When the Angels Swing

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When the Angels Swing
Studioalbum von No Angels
Veröffentlichung 29. November 2002
Label Cheyenne Records / Polydor
Format CD, DVD
Genre Swing
Anzahl der Titel 14
Laufzeit 49:40

Besetzung

Nadja Benaissa
Lucy Diakovska
Sandy Mölling
Vanessa Petruo
Jessica Wahls

Produktion Till Brönner, Nik Hafemann, Jens Kuphal
Studio Teldex Studio, Berlin
Chronologie
Now… Us! When the Angels Swing Pure

When the Angels Swing ist ein Album der deutschen Popband No Angels. Es wurde im November 2002 veröffentlicht und erreichte Platz 9 in den deutschen Album-Charts. Für dieses Album wurden verschiedene Titel aus den Alben Elle’ments und Now… Us! in der Stilrichtung Swing interpretiert und neu arrangiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Am 2. Oktober 2002 traten die No Angels bei einem Konzert im Tränenpalast an der Berliner Friedrichstraße vor etwa 300 geladenen Gästen auf.[1] Die Gruppe wurde von einer 24-köpfigen Big Band begleitet, darunter namhafte Jazz-Musiker wie Wolfgang Haffner, Axel Schlosser.[2] und Torsten Maaß,[3] Arrangiert wurde das Konzert vom Jazz-Trompeter und Komponist Till Brönner. Die Veranstaltung im kleinen Rahmen wurde aufgezeichnet und am 2. Dezember 2002 als Live-DVD, ebenfalls unter dem Titel When the Angels Swing, veröffentlicht. Am 24. April 2004 wurde die Aufzeichnung des Konzertes vom ZDF, in der Sendereihe ZDF in concert, im Fernsehen ausgestrahlt.[4]

Im Anschluss an das Konzert produzierte Till Brönner das Album. Die Produktion folgte dem Trend, der 2001 von Robbie Williams mit dem erfolgreichen Album Swing When You’re Winning gesetzt wurde und von Paul Anka mit Rock Swings fortgesetzt wurde. Im Gegensatz zu Williams, der Jazz-Klassiker aus den 1940er Jahren interpretiert hat, präsentierten die No Angels ihre eigenen Titel in Swing-Arrangements für Bigband-Orchestrierung.

When the Angels Swing konnten nicht an den großen Erfolg der beiden ersten Album-Veröffentlichungen anschließen. Es war das erste Album der No Angels, das nicht an der Spitze der Verkaufs-Charts positioniert war. Dennoch wurde die Gruppe am 4. Februar 2003 für When the Angels Swing mit dem Medienpreis Goldene Kamera in der Kategorie Pop National ausgezeichnet.[5]

Musik[Bearbeiten]

Stilistisch kann die Produktion als Beispiel gesehen werden wie unterschiedlich Musik interpretiert werden kann. Untermalt mit dem typischen Bigband-Stil, mit deutlichen Akzenten auf Trompete, Saxophon und Geige, wird aus bekannten Titeln ein neuer, deutlich positionierter Swing-Sound. Der Hit Daylight in Your Eyes ist im neuen Arrangement nicht auf Anhieb wiederzuerkennen, hier treten die Swing Elemente deutlich in den Vordergrund. Im Gegensatz dazu stehen die Titel Like Ice in the Sunshine und There Must Be an Angel, bei denen sich das Arrangement nicht zu weit vom Original entfernt. Die Interpretation von Something about Us lässt sich durch die gewählte Rhythmik stilistisch eher dem Musikstil Samba zuordnen. Das gilt auch für den Titel Now That We Found Love mit typischen Percussion-Elementen. Mit dem Gesang und der Musik aus When the Angels Swing können die Sängerinnen ihre Zielgruppe aus der konventionellen Popmusik sowie Anhänger des Swings erreichen.

Titelliste[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
When the Angels Swing
  DE 9 09.12.2002 (14 Wo.) [6]
  AT 22 15.12.2002 (10 Wo.) [7]
Singles
  DE 18 16.12.2002 (10 Wo.) [8]
  AT 23 15.12.2002 (11 Wo.) [9]
  CH 59 22.12.2002 (10 Wo.) [10]
# Titel
1. Daylight in Your Eyes 3:32
2. Autumn Breeze 3:51
3. Funky Dance 3:03
4. Like Ice in the Sunshine 2:43
5. There Must Be an Angel 3:56
6. Faith Can Move a Mountain 3:30
7. 2 Get Over U 3:22
8. Still in Love with You 3:37
9. Now That We Found Love 3:48
10. Something About Us 3:45
11. That’s the Reason 3:26
12. Anchor Your Love 3:27
13. Rivers of Joy 3:23
14. All Cried Out 3:34

Single[Bearbeiten]

Die Single All Cried Out wurde am 2. Dezember 2002 in einer Swing- und in einer Popversion veröffentlicht. Der Titel erreichte Platz 18 in den deutschen Single-Charts. Der Popsong All Cried Out wurde ursprünglich von Alison Moyet veröffentlicht und von den No Angels als Coverversion interpretiert. Der Titel wurde beim Konzert in Berlin nicht vorgetragen, das zugehörige Video ist jedoch als Bonus in der DVD Ausgabe enthalten.

Von Alison Moyet als Ballade interpretiert, unterscheidet sich die Popversion der No Angels durch den starken Einfluss von Elektronik-Elementen. Der Song wirkt insgesamt schneller. Die Swingversion präsentiert sich stilistisch im typischen Bigband-Sound. Zusätzlich ist auf der Single eine Extended-Version enthalten, die sich abgesehen von der Länge nicht wesentlich von der Popversion unterscheidet. Als Bonus enthält die Single den Dance-Track Funky Dance.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Dorothee von Peterffy für laut.de: „Wenn man den Vergleich zu Robbies Swing-Album wagen möchte, bleiben die No Angels weit zurück. Das mag daran liegen, dass ihre doch sehr an die heutige Zeit gebundenen Popsongs einfach nicht in das Swing-Kleid passen wollen. Ein Erfolg wie einst der von Williams dürfte ausbleiben.“[1]
  • Rezension auf brainstorms42.de: „Robbie Williams hat vor nicht allzu langer Zeit den höchstdotierten Plattenvertrag der Geschichte unterschrieben. Davon sind die No Angels noch meilenweit entfernt, doch auch sie wagen es, ein Swing-Album zu veröffentlichen. […] 14 Songs bietet das Album. Und bis auf «Daylight», das zuweilen erzwungen klingt, zu sehr gewinnt man den Eindruck, hier wird etwas passend gemacht, was nicht passt, ist es ein ganz großartiges Album, das seinen Platz unter den Weihnachtsbaum finden wird.“[11]
  • ProSieben-Kritik: „Ob mit Trompeten, Saxophon, Geigen, Gitarren, Paukenschlägen oder dem Piano – ihr eigentlich bekannter Sound wird ein ganz Neuer und der Horizont öffnet sich. Selbst wenn man keine Ahnung hat, oder besser, kein Interesse am Big-Band-Stil: man sollte der CD eine Chance geben – denn hier findet Jazz,Blues und Swing eine neue Definition.“[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dorothee von Peterffy: No Angels – When The Angels Swing auf laut.de, CD Review.
  2. Referenzen von Axel Schlosser auf bluenotebigband.de.
  3. Referenzen von Torsten Maaß auf bluenotebigband.de.
  4. ZDF-Programmdirektion – Show auf zdf-jahrbuch.de.
  5. Und der Gewinner ist … In: Hamburger Abendblatt, 5. Februar 2003.
  6. musicline.de – Chartverfolgung für „When the Angels Swing“.
  7. austriancharts.at – Chartwertung für „When the Angels Swing“.
  8. musicline.de – Chartverfolgung für „All Cried Out“.
  9. austriancharts.at – Chartwertung für „All Cried Out“.
  10. hitparade.ch – Chartwertung für „All Cried Out“.
  11. No Angels: When the Angels swing auf brainstorms42.de, Rezension.
  12. No Angels - When the Angels Swing auf prosieben.de.