Wikinomics

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Wikinomics (quasi Wikinomie) bezeichnet eine neue Form des Wirtschaftens mit revolutionären Formen der Zusammenarbeit. Der Begriff wurde vom Kanadier Don Tapscott (* 1947) geprägt.

Menschen arbeiten nach der Vorstellung selbstorganisiert ohne Hierarchien und starre Organisationsstrukturen gemeinsam an Projekten: Von der Open Source Software-Entwicklung (z. B. Linux) über die Online-Enzyklopädie Wikipedia bis hin zur Aufschlüsselung des menschlichen Genoms (Humangenomprojekt). Weitere Beispiele sind MySpace, YouTube und Flickr. In dem gleichnamigen Buch Wikinomics wird über Erfolge in der freien Wirtschaft berichtet. Die Goldcorp-Challenge wird ebenso erwähnt wie die Beteiligung von IBM am Apache HTTP Server und die interne Kommunikation von Mitarbeitern der Geek Squad über Battlefield 2.

Diese neue Form des Wirtschaftens ermöglicht erst das Internet, d. h. eine globale Infrastruktur, in der die Kosten der Bündelung von Arbeit, Wissen und Kapital (sog. Kollaborationskosten) nahezu wegfallen. Tapscott nennt vier Faktoren, die für Wikinomics charakteristisch sind:

  • freiwillige Zusammenarbeit
  • Offenheit
  • eine Kultur des Teilens
  • globales Handeln

Wikinomics bindet erstmals in der Geschichte der Menschheit die Konsumenten als Prosumenten in den Produktionsprozess ein. Insofern ist laut Tapscott die neue Bewegung gewissermaßen das Gegenteil der Versklavung von Menschen in früheren Zeiten. Die treibende Kraft hinter Wikinomics, die „Net Generation“, produziert auf der Basis von Freiwilligkeit einen Mehrwert für die gesamte Volkswirtschaft.

[Bearbeiten] Literatur

  • Don Tapscott, Anthony D. Williams: Wikinomics: die Revolution im Netz, 1. Aufl., Hanser, München 2007, ISBN 978-3-446-41219-4
  • Don Tapscott, Anthony D. Williams: Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything, B&T, New York 2006, ISBN 978-1-59184-138-8

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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