Wied (Fluss)

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Wied
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Die Wied bei Roßbach

Die Wied bei Roßbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2716
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Nördlich von Linden
50° 36′ 16″ N, 7° 51′ 11″ O50.6043055555567.8531388888889463
Quellhöhe ca. 463 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [1]
Mündung Bei Neuwied in den Rhein50.4415277777787.442563Koordinaten: 50° 26′ 30″ N, 7° 26′ 33″ O
50° 26′ 30″ N, 7° 26′ 33″ O50.4415277777787.442563
Mündungshöhe ca. 63 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [1]
Höhenunterschied ca. 400 m
Länge 102 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 770,8 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Friedrichsthal[2]
AEo: 680,1 km²
Lage: 11 km oberhalb der Mündung
NNQ (1947)
MNQ 1937–2007
MQ 1937–2007
Mq 1937–2007
MHQ 1937–2007
HHQ (1984)
366 l/s
1,17 m³/s
8,27 m³/s
12,2 l/(s km²)
92,7 m³/s
176 m³/s
Durchflossene Stauseen Dreifelder Weiher
Wied an der Laubachs-Mühle
Wied bei Widderstein: Abzweigung des Mühlengrabens zum Wasserkraftwerk Michelbacher Mühle und Stauwehr
Wiedbrücke und Furt in Michelbach
Wied bei Widderstein: Abzweigung des Mühlengrabens und Stauwehr
Mündung der Wied in den Rhein

Die Wied ist ein 102 km langer, rechter bzw. östlicher Nebenfluss des Rheins in Deutschland. Sie durchfließt von der Quelle bis zur Mündung rheinland-pfälzisches Gebiet. Aus ihrem Einzugsgebiet von 770,8 km² führt sie rund 9 m³/s Wasser dem Rhein zu.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Wied entspringt im Westerwald auf 464 m ü. NN direkt nördlich der Ortsgemeinde Linden, Teil der Verbandsgemeinde Hachenburg. Anfangs passiert sie Linden am östlichen Ortsrand und verläuft in Richtung Süd-Südwesten, um am Ostufer in den Dreifelder Weiher (größter Weiher der Westerwälder Seenplatte) einzufließen und diesen in Richtung Nordwesten zu verlassen.

Anschließend fließt die Wied in nordwestlicher Richtung nach Altenkirchen, dann westwärts, den landschaftlich reizvollen Naturpark Rhein-Westerwald, Neustadt passierend. Danach knickt sie wiederum nach Süden ab, um unweit der Naturparkgrenze am Ortsrand von Irlich (einem Stadtteil Neuwieds) in den nordwestwärts strömenden Mittelrhein zu münden.

Namensherkunft und Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste geschriebene Form des Flussnamens Wied liegt mit uuida (lies: wida) aus dem Jahr 857 vor.[3] Im Mittelalter bildete die Wied ungefähr in der ersten Hälfte ihres Laufes, etwa von Steinebach bis oberhalb Neustadt (Wied) die Grenze der alten Erzdiözese Trier zur Linken und der Erzdiözese Köln zur Rechten des Bachlaufs.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Zu den Nebenflüssen der Wied gehören:

Links der Wied

Rechts der Wied

Ortschaften[Bearbeiten]

Zu den Ortschaften an und nahe der Wied gehören:

Gewässerstatus[Bearbeiten]

Die Wied ist von der Rothenbachmündung (nordöstlich Wahlrod) bis zur Mündung in den Rhein nach dem rheinland-pfälzischen Landeswassergesetz ein Gewässer zweiter Ordnung, so dass für die Reinhaltung die Landkreise zuständig sind.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten]

Der letzte halbe Flusskilometer der Wied ist schiffbar und führt zum Werkshafen der Rasselstein GmbH, heute Mitglied des Thyssen-Krupp-Konzerns. Für Wanderer werden Fluss und Landschaft durch den Wiedwanderweg (100 km lang) erschlossen. Außerdem gibt es in Altwied und an der Michelbacher Mühle ein Wasserkraftwerk. In der Strickhausener Mühle (Gem.Berzhausen) wird ebenfalls Strom erzeugt. Je nach Wasserstand ist die Wied ab Altenkirchen für Kajaks und ab Schöneberg für Canadier befahrbar, bei niedrigerem Wasserstand erst ab Oberlahr.

Die Wied ist Namensgeberin für ein Programmkino und Kulturzentrum in Neitersen, die Wied Scala.

Das Wasserkraftwerk Altwied ist nach 100 Jahren Betrieb am 19. Juli 2012 komplett ausgebrannt und somit nicht mehr in Betrieb.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. Landesamt für Umwelt Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, Hochwassermeldedienst: Pegeldaten Gebiet Mittelrhein (Stand: 13. Juni 2012)
  3. Helmut Priewer, Mathias Priewer, Gerhard Hachenberg: Warum ist die Wied eine Witt? In: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied 2011, ISBN 3-9809797-8-4, S. 232–235.
  4. Meldung Rhein-Zeitung vom 19. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wied (Fluss) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien