Wiener Höhenstraße
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Wiener Höhenstraße beginnt bei der Neuwaldegger Straße nahe der Marswiese (17. Bezirk) und führt über den Dreimarkstein, Cobenzl und Kahlenberg zum Leopoldsberg (19. Bezirk). Mit 14,9 Kilometern ist dies die längste Straße in Wien. Zwei zur Höhenstraße gehörige Abzweigungen führen von der zwischen Kahlenberg und Leopoldsberg gelegenen Hütte am Weg (ehemals Josefinenhütte) nach Klosterneuburg (ebenfalls als Höhenstraße bezeichnet) sowie vom Cobenzl nach Grinzing (Cobenzlgasse). Oft wird umgangssprachlich die Verbindung von Hütteldorf (14. Bezirk) zur Marswiese (Straßenzug Hüttelbergstraße – Amundsenstraße – Neuwaldegger Straße) zur Höhenstraße hinzugezählt, obwohl sie kein Teil dieser ist.
Von Neuwaldegg führt die Exelbergstraße, außerhalb von Wien Tullner Straße genannt, über den Exelberg nach Tulbing und weiter nach Tulln.
[Bearbeiten] Geschichte
Pläne für den Bau der Höhenstraße gab es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Bereits 1905 beschloss der Wiener Gemeinderat den Bau einer „Höhen- und Aussichtsstraße“, die von den Wienerwaldhöhen Aussicht auf die Stadt Wien bieten sollte. Aus Geldmangel wurde jedoch zunächst nur der Abschnitt von Grinzing auf den Cobenzl verwirklicht. Auch nach dem Ersten Weltkrieg blieben die Pläne bestehen, wurden jedoch erst nach dem Erwerb des Kahlenbergs mit dem dazugehörigen Hotel umgesetzt, wobei auch der Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit durch Arbeitsbeschaffung eine entscheidende Rolle spielte. Insbesondere im Österreichischen Ständestaat wurde der Bau der Höhenstraße bewerkstelligt. Um einen maximalen Arbeitseinsatz zu ermöglichen wurde der Einsatz von Maschinen stark beschränkt, die Arbeiten wurden Großteils mit primitiven Mitteln bewerkstelligt. Zur Arbeit wurden zunächst Männer des Arbeitsdienstes eingesetzt, die Arbeiten kamen aber erst in Schwung, als der Arbeitsdienst von qualifizierten Firmen abgelöst wurde. 74 Firmen mit 600 Mitarbeitern waren am Bau beteiligt. Der Spatenstich für die Strecke Cobenzl – Kahlenberg erfolgte am 18. Mai 1934 durch Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, am 16. Oktober 1935 wurde die Straße eröffnet. An Dollfuß erinnerte bis 1938 ein Denkmal an der Höhenstraße. Danach folgte bis 1936 der Bau der Strecke Kahlenberg – Leopoldsberg, danach bis 1938 die Strecke Cobenzl – Neuwaldegg. Als letztes Teilstück wurde die Strecke Leopoldsberg – Klosterneuburg 1940 fertiggestellt.
[Bearbeiten] Literatur
- Georg Rigele: Die Wiener Höhenstraße: Autos, Landschaft und Politik in den dreißiger Jahren. Turia & Kant, Wien 1993, ISBN 3-85132-052-2
48.26655555555616.308888888889Koordinaten: 48° 16′ 0″ N, 16° 18′ 32″ O
A: Wiener Ringstraße | Wiener Höhenstraße | Wiener Vororte Straße | Zweierlinie
B: B1 Wiener Straße | B3 Donau Straße | B3b Abzweigung Kaisermühlen | B7 Brünner Straße | B8 Angerner Straße | B10 Brucker Straße | B12 Brunner Straße | B12b Abzweigung Altmannsdorf | B13 Laaber Straße | B13a Liesingtal Straße | B14 Klosterneuburger Straße | B14a Brigittenauer Brücke | B14b Abzweigung Schwechat | B16 Ödenburger Straße | B17 Wiener Neustädter Straße | B221 Wiener Gürtel Straße | B223 Flötzersteig Straße | B224 Altmannsdorfer Straße | B225 Wienerberg Straße | B226 Floridsdorfer Straße | B227 Donaukanal Straße | B228 Simmeringer Straße | B229 Groß Jedlersdorfer Straße | B230 Laxenburger Straße

