Wiflingshausen

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48.7444444444449.3072222222222Koordinaten: 48° 44′ 40″ N, 9° 18′ 26″ O

Wiflingshausen
Einwohner: 1208 (30. Jun. 2013)
Postleitzahl: 73732
Vorwahl: 0711
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Lage von Wiflingshausen in Esslingen am Neckar

Wiflingshausen ist ein Stadtteil von Esslingen am Neckar im Nordosten der Stadt. Wiflingshausen wurde erstmals um 1280 als Weiler erwähnt. Der Ortsname ist vom Personennamen Wüfling (Wolf) abgeleitet. Die Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten in diesem Stadtteil stark gewachsen.

Politik[Bearbeiten]

Der Ansprechpartner für die Belange des Stadtteils für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat von Esslingen ist der Bürgerausschuss St. Bernhard, Kennenburg, Wiflingshausen. Auf der Stadtteilebene gestaltet der Bürgerausschuss das kommunale Leben mit[1]. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Bürgerausschüsse, diese besteht zum Erfahrungsaustausch und zur Koordination der einzelnen Bürgerausschüsse der Stadt. Grundlage für die Arbeitsweise und den Aufbau des Bürgerausschusses und der Arbeitsgemeinschaft ist der von der Arbeitsgemeinschaft am 21. Februar 1991 beschlossene Status[2]. Als Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerausschuss, dem Gemeinderat und der Verwaltung wurde eine Vereinbarung getroffen. Diese wurde von der Arbeitsgemeinschaft am 17. Juli 1990 gebilligt und vom Gemeinderat am 10. Dezember 1990 genehmigt[3]. Im Juni 2000 wurde sowohl der Status als auch die Vereinbarung redaktionell überarbeitet.

In der öffentlichen Bürgerversammlung, die die Stadt Esslingen am 10. Juni 2010 in der Sängerkranzgaststätte in St. Bernhardt durchführte, wurde der Bürgerausschuss St. Bernhard, Kennenburg, Wiflingshausen für 3 Jahre gewählt[4].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An der Römerstraße 16 steht das Dulkhäusle, mutmaßlich die älteste sozialdemokratische Erinnerungsstätte in Deutschland.[5] Die hölzerne Schutzhütte mit rotem Ziegelwalmdach wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Sie diente von 1880 bis 1884 Albert Dulk als Rückzugsort. Nach Dulks Tod stifteten württembergische Sozialdemokraten und Freidenker ein Hochrelief mit seinem Porträt, geschmückt mit einem bronzenen Lorbeerkranz und zwei Inschriftentafeln, gefasst in einem profilierten Rahmen im Stil der Neorenaissance.[6] Erhalten hat sich nur die Büste, die aus der Werkstatt von Adolf von Donndorf stammt. Das Dulkhäusle wurde wegen Baufälligkeit 2011 abgetragen und anschließend neu aufgebaut.[7] Im Jahre 1966 wurde die „Steile Gasse“ auf Initiative des in Wiflingshausen wohnenden, kulturkonservativen Philosophen Kurt Port[8] in Dulkweg umbenannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bürgerausschüsse in Esslingen am Neckar
  2. Statut der Bürgerausschüsse Esslingen am Neckar
  3. Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Bürgerausschüsse mit Gemeinderat und Verwaltung Esslingen am Neckar
  4. Bürgerversammlungen
  5. Stuttgarter Zeitung, Ausgabe Kreis Esslingen, erstmals am 26. September 2011: Esslingens erstes 'rotes' Denkmal.
  6. Eßlinger Wochenblatt, 22. September 1885
  7. Andrea Steudle u. a., Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg Band I.2.1. Stadt Esslingen am Neckar, Thorbecke, Ostfildern 2009, ISBN 978-3799508346, S. 378
  8. Helmut Gross: Christlicher Glaube und intellektuelles Gewissen, Tübingen 1987, S. 32. Vgl. Wolfgang Huber: Hans Alfred Grunsky - Kurt Hubers nächster Fachkollege, in: Elisabeth Kraus (Hrsg.): Die Universität München im Dritten Reich, Band 2, München 2008, S. 393.

Weblinks[Bearbeiten]