Wettkämpfe der Freundschaft

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der regelmäßig ausgetragene Nachwuchswettbewerb findet sich unter Jugendwettkämpfe der Freundschaft

Unter der Bezeichnung Wettkämpfe der Freundschaft (russ. „Дружба-84“) trugen 1984 die Länder des sozialistischen Lagers eine Reihe von internationalen Sportwettkämpfen als propagandistische Gegenveranstaltung zu den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles aus. Diese waren von 14 Ostblockländern boykottiert worden.

Die Wettkämpfe umfassten alle olympischen Sportarten sowie einige weitere Disziplinen wie Tennis, Tischtennis und Sambo. Sie fanden zwischen Juli und September 1984 in insgesamt neun verschiedenen Ländern (UdSSR, Bulgarien, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Kuba, Nordkorea, Mongolei sowie der DDR) statt. In der DDR wurden Wettkämpfe im Kanusport, Straßenradsport und Handball ausgetragen.

Die absoluten Ergebnisse übertrafen teilweise diejenigen der parallel stattfindenden Olympischen Spiele. Die von den sozialistischen Sportleitungen angestrebte Flut von Weltrekorden blieb aber zumindest in den olympischen Kerndisziplinen aus. Allein 30 Weltrekorde wurden dagegen im Gewichtheben aufgestellt.