White Ribbon

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Weiße Schleife

Die White Ribbon Kampagne ist eine internationale Männerbewegung, die sich für die Beendigung der Männergewalt in Beziehungen einsetzt. Die Kampagne wurde im Jahr 1991 in Toronto in Kanada vom späteren Vorsitzenden der Neuen Demokratischen Partei, Jack Layton, mit ins Leben gerufen. Die White Ribbon-Kampagne will einen Beitrag zur Eindämmung der alltäglichen Gewalt von Männern in Paarbeziehungen leisten. Dafür betreibt die Kampagne Bewusstseinsarbeit in der Öffentlichkeit.

Das Symbol und Zeichen der Kampagne ist eine weiße Schleife – engl. White Ribbon – die von möglichst vielen Männern sichtbar getragen werden soll. Männer fordern damit andere Männer auf:

  • keine Gewalt gegen Frauen auszuüben;
  • ihre Haltung „Stoppt die Männergewalt“ öffentlich zu zeigen;
  • sich für ein gewaltfreies Männlichkeitsbild und für Geschlechterdemokratie zu engagieren.

Die White Ribbon Kampagne setzt sich zum Ziel, Männer dafür zu gewinnen, Teil der Lösung des Problems der Männergewalt zu werden. Dafür betreibt die Kampagne verschiedene Projekte im öffentlichen Raum (Plakate, Homepage, Vorträge, Workshops zur Bubenarbeit, Diskussionen, Benefizarbeit u. v. m.). In Österreich ist sie seit dem Jahr 2000 aktiv.

In Deutschland wird ein weißes Band auch als Friedenszeichen benutzt. Im Zusammenhang mit dem Irakkrieg 2003 forderten die beiden Träger des Aachener Friedenspreises Heiko Kauffmann und Bernhard Nolz die Menschen zum Tragen des Weißen Friedensbandes auf. Bei der Demonstration gegen den Irakkrieg am 15. Februar 2003 trugen mehrere Tausend Menschen eine weiße Schleife.

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