Wiesen-Kuhschelle

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Wiesen-Kuhschelle
Wiesen-Kuhschelle (Pulsatilla pratensis)

Wiesen-Kuhschelle (Pulsatilla pratensis)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Anemoneae
Gattung: Kuhschellen (Pulsatilla)
Art: Wiesen-Kuhschelle
Wissenschaftlicher Name
Pulsatilla pratensis
(L.) Mill.

Die Wiesen-Kuhschelle (Pulsatilla pratensis), auch Wiesen-Küchenschelle und Schwarz-Küchenschelle genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Diese Pflanzenart gilt in Mitteleuropa als gefährdet.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Wiesen-Kuhschelle ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Die gesamte Pflanze ist dicht mit relativ langen, seidig weißen Haaren besetzt. Die quirlständigen, hochblattartigen Stängelblätter sind stark zerteilt.

Die Wiesen-Kuhschelle bildet große, nickende Blüten aus, die einen Durchmesser von bis zu 5 cm haben. Die schwarz-violetten Perigonblätter sind länger als die gelb bis gelblichweiß gefärbten Staubblätter. Sie blüht im zeitigen Frühjahr zwischen April und Mai.

Verbreitung und Standort[Bearbeiten]

Sie besiedelt Sand- oder Silikattrockenrasen und lichte Kiefern- oder Eichenwälder mit kalkreichem Untergrund. Diese Pflanzenart ist eine Kennart der Sandtrockenrasen (Festuco-Sedetalia) und wächst dort zusammen mit der Sand-Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata) und Schwingel-Arten (Festuca).

Die Wiesen-Küchenschelle kommt in Deutschland nur etwa nordöstlich der Mittelgebirge vor. In den meisten Bundesländern Deutschlands steht sie auf den Roten Listen und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

In Österreich tritt die Schwarz-Küchenschelle im pannonischen Gebiet zerstreut auf, sonst sehr selten. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland, die Steiermark und Unterkärnten. Die Art gilt als gefährdet, im Alpengebiet und im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland sogar als stark gefährdet. In mindestens einem Bundesland steht sie unter vollständigem gesetzlichen Naturschutz.[1]

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Wiesen-Kuhschelle sind oder waren, zum Teil nur regional, auch die Bezeichnungen Bitzblume (Sachsen), Bitzwurz, Glockrose (Mark Brandenburg), Osterglöckchen (für die var. montana in Tirol bei Brixen) und kleiner Ziegenbart gebräuchlich.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 303.
  2. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 29, online.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band, Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesen-Kuhschelle (Pulsatilla pratensis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien