Wiederholpräzision

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wiederholpräzision ist ein Fachbegriff aus dem Bereich der Messtechnik und vor allem der Analytischen Chemie, und beschreibt die Präzision unter Wiederholbedingungen.

Die Wiederholpräzision ist das Ausmaß der Übereinstimmung zwischen Ergebnissen unabhängiger Messungen desselben Analyten, die unter folgenden Bedingungen durchgeführt wurden:

  • dasselbe Messverfahren
  • derselbe Bearbeiter
  • dasselbe Instrument
  • derselbe Ort
  • dieselben Versuchsbedingungen
  • Wiederholung der Messungen innerhalb kurzer Zeitintervalle

Wiederholbedingungen liegen in der Regel dann vor, wenn eine Probe mehrmals kurz hintereinander mit dem gleichen Zubehör untersucht wird. Im Gegensatz zur Vergleichspräzision sind die Randbedingungen deutlich schärfer definiert.

Die Wiederholpräzision ist eine Eigenschaft des Verfahrens, nicht des Ergebnisses. Sie wird berechnet durch Multiplikation der Standardabweichung der Einzelergebnisse mit einem tabellierten Faktor. Für ein Konfidenzniveau von 95 % ist der Faktor 2.8 . Im optimalen Fall sollten mindestens acht Einzelmessungen durchgeführt werden.


Siehe auch: Vergleichspräzision, Laborpräzision, Messsystemanalyse

Weblinks[Bearbeiten]