Wichtel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Dieser Artikel behandelt die in nordischen Sagen vorkommenden Wichtel; zum deutschen Politiker siehe Peter Wichtel.
Die Wichtelmänner, Illustration aus Grimms Märchen (1915)

Ein Wichtel (Diminutiv von Wicht), auch Wichtelmann oder Wichtelmännchen, ist ein kleines Phantasiegeschöpf, das vor allem in nordischen Sagen Gutes tut. Der hilfreiche kleine Hausgeist ist auch zu Schabernack geneigt. Er kommt auch häufig in Bilderbüchern vor, zum Beispiel in vielen Werken von Fritz Baumgarten.

In modernerer Fantasy-Literatur sind Wichtel auch böse Geister, die Übles aushecken und Hexen dienen. Die Rolle der guten Geister fällt dabei den Heinzelmännchen zu.

Als Wichtel werden in Österreich und einigen deutschen Pfadfinderverbänden die jüngsten weiblichen Mitglieder der Pfadfinderbewegung (Mädchen von ca. 6 bis etwa 10 Jahren) bezeichnet, in der Schweiz hießen sie bis 2009 Bienli – die gleichaltrigen Buben heißen Wölflinge, in der Schweiz Wölfe.

In der Weihnachtszeit bringen Weihnachtswichtel heimlich Geschenke beim Wichteln.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Der Plural „Wichte“ sollte nicht verwechselt werden mit dem Begriff Wichte (zu Dichte gehörig).