Wiesenfelden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wiesenfelden
Wiesenfelden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesenfelden hervorgehoben
49.03333333333312.533333333333610Koordinaten: 49° 2′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 610 m ü. NHN
Fläche: 78,24 km²
Einwohner: 3633 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94344
Vorwahl: 09966
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 197
Gemeindegliederung: 87 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Wiesenfelden
Schulstr. 3
94344 Wiesenfelden
Webpräsenz: www.wiesenfelden.de
Bürgermeister: Anton Drexler (CSU)
Lage der Gemeinde Wiesenfelden im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Der Beckenweiher

Wiesenfelden ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wiesenfelden liegt in der Region Donau-Wald, etwa 13 Kilometer nordöstlich von Wörth an der Donau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Wiesenfelden hat 87 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Geraszell, Höhenberg, Saulburg, Waxenberg, Wiesenfelden und Zinzenzell.

Link „Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis“: Bayerisches Gemarkungsverzeichnis (ZIP-Archiv mit Text- und Excel-Tabelle)

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich von dem Bach Wiesent und dem gleichnamigen Ort an der Mündung des Baches in die Donau ab. Die erste urkundliche Erwähnung von Wiesenfelden stammt aus dem Jahr 1105. Der Ort war Sitz mehrerer Adelsgeschlechter und bildete eine geschlossene Hofmark. Inhaber waren von etwa 1346 bis 1488 die Haibeck, von 1488 bis 1548 die Herren von Paulsdorf und zuletzt die Grafen von Otting und Fünfstätten und die Freiherren von Mägerl. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, ab 1806 des Königreichs Bayern. Die heutige Gemeinde entstand 1818.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 erfolgte der freiwillige Anschluss der Gemeinde Heilbrunn (mit dem 1926 eingegliederten Geraszell)[3], am 1. Januar 1974 der von Höhenberg an die Gemeinde Wiesenfelden.[4] Am 1. Mai 1978 erfolgte die Zusammenlegung des Großteils der früheren Gemeinden Saulburg und Zinzenzell mit Wiesenfelden [5], nachdem der Antrag der Gemeinde Zinzenzell auf Anschluss an die Verwaltungsgemeinschaft Stallwang seitens der Regierung von Niederbayern zurückgewiesen worden war.[6]


Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2.881 Einwohner, davon 471 im Ort Wiesenfelden [7]
  • 1970: 3.003 Einwohner, davon 530 im Ort Wiesenfelden [8]
  • 1987: 3.054 Einwohner, davon 618 im Ort Wiesenfelden [9]
  • 2000: 3.491 Einwohner
  • 2010: 3.600 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Anton Drexler (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 969.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 79.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Schloss Wiesenfelden ist heute im Besitz von Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings und Ehrenvorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern e. V.. Es beherbergt ein Umweltinformationszentrum nebst Museum.

Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1764 unter Verwendung eines gotischen Chores und mittelalterlicher Bauteile von Turm und Langhaus errichtet. Sie besitzt bemerkenswerte Holzfiguren aus der Zeit um 1700.

Natur[Bearbeiten]

Um Wiesenfelden gibt es 16 markierte Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von über 120 Kilometern, die von der Sektion Wiesenfelden des Bayerischen Waldvereins betreut werden. Der längste Rundwanderweg ist der 14,5 km lange Große Büscherlweg.

Am 1. März 2003 trat die Verordnung über das Naturschutzgebiet Weiherlandschaft bei Wiesenfelden in Kraft. Am 6. August 2009 wurde der barrierefreie Rundweg um den Beckenweiher eröffnet. Der Weg führt auch über den 110 Meter langen Naturbeobachtungssteg.

Naturbeobachtungsweg um den Kobelberg: Auf einem 5 Kilometer langen, herrlichen Waldweg sind 9 verschiedene Naturbeobachtungsstationen aufgestellt, bei denen sich Kinder und Erwachsene spielerisch über die Natur informieren können. Ausgangspunkt ist der Waldgasthof Schiederhof, etwa 4 Kilometer südlich von Wiesenfelden. Der Weg ist mit dem Markierungszeichen 7 markiert. Er ist auch im Winter begehbar.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 100 und im Bereich Handel und Verkehr 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 65 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1130. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 10 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 222 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2933 ha, davon waren 1206 ha Ackerfläche und 1726 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • Kindergärten: 95 Kindergartenplätze mit ca.110 Kindern
    in Wiesenfelden und Zinzenzell
  • Volksschulen: 1 mit 15 Lehrern und ca.289 Schülern
    Schulorte: Wiesenfelden und Zinzenzell
  • Bildungswerk des Bund Naturschutz in Bayern e.V. im Schloss Wiesenfelden


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/211747&attr=OBJ&val=859
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631.
  5. Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 62 "Mitterfels" Hrsg. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München (2002) Seite 648.
  6. M.Gross, "Wiesenfelden" , 1977
  7. Statistikdaten der Volkszählung 1961 - Bayerische Staatsbibliothek, Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München 1964, Abschnitt II, Spalte 285
  8. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, 1970, Seite 117
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesenfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien