Wigbold von Holte

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Wappen des Erzbischofs Wigbold von Holte.

Wigbold von Holte († 26. März 1304 in Soest) war von 1297 bis 1304 Erzbischof von Köln. Er entstammte einem Adelsgeschlecht mit dem Stammsitz im Osnabrücker Raum (Holter Burg).

Wahl zum Kölner Erzbischof[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Erzbischof Siegfried in Bonn am 7. April 1297 versammelten sich Adel und Klerus zur Neuwahl eines Kölner Erzbischofs in Neuss, weil auf Köln noch das Interdikt lastete.[1] König Adolf von Nassau war bei der Wahl anwesend. Graf Eberhard von der Mark trat für die Wahl Wigbolds ein, denn eine Nichte Wigbolds, Mechtilde von Aremberg war mit seinem ältesten Sohn Engelbert vermählt.[1] Als er im Mai 1297 durch das Domkapitel zum Erzbischof von Köln gewählt worden war, dem er als Domdechant angehörte, galt er bereits als senio confracti, als Greis. König Adolf schätzte sein diplomatisches Geschick und war daher ebenfalls für die Wahl Wigbolds.

1298 erhielt Wigbold von Papst Bonifatius VIII. das Pallium.[1]

Wirken als Kölner Erzbischof[Bearbeiten]

In den weltlichen und geistlichen Wissenschaften hinlänglich unterrichtet, beschäftigte er sich vornehmlich damit, die politischen Schäden infolge der Niederlage in der Schlacht von Worringen seines Vorgängers gegen den Grafen von der Mark zu mindern. Zudem stand er in dem Ruf, dass er mehr als alles das Geld liebe und simonistisch sei. Er verstarb am 26. März 1304 in Soest, wo er auch begraben liegt.

Wigbolds Schwester Beatrix von Holte war Äbtissin des Stifts Essen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Keussen 1897, S. 459.
Vorgänger Amt Nachfolger
Siegfried von Westerburg Erzbischof von Köln
1297–1304
Heinrich II. von Virneburg