Wetterkanal im Aufklärungsradar [Bearbeiten]

In Luftraumaufklärungsradargeräten wird oft ein Wetterkanal integriert, auch deswegen, weil Wetterdaten wichtig sind, um die Entdeckungswahrscheinlichkeit von Flugkörpern zu verbessern. Es liegt also nahe, diese Wetterdaten dann auch auf einem eigenen Bildschirm (oder Bildschirmfenster) darzustellen.

Nicht auf Niederschlag spezialisierte Wetterradargeräte [Bearbeiten]

Wetterradargeräte sind meist Niederschlagsradargeräte. Jedoch werden durch spezialisierte Geräte auch Wettererscheinungen gemessen, die kein Niederschlag sind.

  • Wind Profiler
  • Das Micro-Burst-Radar, welches trockene Fallböen orten kann, bevor diese der Luftfahrzeugbesatzung gefährlich werden können.

Bildergalerie Wetterradar [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]