Wikipedia:Richtlinien Chemie

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Richtlinien für Artikel im Bereich der Chemie

Diese Seite soll eine Hilfestellung für Autoren von Chemie-Artikeln sein, für Entscheidungen, welchen Synonymen, Abkürzungen, Lemmata etc. der Vorzug gegeben werden soll.

Den allgemeinen Aufbau eines Artikels entnehme man den Formatvorlagen für chemische Elemente oder für Chemikalien.

Alle Autoren von Artikeln zur Chemie und verwandter Bereiche sind herzlich eingeladen, die Redaktionsdiskussion mitzuverfolgen und an ihr teilzunehmen!

Für weitere Fragen steht die Redaktion Chemie zur Verfügung.

Relevanzkriterien für Chemie-Artikel[Bearbeiten]

  • Es gibt keine konkreten Relevanzkriterien für Chemikalien. Über jede Substanz, für die Daten (z. B. CAS-Nr., Beilstein-Eintrag, ...) vorhanden sind, darf ein Artikel angelegt werden. Es sollte aber bedacht werden, ob es nicht sinnvoller ist, einen Sammelartikel etwa über eine Stoffklasse anzulegen, anstatt zu einzelnen Artikeln. Auch müssen Substanzartikel einen gewissen Mindestumfang haben: eine Infobox alleine macht noch keinen Artikel und auch Stubs der Form „XYZ ist eine chemische Verbindung.“ werden gelöscht. In solch einem Fall ist es besser, den fehlenden Artikel in die Liste der fehlenden Artikel einzutragen.
Diskussionshinweis: Bedeutsamkeit von Substanzen
  • Eine Ausnahme in den Chemikalien-Relevanzkriterien sind Artikel über Stoffe, die sich nur durch den Gehalt an enthaltenem Kristallwasser voneinander unterscheiden. Für diese ist kein eigener Artikel sinnvoll. Alle Stoffe, die sich nur im enthaltenen Kristallwasser und nicht in der übrigen chemischen Zusammensetzung unterscheiden, sind in einem Artikel zu behandeln. Das Lemma ist dabei nach der kristallwasserfreien Substanz zu wählen. Bsp.: Kupfer(II)-chlorid und Kupfer(II)-chlorid-Dihydrat sind gemeinsam im Artikel Kupfer(II)-chlorid abzuhandeln.
Diskussionshinweis: Kristallwasserhaltige Substanzen
  • Isotope – Ausnahme sind die besonders wichtigen Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium – erhalten keine eigenen Artikel, diese werden in den Artikeln zu den entsprechenden Elementen und der Liste der Isotope behandelt. Gibt es für einzelne Isotope wichtige Anwendungen, so erhalten diese eigene Artikel (bsp. Radiokohlenstoffdatierung).
Diskussionshinweis: Löschdiskussion Cobalt-60 (14. Februar 2009)

Namenskonventionen für Chemie-Artikel[Bearbeiten]

  • Die Wikipedia:Namenskonventionen gelten auch im Chemiebereich. Für Lemmata mit kleingeschriebenem Lemmaanfang wird die Parserfunktion {{DISPLAYTITLE}} bzw. {{SORTIERUNG}} verwendet.
  • In Lemmata werden in der Regel die deutschen Stoffnamen und Begriffe verwendet. Bsp.: Adenosin statt engl. Adenosine.
    • Ausnahmen davon sind, wenn es keinen deutschen Begriff gibt oder der englische Begriff auch in der deutschen Fachsprache weitaus gängiger ist als der deutsche. Bsp.: Plasma Thromboplastin Antecedent
  • Für Stoffartikel gilt generell: Artikel über einzelne chemische Verbindungen werden unter dem Singularlemma geführt, solche über Stoffgruppen unter dem Plurallemma. Bsp.: Ethan, aber Alkane. (Siehe auch: Wikipedia:Namenskonventionen)
    • Einzelne Ionen entsprechen Stoffgruppen, das Lemma ist daher im Plural zu setzen. Bsp.: Carbonate
  • Die Schreibweise im Lemma wird auch im Artikel verwendet. Nach Erklärung können im Artikel auch Abkürzungen für Chemikalien verwendet werden.

Systematischer Name vs. Trivialname[Bearbeiten]

  • Maßgeblich sind die IUPAC-Regeln zur Nomenklatur von Stoffnamen.
  • Wenn nur ein systematischer Name besteht oder es nur einen alten, nur noch sehr selten verwendeten Trivialnamen gibt, wird der systematische Name verwendet. Bsp.: Ammoniumeisen(II)-sulfat statt Mohrsches Salz.
  • Bei Chemikalien, bei denen sowohl Trivialname, als auch systematischer Name verwendet werden, hat der systematische Name Vorrang. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Trivialname im allgemeinen Sprachgebrauch häufiger gebraucht wird. Dies betrifft beispielsweise Kohlenstoffdioxid, das als Lemma Kohlendioxid vorzuziehen ist.
  • Ist ein systematischer Name sehr ungebräuchlich und wird praktisch nicht verwendet, wird der Trivialname als Lemma gewählt. Bsp.: Wasser statt Dihydrogenmonoxid, Aceton statt Propanon. Dies trifft häufig auch bei komplexeren Molekülen zu. Bsp.: Purin statt 7H-Imidazol[4,5-d]pyrimidin.
Diskussionshinweis: Vorschlag für eine Regelung bei den Lemmata von chemischen Substanzen (04/2007)
  • Alternative Bezeichnungen sollten in der Chemobox aufgeführt werden, die gebräuchlichsten zusätzlich auch in der Einleitung des Artikels. Weiterleitungen für alternative Bezeichnungen, seien es Trivial- oder systematische Namen, sind einzurichten.
  • Bei mehreren alternativen Namen gilt: Diese in der Chemobox nicht mit Kommas getrennt, sondern als Aufzählung untereinander auflisten. Das hilft der Verwechslungsgefahr vorzubeugen.
Diskussionshinweis: einheitliches Erscheinungsbild von Chemikalien-Artikeln (07/2007)
  • Wenn das Lemma eines Substanzartikels nicht dem IUPAC-Namen entspricht, soll dieser unter "andere Namen" aufgeführt werden und in Klammern mit (IUPAC) gekennzeichnet werden.
Diskussionshinweis: Nennung des IUPAC-Namens in Chemikalien-Artikeln (12/2009)

Sonderregeln für Peptide und Proteine[Bearbeiten]

Der Lemmaname entspricht der häufigsten Schreibung in dtspr. Büchern. Sind nur wenige Fälle der Verwendung bekannt, oder gibt es keinen klaren Favoriten, soll der englspr. Hauptname in der Proteindatenbank UniProt wörtlich ins Deutsche übertragen werden. Dieser Hauptname entspricht den Nomenklatur-Regeln der IUBMB und der Proteindatenbanken. Die Verwendung von Unicode ist erlaubt. Außerdem gilt abweichend von der Rechtschreibung:

Wann wird die Proteinbox anstatt der Chemobox verwendet? Kurz: bei allen natürlich vorkommenden Proteinen und bei Arzneistoffen, die natürlichen Peptiden und Proteinen entsprechen -- generell aber bei mehr als neun Aminosäuren. Für die Verwendung von 3D-Modellen als Grafik in der Proteinbox siehe WP:WEIS#3D Modelle von Biopolymeren (Proteine).

Fachsprache vs. Standardsprache[Bearbeiten]

  • In überwiegend chemisch ausgerichteten Artikeln werden nicht die standardsprachlichen, sondern die in der deutschsprachigen chemischen Fachliteratur gängigen Schreibweisen verwendet. Es wäre inkonsequent, in Artikeln mit fachbezogenem Inhalt standardsprachliche Schreibweisen zu verwenden.
  • Für die standardsprachlichen Schreibweisen müssen Weiterleitungen eingerichtet werden, und es empfiehlt sich, die wichtigsten Schreibweisen im Definitionsteil des Artikels anzuführen, wobei die Nebenformen in Klammern geschrieben werden:
„Die Glucose (auch Glukose geschrieben) …“
Cobalt (fachsprachlich; standardsprachlich Kobalt) …“

Beispiele[Bearbeiten]

  • Die Namen der Elemente Silicium, Calcium, Zirconium, Cobalt, Cadmium und Caesium werden mit c anstatt z oder k geschrieben. Damit wird den Empfehlungen der IUPAC entsprochen. Der Artikel selbst wird entsprechend umgeschrieben, abweichende Schreibweisen in der Einleitung erwähnt. Darauf verweisende Links werden gesichtet, ggfs. überarbeitet, zumindest aber durch eine Weiterleitung abgefangen. Bei Chemikalien, die eines dieser Elemente im Namen enthalten, ist entsprechend vorzugehen.
  • Diese Regelungen gelten nicht nur für Elemente, sondern auch für andere Chemikalien (z. B. Glucose) und allgemeine Bezeichnungen (z. B. die Vorsilbe cyclo-) in der Chemie, bei denen die Möglichkeit mehrerer Schreibweisen besteht.
  • „Gemischte“ Schreibweisen (Kalcium, Calzium, Kadmiumcarbonat, Cadmiumkarbonat etc.) entsprechen weder einer eingedeutschten noch einer wissenschaftlichen Schreibweise und sind als inkonsequent abzulehnen.
Diskussionshinweise: Silizium vs. Silicium (09/2006), „Kobalt vs. Cobalt“ oder „Die ewige Diskussion“ (02/2007)
  • Als Abkürzungen werden engl. DNA und RNA statt deutsch DNS und RNS verwendet, während ausgeschrieben Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure verwendet wird.
  • Regel für Silicate/Silikate: Da in der Mineralogie überwiegend die Schreibweise "Silikate" verwendet wird, soll auch in Wikipedia-Artikeln zu Mineralen oder Mineralogie-Themen diese Schreibweise verwendet werden. In Artikeln mit eindeutig chemischem Bezug (etwa chemische Verbindungen) soll dagegen "Silicate" verwendet werden.

Sonderzeichen und Kleinbuchstaben am Wortanfang[Bearbeiten]

Stichwörter, die mit Sonderzeichen, wie etwa griechischen Buchstaben beginnen (bspw. γ-Terpinen) sind unter Lemmata, die auch diese Sonderzeichen enthalten, zu führen. Zusätzlich sind Weiterleitungen einzurichten (hier bspw. gamma-Terpinen), so dass der Artikel auch ohne Eingabe von Sonderzeichen leicht zu finden ist. Zur Eingabe von Sonderzeichen siehe Hilfe:Sonderzeichen.

Für Stichwörter, die mit Kleinbuchstaben beginnen, wird die Vorlage {{DISPLAYTITLE:WUNSCHLEMMA}} am Beginn des Artikel eingesetzt (Beipiel ist hierfür ebenfalls γ-Terpinen).

Benennung von Isomeren[Bearbeiten]

Isomere können entweder in der cis/trans- oder E/Z-Nomenklatur benannt werden. In der Wikipedia sollte, wenn eindeutig, die cis/trans-Nomenklatur verwendet werden. Nur bei höher substituierten Olefinen, bei denen cis/trans nicht eindeutig ist, muss die E/Z-Nomenklatur verwendet werden. Dies steht in Einklang mit den derzeit gültigen Nomenklaturempfehlungen der IUPAC (vgl. D. Hellwinkel: Die systematische Nomenklatur der organischen Chemie, 5. Auflage, Springer, 2005, S. 188, ISBN 3-540-26411-6.)

Diskussionshinweis: E/Z- vs. cis/trans-Nomenklatur (02/2009)

Brechungsindex vs. Brechzahl[Bearbeiten]

In Chemie-Artikeln wird der in der Chemie übliche Ausdruck Brechungsindex verwendet. Dies ist unabhängig von der Verwendung in anderen Bereichen, z. B. den Ingenieurwissenschaften, in denen Brechzahl üblicherweise verwendet wird und vom Artikel Brechungsindex.

Diskussionshinweis: Brechungsindex? Brechzahl? (10/2007)

Schmelz- und Siedepunkt[Bearbeiten]

Den Begriffen Schmelzpunkt (Smp) und Siedepunkt (Sdp) ist der Vorzug zu geben. Festpunkt (Fp oder F., eigentlich Fusionspunkt), und Kochpunkt (Kp) sind veraltete Nebenformen. Genau genommen sollte der Wortteil „-punkt“ durch „-temperatur“ ersetzt werden: Schmelztemperatur (Tm oder θm von engl. melting temperature) und Siedetemperatur (Tb oder θb von engl. boiling temperature) T bezieht sich auf Kelvin-Temperaturen, θ auf Celsius-Temperaturen.

Metallverbindungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen[Bearbeiten]

Kann ein Metall mit einem anderen Element Verbindungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen bilden, werden diese gemäß der Anorganik-Nomenklatur durch Angabe der Oxidationsstufe in römischen Ziffern in Klammern hinter dem Metall, gefolgt von einem Bindestrich und dem anderen kleingeschriebenen Verbindungspartner geschrieben (Beispiel Nickel(II)-oxid, Nickel(III)-oxid). Das Lemma ohne Oxidationszahl wird durch eine BKL belegt, die auf die verschiedenen Stoffe verweist (Beispiel Nickeloxid). Ist nur eine Oxidationsstufe bekannt, entfällt diese Angabe (Beispiel Natriumchlorid).

Ausnahme sind Verbindungen, bei denen eine Oxidationsstufe bei weitem dominiert (alle weiteren sind bsp. sehr instabil oder nur in der Gasphase bekannt). Dann wird die dominierende Spezies ohne Oxidationsstufen-Angabe geschrieben, auf andere kann mit einer BKL Typ 2 oder einem Abschnitt „Weitere Verbindungen“ verwiesen werden (Beispiel Aluminiumoxid).

Diskussionshinweis: Salze, bei denen eine Oxidationsstufe überwiegt (12/2010)
Diskussionshinweis: Uran(VI)-fluorid (7/2013)
Artikelhinweis: Mehrere Oxidationsstufen des elektropositiven Partners (9. Juni 2013)

Einheiten[Bearbeiten]

Es sollen stets die Einheiten des Internationalen Einheitensystems (siehe dazu ISO 31, 100 und DIN 1301) oder gebräuchliche Nicht-SI-Einheiten verwendet werden. Ausnahmen sind Bereiche, in denen diese Einheiten sehr ungebräuchlich sind und stattdessen eine (meist ältere) alternative Einheit verwendet wird. Ein Beispiel ist das Dalton, das in der Biochemie anstatt der atomaren Masseneinheit (u) verwendet wird.

Diskussionshinweis: Dalton vs. u (08/2009)

Typografische Darstellung[Bearbeiten]

Einheiten sind nicht kursiv anzugeben und sollen dem Schema g·l−1 entsprechen. Angaben wie g·L−1, g/l oder g/L sind zu vermeiden.

Dichte[Bearbeiten]

Die für die Dichte seit 1954 geltende SI-Einheit lautet kg·m−3. Aus Gründen der Handlichkeit sollten die Vorsätze der Einheit derart gewählt werden, dass sich ein Wert zwischen 0,1 und 1.000 ergibt. Bei Chemikalien bietet sich in den meisten Fällen g·cm−3 an. Dabei ist der Umrechnungsfaktor zu beachten: Zwischen g·cm−3 und kg·m−3 liegt er bei 1.000.

Da die Dichte temperaturabhängig ist, soll zur Dichteangabe der entsprechende Temperaturwert als Klammerausdruck beigefügt werden. Beispiel: 1,234 g·cm−3 (20 °C)

Diese Richtlinien gelten nur für Chemikalien, in anderen Fachgebieten, wie zum Beispiel der Werkstofftechnik, sind andere Konventionen gültig. In Überlappungsbereichen wird je nach Einzelfall entschieden.

Diskussionshinweis: Welche Einheit für die Dichte? (09/2006), Temperaturangabe (04/2010)

Dichteangabe bei Feststoffen[Bearbeiten]

  • Mit der in der Infobox Chemikalie angegebenen Dichte ist stets die Feststoffdichte gemeint.
  • Die Quellenpflicht obliegt dem Autor. Andere Dichtewerte (z. B. Schüttdichte) sind in die Tabelle einzuarbeiten und eindeutig als solche zu kennzeichnen, indem beispielsweise ein Index geschrieben wird: DichteSchütte
Diskussionshinweise: Dichte von Substanzen (09/2006), Schüttdichte (02/2007)

Gefahrstoffkennzeichnung[Bearbeiten]

In den Boxen für Chemikalien und Elemente gibt es zwei kleine Blöcke zur Gefahrstoffkennzeichnung, weil für Stoffe bis 1. Dezember 2012 übergangsweise zwei Bestimmungen galten, die beide in der EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) stehen: Der erste Block enthält die Kennzeichnung nach dem neuen (Global harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) und der zweite Block nach EU-Recht gemäß der bisherigen RL 67/548/EWG. Diese Bestimmungen gelten für sämtliche gefährlichen Chemikalien; für einen Teilbestand davon hat jedoch die EU die Kennzeichnung explizit vorgeschrieben und in der CLP-Verordnung gelistet, und zwar sowohl mit der neuen GHS-Kennzeichnung als auch mit der bisherigen EU-Kennzeichnung (mit identischem Stoffbestand). Für diese "gelisteten" Stoffe und für die "nicht gelisteten" Stoffe gelten in den beiden Blöcken die folgenden Besonderheiten. (Anmerkung: "Gemische" - früher "Zubereitungen" genannt - dürfen bis zum 1. Juni 2015 nach dem "alten" Recht gekennzeichnet werden; dies wird in den Artikeln mit einer Fußnote zum Ausdruck gebracht.)

Gefahrstoffkennzeichnung für die in der CLP gelisteten und nicht gelisteten Stoffe[Bearbeiten]

Ist ein Stoff in der EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, wird die Vorlage:CLP in der Form

  • | Quelle GHS-Kz = {{CLP|CAS=7647-01-0|ZVG=1050}}

verwendet (darin ist die CAS-Nummer und die ZVG-Nummer einzusetzen, in diesem Beispiel für Salzäure).

Ist eine Chemikalie in der CLP nicht namentlich aufgeführt, fällt jedoch unter einen dort aufgeführten "Sammelbegriff" (z. B. "Organische Quecksilberverbindungen"; Beispiel Thiomersal), so ist die Vorlage in der Form

  • | Quelle GHS-Kz = {{CLP|Sammelbegriff=Bleiverbindungen|ZVG=82810|Datum=31. März 2011}}

zu verwenden.

Ist ein Stoff nicht in der CLP gelistet, wird aber von Herstellern oder Inverkehrbringern als Gefahrstoff eingestuft, so wird eine Quellenangabe in der üblichen Form

  • | Quelle GHS-Kz = <ref> ... </ref>

verwendet.

Was mache ich bei unterschiedlichen Gefahrstoffdaten aus verschiedenen Quellen?[Bearbeiten]

  • Ist eine Chemikalie in der EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, hat die dort enthaltene Kennzeichnung Vorrang.
  • Gefahrenpiktogramme, H- und P-Sätze sowie Gefahrensymbole, R- und S-Sätze sollen nur aus zuverlässigen Quellen – möglichst deutscher oder europäischer Herkunft (Gefahrstoffrecht) – übernommen werden. WP:QA ist zu beachten! Unterschiedliche Gefahrenpiktogramme, H- und P-Sätze bzw. Gefahrensymbole, R- und S-Sätze aus verschiedenen Quellen dürfen nicht subsummiert werden.
  • Angaben aus Datensammlungen auf privat angelegten Internetseiten können fehlerbehaftet, unvollständig, veraltet oder sogar vom Betreiber solcher Seiten selbst den Substanzen zugeordnet worden sein. Solche Sammlungen sollten nach Möglichkeit nicht verwendet werden: besser keine Daten, als unzuverlässige, unbelegte oder zweifelhafte Daten!
  • Zuverlässige Quellen sind z. B. die IFA-GESTIS-Gefahrstoffdatenbank und Sicherheitsdatenblätter deutscher Chemikalienhersteller (z. B. Merck, Carl Roth). Ebenfalls recht zuverlässig sind die Angaben von Sigma-Aldrich. Andere Quellen, wie Sicherheitsdatenblätter der Fa. Acros oder amerikanischer Herkunft sind häufig unzuverlässig bzw. enthalten keine GHS-Kennzeichnung und sollten möglichst nicht verwendet werden. Wird die IFA-GESTIS-Datenbank als Quelle herangezogen, so sollte die Vorlage:GESTIS zum Einbinden der Quelle verwendet werden, da so das korrekte Datenblatt angezeigt wird. Dabei sollte IFA-GESTIS (falls dort Daten verfügbar sind) vorrangig verwendet werden. Widersprechen sich die Angaben von IFA-GESTIS und anderen zuverlässigen Quellen stark, so kann man im Gästebuch von IFA-GESTIS eine entsprechende Nachfrage einstellen.

Keine Kennzeichnung aus zuverlässigen Quellen verfügbar[Bearbeiten]

Ist für eine Chemikalie keine Kennzeichnung aus zuverlässiger Quelle zu finden, ist folgendes einzufügen:

  • | Quelle GHS-Kz = NV
  • | GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme|/}}
  • | GHS-Signalwort =
  • | H = {{H-Sätze|/}}
  • | EUH = {{EUH-Sätze|/}}
  • | P = {{P-Sätze|/}}

bzw.

  • | Quelle GefStKz = NV
  • | Gefahrensymbole = {{Gefahrensymbole|/}}
  • | R = {{R-Sätze|/}}
  • | S = {{S-Sätze|/}}

Daraufhin wird folgender Text als Einzelnachweis angezeigt: In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.

Gefahrensymbole mit und ohne Bild[Bearbeiten]

Gemäß einem Kompromiss zwischen den Redaktionen Chemie und Medizin werden bei Arzneistoffen die Gefahrensymbole ohne Bild (Vorlage:Gefahrensymbole-klein) gesetzt, bei allen anderen Chemikalien und Elementen mit Bild (Vorlage:Gefahrensymbole). Das wird durch den ATC-Code automatisch bewirkt. Analog wird die Vorlage:GHS-Piktogramme-klein gesetzt, mit der verkleinerte Gefahrenpiktogramme erzeugt werden.

Diskussionshinweis: Verständigung über gemeinsame Infobox (Oktober-Dezember 2007)

GHS-Kennzeichnung[Bearbeiten]

Für die Kennzeichnung nach dem Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien gilt analog zur Darstellung nach dem zuvor gültigen EU-System:

  • Bei Elementen und Verbindungen, die in der EU-Verordnung 1272/2008 (CLP) aufgeführt sind, wird dies in der Kopfzeile angegeben;
  • dies erfolgt durch die Verwendung der Vorlage:CLP automatisch, die auch mit der für diese Stoffe zuständigen Quelle ESIS als Einzelnachweis verlinkt. Es handelt sich dabei um den gleichen Stoffbestand, den der Gesetzgeber bereits bei der EU-Kennzeichnung vorgeschrieben hat.
  • Quellen:
    • Die EU-Verordnung 1272/2007 (CLP) ist hier online abrufbar;
    • die 1. Anpassung dazu hier;
    • 2. Anpassung hier;
    • 3. Anpassung hier
    • 4. Anpassung (ab 1. Dezember 2014, hier)
    • 5. Anpassung (ab 1. Januar 2015, hier)
    • mit weiteren Anpassungen ist in unregelmäßigen Abständen zu rechnen.
  • Ist ein Stoff nicht in der Verordnung oder einer der nachfolgenden Anpassungen aufgeführt, müssen andere als zuverlässig geltende Quellen wie die Gestis-Datenbank oder Sicherheitsdatenblätter deutscher Chemikalienhersteller verwendet werden; sonstige Quellen sollten nicht oder nur nach Rücksprache mit der Redaktion Chemie verwendet werden.
  • Für die Quellenangabe unter "Quelle GHS-Kz" sind außer mit der Vorlage:CLP stets <ref>-Tags notwendig.
  • Aus den Quellen zu den Chemikalien werden die Angaben zur „Kennzeichnung“ (Labelling) entnommen, nicht die ebenfalls dort angegebenen „Einstufungen“ (Classification).
  • Stehen bei einem vom Gesetzgeber eingestuften Stoff (Quelle ESIS) Zusatzbuchstaben bei H350, H360, H361, EUH201, EUH209, so werden diese mit übernommen; das sind offizielle Varianten dieser Sätze (die sind auch in der Liste der H- und P-Sätze mit aufgeführt).
  • Stehen in einem als Quelle verwendeten Sicherheitsdatenblatt darüber hinaus bei H/EUH/P-Sätzen mit auszufüllenden Lücken irgendwelche Zusatzbuchstaben oder Unternummern (z. B. „H370.2“), so werden diese nicht mit übernommen; das sind firmeninterne Kürzel für solche Einfügungen.
  • P-Sätze sind in der EU-Verordnung nicht angegeben, sie benötigen daher stets eine eigene Quellenangabe, etwa ein Datenblatt. Für die Quellenangabe zu P-Sätzen steht der Parameter "Quelle P" zur Verfügung.
  • Für Elemente und Stoffe (= einheitliche Verbindungen) gilt die GHS-Kennzeichnung seit dem 1. Dezember 2010; für – in WP nicht oder kaum vorkommende – Gemische (früher Zubereitungen genannt) ab 1. Juni 2015. So lange soll die EU-Kennzeichnung noch in den Info-Boxen stehen bleiben, weil sie Lesern als Informationsbasis für die Kennzeichnung von Gemischen dienen können, die den betreffenden Stoff enthalten.

Gehaltsgrößen[Bearbeiten]

→ Genaueres über Gehaltsgrößen findet man unter Wikipedia:Richtlinien Chemie/Gehaltsgrößen.

  • Eine Gehaltsgröße ist eine intensive, d. h. nicht von der Menge einer Stoffportion abhängige Größe, die eine quantitative Aussage macht über den Gehalt einer Komponente in einer aus mehreren Komponenten zusammengesetzten Mischphase (Lösung, Gasgemisch, Legierung, Mischkristall, chemische Verbindung).
  • Gehaltsgrößen können mit den Mengengrößen Masse m, Stoffmenge n oder Volumen V durch Größengleichungen definiert werden. Diese Definitionsgleichungen müssen eindeutig formuliert sein, um Missverständnisse und Unklarheiten zu vermeiden.
  • Die Verwendung der Gehaltsgrößen ist in Regelwerken und Gesetzen festgelegt, die sich in manchen Punkten unterscheiden können:
DIN 1310
ISO 31.14
SI
IUPAC

Reaktionsgleichungen[Bearbeiten]

Reaktionsgleichungen sind bevorzugt in TeX zu formatieren. In der Wikipedia ist dies möglich, indem man den zu formatierenden Bereich mit <math>...</math> einrahmt. Ausführliche Anweisungen zur Benutzung von TeX gibt es hier und auf der TeX-Hilfeseite.

Ist bei komplizierteren (meist organischen) Reaktionsgleichungen keine Formatierung mit TeX mehr sinnvoll, wird ein nach WP:WEIS gestaltetes Formel-Bild eingefügt. Dieses wird mit [[Datei:Dateiname.svg|rahmenlos|hochkant=3.5|links|Beschreibung]] in den Text eingefügt. Der bei hochkant anzugebende Faktor soll so gewählt werden, dass die in der Buchstabengröße in der Abbildung etwa der im Fließtext entspricht. Die dargestellte Breite soll 700 px nicht übersteigen, feste Angaben von Bildgrößen (als px) sind außerhalb von Boxen und Tabellen aber zu vermeiden (siehe dazu auch Hilfe:Bilder skalieren).

Diskussionshinweis: Breite der Grafiken von Reaktionsschemata (06/2010)

Formatierung[Bearbeiten]

→ Detaillierte Angaben zur Formatierung von Reaktionsgleichungen mit Beispielen finden sich unter Wikipedia:Richtlinien Chemie/Reaktionsgleichungen.

Chemische Formeln sind einzurücken. Dadurch heben sie sich vom Fließtext ab und sie stehen auch ohne doppelten Absatz in einer neuen Zeile. Die stöchiometrischen Koeffizienten (die Zahlen, die die Stoffverhältnisse angeben) sind von der jeweiligen Summenformel durch einen einfachen \ zu trennen. Bei Bedarf kann die Reaktionsgleichung ausformuliert werden. Der jeweilige Text wird ebenfalls eingerückt und klein (:<small>...</small>) unter die jeweilige Formel geschrieben. Wenn hilfreich und noch nicht anderweitig verlinkt, können auch Wikilinks verwendet werden.

Strukturformeln[Bearbeiten]

→ Genauere Angaben und Hinweise zur Erstellung von Strukturformeln finden sich unter Wikipedia:Wie erstelle ich Strukturformeln?.

anorganische Salze[Bearbeiten]

  • Als Strukturformel bei anorganischen Salzen ist in der Infobox Chemikalie die Elementarzelle einzusetzen. Mit dem Parameter Kristallstruktur = Ja soll dann die Überschrift entsprechend angepasst werden. Ausnahme sind Salze mit komplexen Ionen (wie z.B. Ammonium, Sulfat, organische Ionen), bei denen Strukturbilder von Anion und Kation in die Box gesetzt werden.
Diskussionshinweis: Strukturformel nicht vorhanden (10/2006)

organische Verbindungen[Bearbeiten]

  • Generell sollten Strukturformeln schwarz/weiß gehalten werden, vor allem in der Infobox Chemikalie.
  • Farbige Atome in Strukturformeln sind nur zu verwenden, wenn es zur Hervorhebung eines Sachverhalts notwendig ist.
Diskussionshinweis: Strukturformel Koffein (11/2006)
  • In der Infobox sollte die Strukturformel nur die generellen Verknüpfungen zwischen den Atomen wiedergeben. Exakte geometrische oder elektronische Daten (Bindungslängen, Winkel, Ladungsdichten, Orbitalkoeffizenten o. ä.) können, falls dies zum Verständnis der Substanz und ihrer Eigenschaften beiträgt, im Text mit einer entsprechend beschrifteten Formel erläutert werden.
  • Vereinfachungen in Strukturformeln sollten nur dann Anwendung finden, wenn dies der Übersichtlichkeit dient. Das „Weglassen“ von Atomen (insbesondere Wasserstoff) oder Gruppen sollte sich auf Stellen beschränken, wo keine Verwechslungsgefahr besteht und die Bindungssituation eindeutig ist.
  • Allgemein ist es üblich, H-Atome an Heteroatomen und an Aldehydgruppen explizit anzuführen.
  • Methylgruppen – auch an den Enden von Alkylketten – sollten als Atomgruppe (–CH3) angeführt werden. Die Darstellung von Methylgruppen als einfachen Strich, der „leer“ endet, ist nur erwünscht, wenn die Struktur sonst überladen und unübersichtlich wirkt.
  • Atome in Strukturformeln sollen im Allgemeinen nicht durchnummeriert werden. Ausnahmen davon gibt es nur, wenn es das vorrangige Ziel ist, die Nomenklatur zu erklären. Dann müssen die Zahlen wegen der Verwechslungsgefahr mit Indizes (z. B. O2 entweder 2. O-Atom oder zwei O-Atome) farblich hervorgehoben werden.
  • freie Elektronenpaare sollen als Strich und nicht in Form zweier Punkte geschrieben werden.
  • Isomere: Existieren von einer Verbindung mehrere Isomere, so soll in der Box lediglich eine „flache“ Strukturformel ohne Darstellung der stereochemischen Informationen gezeigt werden. Ausnahmen von dieser Regel sind möglich, wenn einem Isomer eine besondere Bedeutung zukommt – beispielsweise durch den Einsatz als isomerenreiner Wirkstoff oder das überwiegende Vorkommen in der Natur. Eine Kennzeichnung der Stereozentren innerhalb der Strukturformel in der Box soll nicht erfolgen. Auf die möglichen unterschiedlichen Stereoisomere soll in einem eigenen Kapitel im Text eingegangen werden. Dort sind stereochemisch exakte Abbbildungen, die Beschreibung der unterschiedlichen Namen, physikalischen Eigenschaften, biologischen Wirkungen und unterschiedlichen Vorkommen erwünscht. Auf dieses Kapitel kann aus der Box heraus etwa durch folgenden Eintrag verlinkt werden: Strukturhinweis = Abbildung ohne [[Lemma#Abschnitt|Stereochemie]]. Sind nur wenige Isomere oder darzustellende Daten vorhanden, können diese auch in die Box eingearbeitet werden, dann ist aber mit einem Klammerzusatz dafür zu sorgen, dass klargestellt ist, ob sich die jeweilige Angabe auf ein bestimmtes Isomer oder beispielsweise das racemische Gemisch bezieht.
Diskussionshinweis: Darstellung von Racematen in der Infobox (12/2010)

Kalottenmodelle[Bearbeiten]

  • In der Infobox Chemikalie soll kein Kalottenmodell eingefügt werden.
  • Ist eine Erklärung stereochemischer Besonderheiten an einem Kalotten- oder Stabmodell sinnvoll, ist dies im Text mit Erklärung einzufügen
Diskussionshinweis: Kalottenmodelle in Chemikalienartikeln (07/2007)

Zahlen und Dezimaltrennzeichen[Bearbeiten]

Auch im Bereich der Chemie richte man sich nach Wikipedia:Schreibweise von Zahlen.

Kategorisierung[Bearbeiten]

Für die Kategorisierung von Chemikalien gilt:

Diskussionshinweis: Kategorien in Arzneistoff-Artikel (03/08)
Diskussionshinweis: Redaktionstreffen Paderborn: Kategorisierung
  • Bei Substanzen mit verschiedenen Isomeren werden – als Beispiele die Isomere 1,1-Diiodethan und 1,2-Diiodethan – die Lemmata über {{SORTIERUNG:Diiodethan11}} bzw. {{SORTIERUNG:Diiodethan12}} in den Kategorien primär nach dem Namen (Diiodethan) und sekundär nach den Substituentenpositionen (11 bzw. 12) sortiert. Dies geschieht analog bei Verbindungen, die mit alpha-/beta-, cis-/trans-, tert- etc. beginnen, wobei die Präfixe immer nach dem Verbindungsnamen eingetragen werden:
    tert-Butanol {{SORTIERUNG:Butanoltert}}, cis-Atracurium {{SORTIERUNG:Atracuriumcis}}.
Diskussionshinweis: Sortierung in Kategorien (09/10)
  • In Kategorien zu organischen Teilstrukturen ist es ausdrücklich erwünscht, dass in der Kategorie ein Strukturbild der jeweiligen Teilstruktur angegeben wird, damit die Kategorisierung erleichtert wird (Beispiel: Kategorie:Azetidin). Hierfür kann die {{Vorlage:Strukturgrafik Stoffgruppe}} genutzt werden.

Für die Kategorisierung sonstiger Lemmata siehe auch Kategorienbaum Chemie.

Spezielle Typographie[Bearbeiten]

Die Typographie in Substanznamen folgt den Empfehlungen der IUPAC. Erläuterungen dazu finden sich auch in den Artikeln Deskriptor (Chemie) und Lokant.

  • Elementsymbole in chemischen Stoffnamen werden kursiv gesetzt. Bsp.: N-Methylformamid, 4H-Chromen. Das trifft aber nicht auf andere Wörter zu, die Elementsymbole enthalten, wie N-glycosidisch oder C-H-Azidität.
  • Stereochemische und Konfigurationsdeskriptoren werden kursiv gesetzt: Bsp.: cis-, (E)-, (S)-, o-, m-, p-, meso-, tert-, exo-, threo-, iso-, cyclo- (nicht dazu gehören α, β, γ etc.)
    • Ausnahmen sind die Vorsilben Cyclo-, Iso-, Neo- und Spiro-, wenn sie Bestandteil des Stoffnamens sind, wie in Cyclopentan oder Isobutylalkohol
    • Die Groß-/Kleinschreibung der Deskriptoren ist unveränderlich, das trifft auch dann zu wenn sie am Satzanfang oder im Titel stehen.
  • Die Deskriptoren D und L für die Konfiguration von Zuckern und Aminosäuren werden mit kleinen Großbuchstaben (Kapitälchen) dargestellt: <small>D</small>-
  • Die Deskriptoren (R), (S), (E), (Z), (+), (−) sowie Kombinationen wie (1S,2R)- werden in Klammern gesetzt, wobei nur die Deskriptoren kursiv gesetzt werden, nicht aber die Lokanten und die Klammern
  • Die Deskriptoren der Verknüpfung polycyclischer Verbindungen werden in eckige Klammern und kursiv gesetzt: Bsp.: Benzo[def]chrysen
  • Das korrekte Zeichen für den Strich in Chemikaliennamen wie 3,3′-Diaminobenzidin oder N,N′-Dicyclohexylcarbodiimid ist das Ableitungs- oder Primzeichen (). Das schließt auch die Bezeichnung in Nukleinsäuren ein.
  • Bei komplexen Ionen, bei denen sowohl Zahlen für die Anzahl Atome und die Ladung wie etwa SO42− am Ende des Ions stehen, werden diese in Übereinstimmung mit den IUPAC-Regeln hintereinander geschieben. Dazu werden die <sub></sub> und <sup></sup>-Tags verwendet. Beispiel: SO<sub>4</sub><sup>2−</sup>
  • Werden in einer chemischen Formel verschiedene organische Reste R genannt, werden diese mit hochgestellten Zahlen durchnummeriert (R1, R2, R3, …)

Sonstiges[Bearbeiten]

Weiterleitungen von Summenformeln auf Artikel[Bearbeiten]

Weiterleitungen von Summenformeln sind nur dann anzulegen, wenn eine eindeutige Zuordnung möglich ist. So kann zum Beispiel eine Weiterleitung von NaCl auf Natriumchlorid angelegt werden, nicht jedoch von C6H6 auf Benzol. Begriffsklärungsseiten (BKL) nur für Summenformeln sollen nicht angelegt werden (etwa C2H6O für Ethanol und Dimethylether), jedoch können Summenformeln in bestehenden BKL erwähnt werden (etwa CoO).

Diskussionshinweis: Formeln als Redirects (02/2007)

Versuchsbeschreibungen[Bearbeiten]

Detaillierte Versuchsbeschreibungen sind in der Wikipedia nicht erwünscht (siehe WP:WWNI, Punkt 9). Insbesondere dürfen in Artikeln zu Chemikalien, chemischen Reaktionen oder ähnlichem nicht stehen:

  • genaue Versuchsaufbauten
  • Anleitungen zum Experimentieren (z. B. „...zuerst gebe ich Stoff X zu, dann rühre ich um und erhitze auf 250 °C...“)
  • konkrete Mengen an Chemikalien für Reaktionen (z. B. „200 ml Salzsäure zugeben“ oder ähnliches)

Für diese Dinge ist Wikibooks das geeignete Projekt.

Erlaubt sind:

  • Reaktionsgleichungen (z. B.: X + Y → XY)
  • allgemeine Reaktionsbedingungen (z. B. Reaktion erfolgt unter sauren Bedingungen)
  • Beschreibung der chemischen Vorgänge bei der Reaktion
Diskussionshinweis: Analytische Rezepturen (04/2007)

Verlinkungen in der Infobox[Bearbeiten]

  • In der Infobox sollen unter „Summenformel“ die Elementbuchstaben nicht mit den dazugehörigen Elementen verlinkt werden. Auch soll es keine Verlinkung der Namensbestandteile eines IUPAC-Names geben. Für diese Links ist die Einleitung des Artikels da.
Diskussionshinweis: Summenformeln bei Chemikalienartikeln (04/2007)

Schreibweise von Isotopen[Bearbeiten]

(Das Isotop 235U ist hier als Beispiel gewählt, für alle anderen gilt dies analog)

Für Isotope ist die Schreibweise 235U zu bevorzugen. Dies gilt sowohl in Formeln als auch für Fließtext. Mögliche Alternativschreibweisen, die u. U. verwendet werden können, sind „Uranisotop 235“ oder „Uran-235“. Nicht verwendet werden sollen andere Schreibweisen wie: Uranisotop 235U, U-235, 235-U, 235-Uran, 235Uran, U235, Uran235, Uran 235U oder Uran 235.

In == Überschriften == ist die Schreibweise "235U" ungeeignet, weil die Zahl viel zu groß dargestellt wird; das wird mit "Uran-235" vermieden.

Die Angabe der Ordnungszahl ist meistens überflüssig und – falls erforderlich – nur mit TeX erzielbar:

{}^{235}_{\ 92} \mathrm {U}
Diskussionshinweis: Schreibweise der Nukleonenzahl (01/2008)

Konstitutionsformeln im Fließtext[Bearbeiten]

Für die Darstellung einer Atombindung im Fließtext, zum Beispiel bei Konstitutionsformeln, wie etwa H2N–CH=CH–COOH, oder Angabe von Resten, wie etwa –CH3, sollte nicht der einfache Bindestrich (-), sondern der Bis-Strich (–) gewählt werden. Dadurch sind Einfach- und Mehrfachbindungen gleichlang und die Formel sticht aus dem umgebenden Fließtext heraus.

Erste-Hilfe-Hinweise[Bearbeiten]

In Artikeln zu Chemikalien sollen keine Anleitungen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen stehen. Diese widersprechen als how-to WP:WWNI.9. Erlaubt und sinnvoll ist es dagegen, in einem Chemikalienartikel mögliche Gegengifte zu nennen, auch eine Erläuterung von Wirkprinzipien des Gegengiftes ist sinnvoll.

Diskussionshinweis: Gesundheitshinweise in Chemikalienartikeln (01/2009)