Wi-Fi Protected Setup

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Die WPS-Taste (Zentrum, blau) auf eine Wireless-Router

Wi-Fi Protected Setup (WPS) ist ein von der Wi-Fi Alliance entwickelter Standard zum einfachen Aufbau eines drahtlosen Heimnetzwerks mit Verschlüsselung.

Das Ziel von WPS ist es, das Hinzufügen von Geräten in ein bestehendes Netzwerk zu vereinfachen. Als Schwerpunkt gilt hier die sonst oft umständliche Einrichtung einer adäquaten Verschlüsselung.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden vier verschiedene Modelle entwickelt, welche die Notwendigkeit von Einstellungen durch den Nutzer einschränken sollen:[1]

  1. PIN-Eingabe: Das Gerät besitzt einen Aufkleber oder eine Anzeige für eine PIN, die zur Einbindung in ein Netzwerk dem Registrar (z. B. dem Access Point) bekannt gemacht werden muss. Alternativ muss eine PIN am Registrar abgelesen und clientseitig eingegeben werden.
  2. Push Button Configuration (PBC, englisch für Konfiguration per Knopfdruck): Der Access Point und die in das Netzwerk einzubindenden Geräte besitzen einen physischen oder per Software implementierten Knopf zur Verbindungsherstellung. Wird dieser gedrückt, beginnt eine zweiminütige Phase, in welcher solche Geräte dem Netzwerk beitreten können.
  3. USB Flash Drive (UFD): Ein USB-Stick wird genutzt, um die Netz-Einstellungsdaten zwischen dem Access Point und den einzubindenden Geräten zu transportieren.
  4. Near Field Communication (NFC): Das einzubindende Gerät wird in die Nähe des Access Point gebracht, um mittels Near Field Communication die relevanten Daten auszutauschen.

Um eine WPS-Zertifizierung durch die Wi-Fi Alliance zu bekommen, muss ein Access Point mindestens die ersten beiden Methoden unterstützen. Drahtlose Geräte, die als Client agieren, müssen lediglich die erste Methode unterstützen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Aktivieren der WPS-PIN-Methode im Access Point führt bei vielen Modellen dazu, dass ein fremdes Gerät über eine Brute-Force-Methode innerhalb weniger Stunden[2] eine Verbindung herstellen kann und somit auch den Sicherheitsschlüssel unabhängig von der verwendeten Verschlüsselungstechnologie erhält. Durch einen verbreiteten Fehler in der Implementierung ist es dabei oft nur nötig, eine vierstellige sowie eine dreistellige PIN zu erwürfeln, was die Zahl der Möglichkeiten deutlich verringert.[3] Es ist daher ratsam, die Funktion nur bei Bedarf zu aktivieren, die Anmeldung des Geräts zu prüfen und WPS danach wieder abzuschalten.[4] Bei einigen der betroffenen Access Points ist die WPS-Funktion, obwohl diese in den Einstellungen deaktiviert wurde, weiterhin aktiv.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. How does Wi-Fi Protected Setup work? Wi-Fi Alliance, abgerufen am 4. Januar 2012 (englisch).
  2. Massive WLAN-Sicherheitslücke. Heise online, 29. Dezember 2011, abgerufen am 4. Januar 2012.
  3. Brute Forcing Wi-fi Protected Setup (PDF; 918 kB) Stefan Viehböck. Abgerufen am 4. Januar 2012.
  4. WiFi Protected Setup Flaw Can Lead to Compromise of Router PINs. The Kaspersky Lab Security News Service. Abgerufen am 29. Dezember 2011.