Wikipedia:Hauptseite/Artikel des Tages

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Die Einbindung des Artikels des Tages erfolgt auf Wochentags-Seiten von Montag bis Sonntag. Vorgeschlagen und diskutiert werden die Artikel auf dieser Seite, die auch Fragen der Bildeinbindung und Weiteres erklärt.


Artikel des Tages am Freitag

Massakrierte Armenier

Der Völkermord an den Armeniern geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verant­wortung der jung­türkischen, von der Organi­sation Komitee für Ein­heit und Fort­schritt gebildeten Regierung des Osmani­schen Reichs. Einem der ersten systema­tischen Genozide des 20. Jahr­hunderts fielen bei Massakern und Todes­märschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, je nach Schätzung zwischen 300.000 und mehr als 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Die Anga­ben zu den getöteten Armeniern während der Über­griffe in den beiden voran­gegangenen Jahr­zehnten variieren zwischen Zehn­tausenden und Hundert­tausenden. Die Ereig­nisse, die von den Armeniern selbst mit dem Begriff Aghet – „Katastrophe“ – bezeichnet werden, sind durch umfang­reiches doku­menta­risches Material aus den unterschied­lichsten Quellen belegt. Welt­weit erkennen die meisten Histo­riker diesen Völker­mord als Tatsache an. Die Armenier sehen in ihm ein unge­sühntes Unrecht und fordern seit Jahr­zehn­ten ein ange­messenes Geden­ken auch in der Türkei. Der 24. April, der Jahres­tag der ersten Verhaf­tungen arme­nischer Intellek­tueller in Konstan­tinopel, wird als „Genozid-Gedenk­tag“ began­gen und ist einer der wichtig­sten nationalen Feier­tage der Republik Armenien und des arme­nischen Volkes.  – Zum Artikel …

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Artikel des Tages am Samstag

Erhaltener Eingangsflügel von Schloss Horst mit nördlichem Eckturm

Das Schloss Horst ist ein Schloss auf dem Gebiet des Gelsen­kirchener Stadt­teils Horst und gilt als einer der ältesten und wichtigsten Renaissance­bauten in West­falen. Zur Zeit seiner Errichtung im 16. Jahr­hundert war es eine der größten vier­flügeligen Schloss­anlagen nördlich der Alpen und prägte den Bau­stil der Lippe­renaissance, der auch als „Horster Bauschule“ bezeichnet wird. Es steht seit dem 15. Dezember 1983 unter Denkmal­schutz. Auf einer Insel im sumpfigen Gebiet zwischen zwei Emscher­armen existierte bereits im 11. Jahr­hundert eine Hof­stelle, deren Bewohner möglicher­weise dem Fang der im Emscher­bruch beheimateten Emscher­brücher Dick­köppe nachgingen. Aus ihr erwuchs eine Burg­anlage, die zwei­mal einer Feuers­brunst zum Opfer fiel. Nach dem zweiten Brand entschied sich der damalige Besitzer Rütger von der Horst zu einem kompletten Neubau, der 1578 beendet war. Durch die besonders hohe Qualität seiner Bau­plastiken hat dieser renaissance­zeitliche Bau eine über­regionale Bedeutung für die Kunst­geschichte.  – Zum Artikel …

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Artikel des Tages am Sonntag

Rekonstruktion des Osttors des Oppidums von Manching

Das Oppidum von Manching war eine keltische stadtartige Groß­siedlung (Oppidum) in der Nähe des heutigen Manching (Ober­bayern). Die Siedlung wurde im 3. Jahr­hundert v. Chr. gegründet und bestand bis 50–30 v. Chr. In der Spät­latènezeit, in der zweiten Hälfte des 2. Jahr­hunderts v. Chr., erreichte das Oppidum seine größte Besiedlungs­dichte und Ausdehnung mit einer Fläche von 380 Hektar. Zu dieser Zeit lebten 5.000 bis 10.000 Menschen inner­halb der Stadt­mauer, die eine Länge von rund 7,2 Kilometer aufwies. Das Oppidum von Manching war damit eine der größten Siedlungen nördlich der Alpen. Vermutlich war die Siedlung, deren antiker Name nicht bekannt ist, der Hauptort des keltischen Stammes der Vindeliker. Das Ende von Manching ist durch den Zusammen­bruch der Wirtschafts­systeme ausgelöst worden, die mit den caesarischen Eroberungen in Gallien einhergingen. Eine stetig sinkende Bevölkerungs­zahl führte zur Verödung der Sied­lung. Bei der Ankunft der Römer 15 v. Chr. waren nur noch die Reste einer imposanten Stadt­mauer erhalten geblieben. Im Rahmen der deutschen Kriegs­rüstung baute die Luft­waffe in Manching 1936–38 einen Flug­platz. Hierbei wurden große Teile des Oppidums zerstört, ohne der Denkmal­pflege eine Gelegen­heit zur Unter­suchung des Areals zu geben. Zahl­reiche Bomben­angriffe trugen zur weiteren Zer­störung der Befunde bei.  – Zum Artikel …

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