Wiesbach (Nahe)

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Wiesbach
Karte des Einzugsgebietes (ohne Mündung) der beiden parallelen Donnersbergbäche Wiesbach (rechts) und Appelbach (links)

Karte des Einzugsgebietes (ohne Mündung) der beiden parallelen Donnersbergbäche Wiesbach (rechts) und Appelbach (links)

Daten
Gewässerkennzahl DE: 25498
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Nahe → Rhein → Nordsee
Quelle Nordpfälzer Bergland
49° 38′ 54″ N, 7° 55′ 26″ O49.6484527777787.9237972222222445
Quellhöhe ca. 445 m ü. NHN[1]
Mündung Bei Grolsheim49.9036138888897.912983333333392Koordinaten: 49° 54′ 13″ N, 7° 54′ 47″ O
49° 54′ 13″ N, 7° 54′ 47″ O49.9036138888897.912983333333392
Mündungshöhe ca. 92 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 353 m
Länge 44,4 km[2]
Einzugsgebiet 201,534 km²[2]
Der Wiesbach bei Welgesheim im Winter

Der Wiesbach bei Welgesheim im Winter

Der Wiesbach ist ein 44,4 Kilometer langer Bach, der im Nordpfälzer Bergland (Rheinland-Pfalz) entspringt und bei Grolsheim im Landkreis Mainz-Bingen (ebenfalls Rheinland-Pfalz) in die Nahe mündet. Das Gewässer II. Ordnung wird vom Wiesbachverband unterhalten, dem die Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen angehören. Er gehört neben der Selz und dem Appelbach zu den wichtigen Fließgewässern Rheinhessens.

Geografie und Geologie[Bearbeiten]

Der Wiesbach, ein Nebenfluss der Nahe, entwässert zusammen mit dem Appelbach den NordWest-Bereich von Rheinhessen. Sein Quellgebiet liegt im Nordpfälzer Bergland, den nördlichen Ausläufern des niederschlagsreichen Donnersbergmassivs, westlich von Haide einem Stadtteil von Kirchheimbolanden. Im ersten Drittel seines Laufes ist das Bachbett in magmatisches Gestein und Sedimente der Rotliegend-Zeit (285 - 255 Mio. J.) eingeschnitten. Damit einhergehen relativ enge Talungen.

Etwa von Nieder-Wiesen bis Flonheim fließt er durch die reizvolle Landschaft der Rheinhessischen Schweiz. Hier herrschen, außer in der Talaue, auf den armen Böden Mischwälder vor. Oberwiesen nennt sich selbst „Waldgemeinde“. Lange Zeit wichtig waren in dieser Region der Bergbau auf Quecksilber und der Abbau von Bausteinen (vor allem Flonheimer Sandstein). Heute werden im Quellgebiet des Baches (Winkelbach) in riesigen Steinbrüchen Magmatite des Donnersberges gewonnen und zu Schottermaterial verarbeitet. Der weitere Verlauf des Wiesbaches durch die tertiären Ablagerungen des rheinhessischen Hügellandes zeigt eine weite Talung mit flach geneigten Hängen. Diese Landschaft mit ihren fruchtbaren Lössböden ist geprägt durch Wein- und Ackerbau. Nach ca. 48 km erreicht der Wiesbach bei Gensingen die Nahe.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Wiesbach entsteht in der Nähe des Rothenkircherhofes (oberhalb von Oberwiesen) aus dem Winkelbach und den Bächen rund um eine ehemalige Geflügelfarm. Er mündet bei Gensingen in der Nähe der Rumpf-Mühle in einen Seitenarm der Nahe. Dieser mündet kurz vor Grolsheim zurück in den Hauptfluss. Der Bach fließt durch Oberwiesen, Nieder-Wiesen und Wendelsheim, dort passiert er den Teufelsrutsch und vereinigt sich mit dem Finkenbach. Im weiteren Verlauf fließt das Gewässer durch Uffhofen, Flonheim, Armsheim, Schimsheim und Wallertheim, an dessen östlichem Ortsrand der Sulzheimer Bach einmündet. Daraufhin passiert der Wiesbach bei Gau-Bickelheim den Wißberg, wo er den Johannsbach (vom Wißberg aus Richtung Sankt Johann kommend) aufnimmt. Nun biegt er nach Nordwesten ab, fließt zunächst durch Sprendlingen, dann an Welgesheim, Zotzenheim und an Gensingen vorbei. Der Fluss wird zwischen Wendelsheim und Armsheim von der Bahnlinie Armsheim-Wendelsheim (Wiesbachtalbahn) und zwischen Armsheim und Gensingen-Horrweiler von der Bahnlinie Worms-Bingen (Rheinhessenbahn) begleitet.

Zuflüsse[Bearbeiten]

  • Steindellerbach (links)
  • Schanzengraben (rechts)
  • Goßenbach (links)
  • Ambach (rechts), 2,5 km
  • Bach aus den Molkenwiesen (rechts), 2,6 km
  • Kernbach (links), 3,9 km
  • Nebelborn (links), 1,5 km
  • Wörlebach (rechts), 1,9 km
  • Bach vom Spitzenberg (links), 1,2 km
  • Oberwiesenbach (links), 4,6 km
  • Schniftenbergerbach (links)
  • Teufelsborn (Teufelswiesenbach) (rechts), 2,7 km
  • Dembach (rechts), 2,1 km
  • Dornbach (rechts)
  • Grubenbach (links)
  • Nackbach (rechts)
  • Finkenbach (links), 7,4 km
  • Moosbach (rechts), 3,2 km
  • Aulheimer Graben (rechts), 1,8 km
  • Bornheimerbach (rechts), 1,6 km
  • Mörschgraben (rechts), 5,0 km
  • Bernhardsgraben (rechts)
  • Wallertheimergraben (rechts)
  • Sulzheimer Bach (rechts), 4,5 km
  • Gau-Weinheimerbach (rechts), 2,2 km
  • Johannsbach (rechts), 5,9 km
  • Höllengraben (rechts), 1,9 km
  • Bach von der Sonnhöll (rechts), 1,5 km
  • Horrweiler Graben (rechts), 4,7 km

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Geoexplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz