Wetzlar (Kirchenbezirk)

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Der Kirchenbezirk Wetzlar liegt im nordöstlichen Teil des Bistums Limburg. Namensgebend ist die Kreisstadt Wetzlar. Der Bezirk Wetzlar umfasst jedoch nicht nur Gemeinden auf dem Wetzlarer Stadtgebiet. Er geht von Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) im Süden bis nach Aßlar (Lahn-Dill-Kreis) im Norden.

Der Bezirk gehört flächenmäßig zu den kleineren Bistumsbezirken und hat aufgrund der Diaspora-Situation nur etwa 31.000 Katholiken[1]. Zum Vergleich: Das Bistum Limburg hat mit seinen 11 Bezirken insgesamt 669.271 (31. Dezember 2008 / AP2010) [2]. Im Bezirk gibt es drei Pastorale Räume. In ihnen sind 14 Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden zusammengefasst[3]:

  • Pastoraler Raum Wetzlar-Stadt:
    • Dompfarrei Unserer Lieben Frau, Wetzlar
    • St. Bonifatius, Wetzlar
    • St. Markus, Wetzlar-Dalheim
    • St. Walburgis, Wetzlar-Niedergirmes
  • Pastoraler Raum Wetzlar-Nord
    • Christ-König, Aßlar
    • Maria Himmelfahrt, Ehringshausen
    • Mariä Schmerzen, Lahnau-Dorlar
    • St. Anna, Biebertal
    • St. Johannes d.T., Lollar-Odenhausen
    • St. Raphael, Wettenberg-Wißmar
  • Pastoraler Raum Wetzlar-Süd
    • Hl. Familie, Hüttenberg und Oberkleen
    • Maria Hilf, Waldsolms-Brandoberndorf
    • Maria Himmelfahrt, Leun
    • St. Anna, Braunfels/Solms
    • St. Elisabeth, Solms
    • St. Josef, Schöffengrund-Schwalbach
    • St. Elisabeth, Solms-Burgsolms

Bezirksdekan ist Pfarrer Dr. Christof May.

Einrichtungen [4][Bearbeiten]

  • Amt für Katholische Religionspädagogik, Wetzlar
  • Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder
  • KEB Bildungswerk Wetzlar
  • KEB Bildungswerk Wetzlar-Lahn-Dill-Eder
  • kfd Bezirk, Wetzlar
  • Referat Pastorale Dienste im kath. Bezirksbüro, Wetzlar
  • Gertrudishaus Bezirksbüro Wetzlar

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der Wetzlarer Dom: Seit der Reformation wird er von katholischen und evangelischen Christen gleichermaßen genutzt. Dieses Simultaneum inspirierte die Domgemeinde dazu, auch einen gemeinsamen Internetauftritt beider Konfessionen einzurichten.

Im August 2008 geriet der damalige Bezirksdekan Peter Kollas in die öffentliche Medienberichterstattung, als er vom Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst abberufen wurde. Der Dekan hatte an einem Segnungsgottesdienst für ein schwules Paar, das zuvor am Standesamt war, im Wetzlarer Dom mitgewirkt. Als Grund für die Abberufung wurde von Seiten des Bistums auf die Lehre der katholischen Kirche verwiesen, nach der eine Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften nicht möglich sei.[5][6]

Belege[Bearbeiten]

  1. www.bistum-limburg.de
  2. http://www.bistum-limburg.de/
  3. www.bistum-limburg.de
  4. www.bistum-limburg.de
  5. Pressemitteilung des Bistums
  6. Hessischer Rundfunk: Bischof setzt Dekan ab