Wikimedia
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| Wikimedia Foundation, Inc. | |
Logo der Wikimedia Foundation |
|
| Typ | Non-Profit-Organisation |
|---|---|
| Gegründet | 20. Juni 2003 |
| Sitz | San Francisco (USA) |
| Personen | Michael Snow, Vorstandsvorsitzender[1] Jimmy Wales, Chairman Emeritus[1] Sue Gardner, Executive Director[2] |
| Aktionsraum | weltweit |
| Fokus | Freie Inhalte, Wiki-basierte Internet-Projekte |
| Website | wikimediafoundation.org |
Die Wikimedia (Wikimedia Foundation, WMF) ist eine internationale nichtstaatliche Non-Profit-Organisation, die sich der Förderung freien Wissens verschrieben hat. Für die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung der Inhalte setzt sie Wikis ein. Das mit Abstand bekannteste Wikimedia-Projekt ist die freie Enzyklopädie Wikipedia.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Organisation
Die Wikimedia Foundation Inc. ist eine Stiftung nach dem Recht des US-Bundesstaates Florida. Sie hat also keine Mitglieder, sondern nur eine Satzung und einen Vorstand; im Unterschied zu einer europäischen Stiftung hat sie übrigens auch kein Kapital, von dessen Zinsen die Organisation zehren würde.
Die Gründung gab der Wikipedia-Gründer Jimbo Wales am 20. Juni 2003 bekannt. Mit der Gründung der Wikimedia Foundation übertrugen ihr Jimbo Wales und Bomis alle im Zusammenhang mit der Wikipedia oder ihrer Schwesterprojekte stehenden Rechte an Namen und Domains sowie die bis dato angeschafften Server[3].
Das höchste Gremium der Foundation ist der Vorstand (Board of Trustees), Vorsitzender ist seit Juli 2008 Michael Snow. Ferner gibt es weitere Gremien wie einen Beirat und Arbeitsgruppen.
Wikimedia finanziert sich bisher fast ausschließlich durch Spenden, überwiegend handelte es sich dabei um kleine Einzelspenden von Privatpersonen. Weitere Unterstützung erhält Wikimedia in Form von Geld- und Sachzuwendungen von anderen Stiftungen und Unternehmen, darunter seit Frühjahr 2005 auch der Suchmaschinen- und Internetportal-Betreiber Yahoo!.
Den Namen Wikimedia erfand Sheldon Rampton, US-Autor und Betreiber von SourceWatch (vormals Disinfopedia)[4].
[Bearbeiten] Nationale Organisationen
Am 13. Juni 2004 wurde in Berlin mit dem Verein „Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.“ die erste nationale Wikimedia-Organisation gegründet. Im Oktober des selben Jahres folgte die französische Wikimédia France. Mittlerweile gibt es in vielen weiteren Ländern lokale Wikimedia-Organisationen, unter anderem in Italien, Großbritannien, Taiwan, Israel, der Schweiz und in den Niederlanden.
Die Organisationen werden im Englischen als Chapter bezeichnet. Sie sind allerdings eigenständig und nicht etwa von der Foundation abhängig, abgesehen davon, dass die Foundation den einzelnen Chaptern das Recht gegeben hat, im jeweiligen Land mit der geschützten Bezeichnung "Wikimedia" aufzutreten.
Die nationalen Organisationen dienen dazu, vor Ort die Wikimedia-Projekte zu unterstützen, etwa durch Werbung. Sie betreiben allerdings keine Projekte, das heißt, die Wikimedia Deutschland ist nicht die Betreiberin der deutschsprachigen Wikipedia, sondern die Wikimedia Foundation. Ferner ist es nicht die Aufgabe der nationalen Organisationen, inhaltliche Änderungen an der Wikipedia oder anderen Projekten vorzunehmen, sondern die Aufgabe der Wikipedianer. Ordnungsdienst in den Projekten (etwa die Sperrung von Vandalen) leisten die von den Wikipedianern gewählten Administratoren.
[Bearbeiten] Projekte
In allen Wikimedia-Projekten erstellen die Benutzer gemeinschaftlich die Inhalte, es gibt also keine bezahlten und letztlich entscheidenden Redaktionen. Die Inhalte sind in der Regel frei, praktisch alle Texte stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Als technische Plattform der Projekte dient die primär zu diesem Zweck entwickelte Software MediaWiki.
Zu den wichtigsten Projekten zählen neben der freien Enzyklopädie Wikipedia das Wörterbuch Wiktionary und Wikibooks – ein Projekt zum Aufbau von freien Lernmaterialien – und die Zitatesammlung Wikiquote. Weitere Projekte sind Wikisource für freie Texte, das experimentelle Artenverzeichnis Wikispecies, Wikimedia Commons für Bilder und andere Multimedia-Daten, Wikinews, eine freie Nachrichtenquelle und Wikiversity, eine Plattform zur gemeinschaftlichen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte.
[Bearbeiten] Geschäftsstelle
Die Wikimedia Foundation hatte zunächst ein Büro in St. Petersburg in Florida, seit Ende 2007 in San Francisco. Dort arbeiten etwa 15 Mitarbeiter, die meisten von ihnen sind mit der Technik betraut.
[Bearbeiten] Technische Infrastruktur
Zum Betrieb der verschiedenen Projekte unterhält die Wikimedia Foundation eine umfangreiche technische Infrastruktur. Kernstück ist ein Rechenzentrum in Tampa im US-Bundesstaat Florida, in dem 285 Server (Stand Dezember 2007) stehen. Daneben gibt es noch kleinere Standorte in Aubervilliers, Seoul und Amsterdam mit fünf, 23 bzw. 43 Servern. Insgesamt sind somit 356 Server in Betrieb.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Wikimedia Foundation Board of Trustees
- ↑ http://wikimediafoundation.org/wiki/Resolution:Appointment_of_Sue_Gardner_as_ED
- ↑ Jimmy Wales: Ankündigung der Stiftungsgründung. (E-Mail, 20. Juni 2003)
- ↑ Sheldon Rampton: Namensvorschlag Wikimedia. (E-Mail, 16. März 2003)
[Bearbeiten] Weblinks
- wikimediafoundation.org – Website der Wikimedia Foundation
- wikimedia.org – Einstiegsseite der Wikimedia Foundation – auch auf Wikimedia-Projekte
- meta.wikimedia.org – Das Meta-Wiki dient als Dokumentations- und Diskussionsplattform für alle Wikimedia-Projekte
- wikimedia.de – Website des Vereins Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens
- wikimedia.ch – Website des Vereins Wikimedia CH – Verein zur Förderung Freien Wissens
- wikimedia.at – Website des Vereins Wikimedia Österreich – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens
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