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Wikimedia:Woche 34/2014 (23.10.) | Wikimedia:Archiv
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Linke Spalte[Bearbeiten]

Wissen für alle – Deutsch für Flüchtlinge?[Bearbeiten]

Disclaimer: Dieser Beitrag ist off-topic, er liegt mir jedoch am Herzen.

Wir und die Wikipedia sind angetreten, um das Wissen der Menschheit für alle frei zur Verfügung zu stellen – ich selbst arbeite seit mittlerweile fast 11 Jahren täglich daran, indem ich Artikel zu obskuren oder niedlichen Tierarten, Körperteilen, Künstlern, Kunstwerken und vieles mehr schreibe und auf dieser Plattform zur Verfügung stelle. Das ist gut, das sollten wir weiter machen! Was leider häufig vergessen wird, ist, dass allein dadurch, dass wir hier Artikel schreiben, dieses Wissen noch lange nicht jedem zur Verfügung steht. Wer meine Artikel lesen möchte, braucht mindestens einen Computer oder ein Smartphone und er muss meine Sprache beherrschen – denn wenn er kein Deutsch kann, wird er auch nicht erfahren, was ich etwa heute morgen über das Prevost-Hörnchen geschrieben habe.

Nun gibt es Menschen, auch in Deutschland, die keinen Computer haben und sich diesen auch nicht leisten können, und die auch unsere Sprache nicht sprechen, und dadurch ganz andere Probleme haben, als die Unwissenheit über ein Hörnchen in Südostasien. Eine Gruppe, denen es so geht, sind Flüchtlinge in Deutschland. Bei ihnen geht es um Grundsätzlicheres: um die Möglichkeit, sich ein Brot und anderes zu kaufen, oder den Menschen um sie herum zu erklären, warum sie hier sind. Sie wollen „Guten Tag“ sagen und verstehen, sie wollen sich bedanken und nach etwas fragen – und haben keine Möglichkeit, dies zu tun. In vielen Städten gibt es mittlerweile Ehrenamtliche, die sich dieses Problems annehmen und etwa Deutschkurse geben und Flüchlinge beraten; Birte Vogel berichtet in ihrem neu eingerichteten Blog Wie kann ich helfen? über Initiativen und Aktionen (und freut sich über weitere Hinweise) und eine mir bekannte Gruppe von Leuten arbeitet ehrenamtlich in dem Asylbewerberheim Burbach im Siegerland, das vor einigen Wochen negative Schlagzeilen aufgrund der Misshandlung von Asylbewerbern machte, und bietet Deutschkurse an – auch dies ist „Freies Wissen für alle“.

Nun, warum langweile ich euch hiermit? Weil ich euch animieren möchte, mitzuhelfen: Die benannten Deutschlehrer brauchen Materialien. Ganz konkret fragen sie aktuell nach Wörterbüchern, vor allem für die Balkansprachen Bosnisch, Kroatisch und Serbisch sowie für Persisch, Arabisch und andere Sprachen für Regionen, aus denen Menschen zu uns flüchten. Wenn ihr also selbst solche Wörterbücher habt, die ihr weitergeben wollt, oder Leute kennt, die helfen könnten – gern auch in Verlagen oder Bibliotheken – wäre es super, wenn ihr euch mit mir in Verbindung setzt und ich den Kontakt herstellen oder euch einfach eine Lieferadresse nennen kann. Danke, AR, 26.10.

Mal wieder: Projekt Vollständigkeit[Bearbeiten]

Sporadisch schlage ich ja hier auf, um für das „Projekt Vollständigkeit“ zu werben. Neben etwa der „Blume der Woche“ eine der wunderbaren Initiativen von Ephraim33, die seit Jahren versucht, schon fertige oder in Arbeit befindliche Großprojekte (oder auch „zufällig“ entstandene Vollständigkeiten) zu sammeln.

Rob Brydon, 2009 Nummer 1 der britischen Single-Charts.

Seit meinem letzten Aufruf hat beispielsweise Achim Raschka alle noch fehlenden Interpreten von Nummer-Eins-Hits (Singles wie Alben) in Deutschland abgearbeitet. Und das war nicht alles leicht. Für Österreich fehlen aber immernoch – gleichzeitig aber auch nur noch – zehn Artikel aus zehn Jahren zwischen 1981 und 2013. Noch besser ist die Situation für die Schweiz, wo nur noch fünf Artikel aus fünf Jahren im Zeitraum zwischen 1974 und 2010 fehlen. Für die auch die Charts der deutschsprachigen Länder dominierenden USA und Großbritannien fehlen noch weitaus mehr Interpreten – aber auch hier nie mehr als fünf pro Jahrgang. Der zwischen 1986 und 2010 durchgeführte Grand Prix der Volksmusik fehlt noch mit dem abschließenden Artikel für 2010, sonst wäre auch dieser Bereich vollständig. Auch die Grammy-Preisträger sind in vielen Bereichen – auch hier oft dank Achim – komplett. Doch fehlen etwa noch der Artikel zu Peter Nero, ausgezeichnet mit dem Grammy Award for Best New Artist oder Salaam Remi, der mit dem Grammy Award for Best Urban Contemporary Album ausgezeichnet wurde. Armando Manzanero ist der einzige fehlende Preisträger des Grammy Lifetime Achievement Award. Von zusammen neun Kategorien fehlen beispielsweise noch zehn Artikel.

Julius Caesar Burrows, Abgeordneter und Senator aus Michigan.

Im Bereich der Politiker arbeitet seit einiger Zeit eine vorbildliche IP unermüdlich an Artikeln zu Mitgliedern des US-Repräsentantenhauses und US-Senatoren. Von 39 Bundesstaaten und sieben weiteren Territorien und Gebieten gibt es mittlerweile mehr als 7800 Artikel zu Mitgliedern des Repräsentantenhauses – in der derzeitigen Liste ist das die drittgrößte Artikelgruppe überhaupt. Senatoren sind erst für 23 Bundesstaaten komplett, obwohl sie weniger und in der Außenwahrnehmung präsenter sind. Für 37 Bundesstaaten haben wir die Artikel mit den Biografien der Vizegouverneure. Interessanterweise sind diese besser aufgearbeitet als die Gouverneure. Doch fehlen oft nur wenige Artikel. Etwa für Michigan fehlen noch drei Personen, John S. Horner, Julius C. Burrows und Arthur H. Vandenberg. Ein Gouverneur, ein Repräsentant und mit Vandenberg ein Repräsentant und Senator in einem. Diese Situation hat es bei vielen Bundesstaaten in ähnlicher Form, weshalb damit zu rechnen ist, dass auch hier auf absehbare Zeit die Lücken geschlossen sein könnten. Für Deutschland haben wir ja den schon fast luxuriösen Zustand, dass bis auf einen Abgeordneten des konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes alle Abgeordneten der obersten deutschen Parlamente (abgesehen einmal von der DDR-Volkskammer) somit mit einem biografischen Artikel in der Wikipedia vertreten sind. Dass diese nicht alle das höchste Niveau haben, will ich an dieser Stelle nicht bestreiten. Es ist aber sicher nicht immer leicht und oft gibt es außer ein paar Grundfakten auch so viel gar nicht zu sagen. Wenn endlich die Frage des öminösen Herrn Franz (ein Entwurf liegt schon seit längerem vor) geklärt würde, hätte Wikipedia ein Verzeichnis aller Abgeordneter der obersten deutschen Parlamente von 1866 zum heutigen Bundestag. Auch bei Landesparlamenten sieht es vielfach gar nicht schlecht aus, kleinere Lücken gibt es dennoch. Ob es Hans-Jörg Dannenberg, Roland Wanitschka oder Harald-Jürgen Michel sind, die drei letzten fehlenden Abgeordneten der ersten drei Legislaturperioden des Thüringischen Landtages (hinzu kommen acht fehlende Artikel zu Abgeordneten der aktuellen, sechsten Wahlperiode) oder sieben fehlende Artikel zu Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft in der 15. und 16. Wahlperiode. Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind hier schon komplett, für Brandenburg fehlen nur noch fünf Abgeordnete (darunter immerhin ein Mitglied des Landtagspräsidiums) für die laufende Wahlperiode. Für die Schweiz fehlen noch sieben der knapp 250 Mitglieder der derzeitigen 49. Legislaturperiode der Schweizer Bundesversammlung.

Jacques Esclassan bei der Tour 1976, im Jahr bevor er das Grüne Trikot gewann.

Im Sport fehlen in vielen Bereichen auch nur noch wenige Artikel. So im Tennis mit Harald Elschenbroich und Peter Elter nur noch zwei Spieler aus den Top-100 der Weltrangliste. Oder mit Simone Masciarelli noch ein Sportler aus dem Fahrerfeld des Giro d’Italia 2007, mit Jacques Esclassan noch ein Sieger der Punktewertung der Tour de France. Harald Gramenz und Andreas Winter sind die letzten fehlenden Artikel über Mitglieder der DDR-Olympianationalmannschaft im Fußball, Josip Katalinski der letzte fehlende Artikel zu einem Fußballer des Jahres in Jugoslawien. Mit Mario Fuchs, Lukas Grüner, Christian Hackl, Jürgen Mayer, Ingemar Walder fehlen noch fünf Artikel über Olympiateilnehmer der Spiele 2010 aus Österreich. Und auch in „meinem“ Bereich, den Biathleten, fehlen etwa nur noch 15 Artikel zu Medaillengewinnern bei Biathlon-Weltmeisterschaften.

Jameson-Ameisenpicker

Auch andere Bereiche stehen vor einem Abschluss oder weiteren Schritten. So fehlen mit Guillaume-Marie-Joseph Labouré und Guillaume-Marie-Romain Sourrieu noch zwei Artikel zu katholischen Geistlichen, die 1897 zu Kardinälen kreiert wurden. Alle nachfolgenden Kardinäle haben schon Artikel. Es fehlen noch zwei Artikel zu Tierseuchen und zwei Artikel zu Prachtfinken (eine Gattung und eine Art). Wenn Achim so weiter macht, hat er in absehbarer Zeit auch alle Gattungen und Arten der Hörnchen fertig geschrieben. Dass die Liste der längsten Flüsse in Deutschland nicht nur die noch hier sichtbaren drei rotgelinkten Gewässer umfasst, wissen wir aus der Diskussion zu meinem letzten Kurier-Aufruf. Mit John M. Brown fehlt noch ein Träger des Horst-Pracejus-Preises und auch weitere Preise in den Naturwissenschaften weisen auffällig wenige fehlende Artikel auf – aber eben wie bei der Euler-Medaille mit Zhu Lie noch ein oder zwei, seltener drei fehlende Artikel. Im Bereich Kunst fehlen noch elf ausstellende Künstler der Documenta 12 (bei der Documenta 8 immerhin noch 170!). Auch anderswo gibt es Projekte die an der Vollständigkeit arbeiten, etwa das Oscar-Projekt das jährlich seit 2011 in den Wochen vor der Oscar-Verleihung einen Wettbewerb durchführt und mittlerweile die Jahrgänge 1929 bis 1941 komplett abgearbeitet hat. Und es ist nicht immer leicht über Ton-Ingenieure zu schreiben. Nicht weil sie nicht von Bedeutung wären, sondern weil es einfach nicht viel Informationen zu ihnen gibt.

Nun bleibt sicher die Frage: was soll das alles hier? Vor allem – warum schon wieder. Nun, zum einen höhlt der stete Tropfen den Stein, vielleicht sind ja irgendwann einmal so Viele von euch so genervt, dass ihr die Lücken nur deshalb füllt, damit ich nicht mehr darüber schreiben kann ;). Aber letztlich hoffe ich, neue Interessenten zu finden und allen diese Sache wieder ins Gedächtnis zu rufen. Macht mit! Und das nicht nur (aber natürlich auch) indem ihr den ein oder anderen fehlenden Artikel schreibt. Findet Bereiche, in denen schon alle Artikel vorhanden sind und tragt sie in die Liste ein. Findet Bereiche, in denen nur noch wenige Artikel fehlen – und tragt sie ein. Niemand hat unser Projekt in Gänze im Überblick. Jeder fertige Bereich (und fertig meint in der Wikipedia natürlich nur vorhanden, nie abgeschlossen) ist eine Hilfe, ein Plus für Leser und sicher auch ein Grund, auf uns selbst stolz zu sein. Denn wir sind allesamt gar nicht so schlecht. Und wo sehen wir das besser, als bei der Arbeit, die wir schon zusammen erledigt haben? An dieser Stelle also auch einmal mehr der Dank an all die Autoren und Helfer, die sich der Lücken annehmen und auch qualitativ für Verbesserungen sorgen. MC, 26.10.

WP-Artikelzahlen und Wikidata[Bearbeiten]

Ich befasse mich schon seit einigen Tagen mit See-Artikeln auf Wikidata. Mir ist aufgefallen, wenn die de:WP 100 See-Artikel aus dem Land X hat, hat die en:WP 300 See-Artikel und die x:WP 600 See-Artikel. Ich habe mir von Autolist angeben lassen, welche Wikidata-Seiten es zu finnischen Seen gibt: Siehe hier: Es sind 787 Artikel. Die Kategorie:See in Finnland hat nur 105 entsprechende Artikel. Wikidata hat im Moment 12 Mio. Seiten. Vielleicht heißt das, dass abzüglich der Kategorien-Seiten es vielleicht 10 Mio. relevante Artikelthemen in allen Wikipedien gibt. Die de:WP hat 2 Mio. Artikel. Das heißt, im Prinzip fehlen uns in der de:WP momentan 10 Mio. relevante Artikel. Ich habe bei den See-Artikeln viele Bot-Artikel gesehen, dessen Inhalt gut in Wikidata aufgehoben ist und für die imho keine kurzen Infobox-Artikel in der de:WP angelegt werden brauchen. Ich habe mir das hier besprochene Tool installiert. Wenn man einen Begriff in die Suchbox eintippt und eine Volltextsuche macht, zeigt es auf Spezial:Suche an, ob Wikidata diesen Begriff kennt und setzt einen Link dorthin. Die it:WP hat dieses Tool fürs ganze Wiki installiert. Noch sind nur die wenigsten Wikidata-Seiten mit Inhalt gefüllt und etliche Basisdaten können auch noch gar nicht in Wikidata eingegeben werden, die Autolist-Suche wäre also nicht so gut wie bei dem Beispiel mit den finnischen Seen. Aber man kann sich vorstellen wie das in einigen Jahren sein kann. Ich glaube das wird das Wachstum der Artikelzahlen in der Wikipedia bremsen, denn die aktuell fehlenden 10 Mio. Artikel sind ja bereits da, müssen nur noch erschlossen werden. Der nächste Schritt wäre dann nur noch die Wikidata-Seiten den IP-Benutzern einfacher zugänglich zu machen, etwa indem Wikidata direkt in die Suchbox der Wikipedia integriert werden würde.G, 26.10.

Denkmal der Ermutigung in Słubice[Bearbeiten]

Das Wikipedia-Denkmal in Słubice

Die Frage, ob sich Wikipedia bereits zum Weltkulturerbe zählen lassen soll, wurde gestern überholt durch die Einweihung des weltweit ersten Wikipedia-Denkmals. Sein Entstehungs- und Aufstellungsort setzt in mehrfacher Hinsicht beachtliche Zeichen. Die Idee dazu entstand an einer wissenschaftlichen Einrichtung, dem Collegium Polonicum in Słubice, das als gemeinsame Institution der Frankfurter Europa-Universität Viadrina sowie der Adam-Mickiewicz-Universität Posen eine bedeutende Forschungs- und Brückeneinrichtung im polnisch-deutschen Verhältnis darstellt und so auch bei diesem Anlass in Erscheinung trat. Der Initiator der Denkmalsidee Krzysztof Wojciechowski, Direktor des Collegium Polonicum, begrüßte gestern aber nicht nur deutsche Wikipedianer und den WMDE-Vertreter Sebastian Wallroth, sondern auch Garfield Byrd, den Chief Finance Officer der Wikimedia-Foundation. Beide nahmen an einer populärwissenschaftlichen Sitzung im Collegium Polonicum teil, das der Denkmalseinweihung vorausging.

In seinem Einführungsvortrag betonte Dariusz Jemielniak u. a., dass die Beiträger zur Wikipedia mit 22 Millionen Menschen weltweit die größte sozial engagierte Gruppierung überhaupt darstellen. In der Podiumsdiskussion wurden diverse Aspekte heutiger und künftiger Wikipedia-Bedeutung und –Entwicklung angesprochen, wobei Kooperation und Wissensangebot als Primate teils in Konkurrenz zueinander gesetzt wurden. Die Relevanz von allem und jedem – 4,5 Millionen Lemma-Einträge in der en-Wikipedia stehen 40.000 in der letzten gedruckten Encyclopædia Britannica von 2010 gegenüber – blieb einerseits mit dem Hinweis auf unbegrenzt verfügbaren Webspace jedem noch so entlegenen Interesse und Momentanereignis anheimgestellt, wurde von anderer Seite aber als nicht in jedem Fall wissenswert und in der Masse als Belastungsfaktor für Kontrolle und Qualitätsentwicklung erkannt.

Denkmalsmacher am Ziel

Vor der sich anschließenden Denkmalsenthüllung ganz in der Nähe des Collegium Polonicum auf dem Plac Frankfurcki 52.3495314.560428, einem mit Grünpflanzungen und Sitzgelegenheiten um das Denkmal herum ansprechend gestalteten und zur Besinnung einladenden Platz (der nur zum gerade gegebenen Anlass trotz Nieselregens überreichlich besucht war), äußerten sich die eingeladenen Festredner auf je eigene Weise sehr anerkennend über die Wikipedia als weltweit freies Wissensangebot an ihre Nutzer, sodann über die Wikipedianer, die das erst möglich machen, und schließlich über die hervorragende Eignung dieses ersten Standorts für ein Wikipedia-Denkmal. Barnos, 23.10.

WLM: Die goldenen Hundert sind da[Bearbeiten]

1. Platz: Gendarmenmarkt in Berlin
2. Platz: Salzspeicher in Lübeck
3. Platz: Ehemalige Baumwollspinnerei in Kempten

Draußen schien die Sonne, die Jury von Wiki Loves Monuments jedoch saß im Dunkeln. Aber es hat sich gelohnt: Nach vielen anstrengenden und anregenden Stunden am vergangenen Wochenende in Hamburg konnte sich die Jury auf die 100 Preisträger beim diesjährigen Denkmalfoto-Wettbewerb einigen. Die Wahl fiel wie immer schwer und war Ergebnis von mehreren Abstimmungsrunden und folgenden Diskussionen. Per Stick waren über 33.000 Fotos, also rund 3300 pro Jury-Mitglied, vorab verschickt worden, aus denen diese am heimischen Computer die nach ihrer Ansicht besten rund 100 mit nach Hamburg gebracht hatten, so dass noch rund 1000 genauer betrachtet werden mussten. Der Meinung der Jury nach ist es gelungen, nicht nur bei den „Top Ten“, sondern anhand aller prämierten Fotos die erstaunliche Vielfalt und Bandbreite der Bau- und Kulturdenkmäler in Deutschland beeindruckend zu illustrieren. Wichtige Kriterien bei der Beurteilung der Bilder waren: die jeweilige Eigenheit des Denkmals zeigen, eine angemessene Komposition des Objektes im Raum und handwerklich gute fotografische Arbeit.

Fotograf des nach Ansicht der Jury besten Fotos ist Benutzer:Tilman2007, der schon seit Jahren durch Tausende von Bildspenden im WLM-Monat September das Projekt unterstützt. In diesem Jahr gelang es ihm zum ersten Mal, den Wettbewerb zu gewinnen. Das Urteil der Jury zu seiner Aufnahme des Gendarmenmarktes in Berlin: „Stimmungsvolle, sauber komponierte klassische Architekturfotografie eines großartigen Denkmalensembles. Wenn auch oft fotografiert, so überzeugt es mit guter Licht-Schatten-Verteilung und dem Motiv adäquaten ausgewogenen Proportionen.“

Demgegenüber steht der zweite Platz von C.J.N.L. Kyll, die oder der seit Mai 2014 gerade mal rund 30 Fotos hochgeladen hat, ein zweites landete auf Platz elf. Das prämierte Foto zeigt die Dächer der frühneuzeitlichen Salzspeicher in Lübeck aus ungeahnter Perspektive (aufgenommen von der Aussichtsplattform des Turms der Petrikirche) und in sehenswerter Farbgebung. Aus dem 19. Jahrhundert stammt das industrielle Denkmal der Mechanischen Baumwollspinnerei und -weberei in Kempten von Benutzer:Hilarmont, die sich – anstelle der sonst üblichen Wasserburgen – idyllisch im Wasser spiegelt.

Bedauerlich ist aus Sicht der Jury, dass es einige Fotografen mit ihren Werken nicht so genau nehmen. So manches Bild war schlicht unscharf, zu hell, zu dunkel oder schief, überflüssige und störende Details wie Mülleimer hätten in vielen Fällen sicherlich beiseite geräumt oder weggeschnitten werden können. Kopfzerbrechen bereitete der Jury auch die große Anzahl von stark nachbearbeiteten Aufnahmen, bei denen mitunter detektivische Fähigkeiten gefragt waren, um die Frage zu klären: Original oder Fälschung? Eine neue Kategorie tat sich mit den aus Drohnen getätigten Fotografien auf, bei denen in der Zukunft sicherlich die Frage der Panoramafreiheit intensiv diskutiert werden muss.

Mehrere Mitglieder der Jury nahmen zum wiederholten Male teil, die externen Juroren Volkmar Billeb (freier Fotograf) und Nina Schwenke (Denkmalschutzamt Hamburg), denen die Jury zu großem Dank verpflichtet ist, zum zweiten Mal. Die beiden Experten beeindruckten nicht nur durch ihr Fachwissen, sondern auch durch ihre neuerliche Bereitwilligkeit, den wikipedianischen Eigenheiten mit Humor und Freude zu begegnen. Es erwies sich, dass durch diese Kontinuität eines „harten Kerns“ die Erfahrungen aus den Vorjahren verwertet werden konnten. Viele Punkte, an denen es in den Vorjahren noch „geknirscht“ hatte, klappten in diesem Jahr wesentlich besser (in zehn Jahren ist es wahrscheinlich perfekt …). Besonders zu erwähnen sind die Vorbereitungen und Führungsqualitäten unserer „grauen Eminenz“ Pankoken, der dem Jury-Flohsack bei Bedarf erbarmungslos auf die Finger haute, die Super-Abstimmungssoftware von Wiegels sowie die Vor- (und Nach)arbeiten von Dr. Bernd Gross.

Trotz aller gelernten „Lessons“ kann eine Jury-Sitzung dennoch zum Alltags-„Abenteuer“ werden, wenn sich neuartige, ungeahnte Unwägbarkeiten auftun: Schon im Vorfeld kam es zu Aufregungen, weil ein Stick falsch verschickt worden war, ein Problem, das jedoch unkompliziert gelöst werden konnte. Nach unserer Ankunft in Hamburg erfuhren wir, dass die Lokführer streiken würden, und diejenigen, die mit dem Zug gekommen waren, wurden von Panik ergriffen. Der Monitor wurde geliefert wie bestellt, aber die Notebooks von WMDE konnten ihn nicht mit der richtigen Auflösung ansteuern, was wiederum zu Verstimmungen bei den „Technikbeauftragten“ führte; im Raum nebenan lief eine Party („Aaatemloos …“), und schließlich und endlich saß unser bester Mann am Samstag Abend 50 Minuten im Aufzug fest: „Wiki does not love Elevators“ (oder umgekehrt). N. 21. Okt.

Ergänzung: Großes Lob an WMDE! Nach einigen Telefonaten wurde für die vom Bahnstreik Betroffenen eine zusätzliche Übernachtung genehmigt. Nf. 21. Okt.

Nach der WikiCon ist vor der WikiCon[Bearbeiten]

Wikicon logo.svg

Während die TeilnehmerInnen, ReferentInnen, HelferInnen und OrganisatorInnen der WikiCon 2014 in der Domstadt Köln so langsam wieder im grauen Alltag der Artikelarbeit aufwachen, werden bereits Ideen für die WikiConvention 2015 entwickelt.

Ein Vorschlag sieht die Durchführung der WikiConvention 2015 in Straßburg vor. Mit dem Veranstaltungsort im Elsass fände die WikiConvention erstmals in Frankreich statt. Geplant sind hierbei drei parallele Veranstaltungen, die unter einem Dach am selben Wochenende im selben Tagungszentrum stattfinden und durch übergreifende Teile miteinander verbunden werden:

  • eine deutschsprachige WikiConvention für die deutschsprachige Community
  • eine französischsprachige WikiConvention für die französischsprachige Community
  • eine WikiConvention für Projekte in anderen Sprachen

Einer von mehreren inhaltlichen Schwerpunkten der Veranstaltung sollen die Wikimedia-Projekte in den sogenannten „kleinen Sprachen“ sein, d. h. Wikipedien und andere Projekte in europäischen Regional- und Minderheitensprachen, deren Vertreter gezielt eingeladen werden sollen.

Da die WikiConvention eine Veranstaltung ist, die von der Community für die Community organisiert wird, sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, sich im Rahmen einer Umfrage zum geplanten Konzept zu äußern.

Am 15. November wird es ein erstes Treffen in Straßburg geben. Wir würden uns wünschen, dass sich bis dahin herauskristallisiert hat, ob eine WikiConvention in der genannten Form in Straßburg auf die Zustimmung der deutschsprachigen Community stößt.

Wer gerne mitmachen möchte bei der Planung und Organisation oder wer sich als HelferIn engagieren will, kann sich übrigens auf dieser Seite eintragen.

Vorschläge zu möglichen Programmbeiträgen können auf der Programmseite eingetragen werden. H. 21.10.

Alte Litstips neu zu vergeben[Bearbeiten]

Seit 2007 stellt Wikimedia Deutschland den Wikipedia-Autorinnen und Autoren auf Anfrage kostenlos Literatur zur Verfügung. Diese Literaturstipendien sind bisher in etwa 6550 Artikeln verwendet worden, wie der LitStip-Zähler verrät. Mittlerweile kamen einige der vergebenen Werke wieder zurück. Um welche es sich dabei handelt, kann dieser Liste entnommen werden. Wer ein Buch daraus für seine Autorentätigkeit gebrauchen kann, schickt einfach eine Mail an community@wikimedia.de. Die Bücher stehen derzeit im Berliner Community-Raum und können auch vor Ort eingesehen werden. Außerdem besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit ein neues Literaturstipendium zu beantragen. Weitere Stipendiaten, die keine Verwendung mehr für ihr Literaturstipendium haben, können es natürlich ebenfalls gerne an die hier angegebene Adresse zurück senden, damit es anderen Benutzern zur Verfügung steht. Book icon (closed) - Blue and gold.svg Noatunloopsong (nuvola).svg Book icon (closed) - Red and gold.svg

Und natürlich kann bei allen Stipendiaten um Auskunft angefragt werden. Welche Benutzer bisher welche Werke erhalten haben, lässt sich durch Stöbern in der LitStip-Kategorie herausfinden, in der alle Listen nach Themenbereich zu finden sind.

Aber nicht nur das gedruckte Werk kann im Rahmen eines Literaturstipendiums vergeben werden, sondern auch Zugänge zu Online-Datenbänken. Kooperationen bestehen derzeit mit den hier aufgelisteten Anbietern, darüber hinaus sind Kostenerstattungen für individuelle Zugänge zu einzelnen Archiven möglich. Nico (WMDE) 21.10.

Zombie-Bots vs. Zombie Strippers[Bearbeiten]

Die Zombie Strippers, das hirnlose Corpus delicti ...

Der Angriff geschah inmitten der Nacht, um 0:55 Uhr bekam der Autor dieser Zeilen die unheilvolle Nachricht, überschrieben mit dem unheilverkündenden Titel „Problem mit Deiner Datei“. Der Überbringer der Nachricht, ein freilaufender Bot namens Xqbot, der Nachrichten wie diese ständig überbringt, in der Regel beauftragt durch einen menschlichen Benutzer, dem ein Problem bei einer hochgeladenen Datei auffiel. Hier war es jedoch anders - Befehlsgeber war hier nicht ein Mensch sondern ein weiterer Bot - der Wdwdbot war offensichtlich der Meinung, dem Xqbot ein Problem melden zu müssen und ihn damit anzustiften, dem Autoren dieser Zeilen ohne Überprüfung einer nicht hirntoten Instanz (eines Menschen) eine Verwarnung auf die Benutzerdiskussionsseite zu pappen.

Nun gut, da klebt sie nun. Diese Nachricht bezichtigt den Autoren dieser Zeilen, ein Bild nicht ordnungsgemäß hochgeladen und vermutlich gar gegen geltende Urheberrechte verstoßen zu haben. Der Baustein sagt aus: „Du brauchst eine Erlaubnis, wenn du eine urheberrechtlich geschützte Datei hochlädst.“ – er fragt aber weder, ob eine Erlaubnis vorliegt oder ob es sich beim Corpus delicti überhaupt um eine urheberrechtlich geschützte Datei handelt und dabei ist dann auch der DÜP-Bearbeiter-Hinweis wenig hilfreich: „Nicht commonsfähiges Logo“. Zugegeben, IANAL – aber nach meinem Verständnis handelt es sich bei dem Schriftlogo um eine nicht-schützenswerte Datei, die Schriftart erreicht sicher keine Schöpfungshöhe und die Nutzung des Schriftzugs verstößt auch sehr wahrscheinlich gegen kein Urheberrecht - was wollen die Zombie-Bots also von mir? Auch darüber lassen sie mich nicht im Unklaren: „Wenn das Problem nicht innerhalb von 14 Tagen behoben wird, muss die Datei leider gelöscht werden.“ Ob da vorher mal ein Mensch draufschaut wäre eine interessante Frage - oder macht das der Exekutionsbot auf Anweisung seiner Botkollegen auch allein .... zu nächtlicher Stunde.AR, 18.10.

Benutzer mit einem Account bei Bugzilla: Achtung![Bearbeiten]

Hallo alle, in Kürze wird Bugzilla geschlossen und nach Phabricator verschoben, welche die Funktionen von Bugzilla übernehmen wird. Um diesen Schritt so glatt wie möglich durchführen zu können, werden alle Benutzer mit einem Account bei Bugzilla gebeten, einen Account bei Phabricator anzulegen und diesen mit dem wikimediaweiten SUL-Account zu verbinden. Das geht wie folgt:

  1. Gehe zu https://phabricator.wikimedia.org/auth/start/ und logge dort mit deinen Wikimedia-Accountdaten ein (unten auf das Button-Feld klicken, nicht LDAP probieren! – JavaScript von Nöten). Wenn du deinen Realnamen nicht angeben möchtest, kannst du auch deinen Bugzilla-Namen, deinen Benutzernamen oder ein anderes Pseudonym verwenden.
  2. Füge deine E-Mail-Adresse, die du bei Bugzilla verwendest, hier ein: https://phabricator.wikimedia.org/settings/panel/email/. Über diese E-Mail-Adresse werden die Beiträge mit deinem Account verbunden. (Wenn du eine andere E-Mail-Adresse bei deinen Wikimedia-Accounts (SUL) verwendest, ist es ratsam, diese dort zu ändern.)
  3. Füge in deinem Profil auf https://phabricator.wikimedia.org/settings/panel/external/ unter dem Abschnitt "MediaWiki" einen Link zu deiner mw:Special:Mypage ein.
  4. Auf deiner Profilseite (in der rechten oberen Ecke verlinkt, 4. Link von rechts) siehst du einen Link hinter MediaWiki Userpage, der auf mw:Special:Mypage verlinkt.

Rom, 15.10.

Ada-Policies für Wiki-Veranstaltungen: Topp oder Flop?[Bearbeiten]

Noch ohne Ada-Policy: Wikimania hackathon 2014

In der Berliner Geschäftsstelle von WMDE fand vom 11. bis 12. Oktober das – so der Veranstaltererste AdaCamp in Europa statt. Ada ist ein Konzept, welches aus dem Open Technology-Umfeld stammt und die Zielrichtung verfolgt, Frauen einen besseren Zugang zu offenen Netztechnologien zu verschaffen. Die dazugehörige Initiative verortet sich selbst im feministischen Bereich. Der Zusammenhang mit WMDE sowie dem Wikipedia-Träger in den USA ergibt sich durch die – noch in der „Ära Gardner“ auf den Weg gebrachte – Agenda, Frauen in Wiki-Projekten einen stärkeren Zugang zu verschaffen.

So weit, so gut – oder schlecht. Die Tatsache, dass der Frauenanteil in Wikipedia nach wie vor nicht höher ist als 10 bis 15 Prozent, ist allseits bekannt. Maßnahmen, die exklusionistischen Strukturen der männlich, mittelalt, mittelständisch, studiert, IT-versiert und weiß geprägten Wikipedia aufzubrechen, sind grundsätzlich sicher unterstützenswert. Eine andere Frage ist das „Wie“. Dass die Foundation in dem Bereich recht eigene, stark auf Zensur und Maßregelungen setzende Konzepte verfolgt, zeigte sich bereits anlässlich der Debatte um den Bildfilter im Jahr 2011. Auch das Ada-Konzept ist durchgängig von jenen restriktiven Ansätzen geprägt, die sich vor allem im Umfeld US-amerikanischer Universitäten einen stark umstrittenen Ruf erworben haben. Die „Policy“ des Berliner AdaCamps ist derart mit Vorschriften, Maßregelungen und Verhaltensanweisungen gespickt, dass die Hausordnung eines Kolpinghauses in den 1960er-Jahren demgegenüber geradezu liberal erscheint. Rauchen beispielsweise ist nicht nur in Veranstaltungsräumen untersagt, sondern auch im Gebäudevorfeld. Raucher sollen sich nach Nikotingenuß die Hände waschen. Ebenso werden Teilnehmer und Teilnehmerinnen gebeten, keine Duftstoffe zu verwenden, Deodorants oder Shampoos mit Duftstoffen. Im O-Ton der Policy umfasst die Duftstoff-Verbotsliste „(…) laundry detergent, clothes softener, soap, body wash, deodorant, shampoo, conditioner, lotion, hair products, cologne and perfume“.

Gemäß den US-amerikanischen Vorbildern ebenfalls stark reglementiert sind Veranstaltungsinhalte sowie die Berichterstattung darüber. „Explizite“ Inhalte sollen nur nach vorheriger Absprache angesprochen werden – wobei in bestimmten Situationen eine Ankündigung zugestanden wird, damit Leute, die sich durch derartige Inhalte belästigt fühlen, den Raum verlassen können. Auch Blog- und Medienberichterstattung wird durch die Policy stark eingeschränkt. Ebenso Fotoaufnahmen – wobei die Ada-Regeln in dem Punkt weitgehend jenen ähneln, die bereits auf der WikiCon 2014 zum Zug kamen. Last but not least wird die Erwartung rübergebracht, dass sich alle Teilnehmer dem aufgeführten Regelkatalog unterwerfen („We expect participants to follow these rules at all event venues and any related social events.“) Zum Melden von Verstößen wird ermutigt; Teilnehmer*innen, die gegen die aufgeführten Regeln verstoßen, können – ohne Anspruch auf Erstattung – aus den Veranstaltungsräumlichkeiten verwiesen werden.

Sicher ist an der Stelle nicht der Ort, tiefer auf das zugrundeliegende Konzept einzugehen. Leser*innen werden sich eh sicher fragen, was diese eine spezielle Veranstaltung mit Wikipedia zu tun hat, speziell der deutschsprachigen Ausgabe. Nun, offensichtlich findet das Ada-Konzept im Umfeld von Wikimedia Deutschland e. V. einigen Anklang (ebenso, was für Insider noch weniger verwunderlich ist: bei der Foundation in den USA). Konkret bedeutet dies, dass Ada-Versatzstücke auch bei Community-Veranstaltungen, Wiki-Kongressen und ähnlichem Einzug halten könnten. Problematisch – abgesehen davon, dass eigentlich bereits das komplette Konzept hochproblematisch und hochumstritten ist – dürfte dabei insbesondere der Aspekt werden, dass durch die Hintertür Veranstaltungskonzepte eingeführt werden, die sehr (um nicht zu sagen: extrem) weitgehende Verhaltensrichtlinien mit beinhalten sowie damit einhergehende Eingriffe in den persönlichen Lifestyle von Teilnehmern und Teilnehmerinnen. In der Nachbereitungsdiskussion zur WikiCon 2014 wurde Ada bereits als richtungsweisendes Konzept lobend hervorgehoben (Abschnitt: „Großes Lob und trotzdem ... nicht erwünschte Fotos“). Wertung an der Stelle: gar keine. Allerdings denke ich, dass über derart stark eingreifende Konzepte zumindest Information erfolgen sollte. Was an der Stelle geschehen ist. rz, 15.10.

Hinweis zur Einordnung dieses Artikels: Wikipedia:WikiCon 2014/Lob+Kritik#Ada-Konformität der WikiCon. gez. Anika, 15.10.

Dengue-Fieber: Die drei ungleichen Brüder[Bearbeiten]

Das Wiki Project Med hat wieder zugeschlagen: In der Open-Access-Zeitschrift Open Medicine hat ein Autorenteam um James M. Heilman (Wikipedia-User Doc James) am 2. Oktober 2014 einen Artikel über das Dengue-Fieber veröffentlicht, der auf dem entsprechenden Artikel der englischen Wikipedia beruht und ein klassisches Peer-Review durchlaufen hat.

Von den 1373 Menschen und Bots, die an dem Wikipedia-Artikel mitgewirkt haben, sind nur vier als Autoren des Open-Medicine-Artikels genannt. Die Kriterien für diese Auswahl finden sich am Ende des Artikels: Es sind die vier Personen, die mit ihren zahlreichen Edits am meisten dazu beigetragen haben, dass der Text zunächst den „good article“- und dann den „featured article“-Status erhielt.

Die Motive der Autoren und der Zeitschrift erläutert Open-Medicine-Redakteur James Maskalyk in einem ausführlichen Editorial: „Wikipedia is the most heavily used health resource on the Internet“ – und damit in einer Schlüsselposition für die Verbreitung möglichst korrekten, aktuellen und praxisrelevanten Medizinwissens, auf das zahllose Ärzte bei der Bekämpfung weit verbreiteter Krankheiten angewiesen sind. Der englische Wikipedia-Artikel über das Dengue-Fieber wird z. B. derzeit durchschnittlich 5724-mal am Tag abgerufen.

Daher wirbt das Wiki Project Med seit einigen Jahren in der Mediziner-Community für eine intensivere Beschäftigung mit der Wikipedia. Es werden verschiedene Formen der Zu- und Zusammenarbeit erprobt, die auch dem Bedürfnis der Scientific Community nach der Anerkennung von Autorenschaft und nach Referenzierbarkeit genügen – wobei sich beide Seiten auf Kompromisse einlassen und viel dazulernen müssen.

In der Versionsgeschichte konnte ich zunächst die Version, die dem Open-Medicine-Artikel entspricht, nicht identifizieren. Ein Blick auf Talk zeigte, dass es auch anderen so ging. Tatsächlich gab es nie eine Wikipedia-Artikel-Version, die genau den Strukturvorgaben von Open Medicine entsprach. Doch kaum war der Wunsch ausgesprochen, hatte User Anthonyhcole bereits per Copy & Paste eine Open-Medicine-Version (re)konstruiert, die es uns ermöglicht, Abweichungen der aktuellen von der extern veröffentlichten Version zu überblicken.

Nicht nur zwischen der Wikipedia- und der Zeitschriften-Version gibt es Unterschiede, sondern auch zwischen der HTML- und der PDF-Version bei Open Medicine. Keine der beiden Zeitschriften-Versionen enthält Wiki-Links oder Links zu einem anderen Nachschlagewerk oder Glossar, was den Text für medizinische Laien schwer verständlich macht.

In der PDF-Version fehlen darüber hinaus die Abbildungen 2, 3 und 6 der HTML-Version. Das scheint nicht an den Bildrechten zu liegen, denn Abbildung 2 ist gemeinfrei, und der Urheber von Abbildung 3 ist einer der Autoren. Dafür fällt die Quellenangabe für die letzte Abbildung in der PDF-Version arg salopp aus: „Image file from Wikimedia Commons“ – tatsächlich steht das Foto unter einer Licença Creative Commons Atribuição 3.0 Brasil.

Wie wird es weitergehen mit diesen Artikelgeschwistern? Durch Aktualisierungen wird der Bruder in der Wikipedia seinen statischen Geschwistern im Lauf der Zeit immer unähnlicher werden; er wird neue Fachliteratur verschlingen und den anderen vermutlich über den Kopf wachsen. Maskalyk zufolge wird die Wikipedia-Fassung in etwa einem Jahr erneut konsolidiert, gegebenenfalls gekürzt, wieder einem Peer Review unterzogen und in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.

Vor einem ähnlichen Problem steht auch die Zeitschrift PLoS Computational Biology: Sie veröffentlicht seit 2012 gelegentlich sogenannte Topic Pages, die mit Wikipedia-Artikeln verschwistert sind – im September zum Beispiel zum Thema Multi-state Modeling of Biomolecules, hier wie dort. Wie nachhaltig diese faszinierenden Versuche sind, Wikipedia und wissenschaftliche Fachzeitschriften zu verweben, bleibt abzuwarten. AK, 13.10.

Fotoworkshop: Systematisch arbeiten mit Lightroom und commonists[Bearbeiten]

Fotos machen – organisieren – nachbearbeiten – auf commons laden.

Viele gute, wichtige und aussagekräftige Fotos schaffen den Weg von der Kamera bis ins Weltwissen oftmals nicht, weil irgendetwas nicht (zusammen-)passt. Das soll der Workshop Lightroom 2014 in CUX ändern. Was muss man z. B. über die Datenbank von Lightroom wissen, welche Organisationsmöglichkeiten bietet sie, wie kann man Fotos durch einfache Bearbeitung im Stapel nachbessern und schließlich direkt von Lightroom auf commons laden? Diese Fragen soll der Workshop beantworten und die Probleme in den Köpfen, Programmen und Maschinen lösen. Optimal wäre, wenn jeder Teilnehmer am Ende den Workflow für seine Situation auf seiner Hardware eingerichtet hat, verstanden hat und anwendet.--Walter Rademacher •*¨*•.¸¸.• 12:53, 10. Okt. 2014 (CEST)

Ergänzung: Dank des neuen, freien Lightroom-Plugins LrMediaWiki benötigt man heutzutage für den Upload auf Commons nicht mal mehr Commonist oder Vicuña, sondern kann die Bilder direkt in Lightroom beschreiben, kategorisieren und unter einer freien Lizenz veröffentlichen. MK

Die Rückkehr von Superprotect[Bearbeiten]

Berlin (wpk) • Nach Informationen dieses Blattes führte die Wikimedia Foundation in den frühen Morgenstunden des 6. Oktober eine Superprotect-Sperrmaßnahme durch. Bei der betroffenen Seite soll es sich um den Wikidata-Datensatz zur Bundesrepublik Deutschland handeln. Das Land hatte gerade erst am 3. Oktober friedlich seinen Nationalfeiertag begangen.

Aus vertraulichen Protokollen, die dem KURIER aus dem Umfeld des Hackernetzwerks „IRC“ zugespielt wurden, geht hervor, dass Wikimedia-Techniker am Sonntagabend auf einen noch unbehobenen Programmfehler aufmerksam wurden, durch den beliebige Änderungen am Wikidata-Datensatz zu Deutschland zur Folge hätten, dass sämtliche Wikipedia-Artikel, die diesen einbinden oder mit diesem anderweitig verknüpft sind, nicht mehr bearbeitet und Beobachtungsseiten nicht mehr abgerufen werden können. Zudem würden Änderungen die Stabilität der gesamten Plattform gefährden. Der Wikimedia-Foundation-Techniker Marc Pelletier versah die Seite daraufhin mit einem Superschutz.

„Deutschland einbinden? Ich habe ja immer gesagt, dass das Probleme gibt.“
— Georges Clemenceau [paraphrasiert]

In Wikimedia-kritischen Kreisen mehrt sich unterdessen die Kritik an der offiziellen Rechtfertigung. Der Vorsitzende der Admingewerkschaft block_it, Hermann Furge, kündigte an, mit allen Mitteln gegen den Superschutz Deutschlands vorgehen zu wollen. „Das ist Superprotect in Reinform. Den Grund habe ich nicht verstanden, aber scheiße find ick dit trotzdem.“ Ob seine Gewerkschaft Streiks erwägt, wollte Furge am Montagmorgen nicht bestätigen, „auf jeden Fall“ prüfe man aber auch diese Möglichkeit. Ein gemeinsamer Gewerkschaftskonvent mit Wikipedia-Autoren war gerade am Sonntag zuende gegangen. Etwaige Streikmaßnahmen würden gegebenenfalls mit der deutschen Lokführergewerkschaft GDL abgestimmt, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Jennifer Erb von der amerikanischen Teahouse-Party-Bewegung teilt Furges Ansicht: „Der zweite Verfassungszusatz garantiert das Recht eines jeden Bürgers, eine Waffe zu tragen, um im Notfall auf einen Angreifer zu schießen. Daraus ergibt sich unweigerlich auch ein Recht für Administratoren, die Seite abzuschießen. Das zu unterbinden, ist ein Skandal.“

“You could say that, in this case, superprotect is a set of armor-plated underwear.”
— Marc Pelletier

Im Gespräch mit dem KURIER reagiert Pelletier kühl auf die Vorwürfe. Dass man die Seite angreifen dürfe, bedeute schließlich nicht, dass diese sich dagegen nicht mit einer Panzerweste schützen dürfe. Superprotect fungiere hier insofern als „eine Art gepanzerte Unterwäsche“. Dass er selbst auf das Thema Mode eingeht, überrascht, ist es doch gerade auch Pelletiers eigene Tracht, die unter Beobachtern Bedenken schürt. Auf offiziellen Bildern, mit denen die Wikimedia Foundation Pelletier vorstellt, ist auf seinem Kopf immer wieder eine Baseballmütze zu erkennen.

Verdächtiger Blick, verdächtiger Kopfputz: Marc Pelletier

Inspector Michael Oates von der Strathclyde Police, Schottland, und Experte für Bekleidungstrends unter Kriminellen, hält dies für verdächtig. „Die meisten Ladendiebe tragen entweder einen Kapuzenpullover oder eine Baseballmütze“, sagte er gegenüber der BBC. „Das ist doch klar, dass der etwas im Schilde führt. Wer Mützen trägt, hat etwas zu verbergen“, meint auch der Passant und Gelegenheitskriminelle Alex G. und fordert vollständige Transparenz. Pelletier hält dagegen und meint, er trage die Mütze eben weil auf seinem Kopf zunehmend Transparenz herrsche. Damit bestätigte er zugleich entsprechende Gerüchte aus der Entwicklerszene.

Die Wikidata-Community reagierte am frühen Montagmorgen enttäuschend ruhig auf die Maßnahme. Mehrere Nutzer ließen erkennen, dass sie die Sperre unter rationalen Gesichtspunkten bewerten würden und brachten Verständnis dafür auf. „Lieber ist eine Seite supergeschützt als dass ein Admin aus Versehen irgendetwas daran ändert und alles zusammenbricht“, sagt ein Nutzer, der aufgrund des kontroversen Charakters seiner Äußerung nicht namentlich genannt werden möchte. Furge setzt seine Hoffnungen nun auf die Medien. „Wenn der KURIER das groß rausbringt, bekomm ich morgen meine Leute zusammen. Die da oben haben doch den Kontakt zur Basis verloren!“, sagte Furge und verschluckte sich dabei an einem Lachshäppchen.

„Die Jugend ist ein Glas Champagnerwein“: Lydia Pintscher im Gespräch

Von interessierten Kreisen ist auch unmittelbar auf einen Zusammenhang zum Thema des Datensatzes geschlossen worden. „Das kann doch kein Zufall sein, dass das gerade den Datensatz zu Deutschland trifft, also just ein großer demografischer Bestandteil der Community, mit der die Foundation immer wieder Probleme hat,“ lässt sich ein ranghoher Wikipedia-Leser zitieren. Auch wird spekuliert, ob nationale Interessen eine Rolle gespielt haben könnten. Auf Anfrage bestreitet die Projektverantwortliche für Wikidata bei Wikimedia Deutschland, Lydia Pintscher, einen solchen Zusammenhang. Danach befragt, ob auch Datensätze zu beliebteren Ländern als Deutschland supergeschützt worden wären, äußerte sie, die Sperre habe „absolut nichts“ damit zu tun, um welches Land es sich gehandelt habe. „Der Grund, dass es Deutschland traf, ist, dass es eines der größten Items ist, das wir haben.“ Ihre Aussage nährt Spekulationen, wonach Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation einer systematischen Ungleichbehandlung großer und kleiner Datensätze Vorschub leisten. Die Diskriminierungsbeauftragte des Wikidata-Projektes war am Montagmittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sie konnte von der Redaktion nicht ausfindig gemacht werden.

PAJZ

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Weiterführende Lektüre:

Spendenbanner wieder da – und ein neuer Vizepräsident für Engineering[Bearbeiten]

Seit einigen Tagen erscheinen für einige Leser in verschiedenen Ländern wieder Spendenbanner in Wikipedia. Dort heißt es (meine Übersetzung, Geldbeträge sind gerundet):

LIEBE WIKIPEDIA-LESER: Um unsere Unabhängigkeit zu schützen, werden wir in Wikipedia nie Werbung zeigen. Wir überleben durch Spenden, die im Schnitt 12 Euro betragen. Jetzt ist die Zeit, in der wir darum bitten. Wenn jeder, der dies liest, 4 Euro geben würde, wäre unser Spendenaufruf innerhalb einer Stunde fertig. Ja, das ist in etwa so viel, wie es kosten würde, einem Programmierer einen Kaffee zu kaufen. Wir sind eine kleine gemeinnützige Organisation mit den Kosten einer Top-5-Webseite: Server, Personal und Programme. Wikipedia ist etwas Besonderes. Sie ist wie eine Bücherei oder ein öffentlicher Park, wo wir hingehen können, um zu denken und zu lernen. Wenn du Wikipedia nützlich findest, nimm dir eine Minute Zeit, um sie für ein weiteres Jahr online und werbefrei zu halten.

Wer gerade gespendet hat, kann dies auf Twitter unter dem Hashtag #keepitfree bekannt geben – gewöhnlich sieht der Tweet so aus:

I just donated to #Wikipedia. Help keep it free! #keepitfree donate.wikimedia.org/?utm_medium=So...

Einnahmen (grün), Ausgaben (rot) und Assets (schwarz) der Wikimedia Foundation, 2003–2013
Die Spendeneinnahmen, Ausgaben und Assets der Wikimedia Foundation sind in den letzten sieben Jahren exponenziell gestiegen: während die WMF im Geschäftsjahr 2007/2008 lediglich $3,5 Mio. benötigte, um Wikipedia – auch damals schon eine Top-10-Webseite – online und werbefrei zu halten, meldete der Bericht zum Abschluss des Geschäftsjahres 2012/2013 unter den vorliegenden Assets der Foundation „Cash and cash equivalents“ in Höhe von $22,2 Mio. sowie $17,6 Mio. in „Investments“ (ein Anstieg um $14 Mio.). Die Einnahmen 2012/2013 überstiegen die Ausgaben um etwa $13 Mio. (Für das Geschäftsjahr 2013/2014 liegt noch kein offizieller Bericht vor, aber beim Wikipedia Metrics Meeting am 3. Juli 2014 wurden Einnahmen von $50,5 Mio. angekündigt.) Und während die Foundation 2007 nur 11 Angestellte hatte, listet sie heute weit über 200 auf. Die meisten davon sind im Bereich Product/Engineering angesiedelt, dessen Arbeit innerhalb der Gemeinde der ehrenamtlichen Mitarbeiter in letzter Zeit oft umstritten gewesen ist (VisualEditor, Media Viewer, Superprotect, Flow). Der größte Teil der in den letzten Jahren eingenommenen Spendengelder hat mithin der Expansion dieses Bereiches und der Anschaffung von Geldreserven gedient und nicht dazu, Wikipedia online und werbefrei zu halten.

Das ist nun auch einigen Wikipedianern aufgefallen. Dass eine Organisation wie die Wikimedia Foundation Geldreserven braucht, um eventuell einmal schwierige Zeiten zu überstehen, wird zwar sicherlich niemand bestreiten. Aber auf Jimmy Wales’ Diskussionsseite in der englischsprachigen Wikipedia (Permalink) wird derzeit unter der Überschrift „Misleading the readers“ die Frage gestellt, ob der Wortlaut des Spendenaufrufs nicht geeignet sein könnte, den Lesern Geldnöte vorzutäuschen, die in Wirklichkeit gar nicht bestehen. Den Lesern möge nicht bewusst sein, dass ihre Spenden ein ehrgeiziges Wachstum der Wikimedia-Organisation finanzieren, anstatt die Kosten für die Wikipedia-Server zu bezahlen. Jimmy Wales erwidert indessen, dass die Foundation auch gut das Doppelte des gegenwärtigen Einkommens sinnvoll einsetzen könnte, um die Wikipedia-Software zu verbessern; dass eine „Facebookifizierung“ von Wikipedia im Gange sei oder gar eine Irreführung der Leser stattfinde, weist er entschieden zurück.

Die Wikimedia Foundation hat am Wochenende verlauten lassen, dass der Bereich Product/Engineering, bisher von Erik Möller geleitet, nun – wie schon seit geraumer Zeit beabsichtigt – aufgespalten wird: Damon Sicore, der zuvor bei Mozilla und Edmodo tätig war, ist als neuer Vizepräsident für Engineering angestellt worden. Er berichtet direkt an Lila Tretikov. Möller bleibt weiterhin Deputy Director und Vizepräsident für Product. Das Personal in diesen Bereichen soll weiter aufgestockt werden. A.K. 19:24, 1. Okt. 2014 (CEST)

Wiki Loves Monuments 2014 – Denkmalcup[Bearbeiten]

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Ende des Wiki-Loves-Monuments-Fotowettbewerbs. Viele Bilder wurden geschossen, bearbeitet und hochgeladen. Genau diese Arbeit wollen wir auch in die zukünftige Artikelarbeit einfließen lassen, um die Bilder nicht auf Commons verstauben zu lassen! Jedes fotografierte Objekt hat eine Geschichte, besondere architektonische Merkmale oder außergewöhnliche Bewohner. Um diese Werte, die hinter den Fassaden stecken, zu entdecken, bedarf es oft ausführlicher Recherche in Fachliteratur – doch hoffentlich nicht mehr lange: Von 1. Oktober 2014 bis 31. Dezember 2014 findet der erste Wiki-Loves-Monuments-Artikelwettbewerb statt. Dabei geht es weniger darum, grandiose Artikel, wie etwa beim Schreibwettbewerb zu schreiben, sondern vielmehr darum, zu möglichst vielen Bauwerken neue solide Artikel zu erstellen. Aus diesem Grund wurde die Wertung des WikiCups großteils übernommen. Bei einem Wettbewerb dürfen natürlich die Preise nicht fehlen. Wikimedia Österreich stellt für die ersten drei Plätze Gutscheine zur Verfügung!

Also macht euch ran an die Bücher, und vielleicht entdeckt ihr dabei ja so manches Geheimnis eines Bauwerks, das ihr mit den anderen teilen wollt! AT, 28.9.

PS: Dieser Wettbewerb ist nicht auf österreichische oder deutsche Denkmäler beschränkt, sondern steht für alle Länder offen.

50. Deutscher Historikertag: ausbaufähiges Interesse![Bearbeiten]

Die von Uwe Rohwedder und Thomas Wozniak dankenswert organisierte gestrige Premiere einer Wikipedia-Sektion zum Deutschen Historikertag konnte sich sehen lassen und fand in einem mit 131 Zuhörern zunächst voll besetzten kleinen Hörsaal des Theologicums (!) der Göttinger Universität statt. Die anvisierte Zwischenbilanz zum Verhältnis von Wikipedia und Geschichtswissenschaft war zwischen drei externen wissenschaftlichen Beobachtern und drei Wikipedianer-Historikern paritätisch aufgeteilt.

Maren Lorenz stellte zum Auftakt in einem dicht gepackten Überblick die unleugbare Gegenwartsbedeutung der Wikipedia als Informationsmedium heraus, dessen bekannte Defizite von den Nutzern oft bewusst in Kauf genommen würden. Wenn man sich allerdings in Politik, Wirtschaft und Justiz der Wikipedia bediene, sei das höchst problematisch. Die zu den Wikipedia-Grundprinzipien gehörende Neutralitätsvorgabe sieht sie als uneingelöste bzw. unhaltbare Anforderung. Weiterhin vermisst sie ein wissenschaftlichen Standards entsprechendes Peer-Review und sieht etwa die Geschichtsredaktion mit den nötigen Qualitätskontrollen und Verbesserungen deutlich überfordert. Der von ihr selbst als „kulturrevolutionär“ bezeichnete Abhilfevorschlag sieht die Anstellung jüngerer Wissenschaftler als Redakteure vor, die aus Spendenmitteln bezahlt werden.

Im zweiten Vortrag beschäftigte sich Jan Hodel mit der Frage, was der digitale Wandel für die Rezeption von Geschichte allgemein bedeutet. Ihn interessiert, was an den Wikipedia-Erzeugnissen eigentlich neu ist und wo sich umgekehrt längst Bekanntes darin zeigt. Als Problemaspekte in diesem Zusammenhang erscheinen ihm die Fragmentierung und „Denarrativierung“ des historischen Stoffes. Nicht Diderots Enzyklopädie, sondern die Lexika des 19. Jahrhunderts seien ähnlichen Typs. Von Objektivität der Darstellung könne gleichwohl keine Rede sein; sie bleibe illusorisch.

Hodel nahm sich ebenfalls den bereits von Frau Lorenz problematisierten Artikel zum Ersten Weltkrieg, der 97 Druckseiten füllt, als Beispiel vor. Dabei demonstrierte er in einer Graphik das Längenwachstum des Artikels auf der Zeitachse. Es zeigten sich zwar auch konjunkturelle Schwankungen und Plateaus, aber im Ganzen wachse der Umfang doch beständig, und das werde wohl auch jenseits des aktuellen Booms so bleiben. In der gegenwärtigen Gliederung des Stoffes nach Kriegsjahren sieht er im Vergleich zu einem anderen aktuell publizierten Gliederungsmodell seine These von der Fragmentierung geschichtlicher Zusammenhänge bestätigt. Die Wikipedia begünstige mit ihrem in puncto Relevanz unsortierten Verlinkungssystem ein enzyklopädisches Geschichtsbild, das sich je nach abgerufenen Links individuell zusammensetze.(Fortsetzung folgt) Barnos

Nach einem launigen, aber für den Berichterstatter im Ziel unklaren Einblick von Ziko in eigene Artikelarbeiten und –vorhaben sowie anschließender Diskussion ging es in die Pause, nach welcher die Zuhörerschaft leider um mehr als die Hälfte zusammengeschmolzen war. Das war durchaus bedauerlich, weil es nun nicht mehr in erster Linie um die Auseinandersetzung mit Qualitätsdefiziten der Wikipedia und mit den Wirkungen dieses ubiquitären Informationsmediums für die allgemeine Rezeption von Geschichte bzw. für die Art der geschichtlichen Bewusstseinsbildung ging, sondern darum, welche Rolle Wikipedia in der Hochschulwissenschaft spielt und wer sich damit an den Universitäten auf welche Weise befasst.

In einem mehrperspektivischen Überblick stellte Thomas Wozniak die oft zwiespältige Rolle der Wikipedia in Universitätsleben und akademischem Betrieb dar. Neben Unis, die ihren Studierenden nicht nur das Zitieren, sondern die Verwendung der Wikipedia im Studium überhaupt untersagen (das soll sogar am Gymnasium noch vereinzelt vorkommen), gibt es andere, die in ihren Vorlesungsverzeichnissen spezielle Veranstaltungen zum Thema Wikipedia anbieten, im Zeitraum 2006–2014 insgesamt 83 Veranstaltungen. Zwischen 2005–2013 sind 67 akademische Abschlussarbeiten registriert, darunter 11 Dissertationen. Die Gesamtzahl der wissenschaftlichen Arbeiten mit Wikipedia-Bezug liegt bei 280.

Der Anteil der Professoren unter den angemeldeten Benutzern beträgt unter 1%, wobei das Wikipedia-Engagement erst jenseits der Emeritierung einsetzt (man könnte meinen: wenn wieder Zeit ist für die schönen Dinge des Lebens:). Die meisten Fachwissenschaftler schreiben anonym bzw. unter Pseudonym. Der Anteil der angemeldeten Benutzer, die unter Klarnamen schreiben, liegt bei 7%. Hemmnisse für die Beteiligung von Wissenschaftlern unter eigenem Namen werden darin gesehen, dass die eigene Einschaltung in die Artikelarbeit dazu führen könnte, in Generalhaftung für alle Ungereimtheiten genommen zu werden, die andere anrichten. Zudem sei die Erstellung oder Grundsanierung von Wikipedia-Lemmata für die eigene Publikationsliste nicht verwertbar. Um wenigstens die Zitierfähigkeit für unter Klarnamen in der Wikipedia editierende Wissenschaftler zu gewährleisten, schlägt Wozniak vor, bei einem Artikel-Anteil von 83% als einzelner Hauptautor oder von 70+13% im Falle zweier Hauptautoren, die namentliche Zitierwürdigkeit festzulegen.

Andreas Kuczera referierte eine Befragungen unter Geisteswissenschaftlern und Studierenden an der Universität Mainz, die er demnächst noch einmal auf der WikiCon in Köln vorstellen wird. Auch deshalb sei hier nur auf das für den Berichterstatter erstaunliche Befragungsergebnis hingewiesen, dass unter den befragten Wissenschaftlern bereits 2002 einige waren, die Wikipedia für berufliche Zwecke genutzt haben.

Das abschließende Referat über praktische Erfahrungen in wikipedia-bezogenen Seminarveranstaltungen (2009, 2012, 2013, 2014) an der Uni Marburg hielt Jürgen Nemitz. Die Studierenden waren zur Erlangung eines Seminarscheins gehalten, einen Wikipedia-Artikel zu erstellen und in der Auseinandersetzung mit anderen Wikipedia-Benutzern zu etablieren. Die Bereitschaft unter Klarnamen zu editieren ließ in diesem Kontext eine steigende Tendenz erkennen – man ist etwa von Facebook her bereits daran gewöhnt. Als Beispiele gelungener Artikelbemühungen bis hin zur Abarbeitung von Anforderungen in einer Auszeichnungsdiskussion wurde der Artikel über die Evangelische Kirche Fronhausen erwähnt, als Beispiel für ein Scheitern der Artikel:Fresswelle. Die Frage nach dem eigenen Wikipedia-Nutzerverhalten zu Studienzwecken beantworteten die Teilnehmer im Zuge der Seminarevaluation relativ am häufigsten in Richtung einer bibliographischen Basisinformation bzw. Literaturgrundausstattung; das mag am Ruf der Wikipedia als relativer Aktualitätsgarant diesbezüglich liegen. (Konklusion folgt) Barnos

Persönliches Fazit hinsichtlich dieses Wikipedia-Stapellaufs zum Historikertag: Der Fuß ist in der Tür; und diese Art von Türen braucht das Projekt, um für diejenige Unterstützung werben zu können, die der Artikelqualität langfristig deutlich aufhelfen mag. Das akademische Lager in diesem Segment verhält sich aber noch weitgehend zögerlich bis abwehrend gegenüber dem Phänomen Wikipedia, das bei aller Bedeutung als allgegenwärtiges Informationsmedium Wissenschaftlern wenig zu bieten hat.

Klagen waren von den anwesenden Akademikern vor allem darüber zu hören, dass man an deutlichen Artikelmängeln als neu sich Einbringender kaum die Chance bekommt, etwas zu ändern. Die Artikelkonservatoren seien immer schon da und revertierten nach Kräften mit teils hanebüchenen Vorwänden. Die Antwort auf den Einwand, damit könne man sich doch nicht zufrieden geben, lautete nicht nur einmal: Für derartige Auseinandersetzungen sei die eigene Lebenszeit zu schade. Das muss man respektieren.

Resignieren muss man gleichwohl nicht. Mehr verfügbare Lebenszeit als im Wissenschaftsbetrieb Aktive haben die Ehemaligen. Da liegen sehr viel ungenutzte Ressourcen brach, die es zu erschließen gilt. Nicht jeder wird noch nach der Emeritierung an der eigenen Publikationsliste weiterwerkeln wollen. Mancher würde vielleicht zugreifen, wenn sinnvolle Wikipedia-Qualifizierungsprogramme angeboten würden. Das betrifft insbesondere eine Wiki-Syntaxeinführung, die Erschließung wichtiger Bereiche der Metaebene sowie die vorbeugende Qualifizierung und Hilfestellung für Auseinandersetzungen mit den Verbal-Rambos, Revier-Hütern und Experten für Richtlinieninstrumentalisierung zu Blockadezwecken.

Das könnten lohnende Anstrengungen sein. Denn die substantiell wichtigsten Grundqualifikationen sind bei diesen Mitwirkenden in spe schon da: Sachkompetenz, Trennschärfe zwischen Fakten und Hypothesen sowie die Fähigkeit zu relativer Objektivität aufgrund des fachlichen Überblicks.
Barnos, 28.9.14

6. Wikipedianischer Salon[Bearbeiten]

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Als Schlesinger und ich Ende 2013 den 1. Salon planten, hatten wir im Traum nicht gedacht, wie dieser sich heute entwickelt hat. Der Salon ist als Gesprächsrunde über ein interessantes Thema ringsum Wikipedia konzipiert; mit dem Anspruch, unbedingt auch Nicht-Wikipedianer zu erreichen. Der Grundgedanke dahinter ist sehr einfach: wer auf differenzierte Art über Themen reden will, die ihn bewegen, sollte nicht immer nur mit denselben Leuten reden. Nur wer ganz bewußt andere Meinungen sucht, hat eine Chance, aus der "filter bubble" rauszukommen.
Im Rahmenprogramm der diesjährigen WikiCon, am 3.10. um 19:40 Uhr, wird sicherlich die Mehrheit der Teilnehmer zu den Wikipediaautoren gehören. Ungeachtet dessen haben wir uns - mit Hilfe des Team Community, der Kölner Community und dem Orgateam der WikiCon – bemüht, auch wieder Nicht-Wikipedianer einzuladen.
Am Freitag Abend haben wir uns vorgenommen, über Konflikte innerhalb Wikipedias zu reden. Sehr persönlich und sehr direkt. Wir haben eine kleine Palette an verschiedenen Sichtweisen vorbereitet und hoffen, dass alle Teilnehmer der Veranstaltung zusätzlich noch ihre eigene Sichtweise beisteuern. Egal, ob sie Wikipediaautoren oder Nicht-Wikipedianer sind.
Die offizielle Ankündigung: "Konflikte sind Probleme, die zu kompliziert werden" ... jeder Mensch empfindet ein anderes Maß für die Komplexität von Situationen – daher gibt es innerhalb der Community auch eine sehr unterschiedliche Bewertung von Wikipedia-internen Konflikten. Wir möchten euch mehrere Sichtweisen auf die Konflikte vorstellen und anschließend mit euch diskutieren. AP, 26.9.
www.Wikipedia.de/WikipedianischerSalon

Entwicklungshelfer gesucht[Bearbeiten]

Das WikiProjekt Osttimor sucht motivierte Entwicklungshelfer für die Wikipedia auf Tetun.

Derzeit mache ich über verschiedene Wege in Osttimor Werbung für die Wikipedia. Durch eine Aktion der dortigen Timor Telecom wurde das Projekt im Lande bereits bekannt gemacht. Für die Osttimoresen haben entsprechend ihrer Geschichte bisher die Wikipedia-Versionen auf Portugiesisch, Englisch und Indonesisch eine Bedeutung. Die Version auf Tetun soll nun aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. In den letzten Wochen wurden Stubs für die Subdistrikte angelegt, nun sollen die als Grundlage auch kleine Artikel zu den Sucos (in etwa Dörfern) entstehen, wobei die bestehende deutschen Artikel als Vorlage und Quelle dienen. Hier sind etwa 3000 Orte in Osttimor mit Koodinaten angegeben. Leider fehlt in der tetWP bisher die Koordinatenvorlage, weswegen weder diese, noch Positionskarten in Artikel eingebunden werden können. Hier wird Hilfe benötigt. Gibt es jemand, der die Vorlage in der tetWP einbauen kann? Zwecks Export wäre eine Möglichkeit zum 1:1-kopieren von Vorlagen aus den deutschen Artikeln natürlich wünschenswert, also eine entsprechende Syntax.

Eigentlich ein charmanter Gedanke: Die Daten kamen aus Osttimor in die deutsche Wikipedia, nun kehren sie von der deutschen Wikipedia nach Osttimor zurück. JPF, 25.9.

Internationale Zusammenarbeit[Bearbeiten]

das gesuchte Objekt

Den Namen Izzy Young hatte der Autor dieser Zeilen noch nie gehört, bevor ein anderer Benutzer vor ein paar Wochen auf der Diskussionsseite des Portals Schweden nachfragte, ob jemand wisse, wie man an ein Bild vom Laden des Gesuchten kommen könnte. Da der Autor zwar Wille aber keine Kamera besaß, lieh er sich eine aus dem Technikpool von Wikimedia Schweden und zog los. Der seit 40 Jahren in Schweden lebende (aber kein Wort Schwedisch sprechende) Izzy erwies sich als freundlicher älterer Herr, der sich bereitwillig fotografieren ließ (mit dem Kommentar, dass täglich Leute wie der Autor dieser Zeilen kämen und ihn fotografieren wollen, und er nicht verstehe, was an ihm so besonderes sei). Kurz darauf waren in allen Sprachversionen von Izzys Artikel Bilder vorhanden, was nur durch die internationale Zusammenarbeit möglich war. Wenn ihr auch Bilder zu einem exotischem oder fremden Thema sucht, fragt doch einfach in den entsprechenden Portalen/Wikiprojekten/Sprachversionen nach! Dort gibt es sicherlich einen Benutzer, der euch damit helfen kann, gute Illustrationen für unsere Artikel zu bekommen. LZ, 17.9.

Halbzeit im Schreibwettbewerb – da geht noch was[Bearbeiten]

Auch beim Schreibwettbewerb gilt: Sei mutig!

Seit Anfang September läuft nun der Wikipedia:Schreibwettbewerb in seiner 21. Runde und füllt sich peu à peu mit Beiträgen in vier Kategorien. Zum ersten Mal steigt die Anzahl der Nominierungen gar über die Vorgänger an und der totgesagte Wettbewerb scheint einigen frischen Wind zu bekommen. Doch es geht natürlich noch mehr und vielleicht schaffen wir es ja, zum ersten Mal seit Jahren, in jeder Kategorie auch wenigstens eine Top10 bilden zu können? Am weitesten davon entfernt ist noch die Sektion I mit Beiträgen aus den "Exakten Wissenschaften", in der bis jetzt sieben Beiträge vom Commodore Plus/4 bis zur Speiseröhre nominiert sind. Acht Nominierungen kann die Sektion III ("Gesellschaftswissenschaften", enthält de fakto jedoch auch die Geographie und andere Bereiche) verzeichnen, von der Sexuellen Abhängigkeit bis zur Stadt Québec, neun gar die Sektion IV ("Geschichte"), deren Spektrum vom Tempel der Inschriften bis zum Posthorn reicht. Spitzenreiter bisher ist allerdings die Sektion II ("Kultur"), die das Gesamtfeld mit 16 nominierten Beiträgen von Hank Williams III bis zu Star Wars: Knights of the Old Republic auf insgesamt 40 Artikel auffüllt.

Die Teilnehmer und Juroren freuen sich sehr, wenn es weiteren Zulauf gibt – und mal ganz im Ernst: Gibt es eine bessere Erholung von all den Wiki-Stressereien als sich mal wieder zurückzulehnen und sich konzentriert der Artikelarbeit zu widmen? AR 16.9.

Die Grenzen der Bezahlung[Bearbeiten]

Während hier soviel Theater um den Media-Viewer gemacht wird, findet sich da doch dieser Bericht (Offenheit und Kontrolle) an (der Kurier berichtete). Mal davon abgesehen, dass dieser Bericht von Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so zu strotzen scheint (mir sind auf Anhieb zwei aufgefallen und das ist eine Menge, siehe nachfolgendes Zitat), dass die Seiten nicht einmal durchnummeriert sind (als ob das so schwer wäre), auch nicht, dass es keinerlei Inhaltsverzeichnis gibt (Zitieren muss man nicht wirklich einfach machen, korrektes Zitieren ist eh überbewertet), und auch nicht, dass dieses Projekt 40.000 Ocken oder so gekostet hat (wir haben es ja), aber was mich wirklich von den Socken gehauen hat, war der folgende Abatz darin: * eine unentgeltliche Beratung wie sie von Communitymigliedern [sic!] als Service seit Januar 2014 im WikiProjekt Umgang mit bezahltem Schreiben angeboten wird, muss weiterentwickelt werden. Eine entgeltliche Beratung wäre zwar auch denkbar und sinnvoll. [sic!] würde jedoch vermutlich auf zu viel Widerstand in der Community stoßen. Bin ich eigentlich der Einzige, der meint, dass dieses Angebot sofort einzustellen sei? Unbezahlte Beratung für Paid Editors? Entschuldigung, aber i think my pig is whistling! Informationswiedergutmachung 15.9.

+++ EIL +++ Chatnetzwerk Freenode gehackt[Bearbeiten]

Diese Meldung betrifft nur Wikipedianer, die einen registrierten IRC-Account (siehe Wikipedia:Chat) haben. Golem.de meldete gestern: Chatnetzwerk Freenode gehackt.

„Die Betreiber des IRC-Netzwerks Freenode haben eine Kompromittierung ihrer Server festgestellt. Alle Nutzer sollten vorsorglich ihr Passwort ändern. […] Die Freenode-Betreiber empfehlen vorerst allen registrierten Nutzern, ihr Passwort zu ändern. Das Passwort lässt sich nach der üblichen Anmeldung mit dem IRC-Befehl /msg NickServ set password [Neues Passwort] ändern.“

Insbesondere betrifft es natürlich Kolleginnen und Kollegen, die sowohl in der Wikipedia als auch im IRC identische Benutzernamen und Passwörter nutzen (ray, 14.9.)

Prekäre Wikipedianer-Freiheit[Bearbeiten]

Wer für die Wikipedia schreibt, kann vielen etwas geben, wenn er das Regel-Korsett respektiert das seine persönliche Sicht bei der Artikelgestaltung stark einengt. Neutralität, seriöse Belege, und der Verzicht auf eigene Gedankenkonstrukte und Schlussfolgerungen sind geboten und unterstehen der allgemeinen Kontrolle. Das ist auch nötig, damit das, was allen als Informationsangebot dienen soll, nicht zur bloßen Ansichtssache derer wird, die dazu mal eben das Ihre loswerden wollen.

Der Streit um die Einhaltung oder Verletzung der Neutralitätspflicht bzw. um das Heraushalten persönlicher Meinungen, Erkenntnisse und Theorien ist oft mühsam bis kaum zumutbar – besonders, wenn das Kompetenzgefälle der Diskussionsbeteiligten in der Sache stark ausgeprägt ist –, liegt aber auf der logischen Achse dieses enzyklopädischen Projekts und muss daher von allen Beteiligungswilligen in Kauf genommen werden: Das ist eine Einstiegshürde, ein häufiger Ausstiegsgrund (Alarmstichwort: Autorenschwund) und doch eine conditio sine qua non. In solchen Streitfällen ist für den Ausgang leider auch nicht automatisch die Sachkompetenz ausschlaggebend, sondern oft schafft Stimmenmehrheit das Übergewicht, manchmal die Einschätzung, Stimmungslage oder persönliche Wertschätzung eines Administrators. Dagegen ist dann vorerst kaum ein Kraut gewachsen; auch damit muss man sich arrangieren oder zurückziehen.

Als einen relativen Rückzugs- und Ruheraum betrachten nicht wenige Wikipedianer den eigenen Benutzernamensraum, wo sie von anderen ungelittene Artikelentwürfe ungestört überarbeiten und fortentwickeln können, wo sich ohne ihr Einverständnis niemand in ihre Eigenpräsentation einzumischen hat und wo sie sich qua Wikipedianer-Hausrecht ungebetene Besucher fernhalten können. Die Gestaltungsfreiheit der Wikipedianer in ihren Benutzernamensräumen gehört zur sinnvollen und etablierten Projektpraxis, die vermutlich allerseits gern in Anspruch genommen wird. Administratives Einschreiten ist dort erst dann gefordert, wenn es zu offensichtlichen Beleidigungen, menschenverachtenden Äußerungen oder Volksverhetzung kommt. Wo nichts dergleichen vorliegt, gilt das jeweilige Hausrecht.

Unter dem Eindruck eigener jüngster Erfahrungen scheint mir allerdings auch diese begrenzte Gestaltungsfreiheit der Wikipedianer im eigenen Benutzernamensraum akut bedroht: Eine im Artikelnamensraum von mir vertretene Sichtweise und Darstellung (die ich auch in der Geschichtsredaktion und in der einschlägigen Löschdiskussion vertreten habe), wurde von dem hauptverantwortlichen Benutzer sowohl manipuliert als auch teilzensiert, also partiell gelöscht. Die dergestalt manipulierte Version wurde dann im Rahmen eines VM-Entscheids administrativ geschützt, was meinen vorläufigen Rückzug von der Artikeldiskussion zur Folge hatte. Hinzunehmen, was man als Admin-Fehlentscheidung wahrnimmt, ist aber eines (denn ohne Admins als solche wäre hier wenig sinnvoll zu bestellen). Ein anderes aber ist es, Derartiges fernerhin ohne Not einfach zu beschweigen, zumal es in der Sache selbst um exemplarisch Neues von der unguten Art geht. Deshalb habe ich in meinem Benutzernamensraum den unmanipulierten, also authentischen Diskussionsverlauf, auf den sich der Admin-Entscheid bezog, an passender Stelle wiedergegeben.

Seither ist ein zweiter in die Ausgangsdiskussion involvierter Benutzer sehr angestrengt dabei, seine ausdrücklich unerwünschte manipulative Sondermarke in dieser Dokumentation zu hinterlassen. Ein langzeiterprobtes vormaliges Schiedsgerichtsmitglied hat diese Intervention als in der Sache unbegründet einmal dankenswert zurückgesetzt, was das Treiben des besagten Benutzers aber auch noch an kein Ende brachte. Die fällige Vandalismusmeldung wurde sanktionslos erledigt. Eine nach Fortsetzung der beiderseitigen Aktionen auf meiner Benutzerdiskussionsseite vom Kontrahenten lancierte VM gegen mich lief seitens des dort waltenden Admins auf das Angebot hinaus, nicht allein den Eindringling bei Fortsetzung seiner Eingriffe zu sperren, sondern zugleich dem Hausherrn eine Sperre aufzubrummen, anscheinend begründet mit fortgesetzter Verletzung der Wikiquette. (Es handelt sich – um das Streitobjekt auch hier direkt beim Namen zu nennen – um eine gezielt humorlos und anscheinend wörtlich genommene Auslegung der scherzhaften Umschreibung „Thronprätendent“. Ich habe eventuellen Zweiflern unter den Administratoren zuletzt angeboten, das Gemeinte am konkreten Beispiel auch selbst noch näher zu verdeutlichen.)

Ungeachtet der Tatsache, dass ich hier nicht zuletzt in eigener Sache vortrage, stellt sich die Frage, was aus solcher Lage zu folgern ist: Werden da mal eben die Koordinaten neu ausgerichtet, indem Benutzernamensräume – die schützenswerten Wikipedianer-Freiräume – für Störmanöver beliebig motivierter Widersacher offen gehalten werden? Soll dieser letzte von angemeldeten Wikipedianern frei zu gestaltende Raum auch noch zu jedermanns Spielplatz werden? Dagegen würde ich nur ungern allein etwas haben. -- Barnos (Post) 17:33, 7. Sep. 2014 (CEST)

Wiki-Dialog zum Zedler-Preis startet[Bearbeiten]

Zedler 2015 vielleicht im Rahmen eines Sommerfestes?

Am Donnerstag startet der zweite Wikipedia:Wiki-Dialog. Nachdem der letzte Dialog sich eher allgemein dem Thema Qualität widmete, soll dieser recht gezielt dazu dienen, den Zedler-Preis 2015 vorzubereiten. Der Zedler-Preis geht 2015 in sein neuntes Jahr. Und obwohl sich mittlerweile ein recht fest stehendes Format etabliert hat, kommen immer wieder Vorschläge, dieses oder jenes zu ändern: sei es die Nominierungsphase, die ein ganzes Jahr dauern soll, die Einführung weiterer Kategorien oder die Integration in ein größeres Sommerfest.

Der Wiki-Dialog soll diese Vorschläge bündeln, einmal in größerer Runde diskutieren und in einen Gesamtzusammenhang stellen. Dabei sollen Anforderungen an Wikimedia-Deutschland erarbeitet werden, die WMDE dann entweder sofort oder im Rahmen der weiteren Jahresplanung umsetzen kann.

Dabei sollen vom 4. September bis zum 8. September Vorschläge gesammelt und zur Diskussion gestellt werden, während vom 9. bis zum 16. September über diese abgestimmt werden kann. Am 16. September folgt noch einmal ein gemeinsames Live-Treffen bei dem wir versuchen, die einzelnen Vorschläge in einen kohärenten Vorschlagstext zu integrieren. df (WMDE)

Ein Beginn, der schon lange vorher begonnen hat – erstes Guide-Camp in Kassel[Bearbeiten]

Die Teilnehmer des ersten Guide-Camps in Kassel

Als Neuwikipedianerin war ich in Kassel erstmals auf einem Arbeitstreffen der Wikipedia-Community. Ich war rundum angetan – von der guten Atmosphäre in der Gruppe, der Vorbereitung, der guten Versorgung und nicht zuletzt von der intensiven inhaltlichen Arbeit an einem sehr komplexen Thema. Ich finde, wir haben Ergebnisse, die sich sehen lassen können – auch wenn die Umsetzung der unterschiedlichen Ideen zur Konfliktbearbeitung in der Wikipedia sicher noch viel Arbeit und viele Unterstützer braucht.

Zunächst bekamen wir am Freitag einen sehr fundierten Vortrag von Benno Heussen zum Thema Zielkonflikte oder Machtkonflikte? Streitkultur bei Wikipedia. Dabei wurden uns Grundsätze für das Konfliktmanagement an anschaulichen Praxisbeispielen erklärt und Theorien wie das Harvard-Konzept vorgestellt. Danach gab es einen lebendigen Dialog mit dem Referenten, bei dem wir die Inhalte seines Vortrages auf Wikipediatauglichkeit hinterfragen konnten. So kamen wir auf die Problematik der „offenen Systeme“ zu sprechen, in denen nicht immer offen mit Macht umgegangen wird; auf das Thema von Gefühlen und Gefühlskontrolle als Schlüssel zu Konfliktlösungen und auf die Frage, was wir als Autoren denn von der Wikipedia haben. Am späten Abend gab es noch einige interessante Erkenntnisse: Uns wurde bewusst, dass die Abwehrhaltung gegenüber Neuerungen in der Community möglicherweise der Selbststabilisierung des offenen Systems Wikipedia dient; alternativ, dass uns eine gesunde Streitkultur fehlt und Gefühle oft negiert anstatt ausgesprochen werden. Es blieben viele Fragen offen, vor allem zum Umgang mit Neulingen, mit Anerkennung und Stolz unter dem Mantel der Anonymität u.v.m.

Am Samstag wählten wir aus der Vielzahl der Themen einige aus, die wir dann in kleineren Arbeitsgruppen diskutierten, bearbeiteten, wieder in Unterpunkte zerlegten, nochmal ausdiskutierten – aber erfreulicherweise nie völlig zerredeten.
… das ist übrigens etwas, was mich wirklich faszinierte: All die doch so unterschiedlichen Wikicharaktere, die da in Kassel aufeinander trafen, arbeiteten sehr konstruktiv, effektiv und zielorientiert zusammen. Die aktuell brennenden Konflikte (Stichwort Superprotect) fanden ebenso Eingang in die Gespräche wie die altbekannten Dauerbrenner (Stichwort z. B. Kreuz/Stern/gestorben). Sie wurden als Beispiele analysiert, unsere Ideen an ihrer Umsetzbarkeit in solchen Fällen gemessen, aber wir verloren uns nie in den – an anderer Stelle geführten – Endlosdebatten. Nach einem kurzen, aber guten Mittagessen fassten wir zunächst im Plenum die Ergebnisse zusammen und setzten dann am Nachmittag die Kleingruppenarbeit in veränderten Gruppen fort.

Am Sonntag konnten wir bei erstaunlich vielen Punkten darüber reden, wie und wann wer die Umsetzung voranbringen sollte. Ein paar Themen, wie z.B. die Frage, ob wir eine Vergessenskultur in der Wikipedia brauchen, wurden auf die eher lange Bank gestellt. Bei anderen Fragen, die wir geschlossen für sehr sinnvoll hielten, wie z. B. die Einrichtung einer Ombudsstelle für (fast) alle Konflikte, diskutierten wir, ob für uns vorstellbar ist, die dafür erforderlichen Änderungen in Struktur und Reglement der Wikipedia gestalten zu können – und vor allem natürlich darüber, ob das, was wir für nützlich und sinnvoll halten, denn auch vom Rest der Community akzeptiert würde. Seid also nicht überrascht, wenn in der nächsten Zeit einige Umfragen gestartet werden oder wir auf Stammtischen und der WikiCon über Themen rund um die Konfliktbewältigung diskutieren wollen. Um mitreden zu können, empfehlen wir, sich schon jetzt damit zu beschäftigen, … Aber bitte habt Geduld, wenn dieses oder jenes Projektdetail noch „im Fluss“ ist.

Das Konzentrat der Projektdetails soll hier erscheinen (in Arbeit). Kri, 3.9.

Statistische Betrachtungen zur Teilnehmerschaft
Das Guide-Camp war insofern sehr heterogen besetzt, als sowohl Wikipedianer, die regelmäßig in Konflikten zu vermitteln versuchen, anwesend waren als auch solche, die bereits viel Erfahrung im Austragen von Konflikten sammeln konnten. Hinzu kam frischer Wind durch bislang weniger „prominente“ Wikipedianer.
Alle Teilnehmer, die von Anfang bis Ende dabei waren, gehörten zu den Jahrgängen 1955 bis 1980, also zu den Mittelalten (30–60 J.). Dabei entfielen satte 73 % auf die Jahrgänge 1963 bis 1971 (42–51 J.) und damit auch im weiteren Sinne auf außerhalb der Halbstarken bzw. Greise. Bei den Geschlechtern führten die Männer knapp mit 91 %, gefolgt von den Frauen mit 9 %. Soweit die wohl nicht seltene Beobachtung, der „harte Kern“ der Wikipedianer sei mittelalt und männlich.
Signifikant abweichend von typischen Zusammensetzungen der Arbeitstreffen jedoch:
Nur 9 % der Teilnehmer hatten Adminrechte; weitere 18 % hatten immerhin früher SG-Erfahrung sammeln können. Zum Vergleich: Auf den AdminCons hatte deutlich mehr als die Hälfte der Besucher aktuelle erweiterte Rechte, wobei auf der diesjährigen das SG in großer Mehrheit anwesend war. Natürlich sicher auch den Veranstaltungstiteln geschuldet.
36 % der Teilnehmer könnte man mit je über 200 Bestätigungen zu den PB-Nerds zählen, wobei der höchste Score bei rund 320 vor dem Treffen (Platz 6 der Rangliste) lag. Das ist gar keine soo hohe Quote, wenn man zum Vergleich bedenkt, daß auf der letzten AdminCon die Hälfte der Besucher aus den TOP 50 gekommen war, darunter auch die ersten beiden Plätze sowie 5 und 6.
Auf der anderen Seite waren aber satte 27 % der Teilnehmer zuvor noch nie auf Treffen gewesen. Und die waren zweifelsohne eine Bereicherung! Wir sollten wohl noch mehr als bislang versuchen, vernunftbegabte Kollegen aus der „2. Reihe“ zu gewinnen und sie vor Arbeitstreffen ruhig persönlich einladen! Völliger WP-Nerd-Mangel wird ja eh nie bestehen, aber neue Stimmen und Gesichter können uns Möchtegernplatzhirschen am ehesten helfen, eine Außensicht auf unsere Routinen zu gewinnen – speziell im Konfliktbereich. El (03.09.)

Wikimedia Belgien von der Wikimedia Foundation anerkannt[Bearbeiten]

Logo Wikimedia Belgien

Heute kann ich Euch die erfreuliche Nachricht überbringen, dass Wikimedia Belgien durch die Wikimedia Foundation als Chapter anerkannt worden ist (formal muss WMBE noch gegründet sowie die Dokumente/Vereinbarungen unterzeichnet werden). Nach der Zustimmung des Affiliations-Kommitees am 23. Juni 2014 hat das Kuratorium der Wikimedia Foundation in einer Sitzung am 6. August 2014 während der Wikimania in London der Resolution zur Anerkennung von Wikimedia Belgien zugestimmt. Die Resolution wurde am 29. August veröffentlicht.

Nun können wir die nächsten Schritte zur Gründung von Wikimedia Belgien angehen.

Links:

Sei herzlich willkommen bei den Aktivitäten von Wikimedia Belgien! Im Namen der gesamten Gruppe der belgischen Wikimedianer: Rom, 2.9.

Neu: Wikipedia-Sprechstunde in der Hamburger Bücherhalle[Bearbeiten]

Die ersten Interessenten warten schon ...

Nachdem die Nachricht bereits in die „sozialen Netzwerke“ einsickerte und den Autor dieser Zeilen sogar schon interessierte Anfragen aus dem fernen München erreichten, soll nun auch die erlauchte Kurierleserschaft eingeweiht werden: Ab sofort bieten Mitglieder der Hamburger Wikipedia-Community an jedem 1. Donnerstag im Monat eine öffentliche „Sprechstunde“ in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen an.

Diese „Sprechstunde“ ist kein Kursus, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autoren jeweils einen kurzen Einblick in ihre Arbeit geben, von aktuellen Projekten berichten (in der Septemberausgabe z. B. über Wiki Loves Monuments) und anschließend jedermann (und jederfrau) für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Das Angebot, das von den Bücherhallen im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit beworben wird, soll zunächst bis Jahresende getestet und bei vorhandener Nachfrage im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Weitere Infos unter Wikipedia:Hamburg/Sprechstunde; Fragen, Lob und Kritik bitte gerne hier. Im Namen des Orgateams: UR, 2.9.

Schreibwettbewerb 21: Mut zur Miniatur[Bearbeiten]

Heute beginnt der 21. Schreibwettbewerb und setzt damit die seit 10 Jahren etablierte Tradition des halbjährlich stattfindenen Autorenwettstreits fort. Der immer wieder totgesagte und tatsächlich in seinen Beitragszahlen zurückgehende Wettbewerb hat jedoch nicht nur eine lange Tradition – die Ergebnisse stellen auch einen nicht geringen Anteil unserer hochwertigsten Artikel dar. Denn auch wenn das Teilnehmerfeld schmaler wird, ist er für einige noch immer die Zeit, sich in dieser schnelllebigen Wikipedia mit all ihren Konfliktfeldern mal für 4 Wochen auf eine Baustelle zu konzentrieren und diese so sauber wie möglich abzuschließen. Das Ergebnis sind Perlen wie die Fossillagerstätte Geiseltal, die Direkte Demokratie in Deutschland, Peter-Paul Zahl oder auch das skurile Spiropterakarzinom.

Doch das schmelzende Teilnehmerfeld und das abnehmende Interesse auch bei den Juroren macht den Organisatoren und Freunden des Schreibwettbewerbs zunehmend Sorgen – dabei wird regelmäßig über Änderungen nachgedacht, die sich jedoch nicht so richtig umsetzen lassen. Umfassende Reformen werden gefordert, wirklich gute Ideen fehlen. Aber braucht der Schreibwettbewerb wirklich einen Umbau oder reicht es vielleicht, das Interessentenfeld für weitere Bereiche zu öffnen? Die Erfahrungen beweisen, dass sich auch weniger lange und ausführliche Artikel gut platzieren können; und im Publikumspreis sind Miniaturen regelmäßig erfolgreich. Warum also nicht mal mehr Mut zu interessanten Miniaturen im Teilnehmerfeld – denn auch wenn sie nicht gewinnen sollten, haben sie nach Ansicht des Autoren dieser Zeilen doch eine gute Chance zur Platzierung – und eine Bereicherung des Wettbewerbs stellen sie auf jeden Fall dar. AR, 1.9.


Rechte Spalte[Bearbeiten]

1000 Artikel in der Kategorie Zahnmedizin[Bearbeiten]

Am 28. Oktober 2014 wurde der 1000ste Artikel in der Kategorie Zahnmedizin erstellt. Er beschäftigt sich mit Jürgen Fedderwitz, dem Vorstand der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Im Portal Zahnmedizin wurde dies entsprechend gewürdigt. Partynia, 29. 10.

Auch die Kategorie:Klassischer Archäologe feierte heute mit dem Artikel Hagen Biesantz ihren 1000. biografischen Artikel. MC, 29. 10.

Weitere Updates des Medienbetrachters[Bearbeiten]

Am Donnerstag, den 30.10. um 21 Uhr werden weitere Änderungen des Medienbetrachters in allen Wikipedien freigeschaltet. Zur letzten Runde wurde hier im Kurier bereits berichtet. Die zentrale Änderung ist die Möglichkeit, den Medienbetrachter über ein Zahnradsymbol am rechten Rand der Bildansicht als Voreinstellung aktivieren oder deaktivieren zu können. Relevant für Monobook-Benutzer ist zudem, dass Text im Medienbetrachter in Monobook von nun an größer dargestellt wird. In Wikimedia Commons und weiteren Projekten sind die Neuerungen bereits seit Dienstag, dem 28.10. aktiv. Mehr Informationen: Verbesserungen des Medienbetrachters. bm (wmde), 29.10.

Redaktionstreffen Film und Fernsehen: Wikidata stärker nutzen[Bearbeiten]

In Leipzig kamen vom 24. bis 26. Oktober Autoren zum 4. Treffen der Redaktion Film und Fernsehen zusammen. Während des Arbeitstreffens am Samstag war die Nutzung von Wikidata eines der wichtigsten Themen. Den Möglichkeiten zur effektiveren Wartung von Metadaten der Artikel gemeinsam mit den anderen Sprachgemeinschaften, die das neue Projekt bietet, standen die Anwesenden positiv gegenüber. Mit der zunehmenden Einbindung der IDs der Internet Movie Database zur Erzeugung von Weblinks per Vorlage wird davon schon jetzt Gebrauch gemacht und eine Ausdehnung auf andere oft verwendete Weblink-Vorlagen soll vorangetrieben werden. Dass es weiterhin möglich sein muss, die Weblinks lokal zu bearbeiten, und dass die Bearbeitung der Daten bei Wikidata über die Vorlagen möglichst einfach sein soll, wurde als selbstverständlich vorausgesetzt. Mehr noch als zur Einbindung von Daten soll Wikidata zunächst zum Abgleich der Daten dienen, um Fehler zu finden. Weitergehende Verwendungen von Wikidata, wie besprochene Ideen zur Einbindung von Daten in Infoboxen und ein Helferlein zur Artikelerstellung mit Wikidata-Informationen, wurden zurückgestellt bis Wikidata ausgereifter und verlässlicher ist. Ein wichtiger Wunsch war, einzelne Eigenschaften eines Dateneintrags bei Wikidata beobachten zu können, statt den ganzen Eintrag.

Redaktionstreffen Film und Fernsehen Oktober 2014 in Leipzig

Neben Wikidata wurden viele weitere Themen besprochen und dabei auch einige ältere Anfragen in der Redaktion endlich beantwortet. Alte Projekte wurden wiederbelebt und neue Ideen entwickelt, die in der nächsten Zeit mit den anderen Aktiven des Fachbereichs besprochen werden. Als passendes Rahmenprogramm gab es eine Führung durch die MDR-Studios in der Media City Leipzig. Gedankt sei an dieser Stelle Wikimedia Deutschland für die Unterstützung sowie dem SAE Institut, in dessen Räumlichkeiten wir uns trafen. Statt Raummiete fällt daher nur ein Vortrag über Wikipedia im Institut an. (d-k)

Wikimedia Foundation stellt Projektlogos unter CC-BY-SA-3.0-Lizenz[Bearbeiten]

Das Wikipedia-Logo

Bisher gab es nur eine offizielle Ausnahme von der Regel, dass alle hochgeladenen Dateien unter freier Lizenz stehen müssen: das Wikipedia-Logo und die der Schwesterprojekte. Heute gab die Wikimedia Foundation bekannt, dass sie alle bisher unfreien Projektlogos explizit unter die Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0 stellt. Ergänzt um einen Markenrechtshinweis, wie es auch bei den anderen Logos üblich ist. Nur das MediaWiki-Logo und das Meta-Logo sind hiervon nicht betroffen, da diese von Anfang an als gemeinfrei deklariert waren. (ray, 27.10.)

Wikimedia Foundation verliert Markenrechtsstreit gegen Wiki-Watch[Bearbeiten]

Wiki-Watch berichtet, dass die Wikimedia Foundation einen Markenrechtsstreit bezüglich des Wiki-Watch-Logos verloren hat. Nach Ansicht des Bundespatentgerichts sei die Ähnlichkeit des Wiki-Watch-Logos zum Wikipedia-Logo insgesamt so geringfügig, dass sie „eine unmittelbare Verwechslungsgefahr nicht zu begründen vermag“. Die Höhe des Streitwerts und der Anwaltskosten steht laut Aussage von Wiki-Watch noch nicht fest. (BPatG, Beschluß vom 26. März 2014 – 26 W (pat) 25/13.) A.K., 23. 10.

Nach der WikiCon ist vor der AdminCon[Bearbeiten]

Bereits seit gestern ist die Interessentenliste für die AdminCon 2015 eröffnet, und auch Themenwünsche und Vortragsangebote können bereits eingereicht werden.

Das Orga-Team bittet um rege Beteiligung, insbesondere zum inhaltlichen Teil, um frühzeitig eine konkrete Planung aufstellen zu können.

Die verbindliche Anmeldung – einschließlich Zank um die limitierten Plätze – soll zum 1. Dezember starten. Krd, 23.10.

Schiedsgericht: Kandidaten gesucht[Bearbeiten]

Vom 8. bis 21. November 2014 finden die Wahlen zum 16. Schiedsgericht (SG) der deutschsprachigen Wikipedia statt. Auch im zweiten Jahrzehnt ihres Bestehens kommt es innerhalb der Community immer wieder zu Konflikten.

Umso wichtiger ist es, eine Institution wie das Schiedsgericht zu erhalten und regelmäßig durch Zugang von neuen und innovativ veranlagten Mitarbeitern zu stärken. Entscheidungen des Schiedsgerichts mögen nicht immer Gefallen finden und die Arbeit im Hintergrund besteht aus viel Lektüre, Analyse sowie der Suche nach Lösungen. Dennoch, diese Tätigkeit bereichert ungemein. Man lernt nicht nur die Wikipedia von anderer Perspektive kennen, sondern hat das Privileg, aktiv an Konfliktlösungen mitzuwirken und vielleicht sein persönliches Spektrum zu erweitern. Überlegt euch diese Option der Mitwirkung am Gesamtprojekt, lasst euch hingegen nicht zu lange Zeit!

Deine Kandidatur kannst Du vom 1. November 2014 um 0 Uhr bis 7. November 2014 um 23 Uhr auf der Seite der Schiedsgerichtswahl eintragen. Wir freuen uns auf Deine Mitwirkung im kommenden Jahr. Sei mutig! F.d.S. Ghi, 21.10.

Edit-a-thon zu Video-Hilfe-Seiten[Bearbeiten]

Im Rahmen des vierten Workshops des VWA-Projekts findet am 2. November im MIZ Babelsberg (Stahnsdorfer Str. 107, 14482 Potsdam) ein Edit-a-thon zu den Video-Hilfe-Seiten statt. Wir möchten die diversen verstreuten und teilweise veralteten Seiten aktualisieren und übersichtlicher machen. Wer Lust hat, dabei zu sein (vor Ort oder online) findet hier mehr Informationen und kann sich dort auch eintragen. Wir freuen uns! (ALi (VWA), 21.10.)

„Poodle“: Sicherheitslücke geschlossen[Bearbeiten]

Pudel-drawing.jpg

Bereits vor 2 Tagen, am Freitag, den 17. Oktober 2014, haben die Techniker der Wikimedia Foundation eine Sicherheitslücke geschlossen, die unter dem Namen Poodle am 15. Oktober bekannt wurde: Es handelt sich um eine schwerwiegende Sicherheitslücke im völlig veralteten Verschlüsselungsverfahren SSL3, wodurch über verschlüsselte Verbindungen private Daten von Clients und Servern ausgelesen werden können. Dieses SSL3 wurde auf den WMF-Servern deaktiviert. Betroffen hiervon sind ausschließlich Benutzer, die noch mit dem ebenfalls völlig veralteten Internet Explorer 6 (IE6) surfen. Diese Benutzer können sich nicht mehr anmelden, da bei der Anmeldung die Verschlüsselung zwingend ist, und nicht mehr verschlüsselt Wikipedia-Seiten lesen. Weitere Details im WMF-Blog. (ray, 19.10.)

WLM: Sieger ermittelt[Bearbeiten]

Gendarmenmarkt in Berlin

Heute wurden die Fotos, die die deutsche Jury von WLM als die besten zehn des diesjährigen Wettbewerbs auserwählt hat, der internationalen WLM-Jury bekannt gegeben: commons:Wiki Loves Monuments 2014 winners. Ein ausführlicher Bericht über die Jury-Sitzung folgt im Laufe der Woche. N. 19.10.

Catscan2 offline[Bearbeiten]

Magnus Manske

Zwei von Magnus Manske geschriebene Tools, Catscan2 und QuickIntersection, sind bis auf Weiteres offline. Die beiden Tools, die auf Wikimedia Labs verfügbar waren, haben die Auswertung von Kategorien extrem erleichtert und eine Funktionalität angeboten, die MediaWiki eigentlich von Haus aus haben müsste. Grund für die Nichtverfügbarkeit ist ein fehlerhafter Webservice auf Labs – ein Teil der Rahmenbedingungen, die für den Betrieb von Tools notwendig sind. Dieser Webservice stürzt regelmäßig ab und muss dann von Hand neu gestartet werden. Die daraus resultierenden Support-Anfragen sowie das teils minütliche Neustarten des Werbservice seien zu einer nicht mehr tragbaren Belastung geworden, so Magnus Manske in einer heute veröffentlichten Bekanntmachung. Er schließt mit dem Appell an die Wikimedia Foundation, eine funktionierende Arbeitsumgebung für die ehrenamtlichen Entwickler zur Verfügung zu stellen. Erst dann könne er die beiden Tools wieder aktivieren. ir, 17.10.

Gratulation[Bearbeiten]

WikiEulen

Als Nachfolger des Motivationspreises auf der WikiCon 2013 wurde in der Samstagsabend­veranstaltung im Rahmen der WP:WikiCon 2014 an Bord eines Rheinschiffes die WikiEule 2014 in 12 Kategorien und zusätzlich für besondere Leistungen 10 EhrenEulen von der WikiEulenAcademy an verdiente Wikipedianer vergeben. Wie es zu den Kandidaturen für die WikiEule kam und wie sich die WikiEulenAcademy für die Preisträger entschieden hat, ist auf der Seite der WikiEule erklärt. Momentan werden noch die Nominierten und die Preisträger mit den entsprechenden Babeln und Orden ausgezeichnet, damit sie neben der WikiEule für den Schreibtisch auch noch eine virtuelle Version für die Benutzerseite haben. Die WikiEulenAcademy gratuliert allen Nominierten und Preisträgern.WEA 10.10.

Enthüllung: Weltweit erstes Wikipedia-Denkmal[Bearbeiten]

Denkmal

Wer im Spiegel liest, weiß es schon: Am 22. Oktober wird nach zwei Jahren Vorbereitung durch einen rührigen Verwaltungsdirektor am Ostufer der Oder in der polnisch-deutschen Universitäts-Doppelstadt Słubfurt das weltweit erste Wikipedia-Denkmal enthüllt. Informiert Euch. Organisiert Euch. Kommt zuhauf. swa 10.10.

Foto-Reinigungssets und Lenspens zu vergeben[Bearbeiten]

Lenspen
Wikimedia Deutschland vergibt 10 Foto-Reinigungssets und 15 Lenspens an aktive Commons-Fotografinnen und Fotografen. Wer gerne ein Reinigungsset oder einen Lenspen haben möchte, schickte einfach eine E-Mail an community@wikimedia.de. Als Stichwort im Betreff bitte „Foto-Reinigungsset“ oder „Lenspen“ angeben und Benutzernamen und Postanschrift nicht vergessen!
Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Die ersten Interessierten bekommen das Foto-Zubehör kostenlos zugeschickt. Pro Benutzer bitte nur 1 Teil. Die auf die oben angegebenen Stückzahlen begrenzten Teile, werden nach zeitlichem Eingang der Anfrage vergeben. Oder anders gesagt: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Wer übrigens keine eigene Fototechnik besitzt, gerne aber freies Bildmaterial für Wikimedia Commons erstellen möchte, dem steht ein kostenloser Verleih über den Wikipedia:Technikpool zur Verfügung. Nico (WMDE) (10.10.)

UPDATE: Leider sind alle Reinigungssets und Lenspens vergriffen. Nico (WMDE) 10:31, 14. Okt. 2014 (CEST)

Neuer Rekord bei den Persönlichen Bekanntschaften[Bearbeiten]

Nachdem die WikiCon 2013 schon letztes Jahr für den Monat mit den meisten Bestätigungen sorgte, haben wir diesen Oktober dank der WikiCon in Köln schon nach neun Tagen einen neuen Rekord aufgestellt und das erste Mal mehr als 3000 Bestätigungen in einem Monat registriert. ir, 10.10.

1000 Wege zu De Gruyter[Bearbeiten]

Wie das Börsenblatt vergangene Woche berichtete, gewährt der Verlag De Gruyter „den 1.000 Top-Wikipedia-Autoren“ kostenlosen Zugriff auf seinen gesamten Online-Content. Die bei FzW aufkommende Besorgnis, ob Bots dabei nicht im Vorteil wären, kann wohl verneint werden, da die Teilnehmer in der Lage sein müssen, sich selbständig in eine Liste auf en.WP oder alternativ auf Meta einzutragen. Die Redaktion geht davon aus, dass es wie üblich ausreicht, die dort genannten Kriterien zu erfüllen und zu den ersten tausend Anwärtern zu gehören, ein globaler Top-Autor-Contest ist nicht zu erwarten. Kontrovers ist nur die Frage, wer den größeren Nutzen aus der Vereinbarung zieht. Denn auch De Gruyter nennt nicht nur hehre Motive, sondern strebt auch ganz offen eine steigende Nutzung ihres Dienstes durch Wikipedialinks an. Ber, 8.10.

UPDATE: Der Antrag auf freien Zugang zu den Online-Ressourcen des Verlags De Gruyter kann inzwischen auch in der deutschen Wikipedia unter Wikipedia:De Gruyter gestellt werden. Bislang sind in der englischen Wikipedia erst 67 Anmeldungen (von 1.000) an The Wikipedia Library erfolgt. Stand 15. Oktober 2014. --Partynia

Wiki-Eulen[Bearbeiten]

Über die Wiki-Eulen, die zur Wiki-Convention 2014 an Benutzer, Portale und andere Dinge verliehen wurden, werden gerade von der Wikieulen-Akademie Seiten erstellt, unter anderem eine zu den Preisträgern. ASF

GLAM on Tour im Sauerland – Anmeldung noch bis morgen![Bearbeiten]

Für das GLAM-Wochenende im Haus Hövener in Brilon, das sich thematisch um Bergbau dreht, sind Übernachtungsplätze nur noch bis zum 9.10. anzumelden. Auf der Projektseite gibt’s mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung. li(WMDE), 8.10.

Wikimedia Deutschland sucht: 10 Präsidiumsmitglieder (m/w)[Bearbeiten]

Wikimedia Deutschland sucht für die Wahl am 29. November 2014 auf der Mitgliederversammlung des Vereins Kandidatinnen und Kandidaten für das ehrenamtliche Lenkungs- und Kontrollgremium (Präsidium). Wer im Verein mitentscheiden will, kann noch bis zum 31. Oktober seine Kandidatur einreichen. Weitere Details findet ihr in der Ausschreibung im WMDE-Blog, für Fragen steht euch auch das amtierende Präsidium gern zur Verfügung. bue, 8.10.

Aufgeschnappt auf der WikiCon in Köln[Bearbeiten]

„Oh, the German Community is so different.“

WMF-Board-Mitglied
Notiert von MaB, 6.10.

WikiLovesEarth-Kalender: Wer will einen?[Bearbeiten]

Im Rahmen von WikiLovesEarth Deutschland wurde eine limitierte Zahl an Kalendern angefertigt. Sie liegen im DIN-A5-Format vor. Die Bildauswahl erfolgte natürlich passend zum Monat. Wer einen dieser tollen, kostenlosen Kalender haben will, möchte bitte seinen Klarnamen mit Anschrift an das Team Communitys (community@wikimedia.de), mit der Bitte um ein Exemplar, schicken. Die Daten werden natürlich nur für das Zusenden der Kalender verwendet.

Ansonsten gibt es auch WLE-Kugelschreiber und -Bleistifte aus Holz. Wer Leute oder Organisationen auf WLE aufmerksam machen will, kann auch WLE-Flyer bestellen, die man bspw. in Vereinshäusern auslegen kann. H&M, 6.10.14

Der plötzliche Besuch der Turkmeninnen[Bearbeiten]

turkmenas … ¡prrrrresente!

Köln, 4. Oktober 2014, 16 Uhr irgendwas, im „Wohnzimmer“ der WikiCon: In einer meiner Folien zum Vortrag zu Exotik/Exotismus in Wikipedia klafft eine Null, die deutschsprachigen Wikipedia bietet keine einzige Biographie zu einer turkmenischen Frau.

Ein Tag später, 13:34: Eine Konferenzteilnehmerin betritt mit Gurbansoltan Eje de-wikipedianisches Neuland, wenige Stunden später wird auf speziellen Wunsch mit Aksoltan Töreýewna Ataýewa eine erste Turkmenin „mit ‚richtiger‘ Lebensleistung“ nachgereicht. Der noch immer etwas sprachlose Autor dieser Zeilen folgt dem Trend, Gülbadam Babamyratowa ergattert den letzten noch freien Platz am Turkmeninnenpodest.

Eine kleine Randnotiz zur WikiCon, doch für mich irgendwie das Sahnehäubchen, wofür ich Elya stellvertretend für alle WikiCon-Teilnehmer danken möchte. Nachsatz: Es gibt mehr als drei relevante Turkmeninnen. m77 6.10.

Die Wiki-loves-Familie hat Zuwachs: Wiki Loves Africa[Bearbeiten]

Wiki Loves Africa

Wiki Loves Africa (WLA) ist ein weiterer Fotowettbewerb aus der Wiki-loves-Familie. Er startete am 1. Oktober und wird am 30. November 2014 enden. Der Fokus des Wettbewerbs, der nun auch jährlich stattfinden soll, liegt in diesem Jahr auf der afrikanischen Küche und allem, was dazu gehört. Dies umfasst Essen und Trinken, Essenszubereitung, (Nutz-)Tierhaltung und Märkte, auf denen die Produkte angeboten werden. ata 5.10.

6. Wikipedianischer Salon[Bearbeiten]

Live von der WikiCon 2014 könnt ihr den Wikipedianischen Salon zum Thema: Konflikte sind Probleme, die zu kompliziert werden. verfolgen. Live und als Konserve: youtu.be/V7_6AO7ia7o (einfach kopieren in den Browser Deiner Wahl). con 3.10.

WikiCon 2014 eingeläutet[Bearbeiten]

Obwohl die WikiCon 2014 in Köln erst heute offiziell beginnt, wurde sie gestern durch die Ankunft zahlreicher Wikipedianer eingeläutet. Nach monatelangen Vorbereitungen hinter den Kulissen und intensiver Vorbereitung in Köln begann gestern die Einrichtung vor Ort. Schon daran nahmen erfreulich viele Wikipedianer teil und bauten fleißig Stellwände auf, transportierten Sofas und hängten Plakate auf. Nachmittags stand eine erste Exkursion zum Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum des Historischen Archivs der Stadt Köln an, an der rund 40 Wikipedianer teilnahmen. Zwar war die Anreise zu dem etwas außerhalb gelegenen Gebäude wegen des Ferienverkehrs etwas beschwerlich, doch der Besuch lohnend. Dr. Ulrich Fischer, der stellvertretende Leiter, beeindruckte mit einem informativen Einführungsvortrag, das Zentrum an sich mit seiner technischen Ausstattung. Angesichts der Tragödie des Einsturzes und der nun anstehenden Sisyphosarbeit kann man vor der Energie und dem Willen der Archivmitarbeiter nur den Hut ziehen.

Abends gab es ein erstes Zusammentreffen der schon angereisten Wikipedianer Em Kölsche Boor, wo es natürlich zu intensiven Gesprächen kam. Schon jetzt möchte ich mich auf diesem Wege bei all den fleißigen Händen und Köpfen bedanken, die auf die eine oder andere Weise zum (anzunehmenden) Gelingen der Convention beigetragen haben und es weiterhin bis Sonntag tun werden. Die Community funktioniert offenbar auch im realen Leben – allen Unkenrufen zum Trotz. N. 3.10.

Wikidata für Bilder[Bearbeiten]

pdf-Folien

Im Jahresplan 2014/15 der Foundation habe ich die Info gefunden, dass die Foundation zusammen mit WMDE Pläne macht, für Bilder auf Commons etwas ähnlich einzuführen wie es für Artikel auf Wikidata schon gibt. Meine Recherchen haben mich zur Seite Multimedia/Structured Data geführt. Als Vorteil wird unter anderem eine bessere Bildersuche genannt. Meiner Meinung nach ist der Knackpunkt bei dem Projekt die Dateneingabe, die einfacher als bei Wikidata sein müsste. G 3.10.

Wikimania-Reader erschienen[Bearbeiten]

Wikimania – der Reader

Insgesamt waren weit über 50 deutsche Wikipedianerinnen und Wikipedianer auf der Wikimania. 43 davon waren Stipendiatinnen und Stipendiaten von Wikimedia Deutschland. Diese Communitymitglieder haben vor, während und nach der Wikimania fleißig und ausgiebig geschrieben und berichtet. Ein Reader sammelt alle diese Texte, die im Umfeld der Wikimania erschienen sind – von Tipps & Tricks im Vorfeld über das Prä-Wikimania-Treffen, Berichte und Tagebücher von der Wikimania selber, bis hin zu reflektierenden Nachbetrachtungen. Der Reader liegt als pdf auf Commons (Zur Vollansicht), einige gedruckte Exemplare werden aber auch auf der WikiCon sein und zum Beispiel bei der Nachbetrachtung im Programm verteilt werden. df (wmde) 2.10.

GnuPG/PGP auf der WikiCon 2014[Bearbeiten]

PGP@­Wiki­Con

Der Einsendeschluss für die PGP­/GnuPG-Party auf der WikiCon ist heute abgelaufen, die Teil­nehmer­listen wurden versandt. Wer vergessen hat, mir seinen Key zu senden, kann dennoch noch spontan vorbeikommen. Das Treffen findet am Samstag, um 10:30 im Festsaal statt. DaB., 02.10.

Zum Stand der MerlBot-Migration nach Tool Labs[Bearbeiten]

Benutzer:Merlissimo informiert über den aktuellen Stand der Migration seines MerlBot vom Toolserver nach Tool Labs. Seine Migration ist besonders aufwändig. Deshalb hat er noch Software auf dem eigentlich schon aus dem Verkehr gezogenen Toolserver laufen. Ab dem morgigen Freitag werden jedoch ein paar Listen des MerlBot vorerst nicht mehr aktualisiert: Vermutlich verstorben (läuft täglich) und die Aktualisierung der Artikelzahlen von WP:Sprachen (läuft alle 2 Monate).

Der Grund dafür ist, dass die WMF - wie lange angekündigt - den Rechenzentrumsstandort Tampa aufgibt. Dort läuft der Server Amaranth, der den Toolserver mit den aktuellen Datenbanken versorgt. (Sie haben Amaranths Abschaltung in Absprache mit uns schon so weit wie möglich nach hinten geschoben, aber jetzt muss es doch sein.) Merlissimo kann noch nicht genau absehen, wann er alle Skripte umgezogen und vor allem für Tool Labs optimiert hat. Er hat erfreulicherweise Unterstützungsangebote aus der Community bekommen. Bitte habt Verständnis für die zwei veraltenden Listen und drückt Merlissimo genau so fest die Daumen wie ich! S.M., 2.10.

Jahresplan 2015 von WMDE ab sofort kommentierbar[Bearbeiten]

Der Entwurf des Jahresplans 2015 von Wikimedia Deutschland wurde soeben auf meta und im Forum veröffentlicht. Hiermit möchten wir alle Interessierten zur Diskussion über den Jahresplan auf der Diskussionsseite auf meta einladen. Auch auf der anstehenden WikiCon in Köln steht das Präsidium, sowie der Vorstand für jegliche Fragen zur Verfügung. je (wmde), 1.10.

Update des Medienbetrachters[Bearbeiten]

Am Donnerstag, den 2.10. um 22 Uhr werden mehrere Änderungen des Medienbetrachters in allen Wikipedien freigeschaltet. Die Neuerungen basieren unter anderem auf der Liste der “muss”-Verbesserungen, die im Zuge der Community-Konsultation zum Medienbetrachter entstanden ist. So öffnet ein Klick ins Bild die Ansicht im Browser und ermöglicht damit das Zoomen im Browser; ein großer, prominenter Button verweist auf Wikimedia Commons, die Metadaten-Leiste wird einfacher und mit reduzierten Elementen dargestellt und es gibt separate Symbole für “Datei teilen/einbinden” und “Datei herunterladen”. Auf Wikimedia Commons und in den anderen Schwesternprojekten sind die Veränderungen bereits wirksam. Weitere Neuerungen folgen. Mehr Informationen: Verbesserungen des Medienbetrachters. bm (wmde), 1.10.

Fördern im deutschsprachigen Raum – Chapter im Gespräch[Bearbeiten]

Eines der am heißesten diskutierten Themen im Vorfeld des kürzlichen Förderrichtlinien-Workshops in Berlin war die Frage, wen und vor allem wo die deutschsprachigen Chapter Communitymitglieder unterstützen sollen. Auf dem Workshop erging ein klarer Auftrag der anwesenden Freiwilligen an die Hauptamtlichen: „Setzt Euch chapterübergreifend zusammen und erarbeitet eine Lösung!“ Gesagt, getan, aus Berlin erfolgte ein kurzer Anruf und am letzten Mittwoch, dem 24.9., trafen sich in den Räumen von Wikimedia Österreich (WMAT) in Wien Muriel Staub für WMCH, Denis Barthel und Sebastian Sooth (WMDE) und als Gastgebende Claudia Garad und Raimund Liebert von WMAT.

Auf einen Nenner gebracht lautet das Resultat: „Erster Ansprechpartner für die Förderung von Freiwilligen sind stets die Chapter vor Ort.“ Egal, ob Österreich, Schweiz oder Deutschland – der direkte Weg ist meist der beste. Dort wo Ausnahmen sinnvoll sind (z.B. beim WP:Technikpool), wird natürlich weiterhin grenzübergreifend gefördert und auch außerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es weiterhin Angebote. Für Wikimedia Deutschland sind diese Richtlinien bereits letzte Woche implementiert worden (siehe hier), Wikimedia Österreich und Wikimedia Schweiz werden zeitnah folgen.

Das war natürlich nicht alles. Viele andere grundsätzliche Fragen zur Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum kamen zur Sprache, von der Fortsetzung der Globalisierungsbemühungen des Themas „Volunteer Support“; der Versicherung, noch intensiver miteinander im Gespräch zu sein bis hin zur Absicht der besseren Präsentation gemeinsamer Angebote. Von diesen Themen wird sicher zu anderer Zeit noch mehr zu hören sein. DB (WMD), 1.10.

Checkuser-Wahlen beendet[Bearbeiten]

Auch wenn bisweilen der Verdacht aufkommen könnte, es sei niemand mehr an der Übernahme weiterer Aufgaben interessiert, so erklärten dennoch fünf Kandidaten ihre Bereitschaft zur diesjährigen Wahl dreier neuer (oder alter) Checkuser anzutreten.
Wiedergewählt wurde in der am vergangenen Sonntag und zu mitternächtlicher Stunde beendeten Wahl, während der 206 Benutzer insgesamt 549 Stimmen abgaben, der Benutzer Filzstift, welcher bereits seit 2012 diese Aufgabe wahrnimmt. Das Team um ihn und die Benutzer Kulac und Theghaz wird nach der Identifizierung gegenüber der Foundation für die kommenden zwei Jahre durch Perrak, bei dem die Identifizierung bereits erfolgte und Hephaion verstärkt, die erstmals für diese Funktion kandidierten (Auswertung). Ihnen und auch den weiteren Kandidaten der diesjährigen Wahl, den Benutzern Helfmann und Jogo.obb Danke für ihre Bereitschaft und den Gewählten alles Gute in ihrer neuen Funktion.HOP, 30.9.

Neue Technik für PDFs und Bücher[Bearbeiten]

Die Techniker der Wikimedia Foundation beabsichtigen, am 29. September 2014 auf eine neue Software (und Server) zur Erstellung von PDFs und Bücher umzustellen. Die neue Technik basiert auf Parsoid und LaTeX. Es wird ein zweispaltiges Layout erzeugt, in der Buch-Funktion stehen erweiterte Einstellmöglichkeiten zur Verfügung (letzteres wurde vom Reporter noch nicht getestet). Verbesserungen sind auch bei der Darstellung nicht-lateinischer Alphabete zu erwarten. Aktuell machen Tabellen in der Ausgabe noch Probleme. Die bisher von der externen Firma PediaPress bereitgestellte Möglichkeit, gedruckte Ausgaben käuflich zu erwerben, wird durch PediaPress eingestellt. Auch steht die Ausgabe in den ZIM- und EPUB-Formaten nicht länger zur Verfügung. Die WMF sucht noch Entwickler, die Zeit und Lust haben, diese Funktionen zu programmieren.
Um den Kurierlesern eine schnelle Möglichkeit zu geben, das alte mit dem neuen Layout zu vergleichen, hat der Reporter spontan einen PDF-Ausdruck des Artikels der schönsten Stadt nördlich der Alpen angefertigt: alt (26 MB) vs neu (102 MB).
Weitere Informationen (auf Englisch) inkl. Anleitung zum Selbertesten unter https://lists.wikimedia.org/pipermail/wikitech-ambassadors/2014-September/000955.html (ray, 25.9.) Manuell: Link Als PDF herunterladen kopieren und hinter writer= "rl" durch "rdf2latex" ersetzen. (IP)

Archivportal-D eröffnet[Bearbeiten]

Archivportal.gif

Auf dem 84. Deutschen Archivtag in Magdeburg wurde am 24. September das Archivportal-D als neuer Zugang zur Deutschen Digitalen Bibliothek eröffnet. Vier Landesarchive und das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur sind seit Oktober 2012 für den Aufbau verantwortlich, über 5 Millionen Datensätze von mehr als 25 beteiligten Archiven sind mit dem Start online verfügbar. Das Portal ermöglicht eine deutschlandweite archivübergreifende Recherche und soll weiter ausgebaut werden. Mit verschiedensten Filtern ist eine Eingrenzung möglich, die Dokumente stehen unter unterschiedlichsten (darunter auch freien CC-)Lizenzen zur Verfügung. Die Daten werden über die offene Programmierschnittstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek ausgetauscht und kommen auch internationalen Kulturgutportalen und damit einem noch größeren Publikum zugute, etwa dem Archivportal Europa oder der Europeana.
Eine Stichprobe zur Wahlheimat des Autors ergab, dass bei Bildern, die aufgrund ihres Alters eindeutig gemeinfrei sind, der Rechtsstatus unbekannt (obwohl von 1746) oder CC-BY, also Namensnennung (obwohl von 1759) angezeigt wird – von den Wasserzeichen ganz zu schweigen. Dafür kann das neue Archivportal nichts, aber diese Copyfrauds werden dadurch leider weiter verbreitet. mh, 25.9.

Erste Vorschläge für den Zedler-Preis 2015[Bearbeiten]

Gestern begann die Vorschlagsphase für den Zedler-Preis 2015. Im Gegensatz zu den Vorjahren gibt es dieses Jahr vier Kategorien: (1) Bester Artikel (2) Bestes Community-Projekt (3) Bestes externes Projekt und – erstmalig in diesem Jahr – (4) Besonderes langjähriges Engagement. Die ersten Vorschläge sind eingegangen, sie reichen vom Artikel Percy Ernst Schramm über den Wikipedianischen Salon, das Portal:Lebewesen und die Wikipedia der 1000 Minerale bis zu The British Library / Commons Mechanical Curator collection. Weitere Vorschläge sind dringend erwünscht. df (wmde), 19.9.

Preise für die Gewinner des Schreib- und Fotowettbewerbs im Braunschweigischen Landesmuseum verschickt[Bearbeiten]

Preispakete

Das Braunschweigische Landesmuseum bedankt sich noch mal bei allen Teilnehmern unserer 2. GLAM-Veranstaltung und gratuliert ganz herzlich den Gewinnern des Schreib- und Fotowettbewerbs. Die ersten Pakete mit dem Ausstellungskatalog zu „1914… schrecklich kriegerische Zeiten“, Wikipedia-T-Shirt und einigen Produkten aus dem Museumsshop sind auf dem Weg. Wir wünschen viel Freude damit! Bis zum nächsten Mal! (BLM, 19.9.)

WikiCon: Programm 1.0[Bearbeiten]

Einladung zum Stöbern: Heute ist die erste Fassung der Programmplans zur Wikicon 2014 online gegangen. (H., 19.9.)

Betatest: HipHop[Bearbeiten]

Als neuer Betatest steht HHVM, auch HipHop Virtual Machine genannt, zur Verfügung. Hierbei handelt es sich, vereinfacht gesagt, um einen neuen PHP-Compiler, der den MediaWiki-Programmcode deutlich schneller ausführen soll. Schnellere Ladezeiten beim Artikelaufruf und Speichern sind die Folge. Auf die Artikelansicht, das Rendering, hat HHVM keine Auswirkungen. Bearbeitungen, die mit aktiviertem HHVM-Betatest getätigt werden, erhalten das HHVM-Tag, um den Programmierern die Fehlersuche zu erleichtern. Der Reporter würde sich freuen, wenn Leser auf der Betatest-Diskussionsseite die (gefühlten) Geschwindigkeitsunterschiede und evtl. Probleme berichten würden
HHVM wurde ursprünglich von Facebook zur Performanceoptimierung entwickelt und dann als OpenSource veröffentlicht. Weitergehende Informationen zum aktuellen Deployment(englisch). (ray, 19.9.)

Noch Plätze frei[Bearbeiten]

Es sind noch Plätze frei für die Exkursion zum Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum (RDZ) des Historischen Archivs der Stadt Köln, die im Rahmen der WikiCon stattfindet. Verbindliche Anmeldung erbeten bis zum 22. September (ray, 17.9.)

WMDE in der Tagesschau[Bearbeiten]

Mit der OER-Konferenz hat es WMDE am 13. September in die (12:00-Uhr-)Tagesschau geschafft. Das Thema Freies Wissen auch abseits der Wikipedia wird anscheinend langsam Mainstream-relevant. Michi, 17.9.

„Wie kann ich Werbung für mein Buch machen?“[Bearbeiten]

Auf diese Frage weiß der bekannte und angesehene Carl Hanser Verlag eine Antwort. Wie am gestrigen Tage durch einen enttäuschten Autor des Verlages bekannt wurde, verschickt der Verlag eine Broschüre mit eben dieser Überschrift an seine Autoren, welche u.a. eine genaue Anleitung enthält, wie man seine Bücher relativ breit in Wikipedia setzt. Im konkreten Fall hat man den Autor offenbar ins offene Messer laufen lassen, denn sein Einsatz wurde (m.E. zu recht) als Literatur-Spam eingeordnet und wieder gelöscht. Wobei der Autor klar sagt, dass er ohne die Broschüre und die genaue Anleitung überhaupt nicht auf die Idee gekommen wäre, dies tatsächlich zu tun. Des Weiteren beschreibt der Autor einen Dialog mit einem weiteren Buchautor, welcher offenbart, dass dies offenbar eine übliche Praxis ist. Eine E-Mail-Adresse der Verantwortlichen für die Broschüre ist übrigens im Beitrag angegeben... EH, 17.9.

Interview mit Digital Brainstorming[Bearbeiten]

Dominik Landwehr vom Migros-Kulturprozent interviewte gestern Micha L. Rieser zu seiner Rolle als Wikipedian in Residence und veröffentlichte es auf Digital Brainstorming, der Plattform für digitale Kultur und Medienkunst. Das Gespräch gibt eine gute Zusammenfassung über die konkrete Arbeit und ihre bisherigen Ergebnisse. Wer bisher also nicht wusste, wie das Engagement zwischen Wikimedia CH und den beiden Gedächtnisinstituten in Bern, Nationalbibliothek und Bundesarchiv, aussieht und 23 Minuten Zeit zur Verfügung hat, kann das Interview als Podcast hier anhören: [1]. MLR, 17.9.

Aufruf zur Schlüssel-Einsendung[Bearbeiten]

PGP@­Wiki­Con

In gut zwei Wochen ist die WikiCon in Köln. Auch dieses Jahr soll es dort wieder eine PGP/GnuPG-Key­signing-Party geben. Es wäre schön, wenn alle PGP-Benutzer, die zur WikiCon kommen, teilnehmen könnten und sich nach Möglichkeit vorher anmelden; Details dazu sind auf der passenden Seite zu finden. Falls möglich informiert bitte auch Wikipedianer sowie Schwester-Projekt-Mitarbeiter, die den Kurier für gewöhnlich nicht lesen. Vielen Dank, für Fragen stehe ich zur Verfügung :-). DaB., 16.9.

Wiki-Dialog zur Vorbereitung der Werkstatt „von Echo bis Visual Editor“ gestartet[Bearbeiten]

Auf der diesjährigen WikiCon 2014 soll es eine Werkstatt zum Thema „Von Echo bis Visual Editor: Software-Entwicklung, Foundation und Community: Was läuft gut, was läuft schlecht, wie könnte es besser sein?“ geben. Um die genauen Inhalte miteinander abzustimmen, läuft aktuell der Wiki-Dialog zur Vorbereitung der Veranstaltung. An der Werkstatt Interessierte können dort gerne Ideen/Wünsche einbringen. bm (wmde), 16.9.

Wikipedianischer Salon mit Christian Stegbauer[Bearbeiten]

Seit ihrem Bestehen ist die Wikipedia ein Forschungsobjekt für Soziologen. Einer derjenigen, die sich sehr intensiv mit ihr beschäftigt haben, ist Christian Stegbauer, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leiter des Projekts Konstitution und Erhalt von Kooperation am Beispiel von Wikipedia. Er war der Gast im Wikipedianischen Septembersalon in Berlin, um seine Forschungansätze zum Verständnis der weitgehend rätselhaften Zusammenarbeit der Autoren vorzustellen. In seinem Vortrag erklärte er die Schwierigkeiten, die Wikipedia aus soziologischer Sicht immer wieder macht, und sprach über die Notwendigkeit, neue Herangehensweisen für diese Sicht zu entwickeln. Denn viele überkommene Theorien der Soziologie treffen für das Neuland Wikipedia nicht zu. Besonders die Motivation der Wikipedianer ist ein spannendes Thema, steht doch im Hintergrund die neu zu stellende zentrale Frage, warum Menschen überhaupt freiwillig zusammenarbeiten. Stegbauer gelang es, auch die leicht unübersichtlichen Zusammenhänge und Abhängigkeiten so zu verdeutlichen, dass Verständnisschwierigkeiten weitgehend ausblieben. Ein anspruchsvoller Abend, den ein konzentriertes Publikum über zwei Stunden lang verfolgte. Ein Video der Veranstaltung ist auf Youtube zu sehen. Sc, 15.9.

Neu auf Wikisource[Bearbeiten]

Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden) Galeriewerk Bürkner i1.jpg
Nach längerer Pause möchte die Verfasserin wieder einzelne Arbeiten der Wikisource-Community der geneigten Leserschaft vorstellen: Beginnen wir mit Julius Hübner. Der deutsche Maler wurde 1871 Direktor der Dresdner Königlichen Gemäldegalerie, und hinterlässt uns das Bilder-Brevier der Dresdner Gallerie (1857) • Der deutschamerikanische Rechtsanwalt, Schriftsteller und Politiker Friedrich Kapp berichtet hingegen 1861 über die erste politische Hinrichtung in den Vereinigten Staaten • Außerdem: Die Winterreise, ein Liederzyklus von Wilhelm Müller (1821–1824), vertont von Franz Schubert (1827) • Alle Neuzugänge finden sich hier. aw, 15.9.

Gewinner der Schreib- und Fotowettbewerbe im Braunschweigischen Landesmuseum stehen fest[Bearbeiten]

2. GLAM-BS

Ende Juni fand die 2. gemeinsame GLAM-Veranstaltung von BLM, Wikipedia und Wikimedia in Braunschweig statt. Unter dem Titel Der Erste Weltkrieg und Braunschweig trafen sich rund 30 Wikipedianer/Wikimedianer, Museumsleute und Wissenschaftler. Im Rahmen dieser Wochenendveranstaltung wurden auch ein Schreib- und ein Fotowettbewerb durchgeführt.

Die Preisträger des Schreibwettbewerbes sind: Ziko, 1. Preis für seinen Artikel Revolution 1848/1849 im Herzogtum Braunschweig, 2. Preis für Malabon für Regentschaft über das Herzogtum Braunschweig und der 3. Preis geht an Lómelinde für Braunschweigisches Infanterie-Regiment Nr. 92.
Die Preisträger des Fotowettbewerbes sind: Ziko, 1. Preis für sein Foto Hand-Werk-Zeug, 2. Preis für Brunswyk für Mit Gott für Fürst und Vaterland und der 3. Preis geht an Medvedev für Pickelhaube mit Überzug.

PediaPress-Buch GLAM und Braunschweig

Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch und allen Teilnehmern vielen Dank für das Engagement! Bis zum nächsten Mal! BS 13.9.

Jemand unter den Gewinnern hat seinen Preis mit uns geteilt und als Andenken das Buch "Wikimedia GLAM und Braunschweigisches Landesmuseum" von PediaPress produzieren lassen. Herzlichen Dank für diese Geste! --Lilli Iliev (WMDE) (Diskussion) 14:31, 29. Sep. 2014 (CEST)

Bericht zum Arbeitstreffen zum Review der Förderrichtlinien (FöRiWS2) erschienen[Bearbeiten]

Tagesordnung Sonntag

Am letzten Wochenende fand in den Räumen von Wikimedia Deutschand das erste Arbeitstreffen zum Review der Förderrichtlinien statt. In einer intensiven aber freundlichen bis freudigen Diskussionen ging es dabei um Themen von der Lizensierung geförderter Fotos und der Förderung im Ausland bis hin zu allgemeinen Fragen wie der richtigen Benennung der Förderung/Unterstützung oder was die niederschwelligste Form ist, sich an das Team Communitys zu wenden. Eine Zusammenfassung des Arbeitstreffens findet sich jetzt unter Wikipedia:Förderung/Workshop September 2014. df (wmde) 12.9.

Nachtragshaushalt WMDE[Bearbeiten]

Im Forum Wikimedia (kostenfreie Anmeldung nötig) von Wikimedia Deutschland (WMDE) liest man, dass ein Nachtragshaushalt für 2014 her müsse, die Ausgaben seien stärker gestiegen als erwartet. Das vorzeitige Ende der Amtszeit des Vorstandes Pavel Richter sei dafür der Hauptgrund. Im Wesentlichen sollen Sachmittel gekürzt werden, insbesondere Haushaltstitel zur Community-Förderung. Das Personal solle hingegen nicht reduziert werden, denn „solche Personalmaßnahmen erzeugen erfahrungsgemäß durch Abfindungen etc. kurzfristig Kosten und nur mittelfristig einen positiven Effekt auf den Haushalt“. AC 11.9.

… die Lust am Leiden[Bearbeiten]

Am 11.9. um 20 Uhr startet der 5. Wikipedianische Salon mit dem Thema „Warum tun die das? Wikipediaautoren und die Lust am Leiden.“ – diesmal mit Prof. Dr. Christian Stegbauer.
Der Livestream findet sich HIER. AndreasP 11.9.

Nachtrag: Im Kölner Lokal K wird der Stream zum Wikipedianischen Salon heute abend ab 20:00 Uhr direkt eingespielt – auch hier sind Gäste sehr willkommen. AR 11.9.

Abstimmung zum Zedler-Preis hat begonnen[Bearbeiten]

Der Zedler-Preis

Nach fünf Tagen Diskussion und Zusammenfassung beginnt nun die Abstimmung über die Gestalt des Zedler-Preises 2015. Zur Auswahl stehen dabei verschiedene neue und alte Kategorien, die Frage ob die Preisvergabe wie bisher im Rahmen der WMDE-Mitgliederversammlung oder als separate Veranstaltung durchgeführt werden soll und die Frage nach einem möglichen Rahmenprogramm. Die Abstimmung läuft bis zum 16. September, danach wird live und Online ein endgültiges Wunschvotum Community festgelegt. Diskutieren ist natürlich weiterhin und immerfort möglich :-). df (WMDE) 9.9.

Wissenschaft und freies Wissen[Bearbeiten]

Am Montag, dem 15.9., findet im Rahmen der Reihe "Dialog an Deck" auf der MS Wissenschaft in Wien eine Veranstaltung zum Thema "Wissenschaft und Freies Wissen - Fortschrittsmotor und Gemeingut der Informationsgesellschaft" statt. Ziel ist es, das in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft noch wenig bekannte Konzept freien Wissens einem breiteren Publikum sowie Entscheidungsträgern zugänglich zu machen, um Wege zu ausgedehnteren Wikimedia-Wissenschafts-Kooperationen zu ebnen. Diskutiert wird in drei Themenblöcken - Offene Wissenschaft, Offene Daten und Bürgerwissenschaft mit Beteiligten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Die Veranstaltung wird organisiert von den Wikimedia-Vereinen in allen drei Ländern sowie seitens der Open Knowledge Foundation in Österreich und Deutschland, in Kooperation mit dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Zur Anmeldung geht's hier. Weitere Veranstaltungen zum Thema "Wissenschaft und freies Wissen" sind für Oktober sowie Januar geplant. d.m. 9.9.

Wikivoyage schafft Namensraum ab[Bearbeiten]

In eifriger Gemeinschaftsarbeit haben die AutorInnen der kleinen Schwester Wikivoyage begonnen, den Namensraum Thema abzuschaffen. Vorangegangen war eine Abstimmung, in der sich die Gemeinschaft, auch wenn es vorher niemand für möglich gehalten hatte, klar dafür aussprach. Die wenigsten trauten sich zuvor, an dem Konstrukt zu rütteln. Die Umsetzung des Ergebnisses wurde aus personalplanerischen Gründen allerdings auf das Ende der Sommerferien terminiert.

Lange Zeit schon galt dieser Namensraum als Grund für Verwirrungen und Hindernis für neue AutorInnen. Zudem mochten große Suchmaschinengiganten unser System der Trennung zwischen Standorten und Routen nicht. Nun kommt der Teil, in dem interne und externe Links repariert werden müssen. Nach der engagierten Verschieberei (ohne Bots!) wahrscheinlich die größere Aufgabe. Tim 8.9.

Was ist naK?[Bearbeiten]

Wer wissen möchte, was nichtadministrative Konfliktbewältigung ist, wer aus 1. Hand die Ergebnisse des Guide-Camps hören will oder einfach nur neugierig ist, der setze bitte in diese Liste seinen Namen (bis zum 10.9.14).
Wir wollen ungefähr zu viert oder fünft kommen; jeder bringt einen 5-Minuten-Vortrag mit und danach möchten wir mit euch diskutieren. Wir freuen uns auf euch ... AndreasP, 5.9.

Deutscher Wikipediapreis[Bearbeiten]

Ich habe im Dezember 2013 die Idee gehabt, die Artikel und Listen mit einem Preis in Kategorie zu verleihen wie zum Beispiel beim Echo oder Deutscher Fernsehpreis. Wer mit mir die Idee verwirklichen möchte, kann sich bei mir melden oder sich auf der Seite beteiligen. Auto1234, 4.9.

AffCom sucht neue Mitglieder[Bearbeiten]

Das aus Freiwilligen bestehende „Affiliations Committee“ sucht neue Mitglieder. Die zehn Freiwilligen des Komitees sind für die Vorbereitung und Beratung zur Anerkennung neuer Wikimedia-Organisationen (Chapter, Thematische Organisationen, Nutzergruppen) zuständig und unterstützten dabei das Kuratorium (Board of Trustees) der Wikimedia Foundation. Allein in diesem Jahr gaben die Freiwilligen bereits zehn Gruppen die Anerkennung, beispielsweise den Wikimedianern aus China und aus Belgien (der Kurier berichtete). Bewerbungen werden bis zu 30. September von Salvador Alcántar angenommen, die Amtszeit beginnt zum 1. Januar 2015. NE (WMDE), 4.9.

Noch ein Monat bis zur WikiCon[Bearbeiten]

Zur WikiCon 2014 im KOMED im Mediapark Köln vom 3. bis zum 5. Oktober wird es großzügige Freiflächen und Social Areas geben, die genutzt und gestaltet werden können. WMDE unterstützt die Angebote mit Technik und sonstiger Ausstattung, wenn das Konzept bis um 15. September eingereicht wird. Wer eine Idee/ein Konzept für einen Bereich, sei es eine Plauderecke, ein Poster, eine Ausstellung oder ein betreuter Stand, eine Audio-Vorstellung hat, findet auf dieser Seite alle wichtigen Infos. Bis zum 10. September sammeln wir auch noch Feedback zu den eingereichten Programmvorschlägen. H. (für das WikiCon-Orgateam), 3.9.

Themen für den Förderrichtlinienworkshop[Bearbeiten]

Am Wochenende (6.&7. September) findet in Berlin der nächste Workshop zur Weiterentwicklung der Förderrichtlinien für die Unterstützung von Wikimedia-Aktiven durch das Team Communitys bei Wikimedia Deutschland statt. Grundlage sind die Erfahrungen, die seit Mai gesammelt und diskutiert worden sind. Auf der Seite mit einer Umfrage zu den Themen des Workshop kannst Du Deine Fragen und Erfahrungen dazu mit in den Workshop geben. sebaso_wmde, 1.9.

Betrügereien bei Geldüberweisungen[Bearbeiten]

Ich schreibe hier prophylaktisch eine Warnung aus: Es kann sein, dass Wikimedia-Benutzer eine E-Mail von einem Kollegen bekommen, dass er im Ausland in der (deutschen) Botschaft festsitzt, weil ihm sämtliche Dokumente und Gelder abhanden gekommen sein sollen. Er wird Euch bitten, 1000 Euro mit einer Schnellüberweisung per Western Union zu schicken, damit er die Hotelrechnung und den Rückflug zahlen kann. Solltet Ihr mit Western Union nicht einverstanden sein, geht zur Not auch Paypal.

Bitte beachtet, dass es sich hierbei mit großer Sicherheit um einen Betrug handelt, wo sich der Verbrecher unerlaubterweise Zugriff auf den E-Mail-Account verschafft hat. ORF bietet für solche Fälle einen guten Bericht.

Seid daher bitte kritisch im Umgang mit eurem AGF! H&M, 1. September 2014