Wielka Piaśnica

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Wielka Piaśnica
Wappen fehlt
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Wielka Piaśnica (Polen)
Wielka Piaśnica
Wielka Piaśnica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Puck
Gmina: Puck
Geographische Lage: 54° 41′ N, 18° 12′ O54.68361111111118.194722222222Koordinaten: 54° 41′ 1″ N, 18° 11′ 41″ O
Einwohner: 65 (31. Dez. 2007[1])
Postleitzahl: 84-100
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GPUW
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig

Wielka Piaśnica (deutsch: Groß Piasnitz, kaschubisch Wiôlgô Piôsznica) ist ein Dorf in Polen, das der Landgemeinde Puck, Woiwodschaft Pommern angehört. Das Schulzenamt ist in Domatówko. Von September bis Dezember 1939 ermordeten die Deutschen im nahe gelegenen Wald etwa 10.000 bis 13.000 Menschen. Die Massaker von Piaśnica gelten als erste systematisch durchgeführte Mordaktion der Nationalsozialisten im besetzten Europa.

Massaker im Wald von Piaśnica[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg tötete der Volksdeutsche Selbstschutz, eine Sondereinheit der SS unter Führung des SS-Oberführers Ludolf-Hermann von Alvensleben, zwischen 10.000 und 13.000 Menschen im Wald nahe dem Dorf Piaśnica, vor allem polnische und kaschubische Intelligenzija aus Pommerellen, aber auch internierte deutsche Antifaschisten, Polen, Tschechen und staatenlose Juden.[2] Zusätzlich wurden ungefähr circa 1.200 psychisch kranke Menschen der nahegelegenen Anstalten im Rahmen der Aktion T4 umgebracht.

Die Massenexekutionen begannen im September/Oktober 1939 und dauerten bis April 1940. Eine Exhumierung der Massengräber wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 durchgeführt. Von der bekannten Anzahl von 35 Massengräbern wurden 30 gefunden und von diesen wurden 26 exhumiert. Einzig 305 Leichen in zwei Massengräbern wurden gefunden, der Rest der Leichen wurde von den Nationalsozialisten im August oder September 1944 im Auftrag der Verdeckung verbrannt. Für das Vertuschen der Massenmorde wurden Häftlinge vom KZ Stutthof eingesetzt und später umgebracht.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Website der Gemeinde Puck, Gmina w liczbach, abgerufen am 22. Juni 2008
  2. Thomas Grasberger: Der Totenwald, in: Die Zeit, 20. Januar 2011, S. 18