Wiesent (Fluss)

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Wiesent
Begrenzung der Fränkischen Schweiz durch verschiedene Flüsse

Begrenzung der Fränkischen Schweiz durch verschiedene Flüsse

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2424
Lage Bayern, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Regnitz → Main → Rhein → Nordsee
Quelle bei Stadelhofen-Steinfeld
49° 58′ 38″ N, 11° 9′ 13″ O49.977111.153602777778445
Quellhöhe ca. 445 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Forchheim in die Regnitz49.71471388888911.051769444444240Koordinaten: 49° 42′ 53″ N, 11° 3′ 6″ O
49° 42′ 53″ N, 11° 3′ 6″ O49.71471388888911.051769444444240
Mündungshöhe ca. 240 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 205 m
Länge 78 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 1041 km²[1]
Abfluss am Pegel Muggendorf
(63,4 % des Einzugsgebiets)[2]
NNQ
MNQ
MQ
MHQ
HHQ (1947)
2,9 m³/s
4,55 m³/s
7,17 m³/s
34,2 m³/s
140 m³/s
Wiesent in Ebermannstadt

Wiesent in Ebermannstadt

Die Wiesent ist ein rechter und östlicher Nebenfluss der Regnitz. Sie ist der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz mit 78 Kilometer Länge.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name der Wiesent leitet sich vom althochdeutschen Namen Wisantaha her, der sich aus Wisant (Wisent) und Aha (Wasser) zusammensetzt und sinngemäß „Wasser, an dem Wisente leben“ bedeutet.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Wiesentquelle[Bearbeiten]

Die Wiesentquelle liegt im Westen von Steinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Stadelhofen. Es handelt sich um eine gefasste Karstquelle zwischen den Häusern des Ortes, die im Riffdolomit des Frankenjuras entspringt. Die Quelle kann nach Starkregen eine enorme Schüttung aufweisen. Die Quelle ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 471Q001[4] ausgewiesen. Siehe hierzu auch die Liste der Geotope im Landkreis Bamberg.

Ein geplanter Autobahnparkplatz an der etwa zwei Kilometer nördlich verlaufenden A 70 soll den Namen Wiesentquelle tragen.

Flusslauf[Bearbeiten]

Die Wiesent fließt zunächst in südöstliche Richtung, nimmt bei Behringersmühle die Püttlach auf und knickt nach Westen ab. Wenige hundert Meter flussabwärts wird sie von der Stempfermühlquelle (550 l/s) verstärkt. Bei Forchheim mündet die Wiesent in die Regnitz. Besonders sehenswert ist das Wiesenttal bei der gleichnamigen Gemeinde.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Die wichtigsten Nebenflüsse (EZG > 10 km2) der Wiesent sind:

Eine umfassendere Aufstellung, die auch kleine Zuflüsse enthält, befindet sich in der Liste der Fließgewässer im Flusssystem Wiesent.

Orte entlang der Wiesent[Bearbeiten]

Verkehrskarte aus dem Jahr 1912 mit der Wiesent unten Mitte und rechts

Freizeit und Erholung[Bearbeiten]

Die Wiesent bietet die einzige noch erlaubte Flusswanderfahrt durch die Fränkische Schweiz und ist besonders bei Kanu-Fahrern sehr beliebt.

Nach einer neuen Rechtsverordnung der Regierung von Oberfranken ist das Kanufahren ab 2006 auf der Wiesent nur noch eingeschränkt erlaubt, Floßfahrten sind generell verboten:

  • Vom 1. Oktober bis 30. April ist zwischen Plankenfels und Gasseldorf das Paddeln verboten.
  • Vom 1. Mai bis 30. September darf die Wiesent von Plankenfels bis zur Sachsenmühle von 9 bis 17 Uhr und von der Sachsenmühle bis Gasseldorf von 9 bis 18 Uhr befahren werden.
  • Der Oberlauf ist bis Plankenfels ganzjährig gesperrt.
  • Gepaddelt werden darf nur in Fließrichtung.
  • Ein- und Aussteigen ist nur an gekennzeichneten Stellen gestattet.
  • Alle organisierten Bootsveranstaltungen mit mehr als zehn Booten sind verboten, Ausnahmen müssen genehmigt werden.
  • Die ortsansässigen Bootsverleiher dürfen nur eine vorgeschriebene Zahl von Mietbooten einsetzen, die entsprechend gekennzeichnet sind.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz X. Bogner: Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger, Bayreuth. ISBN 978-3925361623.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochwasserrisikomanagement-Plan, Einzugsgebiet bayerischer Main: Planungseinheit Wiesent
  2. Bayerischer Hochwassernachrichtendienst (Stand: 6. September 2011)
  3.  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 242.
  4. Geotop: Wiesentquelle (Abgerufen am 26. August 2013; PDF; 177 kB)