Wichs

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Die Herren Chargierten von Georg Mühlberg: Chargierte im Vollwichs

Wichs ist die offizielle Bezeichnung für die traditionelle festliche Bekleidung, welche von den Chargierten oder gegebenenfalls auch anderen Mitgliedern studentischer Korporationen getragen wird. Dabei wird auch der Begriff Uniform benutzt, wobei das keinen militärischen Bezug hat.[1] Sie ist keine einheitliche Bekleidung der jeweiligen Korporation, sondern kennzeichnet nur die Chargierten. [1]

Das Wort „Wichs“ entstand im 18. Jahrhundert als Rückbildung aus wichsen (polieren, blank putzen) mit der allgemeinen Bedeutung „Festbekleidung“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Unterschiedliche Arten

Es wird zwischen Vollwichs, Halbwichs und Festwichs unterschieden:[1]

  • Der Vollwichs wird zu größeren Veranstaltungen in der Öffentlichkeit (Hochschulfeiern, Verbandsfeiern, Stiftungsfesten, Hochzeiten und Beisetzungen) getragen
  • Der Halbwichs ersetzt den Vollwichs bei kleineren Veranstaltungen, ist aber keine legere Form des Vollwichs.
  • Der Festwichs wird zum Chargieren auf Bällen getragen.

[Bearbeiten] Vollwichs

Der Vollwichs besteht aus einem Cerevis oder einem Barett mit langer Feder als Kopfbedeckung, der Pekesche, auch Flaus genannt, als Jacke, weißen Handschuhen, weißen, eng anliegenden Hosen (Buchsen), Reiterstiefeln mit oder ohne Sporen (auch Kanonen genannt) und einem Paradechläger. Über der Brust wird eine breite Schärpe in den Verbindungsfarben getragen. Außerdem gehört bei einigen Korporationen die Fangschnur zum Chargenwichs.[1][2].

[Bearbeiten] Halbwichs

Der Halbwichs besteht aus einer schwarzen Hose und schwarzen Schuhen. Pekesche, Cerevis und weißen Handschuhen. Im Halbwichs darf nicht umhergelaufen werden.[1][2]

[Bearbeiten] Festwichs

Der Festwichs besteht aus Frack, weißen Handschuhen und Cerevis. Das Band wird quer getragen[1].

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e f Das Brauchtum des Weinheimer Senioren-Conventes Teil 1, die Kneipe, Historische Kommission des WVAC e.V., Braunschweig 1987, Seite 57ff.
  2. a b Couleurstudentische Informationen Heiko Jacobs v/ Mueck, Karlsruhe, (Glossar studentischer Begriffe. cousin.de. Abgerufen am 8. Juli 2010.)
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