Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen

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Vienna Convention on Road Signs and Signals.svg

Das Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen vom 8. November 1968 wurde mit dem Ziel abgeschlossen, die Verkehrszeichen für den Straßenverkehr international zu vereinheitlichen.

Dies erleichtert den länderübergreifenden Verkehr und verbessert die Verkehrssicherheit. Die vereinheitlichten Piktogramme erleichterten das internationale Erfassen und Verstehen von Straßenschildern. Neben Verkehrszeichen wurden auch Lichtsignalanlagen und Fahrbahnmarkierungen standardisiert. Das Übereinkommen wurde auf einer UN-Konferenz vom 7. Oktober bis 8. November 1968 in Wien beschlossen und trat am 6. Juni 1978 in Kraft. Die Konferenz beschloss auch die Wiener Straßenverkehrskonvention, welche internationale Straßenverkehrsregeln vereinheitlichte.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem stetig wachsenden Fahrzeugbestand und dem Ansteigen des internationalen Handels- und Reiseverkehrs auf den europäischen Straßen mussten bereits sehr früh länderübergreifende Regelungen zur Sicherung des Straßenverkehrs getroffen werden. Daher war bereits 1926 das Pariser Übereinkommen über den Straßenverkehr in Kraft getreten, dem 1931 das Genfer Übereinkommen folgte.[1] Die Wiener Verhandlungen fußten daher auf Vorgängerkonferenzen. Einige der frühen Übereinkommen blieben auch nach dem Beschluss von 1968 weiter in Kraft.

Die Fortentwicklung des Übereinkommens findet unter dem Dach der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) durch den Arbeitskreis WP.1 des Inlandtransportkomitees statt und führte bis 2006 zu zwei Überarbeitungen – 1995 und 2006. Aktuelle Fassungen dieser Konventionen werden auf den Internetseiten der UNECE bereitgestellt (siehe unter Weblinks).

Umsetzung in der Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

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In der Bundesrepublik Deutschland wurde bereits ab 1969 an einer vollständigen Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung (StVO) gearbeitet und 1970 verabschiedet. Die in dieser Ordnung enthaltenen Verkehrszeichen richteten sich bereits nach den Beschlüssen des Wiener Übereinkommens. Am 1. März 1971 trat diese erste vollständig neue bundesrepublikanische Straßenverkehrsordnung seit 1937 in Kraft.[2]

Beispiele[Bearbeiten]

Vorfahrtstraße[Bearbeiten]

Stopp- bzw. Halt-Schild[Bearbeiten]

Siehe: Bildtafel der Stoppschilder

Fußgängerüberweg[Bearbeiten]

Das neu definierte Symbol für Fußgängerüberweg fußte auf dem bereits vor dem Zweiten Weltkrieg internationalisierten Vorsichtzeichen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herwig Hauenschild: Straßenverkehr und Kompetenzverteilung. (= Dissertationen der Universität Wien 89) WUV Universitätsverlag, Wien 2002, ISBN 3-85114-741-3. S. 235–236.
  2. Bundesgesetzblatt 108, 1, Bonn, 5. Dezember 1970, S. 1565–1612.
  3. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Nr. 19, Tag der Ausgabe: Bonn, 29. Mai 1956. S. 372.
  4. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1970, Nr. 108, Tag der Ausgabe: Bonn, 5. Dezember 1970. S. 1594.
  5. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Nr. 19, Tag der Ausgabe: Bonn, 29. Mai 1956. S. 358.
  6. Bundesgesetzblatt 108, 1, Bonn, 5. Dezember 1970, S. 1590.
  7. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Nr. 19, Tag der Ausgabe: Bonn, 29. Mai 1956. S. 352.
  8. a b Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1970, Nr. 108, Tag der Ausgabe: Bonn, 5. Dezember 1970. S. 1598.
  9. Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr (Straßenverkehrs-Ordnung - StVO - ) Vom 4. Oktober 1956. In: Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik, Nr. 103 vom 20. November 1956, Teil 1, S. 1239–1251.
  10. Reichsgesetzblatt, Jahrgang 1937, Nr. 123, Tag der Ausgabe: Berlin, 16. November 1937. S. 1204.