Wiener Höhenstraße

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Die Höhenstraße zwischen Cobenzl und Kahlenberg
Verlauf der Höhenstraße mit den wichtigsten Abzweigungen und Abschnitten

Die Wiener Höhenstraße beginnt bei der Neuwaldegger Straße nahe der Marswiese (17. Bezirk) und führt über den Dreimarkstein, Cobenzl und Kahlenberg zum Leopoldsberg (19. Bezirk). Mit 14,9 Kilometern ist dies die längste Straße in Wien. Zwei zur Höhenstraße gehörige Abzweigungen führen von der zwischen Kahlenberg und Leopoldsberg gelegenen Hütte am Weg (ehemals Josefinenhütte) nach Klosterneuburg (ebenfalls als Höhenstraße bezeichnet) sowie vom Cobenzl nach Grinzing (Cobenzlgasse). Oft wird umgangssprachlich die Verbindung von Hütteldorf (14. Bezirk) zur Marswiese (Straßenzug Hüttelbergstraße – Amundsenstraße – Neuwaldegger Straße) zur Höhenstraße hinzugezählt, obwohl sie kein Teil dieser ist.

Von Neuwaldegg führt die Exelbergstraße, außerhalb von Wien Tullner Straße genannt, über den Exelberg nach Tulbing und weiter nach Tulln.

[Bearbeiten] Geschichte

Pläne für den Bau der Höhenstraße gab es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Bereits 1905 beschloss der Wiener Gemeinderat den Bau einer „Höhen- und Aussichtsstraße“, die von den Wienerwaldhöhen Aussicht auf die Stadt Wien bieten sollte. Aus Geldmangel wurde jedoch zunächst nur der Abschnitt von Grinzing auf den Cobenzl verwirklicht. Auch nach dem Ersten Weltkrieg blieben die Pläne bestehen, wurden jedoch erst nach dem Erwerb des Kahlenbergs mit dem dazugehörigen Hotel umgesetzt, wobei auch der Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit durch Arbeitsbeschaffung eine entscheidende Rolle spielte. Insbesondere im Österreichischen Ständestaat wurde der Bau der Höhenstraße bewerkstelligt. Um einen maximalen Arbeitseinsatz zu ermöglichen wurde der Einsatz von Maschinen stark beschränkt, die Arbeiten wurden Großteils mit primitiven Mitteln bewerkstelligt. Zur Arbeit wurden zunächst Männer des Arbeitsdienstes eingesetzt, die Arbeiten kamen aber erst in Schwung, als der Arbeitsdienst von qualifizierten Firmen abgelöst wurde. 74 Firmen mit 600 Mitarbeitern waren am Bau beteiligt. Der Spatenstich für die Strecke Cobenzl – Kahlenberg erfolgte am 18. Mai 1934 durch Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, am 16. Oktober 1935 wurde die Straße eröffnet. An Dollfuß erinnerte bis 1938 ein Denkmal an der Höhenstraße. Danach folgte bis 1936 der Bau der Strecke Kahlenberg – Leopoldsberg, danach bis 1938 die Strecke Cobenzl – Neuwaldegg. Als letztes Teilstück wurde die Strecke Leopoldsberg – Klosterneuburg 1940 fertiggestellt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Georg Rigele: Die Wiener Höhenstraße: Autos, Landschaft und Politik in den dreißiger Jahren. Turia & Kant, Wien 1993, ISBN 3-85132-052-2

48.26655555555616.308888888889Koordinaten: 48° 16′ 0″ N, 16° 18′ 32″ O

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