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Kommentar zu De Gruyter: That's the Way the Wikiworld goes

It's a library thing you wouldn't understand

Es ist soweit. Der Untergang der Wikipedia steht wieder mal bevor. Hat doch letztens (beziehungsweise endlich) der anerkannte Wissenschaftsverlag De Gruyter ein „paar“ (1000) freie Zugänge für Wikipedia-Benutzer freigeschaltet. Sehen kann man das unter Wikipedia:De Gruyter. Vorausgegangen waren wohl zähe Verhandlungen. Der Start wurde mehrmals angekündigt, verzögerte sich und auch noch nicht alle Anfragen sind „bedient“. Der Verlag will natürlich seinen Namen dafür sehen und wollte wohl auch ein paar Links auf seine Seiten haben. Ein Vorgang, der heuer auch gerne beim komplett unkommerziellen Angebot von Google Books mit einer Vorlage gewürdigt wird (auch wenn man ab und an nur sogenannte Snippets zu sehen bekommt). Natürlich, einem geschenkten Gaul schaut man gerne ins Maul, regte sich gegen diese unfassbare Ungeheuerlichkeit direktement auf der Diskussionsseite Ärger. Hier wird offensichtlich Werbung betrieben, Links, um Gottes Willen, wir sind ja im Internet, da hat sowas nix verloren. Ist auch wirklich schlimm, wie sowas aussieht:

  •  Max Mustermann: Mustertitel. In: Olga Mustermann (Hrsg.): Makers of Modern Asia (= Millennium-Studien. Zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausends n. Chr. 26). 2. ergänzte Auflage. de Gruyter, Berlin u.a. 2014, ISBN ISBN 0-674-73578-1, S. 45-120 (kostenpflichtig).

Aber gut ist ja auch eine schreckliche Vorlage, die auch hier und auf ca. 1/4tel Million Seiten schon den Quelltext sperrig, unübersichtlich und aufblähend gestaltet. Das muss natürlich jetzt so aussehen:

  • Kerstin Schulmeyer-Ahl: Der Anfang vom Ende der Ottonen. Konstitutionsbedingungen historiographischer Nachrichten in der Chronik Thietmars von Merseburg (= Millennium-Studien. Zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausends n. Chr. Band 26). De Gruyter, Berlin [u. a.] 2009, ISBN 3-11-019100-8 (abgerufen über De Gruyter Online).

Auch gut, denkt sich der geneigte Schreiberling, damit kann ich leben. Aber: Am liebsten würde noch die Klammer gestrichen werden und jeder Hinweis auf de Gruyter getilgt werden. Ist ja klar, die 1000 Zugänge, pah, hat ja auch alles früher ohne die geklappt, als wir noch Steintafeln zitiert haben. Damals 2004, als Artikel noch so ausgesehen haben und wir überhaupt keine Quellen benötigt haben. Und überhaupt, wer hat auch heute noch ein Buch in der Hand? Ihr müsst mehr durch Bibliotheken gehen, ihr Lieben, die gibts auch in der Nähe von Hintertupfingen. Was sind denn auch schon zwei Stunden Fahrt, um an Punk in Deutschland (bloß nicht den Link anklicken!) zu kommen oder die 30 Euronen. Bezahlt man doch gerne für kostenlose Mitarbeit.

Kurzum, die Hardliner machen mal wieder jedem, der so einen Service nutzen mag, das Ganze madig. Wie schon letztens bei Random House (danke für die Slime-Monographie) könnte ich mich aufregen. Habe ich glaube ich jetzt auch getan. Aber eigentlich möchte ich mich bei allen Beteiligten der beiden Kooperationen bedanken und ihnen ganz viel Kraft wünschen. Zusammen werden wir die Wikipedia in den Untergang reißen, ich bin bei euch! Denn ich habe bisher von jedem Angebot profitieren können und habe endlich mal das Gefühl, das jemand auch unsere Arbeit Ernst nimmt. Also DANKE und ganz viel Kraft! --Gripweed 21:10, 27. Jan. 2015 (CET)

Ein (ab)stimmungsvoller Rückblick auf den Jahreswechsel 2014/2015

Nussknaker bei der Produktion. Seiffen.IMG 4706WI.jpg

Der Winter ist zwar noch nicht vorbei, aber für manche Wiki-Fotografen schon „im Kasten“. Als kleine gemeinsame deutsch-österreichische „Zwischenmahlzeit“ zwischen den großen alljährlichen Fotowettbewerben wie WLM/WLE bestand seit dem Nikolaustag für Liebhaber der Fotografie die Möglichkeit, Motive rund um die Themen Weihnachtszeit, Winterzeit, Wendezeit einzufangen und auf Wikimedia Commons hochzuladen. Außerdem hatten Autoren die Möglichkeit, zum Thema neu verfasste oder wesentlich erweiterte Artikel einzureichen.

Für die nun beginnende Endrunde laden wir Euch alle ein, mit uns die besten Artikel und besten Bilder unter den 100 auserlesenen Fotos zu küren, indem Ihr bis Ende des Monats Eure Bewertungen auf der Abstimmungsseite abgebt.

Insgesamt haben sich 32 Wikim/pedianer am Wettbewerb beteiligt. Von den 29 Fotografen wurden 1540 Fotos hochgeladen. Die Bilder können in der Galerie aller Fotos bewundert werden. Eine große Vielfalt an Motiven wurde eingereicht, von Weihnachtsmärkten und -bäumen, Pyramiden, Schwibbögen, Lichterengeln und -türken, Weihnachtsmännern und Nussknackern über verschneite Landschaften und Schlösser bis zu Speisen zur Adventszeit und zum Jahreswechsel. Zugleich wurden 14 thematisch anschließende Artikel durch 6 Autoren neu angelegt und eingereicht. Allen, die mitgewirkt haben, sei herzlich gedankt.

In den letzten Tagen ist unter Mitwirkung der Community eine Bilderauswahl für die Endrunde vorgenommen worden, die auch jene Fotos einschließt, die bereits in Wikipedia-Artikel eingebunden werden konnten. Insgesamt stehen neben den 14 Artikeln nun 100 Fotos von rund 25 Fotografen zur Abstimmung. Für die Gewinner, die bis zum 31. Jänner/Januar mit Eurer Hilfe ermittelt werden, stehen durch Unterstützung seitens von WMDE und WMAT insgesamt 12 Bild- und 4 Artikelpreise zur Verfügung. Da in jeder Kategorie – Bild oder Artikel – nur maximal ein Preis pro Teilnehmer möglich ist, sind die Preischancen groß.

Am 1. Februar werden die Ergebnisse veröffentlicht. Die großen Gewinner stehen aber schon fest: Wikimedia Commons und Wikipedia wurden durch neue Artikel und zahlreiche gute Fotos mit dokumentalistischem Wert bereichert. Schließlich steht auch über die Wikipedia hinaus Commons als Bildspender allen zur Verfügung, die Fotos zu dieser Thematik suchen und nicht auf andere Plattformen ausweichen müssen. Und ebenso sind wir alle die Gewinner, die sich nun an den Foto-Galerien erfreuen oder lernen können, was oder wer Natalie Jamalia, Kamenzer Würstchen oder das Mothsgungel (Foto noch gesucht !!) sind, wie das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2015 war und was genau man unter Weihnachtspaketverkehr versteht.

Wir laden Euch herzlich ein, auf besinnliche Weise auf die zurückliegende Weihnachtszeit zurückzublicken und an der Abstimmung teilzuhaben. 22.1.2015 - Anna, Brücke

Schweizer Kleinmeister der Sammlung Gugelmann

Ein weiterer Meilenstein in der langfristigen Zusammenarbeit der Wikipedia und des Chapters Wikimedia CH und der Schweizerischen Nationalbibliothek wurde erreicht. Es wurden 1230 Bilder der Sammlung Gugelmann auf Commons hochgeladen. Diese Bilder entstanden von der Mitte des 18. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Maler zählen zu den „Schweizer Kleinmeistern“. Vor der Entstehung der Landschaftsfotografie gehörte das Festhalten von Alltagszenen in Zeichnungen, Aquarellen und auf Leinwand in Öl bei einer klassischen Bildungsreise dazu. Die Bilder zeigen deshalb eine historische Perspektive auf viele Schweizer Ortschaften und Gegebenheiten und angrenzende Gebiete aus der vorfotografischen Zeit. Die „Sammlung Gugelmann“ geht auf die Geschwister Annemarie und Rudolf Gugelmann zurück, die diese Bilder gesammelt und 1982 der Nationalbibliothek geschenkt haben. Sie gehört zu den wertvollsten Geschenken, die im Besitz der Bibliothek sind und nun durch die Stiftung Graphica Helvetica kontinuierlich erweitert wird.

Während des Engagements zweier Wikipedians in Residence im letzten Jahr wurde diese Sammlung als der erste große Digitalisierungsauftrag bestimmt, um sie auf Commons zu veröffentlichen. Der enzyklopädische Nutzen dieser Sammlung ist sehr hoch. Auf der Hand liegt, dass viele dieser Bilder vermutlich in die Geschichtsabschnitte von Ortschaftsartikeln integriert werden können. Die Bilder wurden professionell über einige Wochen hin mit hoher Auflösung und mit Referenzfarbpalette und Maßstab digitalisiert. Die Sammlung wurde nun rechtzeitig vor dem ersten Schweizer Cultural Hackathon hochgeladen, damit die Bilder auch während dieser Veranstaltung zum Thema werden und in diversen Projekten gebraucht werden können. Die Verantwortlichen auf Seiten Wikipedia und Nationalbibliothek hoffen, dass diese Bilder hier in der Enzyklopädie dann von teilnehmenden Wikipedianern auch den erhofften Nutzen entfalten. MLR, 20. 1. 2015

Freude schöner Erasmuspreis!

Motivierender hätte der Auftakt 2015 für Wikipedianer in aller Welt gar nicht sein können: Unser Engagement wird in diesem Jahr mit der Verleihung des Erasmuspreises gewürdigt! Ein Blick in die Liste der Preisträger seit 1958 zeigt, wie schätzenswert diese Auszeichnung für unser enzyklopädisches Schaffen ist und wie sehr dazu geeignet, das Ansehen der Wikipedia als Bildungsmedium zum Nutzen universeller Aufklärung zu stabilisieren.

Hilfreich für die eigene Orientierung in einer zunehmend komplexen Gemengelage bei der Erstellung der Wikipedia sind auch die angeführten Gründe für die Preisvergabe (mag auch deren Übertragung ins Deutsche teils noch holpern):

  • Durch die freiwilligen (ehrenamtlichen) Beiträge von zehntausenden Beteiligten wird auf einer demokratischen Plattform gemeinsam eine umfassende, universelle Enzyklopädie geschaffen.
  • Die globale Reichweite und gesellschaftliche Bedeutung der Wikipedia stehen für eine in Vielfalt vereinte Welt.
  • Die Offenheit des Projekts schafft und stärkt das Bewusstsein für den kritischen Umgang mit Texten und Quellen im Sinne von Neutralität und Ausgewogenheit.

Der Preis ist mit 150.000 Euro dotiert. Angesichts des jährlichen Spendenaufkommens – wiederum von Freiwilligen rund um den Globus – kommt es für uns darauf nicht wirklich an. Wir haben uns zwar zunehmend darum zu kümmern, welche Mittel und Zuwendungen dem Projekt zufließen und wie man so mit ihnen umgeht, dass sie im Geist und zum Nutzen der Wikipedia redlich verwendet werden – die umseitige Diskussion ist mit Recht voll im Gange –; doch sollten wir uns wegen dieses aktuellen Luxusproblems die große Freude über die an uns vergebene Auszeichnung nicht nehmen lassen!
Barnos, 17. 1. 2015

Umbenennungszwang für weniger „prominente“ Accounts

Kennt jemand eigentlich die Kollegen Amberg und Memmingen? Ich ja schon.

Aber weiß eigentlich jemand, dass beide genauso heißen wie je eine kreisfreie Stadt in Bayern? Was bei einem von beiden kausal Zufall ist, beim anderen aber eher weniger?

Nun ja. ich halte die beide für eher „prominenter“. Keine Ahnung, ob die sich auch ersatzweise Stadtkreis Amberg oder Amt Memmingen nennen dürften, aber der Name der Stadt ist wohl OK. Und spätestens auf Nachfrage erführe man von ihnen, dass sie freie Wikipedianer ohne behördlichen Auftrag seien.

Was aber, wenn im Dezember 2012 ein Neu-Wikipedianer auf die dreiste Idee gekommen wäre, sich nach der thüringischen Kreisstadt Sonneberg - irreführenderweise oft als Spielzeugstadt bezeichnet, jedoch konnte sich der Verfasser dieser Zeilen davon überzeugen, dass die meisten dortigen Häuser selbst für großgewachsene Menschen begehbar sind - zu benennen? Wäre das dann doch vielleicht ein bisschen zuu dreist gewesen?

Ein Fußgängerkollege, nennen wir ihn mal XY, fand das schon. Deshalb suchte er auch Sonneberg sogleich auf mit den Worten:

>>Dein Benutzername impliziert, dass du im Auftrag oder im eigenen Namen einer Organisation oder einer prominenten Person in der Wikipedia arbeitest. Benutzerkonten sollen nur dann einen offiziell klingenden Namen haben, wenn der Betreiber des Kontos auch zur Nutzung des Namens berechtigt ist. (...)
Solltest du jedoch nicht im Auftrag oder Namen der Organisation oder der Person schreiben, kannst du eine Änderung deines Benutzernamens beantragen (nur bei Konten mit Beiträgen sinnvoll) oder dieses Benutzerkonto stilllegen lassen.
Anderenfalls musst du mit der Sperrung deines Benutzerkontos rechnen.<<

Nein, das wollte Sonneberg natürlich nicht – von XY gesperrt werden. Ergo ging er sogleich in seinem ersten und einzigen Edit seither (inzwischen sind 5,5 Tage vergangen) auf die Umbenennungsseite und beantragte seine Umbenennung in den schönen Nick Heimat76. Und nach nur 11 Minuten war dieser vermeintliche „Herzenswunsch“ erfüllt.

Knapp drei Tage später fiel das jedoch einem anderen Wikipedianer auf, der spontan meinte, dieses sei eine höchst missbräuchliche und fehlgehende Drohung durch XY gewesen. Er bat dabei auch die Bürokraten, dem Umbenannten von Umbenennerseite her offiziell das freundliche Angebot zu machen, auf Wunsch seinen alten Nick wiederherzustellen.

Darauf antworteten auch im Laufe der folgenden 2 Tage immerhin 2 Fußgänger. Den Bürokraten indes blieb es (inzwischen 2,5 Tage vergangen) egal - ebenso egal wie XY, der ja seinen Spontanwillen längst bekommen hatte.
Autoren, die nicht wild bausteinwerfend und maßregelnd auf die eigene Brust trommeln, sondern einfach nur gelegentlich in ihren Gebieten editieren, brauchen wir eh nicht! Ep, früh am 17.01.2015

Dank an die Bürokratie, damit zumindest von der Seite erl. --Ep 15:33, 18. Jan. 2015 (CET)
Und auch H. zeigt sich sehr einsichtig und hat inzwischen überdies sein Talent als potentieller CU-Anträger unter Beweis gestellt. --Ep 13:22, 19. Jan. 2015 (CET)

Der alljährliche Wikipedia-Dschungel

Sarah Dingsda, elf Löschanträge 2011, immer noch da

Es ist wieder soweit: Pünktlich zum Start der Show Dschungelcamp finden sich wie alljährlich Wikipedianer, die auch dem letzten teilnehmenden Z-Promi einen Artikel gönnen. Und ebenso pünktlich finden sich unsere Kulturretter und erhabenen Humanisten, die, wie alljährlich, den Untergang des Abendlandes (ja, mal wieder!) heraufbeschwören und Löschanträge verteilen; aktuell beispielsweise zu Tanja Tischewitsch (TT). Fakt: Von den bisher insgesamt 86 Teilnehmern dieser Show bekamen 18 einen Löschantrag (LA) vor die Promi-Nase geknallt, oft mehrfach. Allein Sarah Dingsda kämpfte sich durch Kakerlaken und elf (!) LAs. Ergebnis nach teils kilometerlangen Löschdiskussionen (LDs): ALLE 86 Artikel wurden behalten. Und das ist auch gut so! Denn völlig egal, was wir von dieser Show halten: die Teilnahme ist per se relevanzstiftend. Wer stiftet die Relevanz? Unsere Leser! Grund: Allein Frau Dingsda bekam seinerzeit zehntausende Seitenaufrufe/Monat und kommt selbst heute noch auf rund eintausend.

Ich höre Euch schon wieder grummeln: Die Wikipedia ist nicht dazu da, dem Mainstream hinterherzulaufen und etc. und blablabla. *Ach ja und seufz*. Die Leser WOLLEN sich ganz offensichtlich in der Wikipedia abseits der Boulevardpresse sachlich und objektiv über diese Leute informieren lassen und es ist unsere Pflicht (und auch Chance), diesem Bedürfnis nachzukommen.

Ok – Vergleiche sind in diesen Zusammenhängen nicht erwünscht. Wohl in dem Sinne: Das wäre ja noch schöner, wenn unsere knallhart erkämpften bürokratiemonstermäßigen Relevanzmechanismen auch noch vergleichend beurteilt werden. Ich stelle also vergleichend fest: Es kann ja wohl nicht sein, dass die Wikipedia Artikel wie Bruno Muccioli, der auf glorreiche 20 Seitenaufrufe im Monat kommt, „erlaubt“, nur weil die Relevanzkriterien der Sport-Redaktion auch noch den hinterletzten Nationalspieler aus dem Jahr 1704 aus Belugistan für relevant erklären, weil: (ehemaliger) Nationalspieler! Und einen Artikel zu glorreichen XYZ-Promis wie Melanie Müller (hatte LA), der auf mindestens 30.000 Aufrufe in der Dschungelzeit kam und auch aktuell bereits wieder 24.000 mal angeklickt wird, für obsolet erklären will, weil: Untergang des Abendlandes. Egal, wie das „Volk“ (hier: Wikipedia-Benutzer) denkt. Oder, wie southpark in der aktuellen LD zu TT anmerkt: Nicht dass in der Wikipedia ausversehen Lemmata stehen, die Menschen tatsächlich nachsehen. LS, 14.01.2015

Die geschlechtergerechte Echokammer

Auf Meta wurde ein Förderantrag für ein Projekt eingereicht, dessen Initiatoren in der Wikipedia schwere Probleme zu sehen glauben: „Es gibt zurzeit keinen Raum auf Wikipedia, in dem sich eine Frau sicher sein kann, dass sie an einer Diskussion teilnehmen kann, ohne von männlichen Stimmen dominiert zu werden. Wikipedia braucht einen Platz, an dem sich Frauen sicher fühlen können und nicht von männlichen Ratschlägen, Kritiken und Erklärungen überrollt werden.“ Um den schweren Missstand, dass Männer Frauen kritisieren dürfen, zu beheben, soll ein Projekt eingerichtet werden, zu dem nur Frauen Zugang haben. An enzyklopädische Arbeit ist in diesem Projekt nicht primär gedacht: „Es würde mehr auf die Community, Richtlinien und Regeln als auf Inhalte fokussiert sein, Diskussionen über Inhalte wären aber nicht abseits des Themas.“

Der Vorschlag stößt mehrheitlich auf Opposition. Während auf der Vorderseite in unterstützenden Kommentaren zum Ausdruck gebracht wird, dass andere Meinungen eine schwere Bedrohung seien, vor der man Frauen in „sicheren Räumen“ schützen müsste, wurden die Kommentare der Kritiker auf die Diskussionsseite verschoben. Dort stößt der Gedanke, Benutzern aufgrund jedweder Merkmale den Zutritt zu Projektbereichen zu untersagen, auf Verwunderung. Zur Debatte gelangt auch die Frage, welche Verbindlichkeit für die Wikipedia Entscheidungen haben sollen, an deren Findungsprozess einzelne Benutzergruppen nicht teilnehmen durften. Die Kritik der Opposition sieht im Vorschlag den Versuch, eine Echokammer einzurichten.

Für die Mobilisierung der Opposition dürfte das Scheitern des Wikiproject Gender Gap mit der Sperre seiner Initiatorin durch das Schiedsgericht der englischen Wikipedia mitverantwortlich sein. Dieses Projekt hatte sich das Ziel gesetzt, die Partizipationsrate von Frauen am Projekt zu erhöhen. Die Hauptakteure des Projekts waren konfliktorientiert, aus dem Projekt hervorgehende Vorschläge wie derjenige, wonach Edits von weiblichen Benutzern nicht revertiert werden dürften, sorgten für Unverständnis. Im Beweisaufnahmeverfahren zum Schiedsgerichtsprozess schrieb en:User:Two kinds of pork: „Jeder, der Vorschläge wie ein verpflichtendes Sensibilitätstraining macht, die wahrscheinlich als kontrovers beurteilt werden, sollte Kritik am Vorschlag erwarten. Carol ist davon nicht ausgenommen. Sie neigt jedoch dazu, mit Behauptungen von persönlichen Angriffen, Störungen und Wortklauberei Unruhe zu stiften, wenn kritische Positionen vorgebracht werden: [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10]. In anderen Fällen greift sie andere Autoren aufgrund ihres Geschlechts an: [11][12][13][14][15][16].“ In der Diskussion zum Verfahren schrieb en:User:Carrite: „Diese Diskussion gelangt zu dem Punkt, den ich als das reale Problem an den zwei Begriffen ‚pressure group‘ und ‚identity politics‘ sehe. Die Gender Gap Task Force ist nicht ein WikiProject wie das WikiProject Feminism, das Wikiproject Biography, das WikiProject Mississippi oder das WikiProject Conservatism – ein Projekt, das sich auf enzyklopädische Inhalte konzentriert. Es ist eine politische Lobbygruppe. (…) Ich glaube nicht, dass solch eine politische Organisation in einem Wiki angesiedelt sein sollte.“

Das Schiedsgerichtsverfahren beendete letztlich das Gender-Gap-Projekt. Im aktuellen Förderantrag versammeln sich mehrere der Proponenten dieses Projekts, man kann es daher als den Versuch einer Fortsetzung sehen. Für die Unterstützer ergäbe sich der Vorteil, dass mit Deckung durch die Foundation Änderungen abseits der Community erarbeitet werden könnten, die bei einer Implementierung mit vollendeten Tatsachen konfrontiert wäre. Über Meta bestünde auch die Möglichkeit, Änderungen nicht nur in einem Wiki, sondern in allen Projekten zu arrangieren. Die Diskussion zum Antrag ist zurzeit offen. Anonym, 14.01.15

Anmerkung von M.: Der Beitrag enthält eine Reihe sachlich falscher Behauptungen. Das ArbCom hat das Gender-Gap-Projekt nicht beendet, dies war auch nicht Gegenstand des ArbCom-Verfahrens. Es ist weder durch das Schiedsgericht noch durch sonstwen "beendet" worden, sondern existiert auch heute noch. Die Übersetzung eines Zitats im ersten Teil ist falsch, das Zitat hat einen anderen Inhalt. Die Behauptung, es sei vorgeschlagen worden, dass Edits von Frauen nicht revertiert werden dürften, ist ebenfalls falsch.

Anmerkung von MSG: Der Artikel insinuiert außerdem, die "Kommentare der Kritiker" seien auf die Diskussionsseite verschoben worden, um keine Kritik auf der Projektseite selbst zu haben. Endorsements jedoch stehen regelmäßig auf der Projektseite, opposition aber nicht, diese wurde dort von jeman(n?)dem eingebaut, der den Vorschlag mit "Zähnen und Klauen" bekämpfen möchte. Diese opposition wurde dann als Teil der Diskussion des Vorschlags von der Wikimedia Foundation selbst auf die Diskussionsseite verschoben.

Geschafft: Die ersten 100 Artikel für Kinder im „Klexikon

Das FFW-Projekt Klexikon will freies Wissen für Kinder schaffen – nach Wikipedia-Vorbild, aber mit etwas anderen Grundregeln.

Seit Dezember 2014 ist das aus dem Förderprogramm Freies Wissen (FFW) finanzierte Projekt Freies Kinderlexikon mit einem eigenen Wiki am Start. Auf Klexikon.de sind inzwischen die ersten 100 Artikel entstanden. Etwa 20 Freiwillige machen bisher mit, darunter auch drei Kinder und erfreulicherweise einige Wikipedianer und Lehrer (oder beides gleichzeitig). Weitere Interessenten sind herzlich willkommen. Im Januar gibt es auch mehrere Möglichkeiten zum persönlichen Kennenlernen und zum Austausch über das Projekt:

  • Klexikon-Stammtisch am 12. und 19. Januar 2015 (Hangout und gleichzeitig „in echt“ in der WMDE-Geschäftsstelle)
  • Workshop mit Schreibwerkstatt am 22. Januar 2015 von 12 bis 15 Uhr zusammen mit Machern von Websites für Kinder, die im Verein Seitenstark e.V. zusammengeschlossen sind (u.a. Blinde Kuh, Internet-ABC, Hanisauland)

Die Schreibwerkstatt soll die "Macher" von Websites für Kinder mit Wikipedia-Autoren zusammenbringen, die ihre Erfahrungen ins Klexikon-Projekt einbringen möchten. Drei Stunden lang wird es ums „kindgerechte Schreiben“ gehen, um die ersten Klexikon-Artikel, aber auch um die Grundregeln im Klexikon, die in einigen Punkten von der Wikipedia abweichen. Darüber soll diskutiert und nachgedacht werden. Seid ihr dabei? Anmeldungen und Fragen dazu bitte auf Wikipedia:Berlin oder auch per E-Mail an das Klexikon-Projektteam. Wip, 7.1.

Bitte recht freundlich!

Der Jahreswechsel bietet traditionell Anlass für Rück- (der Kurier berichtete) und Ausblicke. Zum neuen Jahr sollen also an dieser Stelle ein paar Gedanken zur Zukunft unseres Projekts folgen. Anlass sind dabei einige Ereignisse aus dem Wikipedia-Jahr 2014.

Die Community hat im letzten Jahr 6 % ihrer angemeldeten Mitglieder verloren.
Anfang Dezember wurde öffentlich, dass nicht nur die Zahl der angemeldeten Autoren schrumpft (in der deutschsprachigen Wikipedia von August 2013 bis August 2014 um 6 %, der Kurier berichtete), sondern auch die Leserschaft zumindest stagniert. Die Zahlen haben einige Reaktionen hervorgerufen (darunter ein ausführlicher Blogbeitrag von Phoebe Ayers).

Einerseits glaube ich, dass die Abnahme der Leserzahlen darauf beruht, dass unsere Inhalte anderswo gefunden werden, zum Beispiel im Google Knowledge Graph. (Southpark hat diese Entwicklung schon vor einem Jahr vorausgesagt.) Das ist natürlich zunächst nicht weiter schlimm. Andererseits kann es aber folgendes bedeuten: Wenn wir weniger Leser haben, die wir als Autoren gewinnen können – und sei es nur, um einen Tippfehler zu korrigieren – dann laufen wir Gefahr, dass sich der „Autorenschwund“ durch die „Leserabwanderung“ weiter verstärkt.

Nun gibt es freilich viele verschiedene Strategien, diesem Problem zu begegnen. Ein Ansatz ist es, technische Hürden abzubauen. Projekte wie der VisualEditor und Wikipedia Zero zielen in diese Richtung. Andererseits lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man das Editieren von seiner persönlichen Seite her ansprechender gestalten kann.

Jimmy Wales: „Wir müssen ein Umfeld schaffen, das dazu beiträgt, die beste Enzyklopädie der Geschichte zu erstellen.“
Auf der Wikimania in London hielt Jimmy Wales seine traditionelle Rede zur Lage des Wikis dieses Mal über das Thema „Höflichkeit“, das ihm schon seit längerem am Herzen liegt. Dabei zielte er mit seiner Hauptthese genau in die genannte Richtung: „Wir müssen ein Umfeld schaffen, das dazu beiträgt, die beste Enzyklopädie der Geschichte zu erstellen.“

Jimmy wies darauf hin, dass es ihm nicht darum geht, nur Mindeststandards zu definieren, die Autoren einhalten müssen, um nicht gesperrt zu werden. Vielmehr sollen wir uns ambitionierte Ziele setzen, noch besser miteinander umzugehen. Jimmy Wales appellierte an seine Zuhörer, sich zu fragen, wie wir noch ruhiger, interessierter, geduldiger, fairer, respektvoller und ehrlicher zueinander sein könnten. So könne unsere Community eine wunderbare, liebenswerte Umgebung schaffen, in der es Spaß macht, unser Projekt voranzubringen. Jimmy will, dass wir wirklich an uns arbeiten, noch netter, großzügiger, nachsichtiger und sogar mitfühlender zu werden.

Wie man Wikipedia verbessern kann? Einfach mal nett sein!
Seit Jahren wissen wir, dass ein besserer Umgang innerhalb der Community die wichtigste Veränderung ist, um mehr und bessere Autoren zu gewinnen. Leider ist es uns bisher nicht gelungen, die Situation nachhaltig zu verbessern. Kurz vor Weihnachten hat Fabrice Florin dazu unter dem Titel „Eine Kultur der Freundlichkeit“ einen Blogbeitrag veröffentlicht. Darin beschreibt er sechs Dinge, die wir tun können, um eine feindselige Atmosphäre in der Community zu überwinden und Vertrauen aufzubauen: „Neulingen helfen – Autoren schulen – Freundlichkeit belohnen – soziale Werkzeuge aufbauen – nettere Kommunikationswege nutzen – jeden zu Wort kommen lassen“. Besonders der dritte Punkt ist hier interessant.
Auch wer noch so produktiv ist, sollte gehen müssen, wenn er sich nicht benehmen kann.
Die Diskussion hat jedoch auch eine andere Seite: Nach Jimmy Wales gibt es in unserer Community Nutzer, die dafür bekannt sind, dass sie einerseits gute Inhalte erstellen und auf der anderen Seite eine „giftige Persönlichkeit“ haben, die der Stimmung in der Community schadet. Jimmy stellte dazu in London die folgende These auf: „Die meisten dieser Autoren kosten uns tatsächlich mehr, als sie uns wert sind, und wir begehen einen großen Fehler, wenn wir sie tolerieren. Sie sollten ermutigt werden, zu gehen.“ Jimmy war von dem spontanen, tosenden Applaus, der auf diese Äußerung folgte, selbst sehr überrascht.

Für mich stehen zwei Dinge fest: Wir müssen uns vornehmen, besser miteinander umzugehen. Wir müssen uns gegenseitig daran erinnern, gute Umgangsformen zu pflegen und wir müssen diejenigen loben, die mit gutem Beispiel vorangehen. All das geschieht noch viel zu wenig. Gleichzeitig müssen wir tadeln, wenn sich jemand daneben benimmt. Viel zu oft bleibt Unhöflichkeit, mangelnder Respekt oder einfach auch schlechte Kommunikation ohne Folge. Mein Appell: Haut den Stänkern auf die Finger – aber bitte recht freundlich! (Wer Tipps sucht, wie man so etwas konstruktiv formuliert, wird zum Beispiel hier fündig.) Oder wie wär's gleich mit einer Vorlage:

Crying-girl.jpg
Das hätte man auch netter sagen können.
Vielen Dank für deinen Beitrag. Leider hast du dich etwas im Ton vergriffen. Bitte denke darüber nach, deine Meinung in Zukunft etwas konstruktiver zu formulieren.
Dieser Hinweis ist keine Kritik am Inhalt deines Diskussionsbeitrags.

Als ich diese Gedanken im vergangenen Herbst mit anderen auf der Wikicon in Köln diskutiert habe, wurde mir klar: Es gibt in der Community offenbar eine schweigende Mehrheit, die das auch so sieht. Viele sehnen sich nach einem friedlicheren Umfeld und sind gestresst von einer Minderheit, die keinen Wert auf gute Umgangsformen legt. Es wird Zeit, dass wir daran etwas ändern. Da wir immer von guten Absichten unseres Gegenübers ausgehen, spricht nichts dagegen, ihm auch mit Respekt zu begegnen. Alles andere schreckt gute Autoren ab und schadet damit unserem Ziel – die beste Enzyklopädie der Geschichte zu erstellen.

Also: Auf geht's! Der Autor dieses Beitrags bedankt sich fürs Lesen – und ist gespannt auf den Tonfall in der umseitigen Diskussion… Gnom, 6.1.

Entscheidungsfindungen

Wikipedias Idealbild

Ich unterstelle der Mehrheit aller aktiven Autoren gute Absichten und Handlungen mit guten Gründen. Ungeachtet dessen scheint es – als Auswirkung dieser Absichten und Gründe – viele Konflikte zu geben. Dabei ist es egal, wie kleinteilig (Wikipedia:Vandalismusmeldung), global (Missverhältnis: die aktiven Autoren betreuen 5 Millionen Projektseiten), temporär (Zeitspanne der ungesichteten Seiten), langfristig (Kreuzdebatte), gefühlt (rauer Umgangston) und belegt (siehe zurzeit diskutierte Statistik) man die Sache betrachtet.
Um ein Missverständnis auszuräumen: Wikipedia mit „Friede, Freude, Eierkuchen“ funktioniert nicht. Ein wesentlicher Teil der Dynamik Wikipedias entsteht durch diese Spannungen … wo ist also das Problem?
Einfache Antwort: jede individuelle Entscheidungsfindung (beispielsweise: „ich arbeite heute die zahlreichen Nachsichtungen auf, obwohl damit nicht ‚Ruhm und Ehre‘ verbunden sind“) ist aus der Sicht des Einzelnen nachvollziehbar – aber in der Summe nicht gut für Wikipedia.
Komplizierte Antwort: … so einfach ist es (leider) doch nicht. „Der Teufel steckt im Detail“: die meisten Entscheidungen der aktiven Autoren werden im Rahmen der „Mikropolitik“ gefällt (auch wenn den meisten das nicht bewusst ist). Die Mikropolitik wiederum basiert auf den vielen Graubereichen (= ungeregelte Bereiche) in Wikipedia.
Die berechtigte Frage lautet also: „brauchen wir mehr Regeln“?
Nein, natürlich nicht – denn dies würde den wesentlichen Charakter Wikipedias (die Kulturtechnik des kollaborativen Arbeitens) konterkarieren.
… die Probleme Wikipedias sind nicht einfach zu lösen und das Guide-Camp am 9.1. in Berlin wird hierbei auch keine „Wunderheilungen“ realisieren können. Was diese Konferenz aber kann, ist es, einen langfristigen Prozess der differenzierten Problembetrachtung zu ermöglichen. Das Hauptthema der aktuellen Konferenz ist „alternative Entscheidungsformen“. Wenn du also Zeit hast: komme nach Berlin und arbeite mit an der Zukunft der Arbeitskultur in Wikipedia. Die Fahr- und Hotelkosten werden übernommen. Falls du nicht kommen kannst, aber trotzdem an diesem Thema interessiert bist, dann hast du zwei Möglichkeiten: der Livestream der Eröffnungsveranstaltung (wird noch verlinkt) und die Live-Notizen in den Etherpads. AP, 4.1.

Verlust: 14,5 Prozent Aktive seit Ende 2012

2012: Wikipedia-Autoren bei einem Treffen im Journalistenclub der Axel-Springer AG

Statistiken lügen nicht (immer ;-)): Seit November 2012 ist die Zahl der aktiven Wikipedianer in de:WP (Kriterium: Bearbeitungen innerhalb der letzten 30 Tage) um über 3000 zurückgegangen – von 22.113 im November 2012 auf 18.903 im Januar 2015. In Prozenten ausgedrückt ist das ein Abgang von rund 14,5 Prozent. Anders ausgedrückt: Setzt sich die Aktive-User-Schrumpfkur linear fort, dürfte die de:WP-Community 2020 auf etwa dem halben Stand von 2010 operieren.

Sicher – der Trend ist interpretierbar. Die Zahlen sind manuell erhoben und als unregelmäßig erfolgte Stichprobe zum aktuellen Stand im Introteil meiner Userseite dokumentiert. Sicher: Die Werte dokumentieren auch zeitweilige „Ups“. Im Unterschied jedoch zu den generischen, offiziellen Statistiken, welche lediglich auf absolute Zuwächse fokussiert sind und mit ihren stetig (wenn auch nicht mehr so stark wie in der Anfangszeit) nach oben wachsenden Balken ein verfälschtes Bild vermitteln, sind die sinkenden Aktiven-Zahlen ein eher besorgniserregendes Zeichen. Besorgniserregend – sicher kann man auch dazu unterschiedlicher Ansicht sein. Fakt ist jedoch: Von den aktuell knapp 1,8 Millionen Artikeln der deutschsprachigen Wikipedia beinhalten 90 bis 98 Prozent lebendes Wissen – anders als totes, abgeschlossenes Wissen also Wissen, das sich in Entwicklung befindet und dessen Parameter mehr oder weniger im Fluss sind wie beispielsweise die Biografien von lebenden Personen.

Wissen braucht Leute, die ebendieses Wissen generieren. Eine Enzyklopädie aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund an der Stelle an alle die Frage: Wie kann man dem beschriebenen Trend gegensteuern? Welche Faktoren müssten (nachhaltig) verbessert werden, damit das Beisteuern oder Erweitern von Wikipedia-Artikeln wieder attraktiver wird? Kurzum: Was müsste oder sollte sich in Wikipedia ändern? rz, 3. Januar 2015

Anmerkung: Der prozentuale Rückgang beträgt nicht, wie ursprünglich in der Headline stehend, 10 Prozent, sondern 14,5 Prozent (22.113 im November 2012 vs. 18.903 im Januar 2015). Nach einem freundlichen Hinweis von Benutzer BHC nunmehr Korrektur der Angaben im Beitrag. rz (4.1.)

Happy Public Domain Day!

Logo des Public Domain Days

Am 1. Januar feiern wir Public Domain Day, da an diesem Tag viele Werke von Autoren, die vor mehr als siebzig Jahren gestorben sind, gemeinfrei werden und nun frei verwendbar sind.

Wir sollten es uns immer wieder bewusst machen: Urheberrecht ist vorübergehend. Es besteht nur zu Lebzeiten des Autors und 70 Jahre danach (in den meisten Ländern). Während dieser Zeit hindert es die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte daran, Kunstwerke, literarische Werke, Kunst im öffentlichen Raum, Bauwerke in Ländern ohne Panoramafreiheit und noch vieles mehr in Artikeln zu zeigen. Aber jetzt wurde wieder Einiges aus dem Urheberrecht befreit!

Ein Überblick über die Bilder und Texte, die auf Wikimedia Commons hinzugefügt oder wieder hergestellt wurden, findet sich auf dieser Seite.

Viele dieser Dateien brauchen noch einen Platz in einem Artikel. Du kannst mithelfen!

Du kannst auch helfen, indem du neue Dateien hochlädst, die jetzt urheberrechtsfrei sind.
Du kannst auch helfen, indem du gelöschte oder zu löschende Dateien, die jetzt urheberrechtsfrei sind, mit der Hinweis-Kategorie versiehst.

Die Liste wird in den kommenden Tagen länger. R, 1.1.

Nachtrag: Wikisource pflegt ebenfalls eine Liste der seit dem Jahreswechsel gemeinfreien Autoren. Siehe: Gemeinfrei 2015. Eure Mithilfe beim Anlegen neuer Autorenseiten ist auch hier willkommen. Koff, 3.1.

2015 gestartet

Nun hat es begonnen, das Jahr 2015 – auch in der Wikipedia. Bereits in den letzten Wochen wurden einige Seiten wie der Nekrolog 2015 oder das Filmjahr 2015 angelegt, um direkt durchstarten zu können. Die ersten echten Artikel des neuen Jahres sind allerdings auch bereits geschrieben – um 0:00 Uhr wurden gleich 4 neue Artikel unserem Bestand zugefügt: die Weinarchitektur von Lantus (erstellt im BNR und eine Minute später verschoben, sodass der Artikel nicht unter den neuen Seiten auftaucht), die Ost-West-Friedenskirche von M(e)ister Eiskalt, der Glückssprung (passend zu Silvester) von Geolina163 sowie Frederik L. Schodt von Don-kun.

Mit dem 1. Januar startet zugleich auch der diesjährige WikiCup 2015, der damit in seine dritte Runde geht. Ab heute dürfen alle, die teilnehmen wollen, sich eintragen und Punkte für die erste Wertung am Ende März sammeln – Startplätze sind noch reichlich vorhanden, 32 Platzierte gehen in die nächste Runde.AR, 1.1.

NB: Der letze Artikel des wieder einmal von Kriegen geprägten Jahres 2014 war passenderweise derjenige über die Fuerzas Armadas del Uruguay. H, 1.1.

Auswertung: Seiten, die am häufigsten in mehreren Sprachen ausgezeichnet wurden

Gemäß Auswertung auf Wikidata führen bei den mehrfach exzellenten Artikeln die aus dem Bereich der Astronomie. An erster Stelle steht der Mars, der in 20 Sprachversionen den Status Exzellent hat. Darauf folgen das Sonnensystem (18), die Erde, Jupiter, Merkur und Stern mit jeweils 16. Auch 16-fach exzellent und das erste Lemma, welches in irdischen Sphären vorkommt, ist Schach. Danach kommen die Vereinigten Staaten von Amerika (15), der Zweite Weltkrieg (15), Paris (15), Gaius Iulius Caesar (15) und der Löwe (15). kp, 26.12.

Auswertung: Seiten mit den meisten Interwikilinks

Ganz weit vorne mit dabei: die Staaten der Erde

Gemäß Auswertung der Spezialseite Seiten mit den meisten Interwikilinks ist der Artikel über Russland mit Versionen in 270 Sprachen die Seite mit den meisten Interwikilinks. Auf Platz zwei liegen die Vereinigten Staaten mit 261 Interwikilinks. Bronze geht an die Wahre Jesus-Kirche mit 257, es folgen Deutschland und Wikipedia mit jeweils 256, Europa mit 255 sowie Italien und Frankreich mit je 252 Interwikilinks. Man merkt bereits, dass die Top 500 hauptsächlich von Staaten, aber auch von Großstädten, Kontinenten und anderen geographischen Objekten dominiert werden. Österreich liegt mit 237 Sprachversionen auf dem 22. Platz, die Schweiz kann mit 228 Interwikilinks Platz 35 erreichen. Der Karibikstaat St. Vincent und die Grenadinen ist mit dem 1.232. Platz der am seltensten vorkommende Staat der Wikipedia.

Die Sprache mit den meisten Sprachversionen ist die Englische Sprache auf Rang 10, der Ort mit den meisten Sprachversionen ist die brasilianische Großstadt Curitiba. Auch die winzige polnischen Gemeinde Kurów (Platz 37) und die schleswig-holsteinischen Kleinstadt Uetersen (Platz 49) liegen überraschenderweise trotz ihrer relativen Unbekanntheit weit vorne. Erste der Allgemeinheit „bekanntere“ Stadt und zugleich die Großstadt mit den meisten Sprachversionen im deutschsprachigen Raum ist Berlin (Rang 54), der mit gleich 221 Interwikilinks zu Buche steht. Damit liegt die deutsche Bundeshauptstadt noch vor Paris (Platz 61), Rom (62), London (66) und New York City (156). Unsere Erde erreicht immerhin den 43 Platz. Das am häufigsten vorkommende Bundesland Deutschlands ist der Freistaat Bayern (1220) und damit noch vor Hessen (1378) und Nordrhein-Westfalen (1828).

Im Bereich Literatur liegt die Bibel mit dem 70. Platz vorne, bei den Tierarten der Haushund mit dem 91. Platz, bei den Sportarten der Fußball mit dem 219. Platz, bei den Bergen der Mount Everest mit dem 1.126. Platz. Bei den Wissenschaften liegt die Geographie mit Platz 102 ganz vorne und damit noch vor Mathematik (127), Astronomie (136) und Physik (141). Der Euro kommt weit häufiger vor als der Dollar, das Christentum häufiger als der Islam, der Himalaya öfter als die Alpen, die Band Queen kommt noch vor den Beatles. Der Atlantische Ozean ist mit dem 163. Platz das häufigste Gewässer, der Nil (Rang 654) der häufigste Fluss. Auf dem 185. Platz befindet sich die erste Liste dieser Spezialseite, die Liste der Staaten der Erde. Jesus Christus (51) und Ronald Reagan (68) gehören im Bereich Personen zu den häufigsten der Wikipedia, Barack Obama (104) ist zurzeit die lebende Person mit den meisten Interwikilinks. Erstaunlicherweise liegt Adolf Hitler „nur“ auf dem 271. Platz.

Häufigster US-Bundesstaat ist Kalifornien mit Rang 278, häufigstes Element ist das Gold mit Rang 286, häufigstes Organ das Herz mit Rang 710, die häufigste Krankheit, AIDS, liegt mit 133 Interwikilinks weit abgeschlagen auf Platz 1304. Der Monat Februar hat in mehr Sprachen einen Artikel als alle anderen Monate, der Dienstag mehr als alle anderen Wochentage, 2007 mehr als alle anderen Jahre, der 1. Januar mehr als alle anderen Tage des Jahres, die Zahl Eins mehr als alle anderen Zahlen, der Osten mehr als alle anderen Richtungen, das A mehr als alle anderen Buchstaben des lateinischen Alphabets.

Nachtrag: Auch interessant: Der allmächtige Gott erreicht den 982. Platz und liegt damit weit hinter Russlands Präsidenten Wladimir Putin mit Rang 959.

Der Miniaturenwettbewerb geht in die dritte Runde

Hier kommen Kleine ganz groß raus!

In zahlreichen Diskussionen um den Wikipedia:Schreibwettbewerb und an anderen Stellen der Wikipedia wird deutlich, dass uns ein wichtiges Event fehlt: Ein Miniaturenwettbewerb als kleiner Bruder des Schreibwettbewerbs, mit wenigen Regeln und viel Spaß. Aus diesem Grund wurde 2011 ein erster Versuch eines Miniaturenwettbewerbs gestartet, der zweite Aufschlag 2013 war ebenfalls recht erfolgreich. Nun geht es also in die dritte Runde:

Vom 21. Dezember 14:00 Uhr, bis zum 21. Januar, ebenfalls 14:00 Uhr, können hier neu geschriebene Miniaturen (Richtwert max. 15.000 Byte) zu allen Themen für den Wettbewerb nominiert werden – jeder darf dabei so viele Nominierungen einstellen, wie er will; Review oder Kandidatur der Artikel während des Wettbewerbs sind nicht ausgeschlossen. Und wenn ihr über spannende Neuanlagen stolpert, dürft ihr deren Autoren natürlich auch zur Teilnahme motivieren.

Die Gewinner werden während des laufenden Wettbewerbs und in den danach folgenden 10 Tagen von den Lesern bestimmt. 2013 konnten sich vor allem Kunstartikel durchsetzen – die Gewinner waren: La Closerie des Lilas, Der verliebte Löwe (Gemälde), Porträt des Vaters Franz Heinrich Corinth mit Weinglas und das Petershausener Sakramentar.AR, 21.12.

Video-Jahresrückblick 2014

Der Dezember: Zeit für allfällige Rück- und Ausblicke. Die Wikimedia Foundation, Diensteanbieterin unseres Projekts zum Aufbau einer Online-Enzyklopädie, hat das erste Mal unter dem Hashtag #Edit2014 einen Jahresrückblick als Video erstellt. Weltweit bewegende Momente von Leid bis Freude werden ausschließlich mit frei lizensierten Bildern und Videos illustriert und zugleich mit den Entwicklungen in den Wikimedia-Projekten verknüpft. Was dem kurier positiv auffällt: dass nicht nur englische und nicht nur Wikipedia-Inhalte gezeigt werden, und dass das Video mit Untertiteln in vierzehn Sprachen zur Verfügung steht. Stirnrunzeln verursachte hingegen der zugehörige Blogbeitrag: Als »small non-profit« stellt Katherine Maher, ihres Zeichens Chief Communications Officer die Stiftung dort dar und spricht von einem »shoestring budget«, das für die Erstellung verwendet wurde. Bei einem Gesamtbudget von 58,5 Millionen $ fragt sich der Reporter, wie groß so ein „kleines Geld“ wohl gewesen sein mag… Doch jetzt: Film ab! mh, 18.12.

Auge in Auge mit Camille bei Eduard

Selbstporträt Camille Pissarro (1830–1903), 1873

Camille Pissarro (1830–1903) war ein französischer Maler des Impressionismus und Wegbereiter des Neoimpressionismus. Er war einer der bedeutendsten und produktivsten Maler dieser Kunststilrichtung.

Wir, die Community der deutschsprachigen Wikipedia (kurz: die Wikipedianer), wollen im Rahmen der GLAM on Tour Station im Von der Heydt-Museum machen. Dort ist nämlich noch bis zum 22. Februar 2015 die Sonderausstellung „Pissarro – Der Vater des Impressionismus“, in dem Kunstmuseum, das nach dem Stifter Eduard von der Heydt benannt ist und das Kunstkritiker erst kürzlich zum Museum des Jahres erklärten. Diese GLAM-on-Tour-Station in Wuppertal soll dann am Wochenende vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2015 stattfinden.

Am Freitag werden dann die Wikipedianer aus ganz Deutschland anreisen, auch aus der Schweiz möchte eine Teilnehmerin zu uns stoßen. Wir treffen uns dann am Abend zu einem Stammtisch in einem Restaurant, um uns bei einem gemütlichen Abendessen kennen zu lernen und erste Besprechungenen zu dem folgenden Tag abzuhalten. Das Restaurant liegt ganz nahe am Hotel, so dass der Rückweg am späten Abend auch nicht weit ist. Das Ambiente der Bar/Restaurant ist passend zu dem Rahmen der Veranstaltung – lasst Euch überraschen. Wikimedia Deutschland wird, wie bei jeder Station des Projekts, ein Kontingent im Hotel für 20 Teilnehmer übernehmen.

Am Samstag, dem Haupttag der GLAM-on-Tour-Station, wird dann eine Schreibwerkstatt um die Themenbereiche Pissarro und Impressionismus sowie zur gastgebenden Institution, dem Von der Heydt-Museum, eröffnet. Dazu wollen wir die an das Museum angeschlossene Kunstbibliothek nutzen. Die Bibliothek des Von der Heydt-Museums bietet uns auf 2400 Regalmeter rund 100.000 Bücher über Kunst an, die wir nutzen wollen. Um auch richtig in das Thema Pissarro hinein zu kommen, nehmen wir die Sonderausstellung zunächst mit einer Sonderführung am Vormittag in Augenschein. Also sozusagen „Auge in Auge mit Camille“ und betreiben etwas original research. Zur Mittagspause gehen wir kurz schräg gegenüber auf die andere Straßenseite und nehmen einen Imbiss in einem Café/Bistro ein. Am Nachmittag wollen wir ganz produktiv mit unserer Schreibwerkstatt werden, denn das Haus und damit auch die Bibliothek werden an diesem Samstag schon um 18 Uhr geschlossen. Das Abendprogramm wird in rund fünf Gehminuten entfernt stattfinden, dazu haben wir das Glück, dass wir mit dem „Kontakthof“ einen ausgezeichneten Ort gefunden haben. In einer kuscheligen Atmosphäre, mit Lounge und einer Bar in der Ecke, werden wir uns zunächst am Buffet stärken. Gegen 20 Uhr wird uns dann eine Spezialausgabe des Wikipedianischen Salons von Andreas Paul und Schlesinger auf der kleinen Bühne unterhalten, wozu auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Dieser Veranstaltungsort bietet Platz für 60 bis 80 Gäste und hat Bühnentechnik schon fertig installiert. Der Arbeitstitel des Salons lautet „Kunst und Wikipedia – Ziemlich beste Freunde?“, wir dürfen gespannt sein, ob es den beiden gelingt, interessante Talkgäste einzuladen. Als erster Gast hat die Kuratorin des Museums ihr Kommen zugesagt.

Leider werden wir den Tag über nicht genug Platz für alle in der Präsenzbibliothek haben, ein eigener Lesesaal ist nicht vorhanden. Die Museumsleitung hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Teilnehmerzahl in der Bibliothek auf 20 zu beschränken sei. Im ungünstigen Fall ist selbst diese Zahl zu hoch gewählt… Wir haben aber das Glück, dass wir schon den ganzen Tag den Kontakthof als zweiten Arbeitsraum nutzen können. Dort soll dann eine gemütliche kollegiale Atmosphäre des „Offenen Editierens“ entstehen, einige Bücher werde ich auch zur Verfügung stellen können. Wir müssen uns also einigen, wie wir uns am besten aufteilen, nach meinem Vorschlag gehen die Artikelschreiber der Bildenden Kunst in die Bibliothek. Nach der Mittagspause wird es noch einen Einführungsvortrag und -workshop geben, zu dem Mitarbeitende des Museums und Mitglieder des Kunst- und Museumsvereins Wuppertal eingeladen worden sind. Diese dürfen dann zum „Offenen Editieren“ im Kontakthof dazustoßen. Leser des Kuriers aus der Region, die an dem Einführungsvortrag interessiert sind, können sich über kultur[at]wikimedia.de zu dieser Teilveranstaltung anmelden.

Am Vormittag des Sonntags wollen wir uns in der Junior-Uni Wuppertal treffen, wir sind dorthin eingeladen worden. Nach einer Führung durch die in Deutschland bislang einzigartige Bildungseinrichtung, für junge Menschen von vier bis 20 Jahren, können wir einen Seminarraum nutzen, um unsere Nachbesprechung zur Schreibwerkstatt abzuhalten.

Nur eins wird diesmal nicht möglich sein, dass wir bei dieser GLAM-on-Tour-Station fotografisch tätig werden. Anders ausgedrückt, das Fotografieren ist bei dieser Veranstaltung nur ein sekundäres Ziel. Bei den weltweiten und umfangreichen Leihverträgen der Werke Pissarros und seiner Künsterfreunde ist Fotografieren in der Sonderausstellung nicht erlaubt, da greift das Hausrecht des Museums.

Die Idee zu diesem Programm habe ich entwickelt, vieles wäre aber nicht möglich gewesen – gäbe es nicht die Unterstützung von Lilli Iliev von Wikimedia Deutschland. Sie hat mit ihren Telefonaten erst überhaupt erreicht, dass sich die Institution zu dieser neuartigen Zusammenarbeit hinreißen lässt und die anfängliche Skepsis überwunden hat. Wir wollen dieses großzügige Angebot auch dankend und sinnvoll annehmen. In den wenigen Stunden in der Bibliothek wollen wir uns ganz auf das Recherchieren und Schreiben von Artikeln konzentrieren. Neben der reinen Schreibtätigkeit können am Rande fruchtbare Gespräche darüber geführt werden, inwieweit eine Kulturinstitution – die auch einen Bildungsauftrag hat – die Wikipedianer unterstützen kann. Die Facebook-Seite „Art in Düsseldorf“ (ein Portal über bildende Kunst in Düsseldorf) teilte und kommentierte die vom Von der Heydt-Museum verbreitete Pressemeldung zu unserer Veranstaltung mit den Worten: „Interessante Aktion des Von Der Heydt-Museum Wuppertal. Zur Nachahmung empfohlen“. Das spornt an! Weitere Informationen sowie die Tabelle zum Anmelden sind auf der Projektseite zu finden. Fühle Dich hiermit eingeladen, es sind noch Plätze frei. Es wird bestimmt ein sehr spannendes und GLAMouröses Wochenende! 18.12. ata

Carl Durheims Fahndungsfotografien von Heimatlosen auf Commons

Tafel IV der auf Bogen gedruckten Lithografien (1853). Diese Bogen versandte die Bundesanwaltschaft an die schweizerischen Polizeistellen.

In den Jahren 1852 bis 1853 fotografierte Carl Durheim im Auftrag der Eidgenossenschaft hunderte aufgegriffene und festgehaltene Heimatlose und Fahrende. Der Berner Lithograph und Pionierfotograf schuf damit einen weltweit einzigartigen Bestand an Polizeifotografien. Das Schweizerische Bundesarchiv digitalisierte die 221 Salzpapierabzüge und veröffentlichte diese auf Wikimedia Commons.

Heimatlose und Fahrende (auch Nichtsesshafte) wurden im 19. Jahrhundert als ordnungs- und sozialpolitisches Problem betrachtet. Die „Sozialreformer“ sahen im „Vagabundieren“ ein Übel, das von einer fortschrittlichen Gesellschaft überwunden werden sollte. Bis ins 19. Jahrhundert hinein fanden sogenannte „Betteljagden“ statt, bei denen Arme und Fahrende aus dem Gemeindegebiet vertrieben wurden. Später wurden die Methoden subtiler: Regelmässige Arbeit, fester Wohnsitz, obligatorischer Schulbesuch der Kinder. Mit entsprechenden Vorschriften sollten die Fahrenden in die Gesellschaft eingegliedert und die nichtsesshafte Lebensweise zum Verschwinden gebracht werden. Durchgesetzt wurden sie mit einer Mischung aus Hilfe und Zwang.

Von 1849 bis 1852 liess die Bundesanwaltschaft in einer schweizweiten Polizeiaktion Heimatlose aufspüren, registrieren und zwangsweise einbürgern. Anfangs 1852 erhielt Carl Durheim den Auftrag, die in einem Berner Gefängnis inhaftierten Heimatlosen und Fahrenden zu fotografieren. Bei der dadurch entstandenen Sammlung von Fahndungsfotografien handelt es sich, nach heutigem Kenntnisstand, um den weltweit frühesten überlieferten Bestand an Polizeifotografien.

Die Fotosammlung ist als Quelle für die Fotografiegeschichte interessant, da sie über die Arbeitsweise eines der ersten professionellen Fotografen der Schweiz Aufschluss gibt. Darüber hinaus reflektiert die Sammlung auch den Umgang der bürgerlichen Kultur des 19. Jahrhunderts mit der ihr fremden Gruppe der Heimatlosen und Fahrenden.

Galerie (Auswahl)

Weblinks

 Commons: Carl Durheims Fahndungsfotografien von Heimatlosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

CH-BAR, 16.12.2014

Das neu gewählte Präsidium von Wikimedia Deutschland stellt sich vor

Wir, das auf der 15. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland gewählte 4. Präsidium, haben am 1. Advent in der Berliner Geschäftsstelle unsere konstituierende Sitzung durchgeführt. Vielen Dank für eure Stimmen, danke an die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder für ihre wertvolle Arbeit und danke an alle Kandidaten und freiwilligen Helfer für ihr Engagement!

Gruppenbild des 4. Präsidiums
Vorsitzender des Aufsichtsgremiums des Vereins ist nach wie vor Tim Moritz Hector (Benutzer:Bücherwürmlein). Ihm stehen als Schatzmeister Sebastian Moleski (Benutzer:Sebmol), als stellvertretende Vorsitzende Kurt Jansson (Benutzer:Kurt Jansson) und Lukas Mezger (Benutzer:Gnom) sowie die BeisitzerInnen Catrin Schoneville, Harald Krichel (Benutzer:Seewolf), Jürgen Friedrich (Benutzer:Jürgen Friedrich (WP)), Nikolas Becker (Benutzer:Theredmonkey) und Sabria David zur Seite (der Kurier berichtete). Bei einem kleinen Brunch gemeinsam mit Vereins- und Communitymitgliedern sowie Vereinsmitarbeitern entstand das erste Gruppenbild.

Kurzvorstellungen der einzelnen Präsidiumsmitglieder finden sich hier. Themen der ersten Sitzung waren neben einer Einführung der „Neuen“ in die Arbeitsweise des Gremiums die Fortführung der Vorstandssuche und des Governance Review sowie erste Planungen zur wohl schon bald stattfindenden nächsten Mitgliederversammlung.

Impression von der konstituierenden Präsidiumssitzung
Alle Anwesenden waren guter Stimmung und über das gute, konstruktive Arbeitsklima erfreut. Das wollen wir so beibehalten!

Es liegt uns am Herzen, während der nächsten zwei Jahre mit den Vereinsmitgliedern und den Communitys in guter Verbindung zu stehen. Wir möchten gern auch eure Standpunkte in unsere Arbeit im Präsidium einfließen lassen, und dafür ist es wichtig, dass wir wissen, was euch wichtig ist. Wenn ihr Vorschläge, Ideen, Kritik und persönliche Erfahrungen habt, die für unsere gemeinsame Sache wichtig sind, dann wendet euch gerne an uns – über unsere Diskussionsseiten oder per E-Mail an praesidiumatwikimedia.de. Gerade eure unterschiedlichen Perspektiven werden uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Während die operative Arbeit beim Vorstand liegt, verantwortet das Präsidium dabei als Aufsichtsgremium die Festlegung strategischer Ziele. Von allen Freiwilligen haben wir den kürzesten Draht in die Geschäftsstelle und möchten diese Verbindung als eure Vertreter im Verein kräftig nutzen. Zum Schluss möchten wir uns noch einmal herzlich für euer Vertrauen bedanken: Von vielen Seiten aus dem Verein, den Communitys, der Geschäftsstelle und aus dem internationalen Wikiversum haben wir freundliche und ermunternde Nachrichten bekommen. Das spornt an! Gnom und bue, 8.12.

Konfliktbewältigung Schritt für Schritt

Nichtadministrative Konfliktbewältigung heißt:
gemeinsame Konfliktbewältigung.

Seit Jahren wird eine Zunahme des Konfliktpotentials und eine zunehmende Härte ausgetragener Konflikte beobachtet.[HAZ] Im Artikelnamensraum ist das Dilemma am deutlichsten: Einerseits vermeinen manch erfahrene Autoren durch ihre Artikelarbeit eine Art Wissenvorherrschaft errungen zu haben und legen die Hürden für Artikeländerungen und -erweiterungen immer höher, andererseits wird es für Neuautoren immer schwieriger, sich in die Wikipedia einzuarbeiten, da in zunehmendem Maß nur noch komplexe, spezielle Fachgebiete Möglichkeiten für erschöpfende neue Artikelarbeit bieten. Neben den Problemen im Artikelnamensraum existieren weitere vielfältige Problemherde, deren Lösungsansätze genauso vielfältig sind und zu deren Lösung die Vorbereitung ob ihrer Komplexität sehr sorgfältig sein muss.

Allen behandelten Problematiken gemein ist, dass diese nicht durch administrative Maßnahmen gelöst werden können. Immer und immer wieder Artikel zu schützen oder wiederholt Konfliktparteien zu sperren und damit den Beteiligten kurzfristig einen Maulkorb zu verpassen, löste nicht nur noch nie einen Konflikt, sondern brachte zumeist zusätzlich noch viele weitere Konfliktebenen hinzu.

Die Auswirkung, die mannigfaltigen Konfliktherde ungelöst zu belassen, wird mittlerweile sehr deutlich wahrgenommen:
Altautoren hören auf, Neuautoren (darunter viele Fachexperten) werden vertrieben und sogar Administratoren werfen das Handtuch.[n24][TA]

Damit bleibt auch keinerlei Zweifel, dass etwas unternommen werden muss: Als der vielversprechendste Ansatz zur Lösung hat sich das von AndreasPaul organisierte Guide-Camp herausgestellt. Ohne einen Anspruch darauf zu erheben, ein Wundermittel gegen alle Wehwehchen zu sein, werden im Zuge der Guide-Camps Schritt für Schritt alle allfälligen Thematiken und Konfliktpotentiale erörtert, Lösungsansätze erarbeitet und in Folge wiederum Schritt für Schritt entsprechende Projekte zur Umsetzung aufgestellt.

Während das 1. Guide-Camp der grundsätzlichen Themen-Evaluierung gewidmet war und sehr interessante Vorträge thematische Hintergrundinformation lieferten, werden im Zuge des 2. Guide-Camps bereits für bestimmte Problemkreise Projektansätze erarbeitet. Das Einbringen neuer Konfliktthematiken und neue Ideen für Projekte sind dabei genauso willkommen wie die Mitwirkung bei bereits bekannten Themenbereichen. (arg, 7.12.14 )

Fangt den Heiligen Nikolaus ein!

Nikolaus und Krampus.jpg

Wer immer brav und lieb war und seine Schuhe geputzt und rausgestellt hatte, der ist vielleicht vom Heiligen Nikolaus heute reich beschenkt worden. Im Süden gibt es noch seinen Begleiter Krampus, der die Bösen bestraft, die es aber bei uns ja nicht gibt.

Für viele ist die Adventszeit die schönste Zeit des Jahres. Und der heutige Nikolaustag die Generalprobe für Weihnachten. Die großen Fotowettbewerbe liegen hinter uns. In der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland (WMDE) werden in den nächsten Tagen die Urkunden und Preise für die Gewinner von Wiki Loves Monuments verschickt werden, damit sie noch rechtzeitig vor Weihnachten ankommen. Doch keiner braucht seine Kamera einzupacken oder einstauben zu lassen.

Heute starten wir einen Foto- und Schreibwettbewerb rund um die Themen Weihnachtszeit, Winterzeit, Wendezeit 2014/2015. Nicht nur der Nikolaus und Krampus werden gesucht. Bunte Weihnachtsmärkte, geschmückte Weihnachtsbäume, Weihnachtspyramiden, Weihnachtsgebäck, Schwibbögen, Räuchermännchen, Nussknacker und Reiterlein und vor allem das vielfältige Brauchtum gehören dazu. Viele schöne Motive bietet diese besinnliche Zeit. Seit November, und bis Anfang Februar durchleben wir allein neun Wendezeiten, von denen das Weihnachtsfest und die Jahreswende von Silvester zu Neujahr die bekanntesten darstellen.

Doch wer nicht viel mit christlichen Festen am Hut hat, der kann mit seiner Kamera durch den Schnee pirschen, Schlittenfahrten dokumentieren, außergewöhnliche Winterlandschaften fotografieren, Schneekristalle einfangen oder Eiszapfen ablichten. Und Ende Januar entscheiden wir alle zusammen, wer die von WMDE ausgelobten Preise erhält. Zu den zehn Bildpreisen kommen noch drei Artikelpreise hinzu. Also nicht nur Fotografen, sondern auch Autoren können teilnehmen.

Und schon heute fängt die Bescherung an: Der heilige Nikolaus hat bei WMDE 14 thematisch passende Bücher abgegeben, die auf der Projektseite sofort bestellt werden können, sofern nicht jemand schon schneller war und solange der Vorrat reicht. Allen frohe Feste und viel Freude mit diesem Wettbewerb. (6.12.14 Brücke)

Eine Medaille, zwei Seiten, heute: Literaturstipendium von Random House

Der kurier ist per Definition nicht unbedingt neutral und schon immer Forum für Meinungen. Heute gibt es Pro und Contra zum neuen Literaturstipendium der Verlagsgruppe Random House:

pro: Wann kommt der Nächste?

Eine Verlagsgruppe hat eine Idee: Ehrenamtliche Autorinnen und Autoren der Wikipedia sollen kostenfrei Bücher aus dem Programm der zum Unternehmen gehörenden 45 Buchverlage erhalten. Dass die Verlagsgruppe es dabei mit einer besonderen Personengruppe zu tun hat, muss ihr jemand gesagt haben. So wird auf Benutzer:Verlagsgruppe Random House/Literaturstipendium nicht nur zugesichert, dass Nutzername und Adresse nicht verknüpft werden, auch der Versand an Dritte ist möglich, um die Anonymität zu gewährleisten. Ein Nachweis wird nicht gefordert, es soll lediglich mit den Büchern enzyklopädisch gearbeitet werden. Soweit nachvollziehbar. Alles gut? Nicht für alle – auf der Diskussionsseite des kurier wird eine intensive und leidenschaftliche Diskussion über den Sinn des Stipendiums und die Hintergründe des Unternehmens geführt.
Ich bin der Meinung: Das ist eine gute Idee. Die Wikipedianerinnen und Wikipedianer bestimmen, worüber sie schreiben wollen, und auch mit welchen Quellen. Wenn ein Werk aus der Verlagsgruppe geeignete Literatur ist, dann erhalten sie es kostenfrei, anstatt es zu kaufen. Nach vielfältigen Erfahrungen mit Unternehmen in der Wikipedia finde ich es zudem höchst ungewöhnlich, wie in den „Spielregeln“ genau den hierzuwiki zu erwartenden Bedenken proaktiv Rechnung getragen wird.
Lasst uns diesen Versuchsballon begrüßen; wenn es nicht klappt, ist die Gemeinschaft der Wikipedianerinnen und Wikipedianer jederzeit in der Lage, das zu beenden. Doch ich wünsche mir, dass andere Verlage dem Beispiel folgen. Wann kommt der Nächste? emha, 6.12.

contra: Mitten auf den Leim von Random House?

Mit Verlaub: Das ist schon eine bemerkenswerte Naivität, die hier teilweise an den Tag gelegt wird. Da kommt der marktführende Büchervertreiber zur Wikipedia, um dort Hof zu halten und sich mit einer guten Portion Brosamen einzukaufen – und der Schwarm schickt sich an, brav zu dienern?

Dabei ist das Kalkül relativ leicht nachzuvollziehen: Das Produkt wird platziert, indem es verschenkt wird, weil sehr ordentliche Ernte für diese Aussaat zu erwarten steht. Als Benutzer:Verlagsgruppe Random House/Literaturstipendium weiß man natürlich längst und nutzt es nun, dass ohne Literaturnachweise immer weniger geht in der Wikipedia. Aber wer zuerst kommt, hat enorme Vorteile: Nichts leichter, auch für etablierte Wikipedianer, als eine bestellte Zusendung, die freundlicherweise als Geschenk eintrifft, in allen relevant erscheinenden Aspekten sorgsam belegt in den Artikelbestand einzupflegen. Und wir haben in den unbegrenzten Weiten des wikipedia-enzyklopädischen Kosmos ungezählte Artikel, in denen Literaturbelege noch kaum zu finden sind. Ein also noch lange lohnend weites Feld für RH-Wikipedia-Ausstatter. Wer dann als Nächster kommt, hat es deutlich schwerer, denn Random House sitzt schon in der Furche...

Besten Dank für den Weckruf, Aschmidt! Man muss nicht die Axt im Walde geben, um diese Masche unmissverständlich zurückzuweisen. Wer wollte denn nicht ein Faible für schöne Bücher nachsehen, wie sie bei Prestel beispielsweise anzutreffen sind? Aber was, wenn man als Wikipedianer auf diese Weise in ihren Besitz gelangt ist? Für mich jedenfalls wäre das eine höchst ungemütliche Lage, eben weil der Korruptionsversuch dabei auf der Hand liegt.

Literaturspam-Bemühungen hat’s natürlich so oder so jede Menge im Projekt (ich war in meinen Wikipedia-Anfängen kurzzeitig in eigener Sache selbst beteiligt), und das löst bei uns in der Regel gesunde Abwehrreflexe aus. Hierbei aber handelt es sich um eine gewissermaßen souveräne Mutation in Richtung Literaturspam 2020:

Schöne neue Welt der Wikipedia/RH in spe!

Dafür sollten wir uns höflich bedanken und den Händler mitsamt seinem Angebot freundlich hinaus aus dem Haus komplimentieren! Barnos, 6. 12.

Photographische Ausrüstung im Wert von 5300 € gestohlen

Die Iberoconf ist eine Konferenz der iberoamerikanischen Chapter
Diego Delso beim Photo Wiki Meetup (Wikimania 2014)

Photographische Ausrüstung ist teuer. Aus diesem Grund überrascht es nicht, dass der Laptop das noch preiswerteste gestohlene Utensil war: Nachdem Diego Delso an der Iberoconf teilnahm, wurden ihm seine digitale Spiegelreflexkamera, eine Canon EOS 5D Mark II und dazu gehörige Objektive gestohlen. Und so summiert sich der Schaden auf 5300 €. Das Tragische an der Sache ist, dass Diego Delso, auch unter seinem Benutzernamen Poco a poco (deutsch „Schritt für Schritt“) bekannt, einer der aktivsten Photographen, die ihre Photos unter einer freien Lizenz auf Wikimedia Commons bereitstellen, war. Dort steuerte er über 5500 Qualitätsbilder und 153 exzellente Bilder bei und bereicherte so Commons, die Wikipedia, ihre Schwesterprojekte, sowie ganz allgemein die Open-content-Bewegung. Über sein photographisches Engagement hinaus brachte sich Diego in die Organisation der Wettbewerbe „Wiki Loves Monuments“ und „Wiki Loves Earth“ ein und hielt auf der Wikimania 2014 einen Vortrag, in dem er erklärte, wie er mit Hilfe der Commons-Community zu einem Photographen von Qualitätsbildern wurde. Um Diego auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, mit angemessener Ausrüstung zur Open-content-Bewegung beizutragen, wurde eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. In nur einem Tag sind dort bereits über 1000 € (ohne Berücksichtigung von Zahlungs- und Plattformgebühren, welche zusammen 7 bis 12% betragen) durch Crowdfunding zusammengekommen. -R, 3.12.

Herzlichen Glückwunsch, Wikinews!

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Einen Beitrag tiefer wurden ja bereits die Wikimedia-Projekte benannt, einem dieser „Schwesterprojekte“ gratuliert der kurier heute zum zehnten Geburtstag. Die deutschsprachigen Wikinews, die freie Nachrichtenquelle zum Mitmachen, wurden am 3. Dezember 2004 gestartet, die heutige Hauptseite sah damals (um 15:55 Uhr von einem/r unangemeldeten Mitarbeiter/in angelegt) so aus.
Erster angemeldeter Benutzer war laut Benutzerverzeichnis Benutzer:Chb, der/die jedoch über einen Edit nie hinauskam. Die Namen der dann registrierten User kennt man, zumindest wenn man schon länger hier dabei ist, um die Erstellung des ersten Artikels lieferten sie sich ein kleines Wettrennen, das Benutzer:Mathias Schindler um 17:18 Uhr mit »BBC erklärt eigenen Beitrag über Entschädigungszahlungen für Bhopal-Opfer zur Falschmeldung« für sich entscheiden konnte. Ihm folgten Benutzer:MichaelDiederich um 18:20 Uhr mit »Parlamentsbeteiligungsgesetz verabschiedet« und Benutzer:DaB. mit »Verkauf von Telefonen mit voreingestellter Telekomvorwahl vorerst verboten« um 18:29 Uhr.
Artikel werden bei Wikinews bis heute in der Artikelschmiede vorbereitet, bevor sie in den Artikelnamensraum verschoben und automatisch von der Hauptseite eingebunden werden.* Die Nachrichten werden in durchschnittlich 12,40 Edits rundgeschliffen, die mit Abstand meisten Bearbeitungen (765 Edits) erfuhr »Verheerende Erdbeben in Südostasien‏‎« vom 26. Dezember 2004. Diese Seite und der korrespondierende Wikipedia-Artikel Erdbeben im Indischen Ozean 2004 zeigen auch ein grundsätzliches und schon oft diskutiertes Problem der Wikinews: Trotz Was Wikipedia nicht ist, Punkt 8: „Wikipedia ist kein Newsticker“ entstehen Artikel über aktuelle Ereignisse auf der Wikipedia immer noch leichter als auf Wikinews. Aktuelles Beispiel: Tuğçe Albayrak hat keinen Wikinews-, aber einen Wikipedia-Artikel. Die Kategorie Laufendes Ereignis enthält momentan 26 Artikel.
Was sagt die aktuelle Statistik noch? In den vergangenen 3652 Tagen sind 12.162 Inhaltsseiten in Wikinews entstanden, die von »A1-Ausbau wird privat finanziert« (27. Februar 2005) bis »Zypriotische Regierung und Troika einigen sich auf Rettungsplan« (26. März 2013) reichen. Es gibt 20 Interviews und 304 Artikel sind laut Meinung der Gemeinschaft „besonders lesenswert“. Wie groß ist die Wikinews-Community? Es sind zwar mittlerweile 18.297 Benutzer registriert, als (in den letzten 30 Tagen) aktive Benutzer werden jedoch nur 28 geführt, acht Administratoren kümmern sich um die Verwaltungsaufgaben.
Anlässlich des zehnten Geburtstages machten gestern die Teilnehmer am Wiener Wikidienstag die Wikinews zum Thema und sorgten für zwei neue Artikel: »Leerer Koffer sorgt für Großeinsatz am Praterstern« und »Niederösterreich kämpft mit Eisregen«. Sehen wir das als gutes Omen für unser Schwesterprojekt, das für jeden, der mal als Abwechslung zum Wikipedieren Nachrichten verfassen will, offen ist. Alles Gute und Ad multos annos, Wikinews! mh, 3.12.
(* Insider sagen: das stimmt nicht wirklich.--wikinews)

Wer sich die ersten zehn Jahre Wikinews archivieren möchte, kann sich übrigens einen aktuellen Serverabzug für den Offline-Reader Kiwix herunterladen. Die deutsche Wikinews auf dem Stand vom 2. Dezember 2014 umfasst mit Bildern 65 MB bzw. ohne Bilder 13 MB. (A, 3.12.)


Wikinews-logo.svg Hurra!

Wir sind 10!

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… sagt nicht der Papst – aber jemand, der seit einigen Jahren Wikinews re(di)giert wie niemand sonst und ohne den es wohl anders aussehen würde.

Leider hat niemand einen Wecker gestellt, der uns in Wikinews rechtzeitig geweckt hat, um die große Party zu feiern. Bei gefühlt einer Hand voll nichtsporadischer Wikinewsianer wird so eine Party auch eher ein kleines Event, große Hallen müssen dafür aktuell nicht angemietet werden.

Nichtsdestotrotz: Geschenkartikel können ab sofort eingeliefert werden (Bitte noch den Inhalt richtig draufschreiben). Geschenkpapier ist unnötig! Das Einzige, was erwartet wird, ist ein klein wenig Qualität, aber das kann man ja schließlich verlangen zum Zehnjährigen! (wikinews)

Neuaufstellung der Übergangskommission

Die Wahl für das neue Präsidium von Wikimedia Deutschland ist erfolgt und damit steht auch die neue Wahl neuer Mitglieder für die Übergangskommission an. Da der neue Vorstand immense Verantwortung über ein mehrstelliges Millionenvermögen, über 50 Angestellte und fast ein Dutzend Wikimediaprojekte mit einer Vielzahl von Communities hat, von denen alleine die der Wikipedia millionenstellig ist, muss die gesamte Übergangskommission grundsätzlich neu gedacht werden und um Möglichkeiten von Hinterstübchen-Postenschubsereien, wie vor 5 Jahren geschehen, soweit wie möglich zu eliminieren.

Die alte Kommission bestand aus:

  • Abraham Taherivand, für die Bereichs- und Stabsstellenleitenden von Wikimedia Deutschland (Sprecher)
  • Sebastian Sooth, für das Kollegium von Wikimedia Deutschland
  • Natali Bosnjakovic, als Personalleiterin des Vereins
  • Kurt Jansson, für die Mitglieder (stv. Sprecher)
  • Martin Rulsch, für die Community
  • Ralf Bösch, für das Präsidium
  • Jürgen Friedrich, für das Präsidium
  • Tim Moritz Hector, für das Präsidium
  • Steffen Prößdorf, für das Präsidium
  • Sebastian Wallroth, für das Präsidium
  • Pavel Richter, als beratendes Mitglied

Bösch, Prößdorf und Wallroth sind ausgeschieden und werden durch Mitglieder des neuen Präsidiums besetzt werden. Kurt Jansson vertritt die Vereinsmitglieder und Martin Rulsch die Wikipedia-Community. Jetzt ist es aber so, dass die Wikipedia nicht das einzige Wikimedia-Projekt ist, sondern noch weitere Projekte mit ehrenamtlichen deutschen Communities existieren, die da wären:

Folglich sollten aus jedem dieser Projekte ein Communitymitglied in der Übergangskommission vertreten sein.

Dazu sollte zu der Sonderposition von Kurt Jansson, der ja als stv. Sprecher der Vereinsmitglieder von WMDE gerade deswegen gekürt wurde, da er zu den Gegnern der Entlassung Pavel Richters gehörte, ein Vereinssprecher der Opposition gegenübergestellt werden, Pavel Richter sollte ein externer Fachmann beigestellt werden, damit eine neutrale Auswahl nach Leistung und fachlicher Eignung 100 % gewährleistet ist. --Juliana 21:25, 2. Dez. 2014 (CET)

Noch 23 Tage bis Weihnachten…

Wünsch Dir was…

… also höchste Zeit für den Start der Weihnachtswunschliste. Wie schon in den letzten Jahren, dürfen die Wikipedianerinnen und Wikipedianer auch heuer wieder ihre Wünsche eintragen und hoffen, dass fleißige Helfer sie in neue Artikel umwandeln.

Das Prozedere verläuft wie gehabt: Jeder darf seinen Artikelwunsch in die Liste eintragen. Anschließend ist jeder andere Wikipedianer dazu aufgefordert, den Artikel zu erstellen. An Heiligabend werden die Geschenke schließlich aus dem Wikipedia- in den Artikelnamensraum verschoben – dann ist Bescherungszeit!

Falls der ein oder andere zwischen den Vorbereitungseskapaden und/oder Glühweinvergnügungen also noch Zeit für einen freundschaftlichen und wikipedianützlichen Schreibakt findet, oder sich gestresst vom überall herrschenden Weihnachtstrubel eine Ablenkungspause gönnen möchte: Die Weihnachtswunschliste steht für jeden Wikipedianer offen. Und da aus den Vorgängerjahren noch einige Einträge offenstehen, soll ein besonderes Augenmerk auch auf der Erfüllung dieser „Altwünsche“ liegen. Wie immer also: Viel Spaß und gut Schrieb! ;-) (mh, 1.12., unter Verwendung des bewährten Textes von SSS)

Wikimania-Stipendien

Das Bewerbungsverfahren der Wikimedia Foundation für Stipendien zur Wikimania 2015 in Mexiko-Stadt ist gestartet und läuft bis zum 16. Februar. Die Konferenz findet Mitte Juli statt. Die Organisatoren der Konferenz von Wikimedia Mexiko nehmen ebenfalls Vorschläge für das Programm entgegen. Mehr Informationen sind auf dem Konferenz-Wiki verfügbar. PEarley (WMF) 27.01.
Bitte wartet dennoch mit der Bewerbung, Wikimedia Deutschland wird in den nächsten Tagen einen genauen Ablauf für die Bewerbung deutschsprachiger Kandidatinnen und Kandidaten veröffentlichen, natürlich auch hier im Kurier.DH, 27.1.

Wikipedia goes Filmfestival!

Preisträgerin Lore Richter beim Max-Ophüls-
Preis 2015

In Anlehnung an den erfolgreichen Festival­sommer startete in der vergangenen Woche das Projekt „3F“ der Redaktion Film und Fernsehen mit dem Max-Ophüls-Preis 2015 in Saarbrücken sowie der Jahresversammlung des Bundesverbands Kamera in Hamburg. Neben dem obligatorischen Nutzen durch die zahlreichen Bilder sollte auch ausgelotet werden, wie ein Dialog zwischen der Wikipedia und Filmschaffenden aussehen kann. In den letzten Wochen und Monaten wurden durch die Artikelarbeit von Personen/Institutionen verstärkt IK erzeugt, was zeigt, dass auf Seiten der Filmleute noch Informationsbedarf besteht. In Zukunft soll darauf mit Informationsmaterial, einer Informationsseite und einem gezielten, fachbezogenen Mentorenprogramm reagiert werden. Die beiden Festivals sollen nur der Auftakt sein für eine Reihe ähnlicher Veranstaltungen, die Planungen dazu stehen noch aus. Q, 26.1.

„Profit!“ ruft die Eule

Proſit Neujahr allerseits!

Die Grenzen der Bezahlung hieß ein zurückliegendes Projekt, in dem es in der Hauptsache um bezahltes Schreiben ging. Dass Werbung in eigener Sache auch ganz anders geht, zeigt dieser Tage der Verlag De Gruyter, seines Zeichens Sponsor von 1000 kostenfreien Zugängen zu seinem Online-Angebot von digitalisierten Büchern und Zeitschriften unter dem Banner der „Wikipedia Library“. Sein großzügiges Engagement zur Verbesserung der Wikipedia lässt sich der Verlag auf eine Weise versüßen, die für manchen Wikipedianer eine bittere Pille sein mag. Die „empfohlene“ Zitierweise für Literaturangaben, die im Rahmen des Programms in Artikel eingepflegt werden, sieht die Einbindung eines Links auf das kostenpflichtige Online-Angebot des Verlags vor (Beispiel). Dort kann der geneigte Besucher die auf Wikipedia erlesenen Informationen gegen ein gewisses Entgelt auch gleich gegenprüfen oder seinen geweckten Informationsdurst stillen. Für den Ottonormalleser findet sich dort immerhin ein Inhaltsverzeichnis des zitierten Werkes. Das mag nun diejenigen nicht sonderlich stören, die selbst in den Genuss des De-Gruyter-Zugangs kommen, für alle anderen stellen sich aber einige nicht ganz triviale Fragen. Wird der Link auf Bezahlseiten künftig die Norm bei Literaturangaben auf Wikipedia sein? Wieso lassen sich die einschlägigen Wikipedia-Regeln für Weblinks derart leicht aushebeln? Und wollen wir solche Programme überhaupt, wenn sie in eine Kommerzialisierung der Wikipedia ausarten? Dies und mehr gilt es (hoffentlich) auszusortieren, solange das Programm noch gerade an seinem Beginn steht. Pr, 25.1.

Happy Magnus Manske Day

Der heutige Tag ist einem der hingebungsvollsten, aktivsten und entspanntesten Mitstreiter in der Geschichte von Wikimedia gewidmet. Neben Entwicklung an Phase II ist Magnus in vielen Bereichen aktiv, seine Werkzeuge erfreuen sich großer Beliebtheit und sichern in einigen Projektbereichen Aufgaben ab, welche man als Grundlagenfunktionen bezeichnen kann. con, 25.1.

Werbung: Das Support-Team sucht Support

Leserpost in der Flasche

„Mein Konto kann ich nicht erstellen. Bitte um Hilfestellung!“. „Können Sie mein Geburtsdatum aus dem Artikel nehmen, ich arbeite in einem sensiblen Bereich“, „Zu diesem Artikel würde ich gern auch Bilder zur Verfügung stellen. Wen kann ich kontaktieren?“, „Sie sollten sich was schämen!!!“, „Können Sie mir die Anschrift von Joanne K. Rowling mitteilen, da ich auch zaubern kann?“

Derart neugierige, hilflose, lobende, freundliche, kritische, unverschämte und mitunter auch absurde Anfragen an die Wikipedia gehen täglich unter der Adresse info-de@wikimedia.org ein und wollen beantwortet werden. Das übernehmen die freiwilligen Briefkastenonkel und -tanten des Projekts im Support-Team. Sie helfen Autoren, Lesern, aber auch manchen der in Artikeln dargestellten Personen beim Verständnis und bei der Nutzung der freien Online-Enzyklopädie. Sie vermitteln auch bei Spannungen zwischen diesen Gruppen. Den Job erledigen sie neben anderen Aufgaben als Wikipedianer über ein Ticketsystem, aus dem sich jedes Teammitglied Mails passend zum eigenen Zeitbudget herauspickt.

Du bist volljährig, kannst strukturiert, sachlich und verbindlich schriftlich kommunizieren und kennst Dich wirklich gut im Wikipedia-Universum aus? Und bist Du firm in Sachen freie Lizenzen und Text/-Bildfreigaben und könntest Anfragen an permissions-de@wikimedia.org beantworten? Sowohl für allgemeine Anfragen als auch für Freigabethemen sucht das Support-Team personelle Unterstützung – einzeln oder kombiniert für beide Aufgaben. Geboten werden ein unterstützendes Team-Klima und regelmäßige Workshops zur Verbesserung von Abläufen und Kompetenzen. Interessiert? Weitere Infos und die Mailadresse für Fragen und Bewerbungen findest Du auf der Seite des Support-Teams. Oder sprich gern Teammitglieder an, wenn Du neugierig auf den Job bist.SB, 24.1.2015

Eins aus 981

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Auf den Commons, dem zentralen Medienspeicher, auf den alle Wikimedia-Projekte zurückgreifen, gibt es derzeit 6.843 Exzellente Bilder, davon sind im letzten Jahr 981 neu dazu gekommen. Sie bilden die Auswahl für die erste Runde im Wettbewerb „Bild des Jahres“, in der jede/r abstimmen kann, der vor dem 1. Januar 2015 mehr als 75 Bearbeitungen in irgendeinem Wikimedia-Projekt hatte. Damit man sich nicht durch die komplette Galerie klicken muss, gibt es sowohl nach Themen (zum Beispiel Tiere, Kunst, Landschaften, Personen, Fahrzeuge) als auch nach Monaten sortierte Übersichten. Was auffällt: es sind nur vier Videos ausgezeichnet worden, die aber trotzdem Bild des Jahres werden können. Und: mit 417 Bildern dominiert die Architektur klar über Landschaften (107), Menschen (70) und sonstige Lebewesen (46). Die erste Runde dauert noch bis zum 31. Januar, zur Abstimmung geht es hier lang. mh, 22.1.

Anmerkung: Damit man den Wettbewerb überhaupt sieht, muss man dort: „Bild des Jahres“ auf die englische Seite umschalten, die deutsche endet nämlich schon 2012. --93.131.48.48 11:06, 25. Jan. 2015 (CET)

US-Amerikaner und Amerikaner

Im Streit um die korrekte/angemessene/amtliche Nationalitätenbezeichnung von US-Bürgern sind ja schon reichlich intensive, interessante, zielorientierte, giftige, beleidigende und absurde Diskussionen geführt worden. Derzeitiger Stand ist viel zerbrochenes Porzellan, unnachgiebige Fronten und ein brüchiger Waffenstillstand namens „Hauptautorenregelung“ in den Namenskonventionen. Den heiligen Gral des zugehörigen Konfliktfeldes haben alle Parteien aber bisher geflissentlich umschlichen: Die Kategorie:US-Amerikaner, die nun mal nur mit oder ohne US-Kürzel stehen kann und der man aufgrund ihres Entweder-Oder-Charakters eine Richtlinienkompetenz andichten könnte. Nun wurden heute morgen ganz unverhofft und ohne Sturmwarnung die Diskussionsschleusen von einem jungen Kollegen geöffnet. Dem entscheidenden Admin wünsche ich ein gutes Händchen, ein dickes Fell und allen anderen viel Spaß damit in den nächsten Tagen. K., 22.1.

Mit Random House zur Buchmesse

Im Rahmen seines „Literaturstipendiums“ für Wikipedianer (der Kurier berichtete) verschenkt unser neuer Gönner, die Verlagsgruppe Random House, jetzt auch Tagestickets für die Leipziger Buchmesse im März. Drollig auch: „Für die Erstattung von Reisekosten erhältst du auf dieser Seite mehr Informationen zum Angebot von Wikimedia Deutschland.“ Frage mich, ob die Reisekostenförderung mit WMDE abgesprochen ist oder ob die ungefragt ins Spiel gebracht werden. MN, 21.1. Besucher der Buchmesse - ob mit oder ohne Random-House-Ticket - sind natürlich auch beim Leipziger Stammtisch am Buchmesse-Samstag willkommen! d-k

Wikimania 2016 in Esino Lario

Präsentation

Das Wikimania Steering Committee hat heute bekanntgegeben, dass die Wikimania 2016 in einem bezaubernden kleinen italienischen Ort stattfinden werde. Das 760-Seelen-Dorf Esino Lario wurde als Austragungsort auserkoren und wurde zuletzt dem philippinischen Manila vorgezogen. In der Präsentation zur Bewerbung erfahren wir, als Veranstaltungsort sei diesmal keine bestimmte Einrichtung, sondern vielmehr das ganze Dorf vorgesehen. Wikimedia Italia und Wikimedia CH arbeiten hierfür zusammen. Alles sei – wenig überraschend – in fußläufiger Distanz zu erreichen. Und vor allem ist – im Gegensatz zum fernen Mexiko in diesem Jahr – alles ganz nah und gut und billig erreichbar für uns. Also auf nach Esino Lario in der Lombardei! Erobern wir die Wikimania von den Wikimedia-Funktionären zurück und machen sie zu einer Community-Veranstaltung! Erste Aufgabe: Den zugehörigen Wikivoyage-Artikel schreiben! (A, 21.1.)

Viel Geld für Wikipedia-Projekte! Ist das richtig? Läuft das gut?

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Seit fast drei Jahren gibt es das Förderprogramm CPB („Community-Projektbudget“) , inzwischen unter dem Namen FFW („Förderprogramm Freies Wissen“), mit dem Wikimedia Deutschland Großprojekte ab 20.000 Euro finanziert. So sind seit 2011 einige Projekte in der deutschsprachigen Wikipedia entstanden, flossen direkt in die Wikipedia ein und wurden hier auch deutlich wahrgenommen und diskutiert. Für einige dieser Projekte gab es klares Lob, manchmal aber auch starke Kritik. Auch die Förderprogramme selbst wurden - mitunter scharf - kritisiert. Manche Diskussionen waren begleitet von Vandalismusmeldungen, Benutzer- und Seitensperren.
Aber bisher hat uns noch nie jemand grundsätzlich gefragt: Wollen wir überhaupt auf diese Weise gefördert werden?!
Zum Beispiel: Was soll gefördert werden und wie soll gefördert werden, oder was nicht, wie nicht? Oder: Wollen wir ein geregeltes Mitspracherecht bei der Programmgestaltung oder bei der Entwicklung von Großprojekten für die Wikipedia? Wollen wir selbst bestimmen, welche Wikipedia-Projekte mit umfangreichen Mitteln gefördert werden? Wollen wir an der Auswertung der durchgeführten Projekte und der weiteren Gestaltung der Förderprogramme aktiv beteiligt werden? Für solche beispielhaften und andere Fragen, Wünsche, Anregungen, Meinungen gibt es die Umfrage „Förderung von Wikipedia-Großprojekten“. Sie läuft bis zum 31. März. MN, 18.1.

Neue Fußballwette zur Frauen-WM

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Unsere Wiki-Fußballwette ist ein seit 2006 bestehendes Tippspiel, welches traditionell alle zwei Jahre bei den großen Herrenturnieren stattfindet, erst bei der letzten WM in Brasilien wurde mit fast 80 Tippern ein neuer Rekord aufgestellt. Von der Masse weitgehend unbeachtet wurde Anfang Januar seitens einer IP mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada erstmalig eine Frauen-WM in das Programm genommen. Warum denn auch nicht? Schließlich ist die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft neben den USA die erfolgreichste der Welt, das Teilnehmerfeld der Weltmeisterschaft 2015 wurde darüber hinaus von bislang 16 auf 24 Mannschaften aufgestockt. Wie immer darf jeder interessierte Benutzer in der Fußballwette 2015 seinen Tipp abgeben. Eintragungsschluss ist der 5. Juni 2015, 24.00 Uhr MESZ (Tag vor dem Eröffnungsspiel). Bis dahin darf man, analog zu den vergangenen Turnierwetten, seine Stimme beliebig oft ändern. Pne, 18.1.

Die WMF bannt jetzt auch global

Vor 3 Tagen, am 14. Januar, legte ein Mitarbeiter der Wikimedia Foundation (WMF) diese Seite auf metawiki an, auf der die neue globale Bannpolitik der WMF erklärt wird. Der Bann unterscheidet sich von der einfachen Sperre (block) dadurch, dass sich die Sperre nicht gegen den Account, sondern gegen die Person hinter diesem richtet. Dieser wird untersagt, Wikimedia-Projekte zu „bearbeiten oder auf andere Weise zu diesen beizutragen“, egal ob unter Hauptaccount, Sockenpuppe oder IP. Die WMF machte von ihrem neuen Recht heute erstmals Gebrauch und sperrte 4 Benutzer. Einer davon ist Russavia, der einigen insbesondere im Zusammenhang mit Polandball ein Begriff sein dürfte und in der englischsprachigen Wikipedia bereits unbegrenzt gesperrt war, auf Commons jedoch Admin und einer der aktivsten Benutzer. Einige der Diskutanten auf Commons halten dies für einen handfesten Skandal und Machtmissbrauch der WMF, vergleichbar mit der Aufregung der deutschsprachigen Wikipedia rund um Superprotect letzten Sommer. Milad, 17.1.

(Nach BK:) Die Wikimedia Foundation hat am 14. Januar dieses Jahres eine neue Richtlinie namens WMF Global Ban Policy veröffentlicht. Sie gestattet es ihr, Personen permanent und unwiderruflich auch ohne Rücksprache mit den Communitys und ohne nähere Angabe von Gründen von den Wikimedia-Projekten zu verbannen, wobei nicht nur das Einloggen in die bekannten Konten unterbunden (was theoretisch nur durch sie selbst und Stewards aufgehoben werden kann), sondern auch die künftige Bearbeitung unter neuen Benutzerkonten oder auch anonym untersagt wird. Schon Anfang Dezember 2014 waren zwei Personen verbannt worden, darunter ein Administrator der englischsprachigen Wikipedia und Wikimedia-Commons, Dcoetzee, dem seine erweiterten Benutzerrechte natürlich ebenso entzogen wurden (siehe auch die Liste der global verbannten Benutzer). Auch von den heutigen Verbannungen sind vor allem Benutzer der englischsprachigen Wikipedia bzw. Wikimedia Commons betroffen, darunter der langjährige Kritiker und Provokateur der Wikimedia Foundation, Russavia (bspw. Upload eines Videos, wie der Künstler Pricasso ein Bild von Jimmy Wales mit seinem Penis zeichnet), sowie eine schon seit 2011 von der globalen Gemeinschaft gebannte Person. Natürlich könnte es dereinst auch Benutzer der deutschsprachigen Wikipedia treffen. Genaue Gründe gibt die Wikimedia Foundation nicht an, da diese zum Teil nicht veröffentlicht werden und bspw. strafrechtlich relevante Informationen enthalten können, auch den Stewards ist nicht viel mehr bekannt. In jedem Falle nimmt die Wikimedia Foundation ihr Recht nun deutlicher wahr, bei einem eklatanten Verstoß gegen ihre Nutzungsbedingungen Personen die Teilnahme an den von ihnen betriebenen Projekten zu untersagen. Aufgrund der (teils jedoch notwendigen) Intransparenz sind die Reaktionen in der Community darauf erwartungsgemäß eher negativ und werden als zweiter großer Eingriff in die größtenteils gewünschte Projektautonomie nach Superprotect angesehen. Man überlegt schon Abstimmungen gegen eine solche von der Wikimedia Foundation aufoktroyierte Richtlinie. Auf die Meinung der deutschsprachigen Wikipedia zu diesen Vorfällen ist der Autor jedenfalls sehr gespannt.DerHexer, 17.1.

Wikipedia in Whitehall

In regelmäßigen Abständen wertet die britische Presse ganz gern diverse Wiki-Aktivitäten ihrer Abgeordneten aus. Dabei greift sie in der Regel zum Twitter-Account WhitehallEdits, welcher per Bot alle IP-Edits aus dem britischen Regierungsnetzwerk darstellt. Und was soll man sagen? Die Spannbreite des britischen Beamten reicht in der Wikipedia vom Lebkuchen bis World of Warcraft. Immer wieder schaffte es dabei in letzter Zeit eine Whitehall-IP in die Schlagzeilen, welche eine nicht unerhebliche Anzahl an Beiträgen zum schottischen Fußball vorweisen kann, und zwar bis in untere Ligen. Dem Fußballbeamten wurde aber zu Gute gehalten, dass seine Edits überwiegend in den Pausen erfolgten… Folge waren natürlich Vorwürfe des ehrlichen Steuerzahlers, ob es im Regierungsviertel nichts wichtigeres zu tun gäbe. Aber mal ganz ehrlich, hat nicht jeder schon mal während der Arbeitszeit editiert? 17.1., IP

Wie geht es weiter mit der Förderung?

Für den 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung und der Förderrichtlinien sind jetzt zwei Termine im März in der engeren Auswahl. Wenn Du daran teilnehmen möchtest, melde Dich bitte bis zum 1. Februar 2015 mit einem Eintrag in hier an.

Auch die aktuellen Fragen zur Zukunft des Förderprogramms Freies Wissen werden dort sicherlich heiß diskutiert werden: Zur kommenden Mitgliederversammlung wird seit kurzem ein Antragsentwurf von Benutzer:Southpark diskutiert, das FFW einzustellen und das Geld in die übliche Community-Förderung zu überführen und eine Umfrage zur Förderung von Wikipedia-Großprojekten (in Vorbereitung) greift diese Frage ebenfalls auf. 16.1., Sebaso(WMDE), ergänzt 17.1., MN

Und auch beim WikiCup sind noch Startplätze frei

Noch etwas mehr Zeit als beim Miniaturenwettbewerb kann man sich bei der Teilnahme am WikiCup 2015 nehmen, aber noch hat man die Chance, sich mit nur einem neuen Artikel oder einem Artikelausbau in das Feld der aktuellen Top 32 zu platzieren.

Von den angemeldeten 39 Teilnehmern stehen aktuell noch sieben mit 0 Punkten an der Startlinie und klönen rum, während das restliche Feld mehr oder weniger gemächlich gestartet ist. Wie beim Galopprennen auf dem Jahrmarkt (das Spiel, bei dem man mit Bällen sein Pferd vorwärts treiben muss) bewegt sich das Feld eher stoßweise. Neueinsteiger haben also noch genug Luft, um sich strategisch gut zu platzieren. Bis zum März kann sich dabei jeder anmelden, in die zweite Runde des Wettkampfs steigen jedoch nur die vordersten 32 Teilnehmer des Rennens ein.AR, 16.1.

Countdown läuft: Noch fünf Tage im Miniaturenwettbewerb

Noch fünf Tage läuft die Nominierungsphase im Miniaturenwettbewerb - und vielleicht möchte der ein oder andere ja das kommende noch nutzen, um einen Beitrag zu leisten. Bislang sind 26 Artikel eingegangen, das dürfen gern noch ein paar mehr werden. Alle Artikel werden von den Lesern beurteilt, die Abstimmung läuft noch bis zum 31. Januar. AR, 16.1.

Superschutz/Superprotect ist Wikipedia-Unwort des Jahres 2014

Die Wikipedianer haben ihr Unwort des abgelaufenen Jahres gewählt. Innerhalb des Abstimmungszeitraumes stimmten 84 Benutzer ab. Dabei ergab sich eine deutliche Mehrheit für den Komplex Superschutz/Superprotect. Der Begriff suggeriert in positiver Weise, irgendetwas genieße einen besonderen Schutz oder werde in besonderer Weise geschützt, wobei es in Wirklichkeit um ein Instrument geht, das gegen den Willen der Mehrheit der Benutzer eingeführt wurde, und das nur dazu dient, den Standpunkt und Willen der WMF gegen die Autoren durchzusetzen. 61,9 Prozent der Abstimmenden empfanden den Begriff als Unwort des Jahres. Das zweite beherrschende Thema im vergangenen Jahr, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, war der Streit um die genealogischen Zeichen. Der Themenkomplex Kreuzritter/-vandalismus/-zug/-krieg erhielt immerhin noch 23 Stimmen (27,38 %). Dicht beieinander sind auf dem 3. bis 5. Platz der Hauptautor mit 15 Stimmen (17,86 %), Genderscheiß mit 13 Stimmen (15,48 %) sowie der Medienbetrachter mit 12 Stimmen (14,28 %). 15.1.ED

Wikipedia-Unwort des Jahres 2014: heute abstimmen

Lügenpresse ist das Unwort des Jahres in Deutschland 2014, doch welcher Begriff schafft es in „unserer“ Wikipedia zum Unwort des Jahres? Superprotect? Kreuzritter? Oder abklemmen? Poweradmin? 75 Benutzerinnen und Benutzer haben sich bereits positioniert. Heute noch bis Mitternacht kannst auch Du auf Wikipedia:Unwort des Jahres 2014 abstimmen. mh, 14.1.

Livestream vom Guide-Camp 2

Für alle, die am zweiten Guide-Camp zur nichtadministrativen Konfliktbewältigung interessiert sind, aber nicht in Berlin mit dabei sein können, gibt es auch heute wieder von 18:30 bis 20:15 Uhr einen Livestream aus der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland. Nico (WMDE), 9.1.

OWL-Bild des Jahres 2014

Fotowettbewerb: Welches ist das gelungenste Bild des Jahres 2014 aus Ostwestfalen-Lippe, das jede Woche als „OWL Bild der Woche“ auf dem Portal Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht worden ist? Ihr könnt mitwählen und bis zum 31. Januar 2015 Eure Stimmen mit abgeben. Gruß --Aeggy 09:08, 9. Jan. 2015 (CET)

Kreuzberger Nächte: aber dann, aber dann

Für das leibliche Wohl war gesorgt: hier das Buffet

Zum nunmehr 8. Wikipedianischen Salon hatten die Veranstalter die Kölner Journalistin Claudia Pinl geladen, um mit ihr über die Ökonomie des Ehrenamtes zu sprechen, alldieweil sie darüber ein ganzes Buch verfasst hat. Die anwesenden Wikipedianer sprachen lieber über sich selbst. Die Butterbrezen waren schmackhaft, zumal mit Schnittlauch verfeinert, aber bald vergriffen, so dass nur noch die Kümmelstangen übrig blieben, die aber niemand anrührte, weil die Stangen unter all dem Kümmel kaum auszumachen waren. Dazu gab es einen 2011er Dornfelder (etwas zu süß) und einen 2012er Grauburgunder vom Schloss Schmitt in Guntersbach (ganz ok). Mate gab es zwar auch, aber Mate ohne Vodka ist wie Castrop ohne Rauxel. Nach 2½ Stunden nur selten fokussierter Diskussion betrat ein salafistischer Hassprediger den Raum, so dass die Kurier-Reporterin kurzzeitig auf etwas Stimmung zu hoffen wagte, doch auf den zweiten Blick stellte sich heraus, dass es sich nur um Benutzer:southpark handelte. In freudiger Erwartung des nächsten Salons, Eure Edith, 8.1.15

Livestream 8. Wikipedianischer Salon

8. Salon

Für alle die heute Abend um 19.00 Uhr nicht persönlich am Tempelhofer Ufer 23-24 in Berlin vorbei schauen können, wird der 8. Wikipedianische Salon auch wieder im Livestream zu sehen sein. Diesmal zum Thema „Ehrenamt und Bildungsarbeit - gute Gefühle, aber einseitige Abhängigkeiten“. Weitere Informationen sind hier zu finden. Nico (WMDE)

Zum Stand von Flow

So manche fragen sich vielleicht, wie es eigentlich um das Projekt eines neuen Diskussionssystems für Wikimedia-Projekte steht, das unter dem Namen Flow bekannt ist. Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat dazu vor ein paar Tagen auf ihrer Diskussionsseite im Wikimedia-Meta-Wiki einige interessante Anmerkungen gemacht. So betont sie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Diskussionsseiten, die von einem einzelnen vorkonfigurierten Tool wie Flow nicht alle abgedeckt werden können. In seiner gegenwärtigen Form sei Flow kein Ersatz für Diskussionsseiten und es sei nicht klar, ob es jemals ein solcher werden könne. Es könnte jedoch ein nützliches Kommunikations-Tool sein. Nötig sei ein einfacherer Einstieg für Anfänger, ohne dabei die Arbeit der erfahreneren Wikipedianer zu behindern: "We need to find a way to not break the experience for the super-editors while building a simpler one for newcomers." Gestumblindi, 8.1.15

Süddeutschland-Treffen sucht Austragungsort!

Nicht ganz so traditionsreich und ehrenvoll wie die Olympischen Sommerspiele, aber dennoch: Im Frühjahr 2015 soll nun das 15. Süddeutschlandtreffen stattfinden. Momentan wird noch ein Ort in Süddeutschland für das Treffen gesucht. Vorschläge für einen Ort sowie Programmideen sind erbeten. Auch freiwillige Organisatoren werden für das rund zwei Tage andauernde Treffen gesucht. Ideal wäre natürlich jemand mit Ortskenntnis! HM, 3.1.15

Statistik: Admins und Adminkandidaturen 2014

Zu Beginn des neuen Jahres ein kurzer Rückblick auf das vergangene: Zum 31. Dezember 2014 gab es abzüglich SG- und CU-Admins 241 Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia. Das sind 13 weniger als noch ein Jahr zuvor, ein Rückgang um rund fünf Prozent. Es wurden 13 Admins neu gewählt (2013: 20), aber es schieden auch 26 (2013: 22) aus dem Adminamt aus. Gut zwei Drittel dieser 26 gaben ihre Knöpfe freiwillig ab, hinzu kommen jeweils vier nach Wiederwahl-Aufforderung und nach Inaktivität deadministrierte Benutzer.

Im letzten Jahr gab es 27 Benutzer, die sich einer Wahl zum Admin stellten (2013: 31). Nimmt man die elf Adminwiederwahlen hinzu, gab es 2014 ingesamt 38 Abstimmungen zum Adminamt, davon 24 erfolgreiche, 9 gescheiterte und 5 abgebrochene Wahlen. Insgesamt wurden 7.414 Stimmen abgegeben, was durchschnittlich 195 Stimmen pro Wahl entspricht (2013: 240 Stimmen pro Wahl).

Auswertungen auf Benutzer:Inkowik/Wahlstatistik und Benutzer:Inkowik/Wahlstatistik/2014. (IW — 16:29, 2. Jan. 2015 (CET))

Oscar-Marathon 2015

Mittlerweile traditionell startete der Oscar-Marathon zum Jahreswechsel in seine fünfte Auflage. Bis zum Tage der Oscarverleihung 2015, der 87. Verleihung der nach dem Nobel-Preis wohl bekanntesten Auszeichnung der Welt, am 22. Februar 2015 im Dolby Theatre in Los Angeles wird wieder an der Schließung von Lücken gearbeitet.

Bei den letzten vier Auflagen entstanden 3216 Artikel. Mittlerweile sind die ersten 13 Verleihungen von 1929 bis 1941 komplettiert, nominierte Filmsongs sogar bis 1943. Für das Jahr 1942 fehlen noch 26 Artikel, auch andere Jahrgänge wie 1947, 1951, 1958, 1965, 1968, 2006 und 2007 weisen nur noch vergleichsweise geringe Fehlstände auf. Insgesamt fehlen noch tausende Artikel aus verschiedensten Kategorien, wobei natürlich die Artikel, die am meisten „sexy“ erscheinen, schon länger abgearbeitet sind. Aber auch Tontechniker oder Dokumentarfilme können interessant sein. Doch selbst Artikel, die man im ersten Moment gar nicht in diesem Themenbereich erwarten würde, harren noch ihrer Anlage und bieten auch fachfremden Autoren die Möglichkeit einer Teilnahme, so etwa United States Merchant Marine, Australian News and Information Bureau oder das Netherlands Information Bureau.

Der Autor dieser Zeilen hofft und spekuliert ein wenig mit der fertigen Bearbeitung der Jahrgänge bis einschließlich 1945 – und natürlich auch darüber hinaus. So oder so, es ist bei noch 1000en fehlenden Artikeln noch Arbeit für Jahre da und erfahrungsgemäß kommen auch bei der Nominierung am 15. Januar für das Jahr 2015 etwa 100 neue Rotlinks dazu. MC, 2. Jan. 15

Gemeinfrei zum 1.1.2015

Titel der US-amerikanischen Originalausgabe von „Der kleine Prinz“
Frohes neues Jahr! Wie immer am 1. Januar stöbert der urheberrechtlich interessierte Wikipedianer nach Autoren, Malern und Komponisten, die vor mehr als siebzig Jahren gestorben sind und deren Werke damit in die Gemeinfreiheit entlassen wurden. Dazu gehören diesmal unter anderem die Künstler Edvard Munch, Piet Mondrian und Wassily Kandinsky. Der Höhepunkt in diesem Jahr ist sicher Der kleine Prinz, der um Mitternacht zum Allgemeingut geworden ist. Wer mag, kann ab sofort also die entsprechenden Artikel mit Schafen, Quadraten und schreienden Norwegern illustrieren. Doch wie immer gibt es Fallstricke: In Frankreich genießt der Autor und Zeichner Antoine de Saint-Exupéry als Kriegstoter eine längere Schutzfrist. Damit ist der kleine Prinz nicht Commons-fähig, sondern kann nur lokal hochgeladen werden. Man sollte auch Vorsicht walten lassen, keine späteren Bearbeitungen zu verwenden – der Mantel des Prinzen muss also zum Beispiel grün sein und nicht blau, wie in der Fassung von 1945. Die deutsche Übersetzung des Texts stammt aus dem Jahr 1950 und wird erst 2073 gemeinfrei Gnom, 1.1.

8,2 Millionen Euro, 55 Millionen Dollar

Wikimedia Deutschland hat am Silvestertag bekanntgegeben, dass der Fundraiser für das Jahr 2014 mit Einnahmen in Höhe von 8,2 Millionen Euro geendet habe – das sind 400.000 Euro mehr als angepeilt waren. Damit ist das Spendenaufkommen in Deutschland auch in diesem Jahr in ununterbrochener Folge weiter kräftig erhöht worden. Die diesbezüglichen Einnahmen beliefen sich 2012 auf 5,2 Mio Euro; im Jahr 2013 waren es 6,2 Mio Euro. Die Zahl der Spender stieg von 200.000 über 300.000 auch im vergangenen Jahr erneut auf nunmehr 382.000. Im Durchschnitt wurden diesmal 21 Euro gegeben, am häufigsten waren Spenden in Höhe von 5 Euro. Während der Kampagne sind 6.500 neue Mitglieder in den deutschen Förderverein eingetreten. Wikimedia Deutschland habe demnach nunmehr „über 18.000“ Mitglieder, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kampagne war wegen ihrer auffälligen und vielfach als unpassend empfundenen Banner und der Aussage, nur bei ausreichenden Einnahmen werde Wikipedia ohne Werbung weiter zu betreiben sein, umstrittenauch international (verlinkt ist jeweils der Beginn der Threads). Die weltweiten Spendeneinnahmen beliefen sich 2014 auf 55 Mio. US-Dollar (via Wikimedia-l; A, 1.1./2.1.)

Der 8. Wikipedianische Salon

... mit dem Thema "Ehrenamt und Bildungsarbeit - gute Gefühle, aber einseitige Abhängigkeiten". Zu Gast wird die Kölner Publizistin und Autorin Claudia Pinl sein – am Donnerstag den 8.1.15 um 19 Uhr in der Geschäftsstelle von WMDE (Berlin, Tempelhofer Ufer 23). AP

Freie Marsbilder

Wie der Kurier berichtete, versprach die ESA zum Zuge der Rosetta-PR zukünftig all ihre Werke unter CC-Lizenz freizugeben. Nun folgten die Bilder der HRSC-Kamera der ESA-Mission Mars Express. Damit scheint es kein leeres PR-Versprechen gewesen sein. Mehr im Blog der ESA. Michi

Erklärvideo-Workshop in Stuttgart

Komplexe Zusammenhänge zeigt man am besten in einem Video – und wenn das mit realen Bildern nicht geht, dann bedient man sich animierter Erklärvideos. Einige wurden bereits im Projekt „Video für Wikipedia-Artikel“ erstellt und in die Wikipedia eingebunden.

Nun lädt Wikimedia Österreich am 17. Jänner zu einem Erklärvideo-Workshop nach Stuttgart: In Zusammenarbeit mit der Simpleshow Foundation können weitere Videos ohne technische Vorkenntnisse produziert werden – dies übernimmt nämlich Simpleshow. Was man mitbringen muss stattdessen, sind gute Ideen für ein Thema und eine passende Geschichte, wie man den gewünschten Inhalt erklären möchte. Das Konzept zur Produktion wird dann gemeinsam im Workshop erarbeitet. Ziel ist es, dass anschließend der Film produziert und in Wikipedia eingebunden werden kann.

Die Teilnahme ist frei, die Wikimedia-Vereine haben Reisekostenübernahme zugesagt. Meldet Euch an: Wikipedia:Erklärvideo/Workshops.

Wenn das Projekt gut anläuft, möchten wir gerne noch weitere solche Workshops anbieten. Se, 23.12.14

Wo findet die WikiCon 2015 statt?

Das Jahr 2014 ist so gut wie vorbei, höchste Zeit sich Gedanken zur WikiCon 2015 zu machen. Eine derartige Konferenz braucht mindestens ein halbes, idealerweise ein ganzes Jahr Vorlaufzeit – langsam sollten Vorschläge für Orte also eingereicht werden. Bisher ist die Projektseite gähnend leer. Der Kurier appelliert an alle Stammtische und sonstigen Wikipedianergruppen, sich zu überlegen, ob sie nicht die nächste WikiCon organisieren wollen. Aber Achtung: Es ist viel Arbeit! Michi

Nachschlag: Wo findet die ehrwürdige WikiCon im Jahr 2016 statt? Das steht quasi fest: WikiCon 2016 in Kempten (Allgäu) im Dreiländereck von D-A-CH. Die Organisation läuft bereits zu Beginn des nächsten Jahres an. Helfer werden immer gesucht, Programmvorschläge sind auch schon möglich! H&M, 21.12.14

Wikidata statt Freebase

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Google schließt die Community-basierte Faktendatenbank Freebase. Sie war ein Grundpfeiler der semantischen Suche mit Knowledge Graph. Die Daten (46 Millionen Datenbank-Einträge) sollen auf Wikidata übertragen werden (13 Millionen Einträge), da dort eine aktive Community existiere, so Google in einem Post auf Google plus. Da viele Daten jedoch aus Wikipedia selbst stammen und ohne Beleg sind, ist ein Übertragen nicht völlig problemlos. Der Reporter schaut zuversichtlich auf die damit wohl steigende Bedeutung von Wikidata.(Quelle: zdnet, heise -- M, 19.12.)

Flickr stoppt Verkauf von CC-BY-Bildern

Nachdem sich Fotografen bei flickr über den Verkauf ihrer CC-BY-Bilder als Leinwand- oder Holzdrucke beschwert hatten, verkauft die Yahoo!-Tochter flickr über ihren Dienst Wall-Art keine CC-BY-Bilder ihrer User mehr. Flickr hatte die Drucke für 49 US-Dollar das Stück angeboten – lizenzkonform – und den gesamten Betrag – lizenzkonform – behalten. Geht es hier um Neid, Ignoranz, Vorstellungen und Vertrauensverlust der Fotografen, um Respektlosigkeit von flickr, um Moral, darum, dass aus Communitys lukrative Geschäftsideen erwachsen? Flickr beendete den Verkauf, um seine User nicht weiter zu vergraulen. Der Verkaufsstopp wird der CC-BY-Lizenz wohl nicht schaden, aber manche Flickr-User werden ihre Bilder – nicht lizenzkonform – auf CC-BY-NC umlizensieren. Vielleicht sollte man den Moment nutzen um noch einige Bilder von flickr nach commons zu importieren. (Quelle: süddeutsche; weitere Infos bei netzpolitik.org, heise -- Cho, 19.12.)

Neue Accounts bei der The Wikipedia Library

Auch im Monat Dezember gibt es wieder neue Partnerschaften.

-- S.

Edit-a-thon im Von der Heydt-Museum, Hotelanmeldung noch bis 19.12.!

Am Wochenende vom 30.1.-1.2.2015 macht das Projekt GLAM on Tour Station im Von der Heydt-Museum, dem aktuellen Museum des Jahres. Es wird neben einer Schreibwerkstatt und einer Sonderführung für Wikipedianer durch die Pissarro-Ausstellung auch eine Spezialausgabe des Wikipedianischen Salons geben, u.a. mit der Kuratorin des Museums. Alle Informationen sind auf der Projektseite zu finden. Wichtig: Wer teilnehmen möchte und eine Hotelübernachtung benötigt, meldet sich bitte bis Freitag, 19.12. hier an. -- li (wmde), 17.12.

10 Jahre Portal:Fußball

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Portal:Fußball feiert heute sein zehnjähriges Jubiläum, im Fachjargon spricht man von einem alten Traditionsclub. Seit 2004 fungiert das Portal als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme zur beliebtesten Nebensache der Welt. In Wikipedia ist es natürlich nicht anders als auf dem Rasen, das Niveau (der Artikel) reicht auch hier von der Champions-League bis runter zur Kreisklasse. Nichtsdestotrotz befinden sich in der gläsernen Vitrine des Clubs, in Form von ausgezeichneten Artikeln und Listen, über 100 funkelnde Pokale. Bleibt zu hoffen, dass der Fußballbereich in unserem Lexikon auch in Zukunft so wahnsinnig aktiv bleibt. Herzlichen Glückwunsch! IP 17.12.

Grüne Sterne zu Weihnachten und noch kein Winter

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In der Heraldik, üblicherweise mit fünf bis acht Strahlen Einzelstaaten oder Frieden, Fortschritt, Recht und Gleichheit symbolisierend, zeigt ein Stern in der Wikipedia an, ob die gerade von einem Benutzer besuchte Seite von ihm beobachtet wird. Bisher war dieser für Benutzer, die die Vektor-Oberfläche (Vector skin) benutzen, für beobachtete Seiten blau, andernfalls weiß mit einer blauen Umrandung. Als Weihnachtsschmankerl wird dieser für beobachtete Seiten nun in Grün dargestellt. Live kann der grüne Stern schon auf MediaWiki.org getestet werden. Wann der sich noch im Design befindliche Winter in Weiß und Grautönen einstellen wird, ist unbekannt. -R 16.12.

Update: In letzter Minute wurde die Änderung revertiert und kommt am Donnerstag nicht zu uns.

Alkimsche Heerscharen

Der inzwischen nun dritte CU-Antrag gegen den vormals als Alkim bekannten fröhlichen Benutzer versprach zunächst wenig einzubringen, außer die Aufdeckung der paar Dutzend gewohnten Sperrumgehungen. Das heute verkündete Abfrageergebnis überrascht dann aber wohl auch den metagegerbten Alt-Wikipedianer. Über die Interpretation der auf jeden Fall beeindruckenden sportlichen Leistung wird noch gerätselt: Vielleicht wurde die industrielle Sockenproduktion inzwischen durch das von Online-Rollenspielen her bekannte account trading bereichert. MS 15.12.

1000 Artikel in der Kategorie Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Wie der Autor dieser Zeilen kürzlich mitbekommen hat, beinhaltet die Kategorie des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen laut CatScan seit neuestem 1.000 Artikel. Dies wird wohl den meisten Kurier-Lesern ziemlich egal bis gleichgültig sein, für den Verfasser jedoch, ist dies ein grandioser Meilenstein. Schließlich war das Ziel des Erreichens dieser (zugegeben quantitativen) Hürde ein Grund für den Start seiner Tätigkeiten auf Wikipedia. Dafür einen großen Dank an alle. CG 12.12.

WikiGalaxy

Man stelle sich vor, jeder Wikipedia-Artikel wäre ein einzelner Stern in einer riesen Galaxie. Der Browser würde sich dann in ein Raumschiff verwandeln, das in der Lage wäre, jeden Stern mit extrem mehrfacher Lichtgeschwindigkeit anzusteuern, wobei Verlinktes und Themenverwandtes von diesem Stern nicht allzuweit entfernt liegt. Genau solch ein Experiment kann man nun mit WikiGalaxy machen: 100.000 Artikel der englischen Wikipedia lassen sich dort auf diese Weise bequem bereisen (und wer das schon beeindruckend findet: unsere Milchstraße hat über eine Million mal mehr Sterne). S 12.12.

Team Communitys geht in die Weihnachtsferien

Weihnachtsferien

Das Team Communitys wünscht Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Vielen Dank für die großartigen Projekte die wir im vergangenen Jahr mit euch umsetzen durften! Vom 22. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 sind wir im Urlaub und freuen uns danach wieder auf eure Förderanfragen.

Wikinews vs. Wikipedia

Die Folien des WikiCon-Vortrag „Und Wikipedia ist doch ein Nachrichtenportal – wozu also Wikinews?“ sind nun endlich hochgeladen. Wer in Köln den Vortrag über ein kleines Schwesterprojekt zwischen den Mühlsteinen der Wikipedia versäumt hat, kann anhand des PDFs und des Etherpad-Protokolls einen Eindruck gewinnen, worum es ging. MaB 10.12

Wiktionary – ein verspäteter Glückwunsch

Nicht nur das deutschsprachige Wikinews-Projekt kann 2014 sein 10. Jubiläum feiern, nein: Auch Wiktionary darf gratuliert werden. Zwar hat die deutschsprachige Version bereits am 1. Mai 2004 den Betrieb aufgenommen und die Glückwünsche kommen damit etwas verspätet... aber besser spät als nie! Man hört nicht viel von diesem Projekt, dessen englische Ausgabe sogar schon seit Ende 2002 aktiv ist. Wiktionary ist unauffällig – und erstaunlich lebendig. Die letzten Änderungen zeigen die starke Aktivität zahlreicher Autoren. Das Konzept ist für ein Wörterbuch ungewöhnlich, wie wir schon auf der Startseite sehen: 391.016 deutschsprachige Einträge zu über 200 Sprachen. Im Gegensatz zur Wikipedia, die herkömmliche Enzyklopädien inzwischen praktisch vom Markt gefegt hat, kann sich das Wiktionary allerdings noch nicht ganz mit etablierten Wörterbüchern messen. Noch ist für den deutschen Wortschatz der Umfang eines Duden nicht erreicht und mancher Eintrag etwas mager. Gleichwohl ist es gut benutzbar und hilft bereits in vielen Fällen weiter. Herzliche Gratulation, vielen Dank den fleissigen Wiktionary-Autoren, und auf ein weiteres Aufblühen in den nächsten zehn Jahren! Gestumblindi, 5.12.

WMF misst die Benutzbarkeit neuer Software

„Ein Maß für Einsatzbereitschaft der Benutzbarkeit für unsere Produkte erstellen“
Die Softwareabteilung der Wikimedia Foundation entwickelt eine Skala, um zu messen, wie „fertig“ ihre Softwareneuheiten sind. Anhand dieser Skala namens „REFLEX“ soll dann besser als bisher entschieden werden können, ob eine neue Software schon so benutzbar ist, dass sie bei den Nutzern zum Einsatz kommen kann („usability readiness“). Dies wurde auf dem gestrigen Jour fixe der Foundation bekannt gegeben. Fokus sind offenbar zunächst Neuheiten für Leser. Das Projekt ist möglicherweise eine Reaktion auf den Ärger um den aus Sicht vieler Communitymitglieder verfrühten öffentlichen Einsatz von VisualEditor und Medienbetrachter. Gleichzeitig entspricht es der Linie der Wikimedia Foundation, möglichst viele Entscheidungen auf der Grundlage von Daten zu treffen. Gnom, 5.12.

Update SUL-Finalisierung

Auf den Adminnotizen gibt es einen neuen Beitrag zur Single-User-Login-Finalisierung. Das Anschreiben betroffener Benutzerkonten soll im Januar 2015 beginnen und im April beendet werden, wo es dann zur Zwangsumbenennung der verbliebenen Konten kommen wird. Näheres siehe den Beitrag.DH, 4.12.

Umfrage: Teestube oder Teehaus?

Ein Projekt braucht einen Namen: Ab heute läuft eine kleine Umfrage zur endgültigen Bezeichnung des „Teahouse-Projektes“. Interessierte sind herzlich willkommen, bis Freitag, den 5.12. um 18 Uhr auf der dortigen Diskussionsseite abzustimmen. -- bm (wmde), 2.12.

Nachtrag: Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen hat Teestube mit 19 Stimmen gegen Teehaus mit 17 Stimmen gewonnen. Weitere Ideen waren Kaffeehaus, Trinkhalle, Kaffeehaus zur süßen Ruhe, Wasserhäuschen, Infopoint und Lounge. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden! bm (wmde), 5.12.

AdminCon 2015

Die dritte AdminCon wird vom Freitag, 27. Februar bis Sonntag, 1. März 2015 in Oer-Erkenschwick stattfinden. Die verbindliche Anmeldung für die AdminCon ist bis zum 14. Dezember per Mail unter folgender Anschrift möglich: adminconatwikipedia.de Die Anzahl der Teilnehmer ist durch die Anzahl der Betten im Haus und die Raumgröße begrenzt. Es stehen 35 Plätze zur Verfügung, die Teilnahme an der AdminCon ist für jeden Interessierten möglich, jedoch werden Benutzer mit Adminrechten, auch in anderen Projekten, bevorzugt. Bei starkem Interesse wird selbstverständlich eine Nachrückerliste eingerichtet. Wichtig: Bei Anmeldung bitte diese Informationen sowie Hinweise bzgl. Essenswünsche und andere Wünsche, die wir berücksichtigen sollten, mit in die Mail schreiben. It 1.12.

Der WMDE hat gewählt

In einer mehr als 13 Stunden dauernden Mitgliederversammlung in Berlin hat der Verein Wikimedia Deutschland e.V. unter anderem ein neues Präsidium gewählt. Wie netzpolitik.org richtig titelt handelt es sich allerdings wohl eher um Zurück in die Zukunft, denn im neuen Präsidium finden sich gleich mehrere früher bereits in diesem Gremium aktive Personen – insgesamt sind vier ehemalige Vorstands-/Präsidiumsvorsitzende im neuen Vorstand und nur drei Beisitzende sind erstmals im Vorstand vertreten. Hier im Einzelnen:

  • 1. Vorsitzender: Tim Moritz Hector
  • Stellvertretende Vorsitzende: Kurt Jansson, Anja Ebersbach
  • Schatzmeister: Sebastian Moleski
  • Beisitzende: Nikolas Becker, Sabria David, Jürgen Friedrich, Harald Krichel, Lukas Mezger, Catrin Schoneville

Über die Wahl hinaus wurden bei der Sitzung sowohl der im Frühjahr abgesetzte Ex-Vorstand- und Geschäftsführer Pavel Richter sowie der Interims-Vorstand von der Mitgliederversammlung entlastet, während die Entlastung des letzten Präsidiums auf die nächste Mitgliederversammlung vertagt wurde. Zudem wurde in Reaktion zu dem aufgrund der wahrscheinlichen Budgetkürzungen durch die Wikimedia Foundation (zumindest, wenn sie den Empfehlungen des Funds Dissemination Commitee (FDC) folgt) neu anzupassenden Jahresplan eine außerordentliche Mitgliederversammlung im 1. Quartal 2015 beschlossen, um einen endgültigen Haushalt zu beschließen.AR, 30.11.14

Nachtrag: wie heise heute berichtet, kam es bereits zum ersten Rücktritt aus dem Präsidium: Anja Ebersbach trat von ihrem Posten als stellvertretende Vorsitzende zurück.AR, 1.12.14