Wienhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wienhausen
Wienhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wienhausen hervorgehoben
52.58305555555610.18305555555642Koordinaten: 52° 35′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Celle
Samtgemeinde: Flotwedel
Höhe: 42 m ü. NN
Fläche: 40,38 km²
Einwohner:

4.117 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29342
Vorwahl: 05149
Kfz-Kennzeichen: CE
Gemeindeschlüssel: 03 3 51 022
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Alten Bahnhof 3
29342 Wienhausen
Bürgermeister: Karl-Heinz Pickel (CDU)
Lage der Gemeinde Wienhausen im Landkreis Celle
Landkreis Celle Niedersachsen Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Gifhorn Region Hannover Faßberg Hermannsburg gemeindefreies Gebiet Lohheide Bergen Winsen Wietze Hambühren Celle Adelheidsdorf Hagen Wathlingen Bröckel Eicklingen Wienhausen Langlingen Unterlüß Eschede Scharnhorst Hohne Langlingen Eldingen Habighorst Ahnsbeck Höfer Beedenbostel LachendorfKarte
Über dieses Bild

Wienhausen (niederdeutsch Wienhusen) ist eine Gemeinde im Landkreis Celle in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Wienhausen liegt südöstlich von Celle an der Aller. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Flotwedel im Bundesland Niedersachsen, mit den Gemeinden Bröckel, Eicklingen, Langlingen und Wienhausen. Die Gemeinde Wienhausen grenzt an die Gemeinden Nienhagen, Ahnsbeck, Lachendorf und Hohne.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Für die Gemeinde sind sechs Ortsteile ausgewiesen[2]:

  • Wienhausen
  • Bockelskamp mit Flackenhorst
  • Oppershausen (Oppershusen)
  • Offensen
  • Schwachhausen (Swachhusen)
  • Nordburg (O’erborch)

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde war im Jahr 1052 als Huginhusen.[3] Hier könnte auch die am früheren Zusammenfluss von Aller und Oker gelegene Mundburg des Bischofs Bernward im Jahre 998 gelegen haben. Es wird zwar auch der Ort Müden am heutigen Zusammenfluss von Aller und Oker für die Burg angenommen, jedoch hatte Bernward privat im nahen Schepelse und in Wathlingen lt. Horst Gädtke Grundbesitz.[4] Auch liefen hier in Wienhausen die wichtigen Wege von Wittingen und Hankensbüttel her zusammen.

Herzog Otto I. das Kind schenkte seiner Tante Agnes von Landsberg ein Haus, „Domus Ottonis“ (Ottos Haus) genannt, nebst Ländereien und Waldungen im Celler Stadtgebiet urkundlich 1243 mit der Befugnis, es dem Kloster Wienhausen überlassen zu dürfen.[5]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Wienhausen setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD LUB Grüne FDP Gesamt
2001 8 5 2 0 0 15 Sitze
2006 8 4 1 1 1 15 Sitze [6]
2011 8 3 2 2 0 15 Sitze

letzte Kommunalwahl am 11. September 2011[7]

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „in Silber über grünen Schildfuß, darin ein silberner Bach, eine rote Kirche mit Stufengiebel, drei gotischen Fenstern und spitzbedachten seitlichen Treppentürmen. Der Schildfuß und die Portalstelle sind belegt mit einem goldenen Schild, darin ein rotbewehrter blauer Löwe, zwischen dessen Vorderpranken ein rotes Herz schwebt (Wappen des Landkreises Celle). Der Stufengiebel ist beseitet von zwei grünen Eichenblättern“.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Seit Juli 1985 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Portbail aus Frankreich.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Zisterzienserinnen-Kloster, von Nienhagen nach Wienhausen 1231 die Verlegung wurde veranlaßt von der Schwiegertochter Heinrich des Löwen, Agnes von Landsberg, Tochter von Konrad II. von Landsberg, mit gotischen Truhen und Schränken und den berühmten Bildteppichen. Im Kloster Wienhausen wurden die ältesten bekannten Brillengestelle und das Wienhäuser Liederbuch gefunden.
  • Das Kloster verfügt mit der St. Marienkirche und dem getrennt stehenden hölzernen Glockenturm über eine interessante Architektur.
  • Direkt am Klosterteich ist die alte Wassermühle (erste urkundliche Erwähnung 1351), die heute eine stromerzeugende Turbine antreibt, in Augenschein zu nehmen.
  • Davor steht der Stamm der Blasek-Eiche, der an das Geschenk Kaiser Heinrichs III. um 1052 an den Bischof von Hildesheim erinnern soll: Huginhusen = Wienhausen.
  • Im Ortsteil Oppershausen steht die Maria-Magdalenen-Kapelle, die im Jahr 1657 errichtet wurde.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Teppichausstellung im Kloster vom 31. Mai bis 3. Oktober
  • Regelmäßige Gottesdienste in der Evangelisch-lutherischen Kirche
  • Regelmäßige Gottesdienste in der Freien ev. Gemeinde
  • Weihnachtsmarkt am Dorfplatz vor dem alten Rathaus im Dezember jeden Jahres[8]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Helmut Siuts (1994, langjährige Pflege und Förderung der Chormusik, Ehrenchorleiter des Männergesangvereins Wienhausen)

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die im Ort gewohnt haben oder wohnen

[Bearbeiten] Literatur

  • Horst Appuhn: Kloster Wienhausen. Wienhausen 1986 ISBN 3-9801316-0-2
  • Chronic des Klosters Wienhausen, ursprünglich bis 1692, nachträglich bis 1793 geschrieben, Chronik und Totenbuch des Klosters Wienhausen, bearb. von Horst Appuhn. Wienhausen 1986 ISBN 3-9801316-6-1
  • Matthias Blazek: Chronik 75 Jahre Ortsfeuerwehr Wienhausen 1930–2005. Wienhausen 2005
  • Matthias Blazek: Im Schatten des Klosters Wienhausen – Dörfliche Entstehung und Entwicklung der Dörfer im Flotwedel, ausgeführt und erläutert am Beispiel der Dörfer Bockelskamp und Flackenhorst. ibidem-Verlag, Stuttgart 2010 ISBN 978-3-8382-0157-3

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Wienhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. --~~~~http://www.plz-suche.org/de/niedersachsen/kreis.celle/wienhausen/6600.html
  3. 1022−38 besaß der Hildesheimer Bischof in „Huginhusen“ einen großen Wirtschaftshof (Löffler, Eugenie; Dörries, Hans; Weber, Hans, Zentralkommission für Wissenschaftliche Landeskunde von Deutschland − Eine vergleichende Städtegeographie, Band 27, Stuttgart 1929, S. 258).
  4. Vgl. Blazek, Matthias; Bütepage, Günther, Dorfgeschichte Wiedenrode, Langlingen 2004, S. 13.
  5. Blazek, Matthias, Dorfgeschichte Ottenhaus − Eine Spurensuche −, mit Unterstützung von Wolfgang Brandis, Archivar der Lüneburger Klosterarchive, Celle 2005, S. 6.
  6. Endergebnis Kommunalwahl 2006.
  7. Endergebnis der Kommunalwahl am 11. September 2011
  8. weihnachtsmarkt-deutschland.de.
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