Wietszyno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wietszyno
Wietszyno führt kein Wappen
Wietszyno (Polen)
Wietszyno
Wietszyno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Białogard
Gmina: Karlino
Geographische Lage: 54° 4′ N, 15° 46′ O54.06861111111115.76Koordinaten: 54° 4′ 7″ N, 15° 45′ 36″ O
Einwohner: 0
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KarścinoWłościbórz

Wietszyno (deutsch Johannesthal) ist ein nicht mehr bewohnter Ort (Wüstung) in der Woiwodschaft Westpommern in Polen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Wüstung liegt in Hinterpommern, etwa 15 Kilometer südöstlich der Stadt Kołobrzeg (Kolberg) und drei Kilometer nordwestlich des Dorfes Karścino (Kerstin).

Geschichte[Bearbeiten]

Johannesthal war einst ein Vorwerk des Gutes Kerstin. Es war aus der einstigen Schäferei Jarmel des Kerstiner Gutes hervorgegangen, die 1773 zu einem Vorwerk ausgebaut wurde. Gleichzeitig setzte die Gutsherrschaft Gaudecker den neuen Namen Johannesthal fest.

Das Vorwerk Johannesthal gehörte lange Zeit zum Gutsbezirk Kerstin. Mit der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen wurde es im Jahre 1928 in die Gemeinde Kerstin eingegliedert. Mit dieser gehörte es bis 1945 zum Landkreis Kolberg-Körlin im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Johannesthal 1945 wie ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Der Ort wurde anfangs in Gorzeszewo, später in Wietszyno umbenannt. Der Ort liegt heute im Bereich der Gmina Karlino (Stadt- und Landgemeinde Körlin), die zum Powiat Białogardzki (Belgarder Kreis) in der Woiwodschaft Westpommern (1975 bis 1998 Woiwodschaft Koszalin) gehört. Der Ort bildete zeitweise ein eigenes Schulzenamt. Heute ist der Ort in das Schulzenamt Pobłocie Wielkie (Groß Pobloth) eingegliedert.[1]

Kirchlich war Johannesthal vor 1945 in das evangelische Kirchspiel Kerstin im Kirchenkreis Belgard in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.

Entwicklung der Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

  • 1816: 38 Einwohner[2]
  • 1864: 52 Einwohner[2]
  • 1885: 65 Einwohner[2]
  • 1905: 63 Einwohner[2]
  • 1925: 55 Einwohner[2]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 381–382.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://www.karlino.home.pl/_portal/118188720646722ae650d66/So%C5%82ectwa.html
  2. a b c d e Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 335.