Wettkampf

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Ein Wettkampf, auch Wettbewerb (österreichisch: Bewerb) oder Wettstreit, ist ein Kampf um beste Leistungen, insbesondere um kulturelle oder sportliche Leistungen. Latente Wettbewerbssituationen gibt es in vielen Situationen. Bewusst herbeigeführte Wettkampfsituationen herrschen insbesondere im Sport, im kulturellen Bereich wird eher von Wettbewerben gesprochen, hier gibt es ein regelrechtes Wettberwerbswesen.

Kultur[Bearbeiten]

Im Bereich der Kultur bzw. Kulturwirtschaft hat Wettbewerb in mehrfacher Hinsicht Bedeutung. Einerseits werden gezielt Ideen- und Realisierungwettbewerbe (z.B. Städtebau- Architektur- oder Kunstwettbewerbe) ausgelobt, um Aufträge zu vergeben oder um komplexe meist öffentlich relevante Problemstellung zu lösen. Andererseits findet eine Auszeichnung für besondere Leistungen in Form von Preis-Verleihungen statt. Man spricht daher auch von einem Wettbewerbswesen im Kulturbereich.

Kulturpreise[Bearbeiten]

Viele Kulturpreise werden nach einem Wettbewerb verliehen:

Andere Kontexte[Bearbeiten]

Wettbewerbe finden auch in trivialeren kulturellen Kontexten statt, auf Kindergeburtstagen, als Preisausschreiben zu Werbezwecken oder auch in Form von groß inszenierten Veranstaltungen. Indiesem Kontext zu nennen sind insbesondere Schönheitswettbewerbe, Malwettbewerbe, Vorlesewettbewerbe, Wettbewerbe im Bodybuilding, Gesangswettbewerbe z.B. der Eurovision Song Contest.

In der Hip-Hop-Kultur spielt das Inszenieren von Wettbewerbssituationen eine sehr große Rolle, analog zum Sport werden Battles bzgl. Rap, bzgl. Graffiti, bzgl. Breakdance sowie DJ-Battles ausgetragen.

Sport als Wettkampfkultur[Bearbeiten]

Im Sport ist der Wettkampf ein ganz wesentliches Element. Sport in seiner heutigen Ausprägung ist überwiegend eine Wettkampfkultur. Teilweise wird der Begriff Sport sogar als Synonym für Wettbewerb gebraucht.

Der Begriff Sport in seiner ursprünglichen Bedeutung besteht gerade in der besonderen Betonung und dem Zelebrieren des Wettkampfprinzips. Für den Sport in seiner ursprünglichen Bedeutung war der spielerische und inszenierte Wettbewerb ein konstituierendes Element. Damit stand der Sport und damit der sportliche Wettkampf anfangs in Abgrenzung zu anderen Konzepten der Körper- und Bewegungskultur, wie dem Turnen und der Gymnastik, bzw. der heutigen Fitnessbewegung, bei denen es weniger stark um Wettbewerb ging (bzw geht), bei denen statt dessen stärker das gemeinschaftliche Trainieren oder das Erleben des Körpers bzw. die Ertüchtigung der Leistungsfähigkeit oder der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Heute umfasst der Begriff Sport (in einer erweiterten Bedeutung) weithin alle Bereiche der Bewegungskultur, aber seit der Etablierung des Konzepts Sports im ausgehenden 19. Jahrhundert hat auch insgesamt das Wettbewerbsprinzip in der Bewegungskultur an Bedeutung gewonnen.

Bei einem Sportwettkampf treten mehrere Teilnehmer (bei Sportlern ihre Leistungen) gegeneinander an und messen sich miteinander, wobei ein Spielergebnis ermittelt wird. Dies kann im direkten Vergleich oder aber bei einer größeren Menge von Teilnehmern durch einen Ausscheid in Vorrunden geschehen. Der Sieger geht dann im Finale aus den Besten der Vorrunden hervor (siehe Turnierform).

Tierwettkämpfe[Bearbeiten]

Wettkämpfe existieren auch mit Tieren als Teilnehmer. Hier geht es oft um die Schnelligkeit oder Kampfkraft. So gibt es beispielsweise Hunderennen, Pferderennen, Brieftauben-Wettflüge oder gar Hahnenkämpfe.

Das Rennen reiterloser Pferde ist heute nicht mehr üblich und wurde früher vor dem 18. Jahrhundert auch Korso genannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Wettkampf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen