Whitney Houston

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Whitney Houston im September 2009 bei einem Liveauftritt bei Good Morning America (Central Park, New York City)

Whitney Elizabeth Houston (* 9. August 1963 in Newark, New Jersey; † 11. Februar 2012 in Beverly Hills, Kalifornien) war eine US-amerikanische R&B-, Soul- und Popmusik-Sängerin, Schauspielerin und Filmproduzentin.

Mit über 170 Millionen verkauften Tonträgern und über 200 Gold-, Platin-, Silber- und Diamantschallplatten sowie sechs Grammys gehörte Whitney Houston zu den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten.[1] 1992 erlangte sie durch ihr Schauspieldebüt in der Hauptrolle des Films Bodyguard sowie durch den zum großen Teil von ihr gesungenen Soundtrack The Bodyguard den Höhepunkt ihrer Popularität. I Will Always Love You wurde ihr weltweit erfolgreichstes Lied.

Privatleben[Bearbeiten]

Autogramm

Whitney Houston war das zweite Kind von Cissy Houston und John Russell Houston jr. (1920–2003). Ihre Mutter Cissy war 1969 als Sängerin bei den Sweet Inspirations, der Begleitgruppe von Elvis Presley, sowie unter anderem bei Jimi Hendrix engagiert. Whitney Houston hatte insgesamt vier Geschwister: Der Halbbruder Gary Garland stammt aus der ersten Ehe ihrer Mutter mit Freddie Garland; ihr Bruder Michael Houston war das erste gemeinsame Kind ihrer Eltern. Houstons beide jüngeren Halbgeschwister Alana Houston und John Russell Houston III stammen aus späteren Ehen ihres Vaters. Die Sängerinnen Dee Dee Warwick und Dionne Warwick waren ihre Cousinen, die Sängerin Darlene Love ihre Patentante.[2]

1992 heiratete Houston den R&B-Sänger Bobby Brown, 1993 gebar sie die gemeinsame Tochter Bobbi Kristina. Im September 2006 reichte Whitney Houstons Anwältin einen Antrag auf Ehescheidung ein. Am 24. April 2007 wurde die Scheidung rechtskräftig. Für ihre Tochter hatte Whitney Houston das alleinige Sorgerecht.

Seit etwa Ende der 1990er Jahre litt Houston unter verschiedenen Formen von Drogenabhängigkeit, weshalb sie in den 2000er Jahren mehrere Entziehungskuren absolvierte. Im Mai 2011 gab Houstons Sprecherin bekannt, dass sich die Sängerin erneut in eine Entzugsklinik begeben habe.[3] Neun Monate später, am 11. Februar 2012, starb Whitney Houston im Alter von 48 Jahren im „Beverly Hilton“-Hotel in Beverly Hills.[4][5] Sie wurde mit dem Gesicht nach unten leblos in der Badewanne aufgefunden. Ihr früher Tod überschattete die am folgenden Abend stattfindende Verleihung der Grammy Awards 2012 am selben Ort. Nach Abschluss der gerichtsmedizinischen Untersuchungen wurde als Todesursache Ertrinken festgestellt. Der chronische Gebrauch von Kokain sowie eine Herzkrankheit sollen ebenfalls zum Tod der Sängerin beigetragen haben.[6]

Die Trauerfeier fand am 18. Februar 2012 in der New Hope Baptist Church in Newark (New Jersey) statt, wo Houston als junges Mädchen Mitglied im Gospelchor war. Der fast vierstündigen Zeremonie unter der Leitung der Pastoren Joe A. Carter und Marvin Winans wohnten unter anderen Stevie Wonder, Alicia Keys und Kevin Costner bei. Die Beisetzung erfolgte tags darauf auf dem Fairview Cemetery in Westfield (New Jersey) neben dem Grab ihres Vaters.[7][8]

Lebenswerk[Bearbeiten]

Whitney Houstons Alben und Singles verkauften sich mehr als 170 Millionen Mal. Die US-Amerikanerin war eine der wenigen Musikerinnen, die in drei aufeinanderfolgenden Dekaden ein Nummer-eins-Album in den internationalen Charts platzieren konnten – unter anderem in den USA, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Kanada. Anfang der 1990er Jahre betätigte sich Houston auch mit großem Erfolg als Schauspielerin, ihre drei Kinofilme spielten zusammen mehrere hundert Millionen US-Dollar ein. Mit 411 Auszeichnungen[9] für ihr musikalisches und filmisches Schaffen ist Whitney Houston laut Guinness Buch der Rekorde die am häufigsten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten.[1] Als Preise für ihr Lebenswerk erhielt sie unter anderem 2001 den BET Lifetime Achievement Award und 2004 den Women’s World Award.

Der Grundstein ihrer Karriere war ihre unverwechselbare Stimme. Ihr Stimmvolumen umfasste drei Oktaven.[10] Die Sängerin galt als die bedeutendste zeitgenössische Interpretin moderner Pop-Soulmusik: 1998 schrieb die New York Times, Houston sei die „definitive Pop-Soul-Sängerin ihrer Generation“[11] und die amerikanische Musikzeitschrift Rolling Stone nahm sie wenige Jahre später als „beste weibliche Stimme ihrer Zeit“ in ihre Liste der 100 besten Sänger und Sängerinnen auf.[12] In den Medien wurde sie auch mit dem Übernamen „The Voice“ (deutsch: „Die Stimme“) bezeichnet.[13] Ihr Gesang – eine vom traditionellen Gospel beeinflusste Mischung aus Pop und Soul – galt als stilprägend für die Generation nachfolgender Sänger und vor allem Sängerinnen. Künstlerinnen wie Mariah Carey, Christina Aguilera, Jennifer Hudson und Mary J. Blige geben an, von ihr maßgeblich beeinflusst worden zu sein.

Houston setzte sich seit Beginn ihrer Karriere immer wieder für wohltätige Zwecke ein. 1989 gründete sie The Whitney Houston Foundation for Children, für die sie der US-amerikanische Fernsehsender VH-1 1995 mit seinem Honors Award auszeichnete. 1988 trat die Sängerin zu Ehren des damals noch inhaftierten Nelson Mandela beim Freedom Fest in London auf. Teile der Einnahmen aus verschiedenen Konzert-Specials, so Welcome Home Heroes oder Classic Whitney, gingen an wohltätige Zwecke.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge und Modelkarriere[Bearbeiten]

Erste Schallplattenaufnahmen machte Whitney Houston mit 14 Jahren, als sie 1977 für das Lied Life’s a Party der Michael Zager Band die Solostimme einsang. 1979 war sie im Background von Chaka Khans Lied I’m Every Woman zu hören, ein Lied, das sie 1992 selbst nochmals zu einem Hit machte. 1982 arbeitete Houston mit Bill Laswell für dessen Projekt Material. Ihre Ballade Memories, mit Archie Shepp am Saxophon, war im selben Jahr ein Highlight von Laswells Album One Down.

Erste Erfahrungen als Live-Entertainerin sammelte Whitney Houston als Teenager während einer Reihe von Nachtclubauftritten mit ihrer Mutter. Sie selbst gab zwei Schlüsselmomente für den Beginn ihrer Karriere an: einen Solo-Auftritt in ihrer Heimatkirche in Newark sowie einen Auftritt im New Yorker Town Hall Theater während eines Konzerts ihrer Mutter.

Parallel zu ihren Aktivitäten als Sängerin verfolgte Whitney Houston anfänglich eine erfolgreiche Modelkarriere: Sie wurde in Zeitschriften wie Vogue und als eines der ersten schwarzen Models auf der Titelseite der Teenagerzeitschrift Seventeen abgebildet. Auch nach Beginn ihrer Gesangskarriere arbeitete sie kontinuierlich mit den bedeutendsten Fotografen der Branche, unter anderem mit Patrick Demarchelier, Sante D’Orazio und David LaChapelle. Schon bald war sie auf den Titelseiten weltweit führender Mode- und Musik-Magazine zu sehen, darunter Rolling Stone, Vibe und Harper’s Bazaar.

1980er Jahre[Bearbeiten]

Im Jahr 1983 unterzeichnete Whitney Houston ihren ersten Plattenvertrag mit der Firma ihres Entdeckers Clive Davis, Arista Records. 1984 erschien die Single Hold me, ein Duett mit Teddy Pendergrass. Nach fast dreijähriger Produktionszeit erschien 1985 das Debütalbum Whitney Houston. Es war mit 13 Millionen allein in den USA verkauften Exemplaren[14] eines der erfolgreichsten Debüts, das je einer Künstlerin gelang. Drei der ausgekoppelten Singles erreichten die Spitze der US-amerikanischen Charts. Außerdem erhielt Houston für das Lied Saving All My Love for You ihren ersten Grammy als beste Popsängerin. Auch international erreichte Houstons Album Spitzenplätze und wurde unter anderem in Deutschland, Österreich und im Vereinigten Königreich mit Platin und Mehrfach-Platin ausgezeichnet. Die CD enthält einige Cover-Versionen, deren Originale zuvor nur begrenzten Erfolg hatten: Greatest Love Of All (George Benson), Saving All My Love For You (Marilyn McCoo & Billy Davis, Jr.), Nobody Loves Me Like You Do (Anne Murray & Dave Loggins) und Take Good Care of My Heart (Anne Murray). Dem Album schloss sich 1986 die Greatest Love Tour an. Whitney Houston wird vom Rolling Stone als eines der 500 besten Alben aller Zeiten geführt.[15]

Mit ihrem zweiten Album Whitney etablierte sich die US-Amerikanerin als eine der herausragenden neuen Künstlerinnen der 1980er Jahre. Mit dem Werk gelang es ihr 1987 als erster Sängerin überhaupt, direkt auf Platz eins der US-Billboard-Charts einzusteigen. Vier Singles aus diesem Album erklommen die Spitzenposition der US-amerikanischen Charts, darunter das mit einem Grammy ausgezeichnete I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me). Ebenfalls sehr erfolgreich wurde das 1987 veröffentlichte Lied Where Do Broken Hearts Go. Diese sieben aufeinander folgenden Nummer-eins-Single-Hits bescherten Whitney Houston einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde und das Attribut der bis dahin „erfolgreichsten Sängerin aller Zeiten“. Das Album Whitney wiederholte den Erfolg des Vorgängeralbums in fast allen Ländern, in denen es veröffentlicht wurde. Es erreichte die Spitzenposition in verschiedenen europäischen Ländern und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.

1988 sang Houston das Titellied der NBC-Übertragungen der Olympischen Spiele in Seoul, One Moment in Time, der sie an die Spitze der deutschen und britischen Single-Charts brachte.[16]

1990er Jahre[Bearbeiten]

Whitney Houston auf dem Welcome Home Heroes-Konzert (1991)

Im November 1990 folgte das deutlich vom zeitgenössischen R&B beeinflusste Album I’m Your Baby Tonight. Das gleichnamige Titellied und die Auskopplung All The Man That I Need erreichten die Spitze der amerikanischen Singlecharts, während das Album auf den dritten Platz der Albumcharts kam und mit Vierfach-Platin ausgezeichnet wurde. Nachdem die 1980er Jahre eine konstante Erfolgsserie für Whitney Houston gewesen waren, wurde der vergleichsweise moderate Erfolg ihres dritten Albums von einigen Beobachtern als Karriereknick gedeutet.

Während sich die Vereinigten Staaten im Zweiten Golfkrieg befanden, sang die US-Amerikanerin im Januar 1991 die Nationalhymne während des Super Bowl XXV. Der Auftritt galt später als ein Schlüsselmoment in der Karriere der US-Sängerin. Zeit Online schrieb im Jahr 2009: „Ihre Stimme wurde zum Nationalheiligtum der Reagan/Bush-Ära. Höhepunkt der Vereinnahmung war ihr Auftritt beim Superbowl 1991, als sie im Sportanzug die Nationalhymne sang.“[17]

Ihr Leinwanddebüt gab Whitney Houston im Herbst 1992 an der Seite von Kevin Costner mit dem Film Bodyguard. Zum dazugehörigen Soundtrack steuerte sie sechs Lieder bei; die Singleauskopplung I Will Always Love You – eine Coverversion des Liedes von Dolly Parton aus dem Jahr 1974 – hielt sich 14 Wochen an der Spitze der US-amerikanischen Charts. Das Album The Bodyguard ist mit über 17 Millionen verkauften Einheiten der mit Abstand erfolgreichste Soundtrack in den USA und auch eines der erfolgreichsten Alben einer Sängerin.[14] Im Film spielt sie einen Popstar, der von einem verrückten Fan bedroht wird. 1995 folgte ein weiterer Film, Waiting to Exhale, zu dem sie mit unter anderem Mary J. Blige und Toni Braxton den Soundtrack aufnahm. Die Single Exhale (Shoop, Shoop) brachte Houston abermals einen Nummer-eins-Hit in den Billboard Charts ein, der ihr elfter und auch letzter war.

Ende 1996 kam Houstons dritter Film Rendezvous mit einem Engel ins Kino, zu dem sie den kompletten Soundtrack The Preacher’s Wife beisteuerte. Die erste Singleauskopplung Step By Step schaffte es weltweit in die Top Ten der Charts. Die Platte gilt heute als das erfolgreichste Gospel-Album aller Zeiten.

Im November 1998 erschien Houstons viertes Studioalbum My Love Is Your Love. Es enthält unter anderem die Hit-Singles My Love Is Your Love und It’s Not Right But It’s Okay sowie das Duett When You Believe mit Mariah Carey. Nach den Jahren im Filmgeschäft konzentrierte sich Houston mit diesem Album wieder auf ihre Gesangskarriere. Nachdem das Album kommerziell zunächst mäßig angelaufen war, entwickelte es sich durch Veröffentlichung des Titelliedes als Single im Frühsommer 1999 zu einem der größten Erfolge der Sängerin. Es wurde in Europa und den USA jeweils mit vier Platinschallplatten ausgezeichnet.

2000–2012[Bearbeiten]

Whitney Houston im April 2010 während ihrer Nothing but Love-Welttournee in der O2-Arena in London

Bei der Grammy-Verleihung 2000 erhielt Whitney Houston für das Lied It’s Not Right, But It’s Okay ihren sechsten Grammy. Im Mai desselben Jahres folgte das erste Best-of-Projekt ihrer damals 15-jährigen Karriere: Whitney: The Greatest Hits. Auf zwei CDs vereint das Album Houstons größte Erfolge, einige Raritäten – u. a. If You Say My Eyes Are Beautiful – sowie die vier neuen Lieder Fine, Same Script, Different Cast, If I Told You That und den weltweiten Erfolg Could I Have This Kiss Forever. Das Album erreichte weltweit die Top Five der Charts und war in Großbritannien ein Nummer-eins-Erfolg. Im darauf folgenden Jahr erhielt die Sängerin den Lifetime Achievement Award des Senders BET für ihr Lebenswerk. Bei der Verleihung des Preises sangen Luther Vandross und Christina Aguilera, die Laudatio hielten Babyface und Mary J. Blige.

Im November 2002 kam mit Just Whitney… Houstons fünftes Studioalbum auf den Markt. Die erste Single Whatchulookinat, von der Houston auch Co-Autorin ist, erregte vor allem wegen ihres medienkritischen Inhalts noch Aufmerksamkeit. Doch die folgenden Auskopplungen waren keine besonderen kommerziellen Erfolge mehr. Obwohl das Album in den USA mit Platin ausgezeichnet wurde, gilt es bis heute als das am wenigsten erfolgreiche Album der Künstlerin.

Houston veröffentlichte Ende 2003 ihr erstes Weihnachtsalbum: One Wish – The Holiday Album. Es enthält bekannte Weihnachtsklassiker sowie zwei Lieder aus dem Soundtrack The Preacher’s Wife. Das Lied Little Drummer Boy sang Houston zusammen mit ihrer Tochter Bobbi Kristina Brown.

Nach den Veröffentlichungen der Alben Just Whitney… und One Wish wurde es zunehmend stiller um die Karriere von Whitney Houston. Ihre weiteren Musikveröffentlichungen in der Zeit von 2001 bis 2007 beschränken sich auf die zwei weiteren Best-of-Alben Love Whitney und The Ultimate Collection. 2006 nahm Houston mit ihrer Mutter Cissy, ihrer Cousine Dionne Warwick und ihrer Tochter das Lied Family Comes First auf, das zum Soundtrack des Films Daddy’s Little Girls gehört.

Im Jahr 2004 trat Whitney Houston bei den World Music Awards auf. Anschließend gab sie dem amerikanischen TV-Magazin Entertainment Tonight ein Interview, in dem sie und ihr Entdecker Clive Davis ihre Pläne für ein neues Album bekanntgaben.[18] Die Arbeiten daran zogen sich dann allerdings über Jahre hin und wurden von wiederkehrenden Gerüchten um Houstons Gesundheitszustand überschattet.

Im Internet tauchte im Juli 2008 das Lied Like I Never Left auf, ein Duett Houstons mit dem Sänger Akon. Ein Jahr später wurde das Album I Look to You auf Listening Parties in London, New York und Los Angeles der weltweiten Fachpresse vorgestellt. Das Titellied sowie das von Alicia Keys geschriebene Million Dollar Bill wurden im Doppelpack als erste Singles veröffentlicht.

Im September 2009 gab Whitney Houston der US-amerikanischen Talkmasterin Oprah Winfrey ein mehrstündiges Interview, in dem sie ausführlich über ihre überwundene Drogensucht und ihre geschiedene Ehe sprach. Im selben Monat stieg das Album I Look To You auf Platz eins der Charts in den USA und Kanada. Weitere Nummer-eins-Positionen in Deutschland, der Schweiz, Italien, Polen und den Niederlanden machten es auch zur europäischen Nummer eins. Das Album verkaufte sich in den USA bereits in der ersten Woche über 300.000 Mal und bescherte der US-Sängerin damit die erfolgreichste Startwoche ihrer Karriere.

Das Album verkaufte sich anschließend weltweit mehr als zwei Millionen Mal. Es steht damit zwar hinter Houstons anderen Alben – besonders denen der 1990er Jahre – zurück, erhielt aber Platin- und Goldauszeichnungen unter anderem in den USA, der Schweiz, Österreich, Italien und Polen. Im November 2009 wurde Whitney Houston bei den American Music Awards mit dem Sonderpreis International Artist Award ausgezeichnet.

Zehn Jahre nach Houstons letzter Welttournee begann im Dezember 2009 ihre neue Welttournee im Olimpijski-Stadion in Moskau. Die Kritiken zu diesem Tour-Auftakt waren von der Enttäuschung über ihre brüchige Stimme gekennzeichnet, die kaum das Niveau früherer Jahre erreichte. Als bei einem Konzert in der O2 World in Berlin ihre Stimme mehrfach versagte, quittierten die Zuschauer ihre Darbietung mit Buh-Rufen und Gelächter, einige verließen die Veranstaltung vorzeitig.[19] Bei ihrem Konzert in Hamburg zeigte sie in manchen Momenten noch einmal, welches enorme Potenzial ihre Stimme einst hatte. Höhepunkt des Abends war die Rückkehr Houstons zu ihren Wurzeln, den Gospels. Die Mehrheit des Publikums spendete wohlwollenden Applaus.[20] Diese Welttournee spielte etwa 32 Millionen US-Dollar ein[21], hatte jedoch bei der Musikkritik kaum Erfolg. Die deutschsprachige Presse beurteilte sie zum größten Teil negativ.

Nach Houstons Tod im Februar 2012 kamen einige ihrer Lieder nochmals in die Top 100 der deutschen Singlecharts: I Will Always Love You auf Platz 19, One Moment in Time auf Platz 40, My Love Is Your Love auf Platz 64, der 2009 veröffentlichte Titel I Look to You auf Platz 84 und Run to You auf Platz 98. Auch drei ihrer Alben platzierten sich nochmals in den Top 100, jedoch nur Greatest-Hits-Alben: The Ultimate Collection auf Platz 3 (vorher Platz 11), The Essential Whitney Houston auf Platz 20 und All Time Best – Reclam Musik Edition auf Platz 76. Die zwei letztgenannten Alben erschienen im Jahr 2011, kamen aber erst nach Houstons Tod in die Charts.[22]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Whitney Houston/Diskografie

Alben

Singles

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1986: Grammy Award Beste weibliche Pop Performance für „Saving All My Love For You“[23]
  • 1988: Grammy Award Beste weibliche Pop Performance für „I Wanna Dance With Somebody“
  • 1994: Grammy Award Song des Jahres für „I Will Always Love You“
  • 1994: Grammy Award Beste weibliche Pop Performance für „I Will Always Love You“
  • 1994: Grammy Award Album des Jahres für „The Bodyguard“
  • 1999: Bambi in der Kategorie „Pop International“
  • 2000: Grammy Award R’n’b Song des Jahres für „It’s Not Right But It’s Okay“
  • 2001: BET Lifetime Achievement Award
  • 2004: Women’s World Award – World Artist Award for Lifetime Achievement
  • 2009: International Artist Award (AMA's)
  • 2012: Global Icon (EMA’s)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Whitney Houston – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Whitney Houston – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Offizielle Whitney Houston Biografie oder Gold- und Platinstatistik
  2. Whitney's godmother: 'She was a light'. In: Nancy Grace spoke with Whitney Houston's godmother and Rock and Roll Hall of Fame singer Darlene Love., 13. Februar 2012. Abgerufen am 20. Februar 2012. 
  3. Quick Takes: Whitney Houston returns to rehab. In: Los Angeles Times.
  4. Offizieller Totenschein
  5. http://www.bild.de/unterhaltung/leute/whitney-houston/erste-fotos-aus-ihrem-hotelzimmer-22629626.bild.html abgerufen am 18. Februar 2013
  6. Details zu Whitney Houstons Tod veröffentlicht bei welt.de oder Die Akte Whitney Houston wird geschlossen bei morgenpost.de
  7. nj.com: Whitney Houston to be buried in Westfield: A Jersey girl comes home
  8. Bild der Grabstelle (Juli 2013) auf Find a Grave.
  9. Musik: Whitney Houston kommt nach Deutschland. In: Focus. 13. Oktober 2009
  10. Quelle: Deutschlandradio Kultur, Kulturnachrichten vom 12. Februar 2012.
  11. New York Times – Whatever Love May Be, At Heart It's Ever Powerful – 17. November 1998
  12. The Rolling Stone – 100 Greatest Singers of All Time
  13. The Observer – 19. Juli 2009
  14. a b http://www.riaa.com/goldandplatinumdata.php?table=tblTop100 RIAA – Recording Industry Association of America
  15. The Rolling Stone Top 500 Albums
  16. SWR 3 Täglich Pop: 15. Oktober 1988 – Whitney Houstons One Moment In Time
  17. Zeit Online: Vom Tropf auf die Füße gestellt. Abgerufen am 20. September 2009
  18. ET-Interview Transcript: Whitney Houston und Clive Davis – 2004.
  19. Whitney Houston: Trauriges Konzert-Comeback in Berlin – Musik – Bild.de
  20. Konzert in der 02 World Hamburg – Whitney Houston – starke Momente trotz schwacher Stimme
  21. pollstarpro.com (PDF; 75 kB)
  22. Musik: Whitney Houston zurück in den Charts
  23. Ehrungen und Preise