Wiepersdorf (Niederer Fläming)

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51.88222222222213.24194444444491Koordinaten: 51° 52′ 56″ N, 13° 14′ 31″ O

Wiepersdorf
Höhe: 91 m
Fläche: 1038 km²
Einwohner: 150 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 31. Dezember 1997
Postleitzahl: 14913
Vorwahl: 033746
Wiepersdorf (Brandenburg)
Wiepersdorf

Lage von Wiepersdorf in Brandenburg

Schloss und Orangerie

Schloss und Orangerie

Wiepersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming im Landkreis Teltow-Fläming im Land Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Wiepersdorf wird um 1325/39 erstmals, allerdings nur indirekt urkundlich erwähnt, als ein "Claws wyprechstorp carnifex" in einer Jüterboger Urkunde erscheint. Auch in der nächsten Nennung wird das Dorf wiederum nur indirekt als Herkunftsort eines Hans Schulten van Wyperstorp genannt. Erst 1472 wird das Dorf selber genannt. 1624 hatte es 14 Hufen, die von vier Hüfnern bewirtschaftet wurden. Es waren vier Kossäten im Dorf ansässig, ein Pachtschäfer und ein Hirte. 1652 war das Dorf offenbar völlig verlassen. Noch 1671 war die Hufen unbebaut und inzwischen mit Fichten, Birken und Heide bewachsen. Erst 1679 waren wieder vier Kossäten im Dorf wohnhaft. 1687 waren die ersten Hufen wieder bebaut. 1711 gab es wieder drei Hüfner, vier Kossäten, einen Schäfer und einen Knecht. Ab 1734 bildete sich ein Rittergut im Dorf. Dieses hatte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine Größe von 593 ha. Letzter Herr auf Wiepersdorf war bis 1945 Friedmund von Arnim mit seiner Frau Clara von Arnim geb. von Hagens. 1948 wurde das Rittergut im Zuge der Bodenreform enteignet und aufgeteilt.

Zusammen mit sechs anderen Dörfern (Kossin, Meinsdorf, Herbersdorf, Weißen, Rinow und Bärwalde) gehört Wiepersdorf zum historischen Ländchen Bärwalde, auch Ländecken genannt. Dieses Herrschaftsgebiet am Südrand des Flämings war schon seit dem 15. Jahrhundert in brandenburgischen Besitz, während die umliegenden Territorien sächsisch bzw. magdeburgisch waren.

Schloss[Bearbeiten]

Im Schloss Wiepersdorf wohnten und arbeiteten Achim von Arnim und Bettina von Arnim. Ihre Grabstellen befinden sich im Schlosspark direkt neben der Dorfkirche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter R. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil X Jüterbog-Luckenwalde. 634 S., Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiepersdorf (Fläming) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Webseite von Wiepersdorf
  • Jahrbuch 2006, S. 26: Gebiet und Bevölkerung 2.1 Fläche, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte der Ämter, Städte und Gemeinden sowie deren Ortsteile PDF