Wibke Bruhns

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Wibke Bruhns, 2012

Wibke Gertrud Bruhns (geborene Klamroth, * 8. September 1938 in Halberstadt) ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Sie war im westdeutschen Fernsehen (1971/72 beim ZDF) die erste Nachrichtensprecherin. Neben ihrer Arbeit als Redakteurin und Moderatorin bei diversen Fernsehsendern war Wibke Bruhns Korrespondentin des Stern in Jerusalem und Washington D.C. sowie Sprecherin der Expo 2000.

Leben[Bearbeiten]

Bruhns lebt als freie Autorin in Berlin. Ihre Schwester ist die Juristin und Autorin Sabine Klamroth. Ihre älteste Tochter Annika Bruhns, geboren im Jahr 1966, ist Schauspielerin und Sängerin. Ihre zweite Tochter wurde im Jahr 1968 geboren.[1] Wibke Bruhns heiratete 1961 den Werbekaufmann Peter Teichgräber. Die Ehe wurde schon im Jahr darauf wieder geschieden. Ab 1965 war sie mit dem Schauspieler Werner Bruhns bis zu dessen Tod im Jahr 1977 verheiratet. Aus dieser Ehe gingen die beiden Töchter hervor. Im Laufe ihrer Berufslaufbahn verbrachte Wibke Bruhns einige Jahre in Israel und den USA.[2]

Kindheit, Jugend und Familie[Bearbeiten]

Bruhns wurde als eines von fünf Kindern des Kaufmanns und SS-Offiziers Hans Georg Klamroth und dessen Frau Else geboren. Ihr Vater wurde am 15. August 1944 als Mitwisser des gescheiterten Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt und am 26. August 1944 in Plötzensee wegen Hochverrats hingerichtet. Ihre Mutter Else Klamroth, geborene Podeus, war die Tochter eines Fabrikanten aus Wismar. Nach dem Tod ihres Mannes musste Else Klamroth die fünf Kinder alleine großziehen. Im Sommer 1948 zog die Familie von Halberstadt nach Braunschweig. Im nahegelegenen deutsch-deutschen Grenzort Mattierzoll führte Else Klamroth zunächst eine Dependance der Halberstädter Familienfirma. Dennoch war die Familie in finanziellen Nöten und lebte von Spenden des Hilfswerkes 20. Juli. Im Jahr 1949 war Wibke Bruhns vorübergehend in einem Kinderheim in Gaienhofen am Bodensee.[3]. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde Else Klamroth eine Entschädigung für die Verurteilung und Hinrichtung ihres Mannes zugesprochen.[4]
 Während des Dritten Reiches, war Else Klamroth die Ortsgruppenleiterin der Halberstädter NS-Frauenschaft. 1949 trat sie in den diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein. Im Zuge dessen zog die Familie nach Stockholm, wo Else Klamroth Referatsleiterin an der deutschen Botschaft war.[5]

Ausbildung[Bearbeiten]

Wibke Bruhns besuchte während ihrer Schullaufbahn verschiedene Internate. Vor dem Umzug nach Schweden ermöglichte ihr ein Stipendium des Hilfswerkes 20. Juli, das evangelische Bugenhagen-Internat in Timmendorfer Strand zu besuchen. Später besuchte sie ein Internat in Plön, welches sie allerdings vorzeitig verlassen musste wegen einer Beziehung zu einem Mitschüler. Ihr Abitur machte Bruhns in Berlin. Nach ihrem Abitur ging Wibke Bruhns für ein halbes Jahr nach London, wo ihre Mutter zu dieser Zeit für die deutsche Botschaft arbeitete. Anschließend besuchte Wibke Bruhns für ein Jahr eine Handelsschule.[6] Das Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Hamburg brach sie ab.[7]

Arbeit in den Medien[Bearbeiten]

Mit 22 Jahren begann Wibke Bruhns in der Medienbranche zu arbeiten. Sie war während ihrer Laufbahn sowohl für diverse Fernsehsender, als auch für verschiedene Zeitungen und Magazine als Journalistin tätig. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Tätigkeit als erste Nachrichtensprecherin im West-Deutschen Rundfunk.

Erste Berufserfahrungen[Bearbeiten]


Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte Wibke Bruhns bei der Bild-Zeitung, wo sie im Jahr 1960 ein Volontariat absolvierte, das sie aus politischen Gründen jedoch vorzeitig abbrach[8], weil sie mit einem Artikel, der in der Bild-Zeitung erschien nicht einverstanden war. Der Artikel erschien anlässlich des Baus der Berliner Mauer. Die Politik der DDR wurde darin mit der Machtergreifung Adolf Hitlers verglichen.[9]

Arbeit beim Fernsehen[Bearbeiten]

Wibke Bruhns wechselte als freie Mitarbeiterin zum NDR Fernsehen[10], wo sie Regional-Berichterstattung für die Redaktion „Mensch und Landschaft“ betrieb.
Mit ihrem Vorgesetzten aus der „Mensch und Landschaft“-Redaktion wechselte sie später zum neu gegründeten ZDF[11], wo sie anfangs unter anderem die Sendung „Drehscheibe“ moderierte.[12] 
Außerdem war sie am Aufbau des Hamburger ZDF-Studios beteiligt.

 Von 1968 bis 1971 war Wibke Bruhns neben ihrer Mitarbeit beim ZDF auch als freie Mitarbeiterin für Die Zeit und den NDR-Hörfunk tätig.[13]

Erste Nachrichtensprecherin[Bearbeiten]

Am 12. Mai 1971 um 22.15 Uhr moderierte Wibke Bruhns zum ersten Mal die ZDF-Nachrichtensendung „heute“. Sie war damit die erste Nachrichtensprecherin im bundesdeutschen Fernsehen und wurde einem breiten Publikum bekannt.[14] In der DDR sprach Annerose Neumann bereits am 8. März 1963 erstmals die Nachrichten in der Aktuellen Kamera des DFF. Die Tatsache, dass eine Frau die Nachrichten vorlas, löste großen Aufruhr aus. Proteste kamen vor allem von Zuseherinnen, die von Wibke Bruhns verlangten, sie solle sich um Mann und Kinder kümmern, statt als Nachrichtensprecherin zu arbeiten.[15] Gleichzeitig wurde sie aber von anderen Gruppen, unter anderem Gewerkschafterinnen und Feministinnen, als Heldin gefeiert. Sie selbst sah sich nicht als Mitglied der Frauenbewegung, wie sie in ihrer Autobiografie schreibt: „Gewerkschaftsfrauen hoben mich auf ihren Schild, Frauenzeitschriften boten Schützenhilfe, und als Alice Schwarzer einen Monat später ihre Kampagne ‚Wir haben abgetrieben‘ im Stern startete, mutierte ich, obwohl völlig unbeteiligt, in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer der Vorkämpferinnen der offenbar völlig abgedrehten deutschen Frauen“.[16]

 Ihre Arbeit als Nachrichtensprecherin begeisterte sie selbst wenig: „Anderer Leute Texte vorzulesen ohne eigene Interpretation war mein Ding nicht. […] Ich wollte weg. Dann aber sähe das aus, gaben die ZDF-Oberen zu bedenken, als sei das ‚Experiment‘ Nachrichtenfrau gescheitert. Das wollte ich nicht riskieren“.[17]

 Nach 380 „heute“-Sendungen kündigte Wibke Bruhns ihren Job als Nachrichtensprecherin, um sich um ihre beiden kleinen Kinder zu kümmern.[18]

Anfang des Jahres 1973 stieg sie aber wieder ins Berufsleben ein und arbeitete für den WDR, wo sie unter anderem mit Beiträgen für das politische Magazin „Panorama“ auf sich aufmerksam machte. Außerdem arbeitete sie ab 1974 für den SWF.[19] Noch während ihrer Zeit als Nachrichtensprecherin unterstützte Wibke Bruhns den SPD-Wahlkampf von Willy Brandt, was für Aufsehen sorgte (siehe „Politisches Engagement“).

Redakteurin beim Stern[Bearbeiten]

Neben ihrer Arbeit beim WDR begann Wibke Bruhns als freie Mitarbeiterin für den Stern zu schreiben. Ab 1979 war Bruhns als Korrespondentin für den Stern in Jerusalem und Washington D.C. tätig.[20]



Korrespondentin in Israel
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Nachdem ihr Mann Werner Bruhns im Jahr 1977 gestorben war, zog Wibke Bruhns 1979 mit ihren beiden Töchtern als Nahost-Korrespondentin für den Stern nach Jerusalem.[21] Bedingt durch den Israelisch-Palästinensischen Konflikt befand sich das Land in einer schwierigen und instabilen Lage. Wibke Bruhns führte in dieser Zeit unter anderem Interviews mit Adnan Jabar, dem Attentäter von Hebron, Yassir Arafat, Mosche Dajan und Abu Iyad.[22] Außerdem berichtete sie über den Bürgerkrieg im Libanon. Zu Beginn des Bürgerkrieges besuchte sie gerade den deutschen Botschafter in Beirut, Rüdiger von Pachelbel, als auch die Botschaft unter Beschuss genommen wurde.[23] 
 Der Stern hatte in dieser Zeit mit Problemen zu kämpfen. Am 25. April 1983 publizierte das Magazin die vermeintlichen Hitler-Tagebücher. Eine Woche später wurde die Fälschung bekannt und die zuständigen Chefredakteure traten zurück. Wibke Bruhns war Teil de Kommission für die Neubesetzungen. [24] Im Zuge der Affäre um die gefälschten Hitler-Tagebücher trat Wibke Bruhns auch in der WDR-Sendung Der Internationale Frühschoppen bei Werner Höfer auf, wo sie die Handlungen des Stern heftig kritisierte.[25]

Im Jahr 1983 beschloss Wibke Bruhns, Jerusalem zu verlassen. Sie selbst schilderte den Grund für die Rückreise wie folgt: „Die Freude war zermürbt in Erschöpfung. Meine Neugier war nicht mehr bereit, jeden Tag die neue Katastrophe zu erwarten“.[26] Ihr Erlebnisse als Nahost-Korrespondentin hielt sie in ihrem ersten Buch „Mein Jerusalem“ fest, das im Jahr 1982 erschien.[27]



Korrespondentin in den USA[Bearbeiten]


Ab dem Sommer 1985 war Wibke Bruhns als Korrespondentin für den Stern in Washington D.C. tätig. Sie berichtete unter anderem über politische Geschehnisse während der Amtszeit Ronald Reagans, die verschiedenen Religionsgemeinschaften in Nordamerika, den INF-Vertrag zur Vernichtung von Atomwaffen und führte diverse Interviews, unter anderem mit dem Physiker Edward Teller, der als „Vater der Wasserstoffbombe“ bekannt wurde.[28] Außerdem wurde sie für eine Reportage für die Zeitschrift Geo über das Vietnam-Denkmal in Washington D.C. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. 
 
Nach vier Jahren in den USA kehrte Wibke Bruhns nach Deutschland zurück und zog nach Ingolsheim im Elsass.[29]

Spätere Berufsjahre[Bearbeiten]

Ab 1989 arbeitete Wibke Bruhns für den WDR, wo sie zusammen mit Gisela Marx die politische Talkshow „Drei vor Mitternacht“ moderierte. Außerdem moderierte sie das Mittagsmagazin im WDR-Hörfunk, machte Sendungen bei der Deutschen Welle, drehte Filme für Arte und den Südwestfunk und schrieb Kolumnen und Kommentare für verschiedene Printmedien, unter anderem für die Abendzeitung, die Zeitschrift Natur und auch noch für den Stern.[30]
 
1993 moderierte Wibke Bruhns die Nachrichten auf VOX. Nachdem VOX am 1. April 1994 in die Liquidation ging und 250 Mitarbeiter gekündigt wurden, wechselte sie 1995 zum ORB, wo sie Kulturchefin wurde. Im Jahr 2000 war sie Sprecherin der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.


Politisches Engagement[Bearbeiten]

Schon als Studentin in Hamburg war Wibke Bruhns Mitglied der SPD. Kurz nachdem sie als Nachrichtensprecherin berühmt wurde, unterstützte Bruhns aktiv den SPD-Wahlkampf von Bundeskanzler Willy Brandt im Jahr 1972.[31] Für zahlreiche Wahlveranstaltungen tourte sie durch ganz Deutschland, was für Kritik und Aufruhr sorgte. Währenddessen beauftragte die CDU die Erstellung eines Gutachtens, welches klären sollte, ob es erlaubt sei, als Angestellte bei einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, politisch aktiv zu sein. Das Gutachten ergab, dass dies nicht erlaubt sei, allerdings wurde es erst nach dem Wahlkampf fertig gestellt.[32] 

Über Jahrzehnte hinweg hielt sich das Gerücht, Wibke Bruhns habe eine Affäre mit Willy Brandt gehabt, was sie dementierte. (Siehe „Rezeption“)

Publikationen[Bearbeiten]

Journalistische Arbeiten[Bearbeiten]

  • Trendwende im Nahost. Stern, 12. Februar 1981, Nr. 8, S. 238.


Dieser Artikel ist einer von vielen, die in jener Zeit entstanden, in der Wibke Bruhns als Korrespondentin für den Stern in Israel arbeitete. Im Artikel berichtet sie über erste Zeichen der Annäherung zwischen den sich damals schon über Jahre bekriegenden Israelis und Palästinensern. Im Artikel begründet Bruhns ihre Beobachtung mit folgender Grußbotschaft eines Politikers der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO): „Früher als unsere Feinde es glauben, wird der Frieden zwischen dem palästinensischen Staat und dem Staat Israel, zwischen den beiden Völkern entstehen. Und er wird fortdauern.“[33]

  • Die letzten Tage von Beirut. Stern, 5. August 1982, Nr. 36, S. 106.


Auch dieser Artikel entstand während Bruhns’ Israel-Korrespondentschaft. Sie beschreibt darin die letzten Tage des libanesischen Bürgerkrieges und gibt einen Überblick über die politischen Geschehnisse während des Krieges. Unter anderem kritisiert sie darin, die fehlende Hilfe der Sowjetunion und der DDR: „Die erwartete Hilfe der Sowjetunion im Libanon-Krieg blieb aus“.[34]

  • Exodus in eine fremde Heimat. Rußland-Emigranten in Israel. (mit Thomas Hegenbart) Hamburg, GEO, April 1992 (4), S. 88–104.
  • „Als sich das ZDF etwas traute.“ Die Zeit, 28. Mai 2009. Online.

In diese Artikel beschreibt Wibke Bruhns ihre Arbeit als erste weibliche Nachrichtensprecherin im westdeutschen Rundfunk sowie ihre Rolle als Wahlkampfhelferin von Willy Brandt. [35]

Schriftstellerische Arbeiten[Bearbeiten]

  • Mein Jerusalem. Bilder von Amos Schliack. Hamburg: Gruner und Jahr, 1982, ISBN 3-570-04952-3.


In ihrem ersten Buch Mein Jerusalem, schildert Wibke Bruhns ihre Erfahrungen als Stern-Korrespondentin in Israel.

  • Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie. Berlin: Econ Verlag, 2004, ISBN 3-430225-71-X.


In Meines Vaters Land beschreibt Wibke Bruhns das Leben ihres Vaters Hans Georg Klamroth, der als Mitwisser des Hitler-Attentates von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

  • Nachrichtenzeit. Meine unfertigen Erinnerungen. München: Droemer Verlag, 2012, ISBN 3-426-27562-7.


In ihrer Autobiografie Nachrichtenzeit schildert Wibke Bruhns sowohl ihre privaten, als auch beruflichen Erfahrungen. Gleichzeitig führt sie darin durch die wichtigsten politischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte.

Sonstige Arbeiten[Bearbeiten]

  • Ich bekomme ein Kind. (Mit Ursula Klamroth) Wiesbaden: Falken-Verlag Erich Sicker, 1969.
  • In aller Munde: 1000 Fremdwörter die uns täglich begegnen. Düsseldorf: Schwann, 1972.
  • „Der Mann im Gegenlicht“ In: Anderson, Rogers/ Bruhns, Wibke/ Eckardt Emanuel et al. (1996): Medienmacher. Journalisten beschreiben die Herrscher der Vierten Gewalt. Hamburg: Rasch und Röhring, ISBN 3-89136-568-3.

Film[Bearbeiten]

  • Meines Vaters Land – Eine deutsche Familiengeschichte. Fernsehdokumentation, Deutschland 2007, 45 Min., Buch und Regie: Gabriele Conradt und Gabriele Dennecke, Produktion: RBB, Erstsendung: 3. Januar 2007

Rezeption[Bearbeiten]

Wibke Bruhns war des öfteren Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Am meisten Aufsehen erregte wohl das Gerücht, sie habe mit Bundeskanzler Willy Brandt eine Affäre gehabt. Begonnen haben diese Gerüchte im Jahr 1973, als Willy Brandt die Journalistin bei einem Staatsbesuch in Israel zu später Stunde zu sich ins Hotelzimmer einlud. Nachdem sie gegen zwei Uhr morgens das Hotelzimmer verließ, verbreitete sich das Gerücht innerhalb weniger Stunden. [36] Ein weiterer Grund für das Gerücht ergab sich, als Wibke Bruhns und ihre Familie die Sommerferien im Feriendomizil der Familie Brandt verbrachten.[37] 

Im Jahr 1974 tauchte das Collier einer Dame in Willy Brandts Hotelbett auf, woraufhin Gerüchte entstanden, Brandt hätte eine Affäre.[38] Herbert Wehner nutzte dieses Ereignis als Druckmittel, um Brandt zum Rücktritt zu zwingen. Es entstanden Gerüchte, das Collier gehöre Wibke Bruhns. 
Das Gerücht rund um eine Affäre zwischen Willy Brandt und Wibke Bruhns verebbte etwas, als Brigitte Seebacher-Brandt, die Ehefrau Willy Brandts, bekannt gab, dass ihr Mann längere Zeit mit der Journalistin Heli Ihlefeld liiert gewesen sei. Auch Wibke Bruhns gab an, davon gewusst zu haben und aus Gründen der Diskretion die Verwechslung aber nicht klar gestellt zu haben.[39]
 In den letzten Jahren kam auch von Feministinnen vermehrt Kritik an Wibke Bruhns. Im Januar 2013 war sie zu Gast bei Günther Jauch. Für zahlreiche Diskussionen in Online-Foren sorgten ihre den Sexismus verharmlosenden Aussagen. Unter anderem erwähnte sie etwa, dass Frauen Frauen seien und Männer Männer und, dass sie so unterschiedlich wie Stiere und Kühe seien und Frauen keine Chance gegen Sexismus hätten. [40] [41]



Literarische Rezeption
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Wibke Bruhns’ schriftstellerische Werke wurden überwiegend positiv bewertet.

Pressestimmen Meines Vaters Land (Buch)[Bearbeiten]

  • 

"Eine eindrucksvolle, den Leser mitreißende Vatersuche" Frankfurter Allgemeine Zeitung[42]
  • "Eine faszinierende Mischung aus privater Chronik, zeitgeschichtlichem Report und persönlicher Identitätssuche" Der Spiegel [43]
  • "Eine große Leistung" Süddeutsche Zeitung[44]
  • "Ein berührendes, persönliches Buch" Berliner Zeitung[45]

Pressestimmen Nachrichtenzeit[Bearbeiten]

  • "In ‚Nachrichtenzeit‘ erzählt Wibke Bruhns, wie aus einem verstörten Kriegskind die Grande Dame des Journalismus wurde", Stern[46]
  • 

"Geradeaus, unbeeindruckt, fast grenzenlos interessant“, Focus[47]
  • 

"Zu den Stärken von Wibke Bruhns’ Erinnerungen gehört ihr unkomplizierter, uneitler und pragmatischer Grundton“, Die Welt[48]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wibke Bruhns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruhns, Wibke (2012): Nachrichtenzeit. Meine unfertigen Erinnerungen. München: Droemer Verlag, S. 91.
  2. Biografie Who’s Who. Online unter: http://www.whoswho.de/bio/wibke-bruhns.html (abgerufen am 2. Dezember 2014).
  3. Bruhns,Wibke: Nachrichtenzeit, S. 9-19
  4. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 52.
  5. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 27.
  6. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 30, 44, 51, 62.
  7. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 65.
  8. Biografie Who’s Who.
  9. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 67-68
  10. Biografie Who’s Who.
  11. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 68-69.
  12. Biografie Who’s Who.
  13. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 69-71.
  14. Biografie Who’s Who.
  15. Biografie Who’s Who.
  16. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 78.
  17. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 78-79.
  18. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 91.
  19. Biografie Who’s Who
  20. Biografie Who’s Who
  21. Biografie Who’s Who
  22. Bruhns, Wibke: Nachichtenzeit, S. 190-275.
  23. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 195.
  24. Jung, Irene (2012): Wibke Bruhns: Immer für eine Nachricht gut. Hamburger Abendblatt, 1. März 2012, Online unter http://www.abendblatt.de/thema_552/article2201839/Wibke-Bruhns-Immer-fuer-eine-Nachricht-gut.html (abgerufen am 4. Dezember 2014).
  25. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 249.
  26. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 291
  27. Biografie Who’s Who.
  28. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S.306-332.
  29. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S.350ff.
  30. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S.355/394.
  31. Hamburger Abendblatt
  32. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 80-82.
  33. Gruner+Jahr Pressedatenbank
  34. Gruner+Jahr Pressedatenbank
  35. „Als sich das ZDF etwas traute.“ Die Zeit, 28. Mai 2009. Online unter http://www.zeit.de/2009/23/D-Nachrichtensprecherin (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  36. „Die Legende von Brandts Affäre mit der ZDF-Lady“, Die Welt, 1. März 2012, Online unter http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13893269/Die-Legende-von-Brandts-Affaere-mit-der-ZDF-Lady.html (abgerufen am 4. Dezember 2014).
  37. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 112
  38. Bruhns, Wibke: Nachrichtenzeit, S. 134
  39. Hamburger Abendblatt
  40. Kappert, Ines: „Von Männern, Stieren und Ochsen“, In: taz.de, 28. Januar 2013, Online unter http://www.taz.de/!109910/ (abgerufen am 4. Dezember 2014).
  41. Karnele Weblog: „Bruhns, Wibke und der Sexismus“, 28. Januar 2013, Online unter http://www.karnele.de/bruhns-wibke-und-der-sexismus/ (abgerufen am 4. Dezember 2014).
  42. Rab (2004): Der verlorene Vater. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Februar 2004, S. 8. Online unter http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/der-verlorene-vater-1149306.html (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  43. Kronsbein, Joachim (2004): So unendlich verloren. In: Der Spiegel vom 16. Februar 2004. Online unter: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29968653.html (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  44. Perlentaucher.de. Das Kulturmagazin. Online unter: http://www.perlentaucher.de/buch/wibke-bruhns/meines-vaters-land.html (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  45. Hollersen, Wiebke (2004): Die Initialien eines Fremden. In: Berliner Zeitung vom 12. März 2004.
  46. Weltbild.at. Online unter http://www.weltbild.at/3/18009203-1/buch/nachrichtenzeit.html (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  47. Buecher.de. Online unter: http://www.buecher.de/shop/fachbuecher/nachrichtenzeit/bruhns-wibke/products_products/detail/prod_id/34456777/ (abgerufen am 19. Dezember 2014).
  48. Buecher.de Online unter http://www.buecher.de/shop/fachbuecher/nachrichtenzeit/bruhns-wibke/products_products/detail/prod_id/34456777/ (abgerufen am 19. Dezember 2014).