Wikipedia:Urheberrechtsfragen

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alte URVs[Bearbeiten]

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Ich bin auf einen inaktiven Benutzer gestoßen, der vor Jahren großflächige URVs aus der Deutschen Biographischen Enzyklopädie eingestellt hat, die sich oft bis heute erhalten haben.

Es geht um Benutzer:Thyra.

Beispiele:

Das nur kleine Beispiele, alle unter seinen ersten Artikeln. Ich kann nicht beurteilen, woher die späteren Artikel stammen, die er nicht aus dem DBE kopiert hat. --= (Diskussion) 06:26, 6. Okt. 2014 (CEST)

Uff. Thyra war damals sehr aktiv und hat nicht weniger als 1238 Artikel angelegt. Da könnte einiges an Arbeit auf uns zukommen. Die genannten Beispiele stellen als wörtliche Textübernahmen m.E. in der Tat eindeutige URvs dar. Jemand (oder ein Team) müsste es auf sich nehmen, Thyras Artikel und Ergänzungen allesamt mit der DBE und anderen in Frage kommenden Nachschlagewerken abzugleichen... (ich lösche die Beispiele jetzt noch nicht gleich, hier ist wohl ein systematisches Vorgehen angebracht - Erinnerungen an Wikipedia:DDR-URV werden wach...) - Der Benutzer bzw. wohl die Benutzerin ist seit über 6 Jahren nicht mehr aktiv, eine unbeschränkte Benutzersperre hier aber wohl gleichwohl angebracht, ich werde noch auf WP:AN um Meinungen diesbezüglich bitten... Gestumblindi 20:15, 6. Okt. 2014 (CEST)
Es ist schwer zu beurteilen. Ich vermute eher, dass die späteren Artikel sauberer sind. Bei den paar Artikeln, die ich gecheckt hatte, konnte ich keine grösseren Übernahmen in Google Books finden. Möglich wären natürlich Abschriften aus in Google Books nicht indexierter Literatur. --= (Diskussion) 20:34, 6. Okt. 2014 (CEST)
Wie man den Botnachrichten auf der Benutzerdisk entnehmen kann, hat Thyra wohl auch mehrfache Datei-URVen eingestellt. Ob noch weitere Datei-URven dieses Benutzers existieren, müsste erst überprüft werden (der benutzer hat viele BIlder hochgeladen), das sollte aber die DÜP übernehmen, oder? Grüße, -seko- (Disk) 23:01, 6. Okt. 2014 (CEST)
Ich habe Thyra mal freundlich per E-Mail angefragt zu seinem damaligen Vorgehen. --= (Diskussion) 02:09, 7. Okt. 2014 (CEST)
Man muss sich hier die Frage stellen, ob die einzelnen Texte überhaupt urheberrechtlich schutzfähig sind, siehe Ziffer 3.2.1. in meinem Almanach. Wenn man diese Frage verneint, muss man sich überlegen, ob es bei 1238 Fällen anders aussieht... Gruß, --Gnom (Diskussion) 12:32, 7. Okt. 2014 (CEST)
Das hatte ich mich auch gefragt, aber lies mal den doch sehr ausgeklügelten Text z.B. bei Otto Hintze. Fällt das noch unter „stichwortartig“? --= (Diskussion) 13:18, 7. Okt. 2014 (CEST)
Der lange Hintze-Text ist m.E. eindeutig schutzfähig, weit von einem "stichwortartigen Abriss" entfernt. Hamburger und Heydekampf sind schon deutlich knapper, es handelt sich aber doch um ausformulierte Kurzbiographien, im Falle von Heydekampf auch mit einer bewertenden Einschätzung ("Heydekampf gehörte zu den wichtigsten Wiederbegründern der deutschen Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg"), einen gewissen individuellen Charakter sehe ich da schon. Die Zorn-Ergänzung ist zwar kurz, aber dafür noch individueller formuliert ("in denen er die eigene Krebserkrankung zur schonungslosen Abrechnung mit der schweizerisch-bürgerlichen Umwelt instrumentalisiert" etc.) - daher würde ich sagen: URV, löschen. Gestumblindi 20:10, 7. Okt. 2014 (CEST)
Löschen muss man aber lediglich die alte Version, nachdem man den Text ausreichend umformuliert hat - nicht, dass uns hier reihenweise gute Artikel verloren gehen ;-) Gruß, --Gnom (Diskussion) 21:21, 8. Okt. 2014 (CEST)
Erstmal handelt es sich bei den Beispielen aber schlicht um mutmassliche URVs, die hier so nicht verbleiben können. Wir sollten diese Fassungen/Versionen zeitnah löschen, wenn die Abklärungen abgeschlossen sind (schon etwas gehört, =?) - unabhängig davon, ob dann schon jemand eine umformulierte Fassung eingestellt hat, die bleiben kann. Ich selbst werde das ganz gewiss nicht machen, weil ich die Vorgehensweise "Man nehme einen fremden enzyklopädischen Text, formuliere ihn Satz für Satz etwas um und schon hat man einen Wikipedia-Artikel" für sehr fragwürdig halte. Das mag urheberrechtlich noch in Ordnung gehen (wobei eine geistige Schöpfung m.E. nicht bloss in den genauen Formulierungen, sondern auch im Aufbau einer Darstellung liegen mag - der die "Umformulierer" typischerweise sklavisch folgen), aber es ist keine saubere Arbeitsweise. Wer Artikel aus anderen Nachschlagewerken umformuliert zu Wikipedia-Artikeln macht, ohne die zugrundeliegende Sekundärliteratur zu konsultieren, produziert keine "guten Artikel", sondern Schlamperei. Gestumblindi 21:57, 8. Okt. 2014 (CEST)
Nein, noch keine Antwort von Thyra. --= (Diskussion) 04:16, 9. Okt. 2014 (CEST)

Abschnitt aus dem Archiv geholt, da noch durchaus nicht erledigt. Gestumblindi 23:44, 14. Okt. 2014 (CEST)

CC-Lizenzen vs. Markenrecht[Bearbeiten]

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Von Wikipedia Diskussion:Lizenzvorlagen für Bilder hierher verschoben. @Yellowcard, Ireas, Gnom:

P.S.: Aus meiner (noch recht kurzen) Support-Team-Erfahrung kann ich übrigens berichten, dass erstaunlich viele Firmen bereit sind, ihr Logo frei zu lizensieren, wenn man sie darum bittet. Ich habe da gerade einen Fall mit einem Markenhersteller, der noch in der Schwebe ist – aber wennd as klppt könnte das durchaus eine Ausweichstrategie sein. // Martin K. (Diskussion) 14:59, 6. Mär. 2015 (CET)
Martin, diese Thematik bitte nochmal intern ansprechen. Das Thema ist schwierig und brenzlig; war auf den letzten ST-Workshops regelmäßig Diskussionspunkt. Ich bin mir unschlüssig, ob wir überhaupt freie Lizenzangebote der Firmen annehmen sollten, allein schon, weil sie regelmäßig nichtig ex tunc sein dürften: Dem einzelnen Mitarbeiter ist, selbst wenn er zu einer solchen Freigabe berechtigt ist, häufig nicht klar, was er damit anrichtet und wird von uns auch nicht entsprechend aufgeklärt. Creative Commons rät jedenfalls von der CC-lizenzierung von Unternehmenslogos deutlich ab, das war auch die Aussage von John Weitzmann auf dem vorletzten Workshop (den Vortrag habe ich selbst leider verpasst). Siehe auch hier, oder kurz: Es könnte sein, dass ein Unternehmen allein durch die freie Lizenzierung (Urheberrecht) die markenrechtlichen Ansprüche verliert. Ich habe das Thema vor ein paar Wochen nochmal auf der Mailinglist angesprochen, leider ohne Reaktion, wobei man das gern auch hier onwiki besprechen kann, es ist nämlich grundsätzlich nicht auf das Support-Team beschränkt (sondern betrifft dort eigentlich nur die operative Seite, aber nicht die grundsätzliche Entscheidung zum Vorgehen). Die Unternehmen proaktiv zu einer freien Lizenz zu verleiten, halte ich für einen Fehler, denn hier kämen dem Support-Team dann ganz sicher weitaus höhere Pflichten zur Aufklärung hinsichtlich des Markenrechts zu. Bitte tu das nicht ohne Rücksprache. Grüße, Yellowcard (D.) 15:42, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Ich vermute mal, dass bezog sich jetzt alles auf das P.S. und nicht auf den Vorschlag mit dem neunen Baustein?
Du hast natürlich recht. Auch wenn ich den Punkt aus der CC-FAQ noch nicht kannte, ist das ja auch der Grund, weshalb ich diese Bereitwilligkeit so erstaunlich finde.
Allerdings haben wir aktuell die Situation, dass in etlichen Textvorlagen und Mail-Bausteinen explizit drin steht, dass diese nur urheberrechtlich zu verstehen sind und marken-, geschmacksmuster und persönlichkeitsrechtliche Einordnungen völlig unberührt blieben?! Und auch die WMF hat scheinbar einen Weg gefunden, Ihre Markenrechte mit den CC-Lizenzen in Einklang zu bringen. Sollte das juristisch so nicht haltbar sein (was ich nicht einschätzen kann) müssten wir dringenst unser Empfehlungen und Vorlagen korrigieren. Ich bin daher sehr dafür, diese Frage an anderer Stelle weiter zuverfolgen. Wo schlägst Du vor? Mit der Causa Angewandte Kunst hat das ja nur mittelbar was zu tun... // Martin K. (Diskussion) 15:56, 6. Mär. 2015 (CET)
[BK] Ich persönlich handhabe das so, dass ich Logofreigaben nur von leitenden Mitarbeitern, nach ausdrücklichem Hinweis auf die potentiell schwerwiegenden Rechtsfolgen dieser Erklärung und nach Bitte um Klärung mit der Rechtsabteilung bearbeite bzw. akzeptiere. Wer dann immer noch die Freigabe erteilen möchte – dem kann ich auch nicht mehr helfen. ireas (Diskussion) 15:59, 6. Mär. 2015 (CET)
@Martin: Ja sorry – bezog sich auf das PS. Mit dem Baustein selber hatte das nichts zu tun. Wie das mit der CC-Lizenzierung des WMF-Logos in Einklang gebracht werden kann, ist aber eine sehr gute Frage, ich weiß es nicht. Vielleicht andere Rechtslage in den USA? ireas, wurde das im Weitzmann-Vortrag thematisiert? Der Workshop war Anfang 2014, ich glaube, die CC-Lizenzierung der WMF kam später? Vielleicht kann Gnom was dazu sagen?
@ Ireas: Das könnte ja der Königsweg sein. Vielleicht sollten wir dazu einen Freigabe- / Antworttext entwerfen, der diese Problematik mit umfasst (ggf. über WMDE mit anwaltlicher Hilfe)? Ich halte das qualitativ aber für einen großen Unterschied, ob wir trotz der Warnungen dann dem Willen des Unternehmens stattgeben oder ob wir das Unternehmen zunächst mal aktiv um die freie Lizenzierung bitten.
Und zum richtigen Diskussionsort: Das Operative ist zwar irgendwo Sache des Support-Teams, aber die grundsätzliche Frage würde ich auf das ST nicht beschränken. Auf WP:UF umziehen und über die ML einen Hinweis hinterlassen? Grüße, Yellowcard (D.) 16:07, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Wir hatten die Problematik an sich thematisiert, das Fazit war aber, dass in solchen Fällen keine freie Lizenzierung anzuraten ist. Die Freigabe der Wikimedia-Logos kam deutlich später; ich meine, erst nach der Wikimania. Ich suche den entsprechenden Blogpost, mein ICE-WLAN schwächelt aber gerade … ireas (Diskussion) 16:20, 6. Mär. 2015 (CET)
So: Yana Welinder: Wikimedia Logos Have Been Freed!, 24. Oktober 2014, blog.wikimedia.org. Ohne Aussage zu den markenrechtlichen Aspekten, es wird nur auf die „historisch gewachsene“ Lizenzierung hingewiesen. Da ein geiwsser Lukas M. in dem Post namentlich erwähnt wird, haben wir aber vielleicht doch eine Chance auf Erleuchtung. ;) ireas (Diskussion) 16:26, 6. Mär. 2015 (CET)
Hi - bitte entschuldigt, dass ich hier erst jetzt mitlese. Es geht also, wenn ich das richtig verstehe, um die Frage, inwiefern die CC-Lizensierung eines Logos die daran bestehende Marke gefährdet. Ich weiß, dass das 1. grundsätzlich nichts miteinander zu tun hat, 2. dann aber doch, dass sich 3. die WMF trotzdem zur freien Lizensierung entschieden hat und, das ist das interessanteste, 4. mit dieser Entscheidung ziemlich aktiv an die Öffentlichkeit geht. Wie immer ist das Problem in jeder Rechtsordnung ein wenig anders. Ich kann folgendes vorschlagen: Bei Yana Welinder nachhaken und/oder die Rechtsfrage für das deutsche Recht mal ein bisschen recherchieren. So aus dem Kopf weiß ich das nämlich nicht mehr, ich habe das damals zwar für ungefähr 20 Länder nachgeschaut, aber es ist halt schon eine Weile her... Was ist gewünscht? Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:33, 7. Mär. 2015 (CET)
Hi Gnom, vielen Dank – eine Nachfrage bei Yana Welinder (→ Senior Legal Counsel der WMF – für die, die es wie ich nachschauen müssten) würde uns da sicher einen Schritt weiter bringen. Für uns ist alledings vor allem die Rechtslage für die DACH-Länder interessant, da wir von Unternehmen aus diesen Ländern potentiell Freigaben für ihre Logos bekommen könnten (genauso natürlich Sportvereine und wer sonst noch so alles Logos führt). Da wäre vielleicht eine Anfrage über Kasia Odrozek an JBB sinnvoll? Für uns wäre halt interessant: Sollten wir a) freie Lizenzierungen von Unternehmenslogos nach einem Hinweis auf die Besonderheiten generell annehmen und b) falls ja, sollten wir auch aktiv um solche Lizenzierungen bitten? Grüße, Yellowcard (D.) 12:32, 7. Mär. 2015 (CET)
Frei assoziiert: Vermute mal, Probleme treten erst dann auf, wenn jemand fremde Logos usw. wie eine Marke gebraucht (nannte man jedenfalls früher markenmäßiger Gebrauch). Das kann allerdings nach der Ansicht des EuGH in einem bestimmten Fall auch schon der Verkauf von zuordnenbaren Fanschals eines Vereins sein (Rechtssache C-206/01). Dann müsste eventuell sogar der Markeninhaber vorgehen, damit er keine Markenrechte nicht verliert.
Vielleicht kann man für die Logos usw. ein eigenes Feld für Markenrechte einrichten, vielleicht sogar der Kopplung mit Warnhinweis?--Pistazienfresser (Diskussion) 13:33, 7. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Meintest Du so etwas wie Verwirkung durch Duldung? Vgl.: Thüringer Oberlandesgericht (= OLG Jena), Urteil vom 4. Mai 2011 – 2 U 469/10 – Musikveranstaltung, GRUR-RR 2012, 113-119 (weitere Links aber offenbar keine kostenlosen Volltexte bei dejure).--Pistazienfresser (Diskussion) 14:09, 7. Mär. 2015 (CET)
@Pistazienfresser: Ich habe keinen Volltextzugang für dejure, aber „Verwirkung durch Duldung“ dürfte exakt das Problem beschreiben. Denn: Mit einer freien Lizenzierung erlaubt der Rechteinhaber auf urheberrechtlicher Ebene Dritten potentiell die Nachnutzung. Er gibt also gewisse Mittel auf (wenn auch abseits des Markenrechts), seine Rechte am Logo durchsetzen zu können. Es wäre jetzt ein nachvollziehbarer Umkehrschluss, dass man hiervon auf eine Verwirkung der Rechte schließen könnte. Falls Du Zugriff auf dejure / juris hast, kannst Du ja mal schauen, ob eine solche Analogie aus dem Urteil abzuleiten wäre? Der Leitsatz / Tenor über Jurion (kostenfrei zugänglich) lässt das zumindest erahnen, auch wenn die Fälle mglw. schwierig zu vergleichen sind. Grüße, Yellowcard (D.) 20:16, 7. Mär. 2015 (CET)
  1. Das Urheberrecht dürfte (jedenfalls nach kontinetaleuopäischer Tradition) sowieso eher beim Designer vom Logo liegen, der Markeninhaber hat vermutlich nur ein (ausschließliches?) Nutzungsrecht, soweit die beiden nicht identisch sind...
  2. Das Urteil vom OLG Jena ist auch noch nicht rechtskräftig, sondern bei juris steht sogar „anhängig BGH, Az: I ZR 94/11“ - einen Termin konnte ich im Pressebereich des BGH auch noch nicht finden. Darum finde ich die Entscheidung wohl auch noch nicht direkt beim OLG Jena: http://www.thueringen.de/th4/olg/entscheidungen/
  3. Die Entscheidungen betreffen fast nie genau den selben Sachverhalt, sonst bräuchte man ja keine RAe/Juristen zum Beraten... Das mit dem OLG Jena war mir nur spontan eingefallen, weil ich die Entscheidung erst kürzlich gelesen habe und weil ich das mit den Konzertnamen recht lustig fand.
  4. Vermute mal, hier könnte § 21 MarkenG (zumindest als Ausgangspunkt für ein Suchen) einschlägig sein (siehe die ca. 108 Entscheidungen dazu bei dejure hinter dem verlinkten §...) - entweder Absatz 2 oder indirekt Absatz 4 mit dem Verweis auf das (noch immer anwendbare) allgemeine Rechtsinstitut der Verwirkung. Ersetzt aber wohl nicht die (konkrete und längere) Prüfung durch einen bzw. mehrere RAe oder auch nur den Blick in ein paar Kommentare oder Handbücher zum Markenrecht (bzw. den Rechten zumindest der DACH-Länder und dem in D und Ö zu Grunde liegenden EU-Recht bzw. vielleicht noch ein paar internationale Abkommen...).
  5. Vielleicht könnte man das Thema (und ähnliche) ja mal bei einem Art Seminar durchkauen. --Pistazienfresser (Diskussion) 21:46, 7. Mär. 2015 (CET)
Vielen Dank. Ich glaube, hier wäre die Einschätzung eines Rechtsanwalts in Form eines Memorandums oder Rechtsgutachtens sehr hilfreich. Da zu diesem Themenbereich schon einmal ein hilfreiches Memorandum von Dr. Ansgar Koreng verfasst wurde und diese Problematik ja auf der damaligen Problematik aufbaut (Annahme der Schutzfähigeit der Mehrzahl von Logos → Notwendigkeit von freien Lizenzen gemäß unserer Projektgrundsätze → mögliche Kollision mit Markenrecht), kann ich mir gut vorstellen, dass WMDE die Anfertigung unterstützen würde. Wenn es hier keine Einwände gibt, würde ich dort in den nächsten Tagen mal anfragen.
@Pistazienfresser: Einmal mehr vielen Dank. Zu 1: Das ist richtig, dennoch eine Fragestellung auf „urheberrechtlicher Ebene“ (§ 31 UrhG). Das Unternehmen dürfte in den allermeisten Fällen ein ausschließliches Nutzungsrecht innehaben. Grüße, Yellowcard (D.) 12:34, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich habe mal bei Yana Welinder nachgefragt. Vor einer Gutachtenanfrage an den Verein sollten wir die Antwort abwarten und dann die Fragestellung an den Gutachter hier diskutieren. Danke und Gruß, --Gnom (Diskussion) 20:38, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich muss leider mit leeren Händen zurückkommen, und das wohl zu recht: Die Beantwortung meiner Frage wäre Rechtsberatung für Dritte, weshalb uns die WMF keine Auskunft geben kann. Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:39, 11. Mär. 2015 (CET)
@Gnom: Danke für Deine Mühe. So recht verstehe ich die Negativantwort nicht: Es ging doch eigentlich bloß um die Gedanken, ob man mit der freien Lizenzierung seine Stellung bei der Verteidigung der Marke nicht verschlechtert. Rechtsberatung für Dritte kann ich da, vor allem wegen der abstrakten Frage, nicht erkennen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da eher aus strategischen Gründen nicht drauf geantwortet wird. Wie dem auch sei, ich würde dann mal die Anfrage bzgl. eines Gutachtens / Memoratoriums vorbereiten, die wir dann an WMDE mit der Bitte um fachliche Beantwortung weitergeben könnten. Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Sammlung Fragen für Memorandum[Bearbeiten]

Ich würde die Fragen möglichst einfach halten, uns reichen ja einfache Antworten, aus denen wir Handlungsoptionen für uns herleiten. Bis ins letzte Detail muss die Frage aus unserer Sicht nicht abgehandelt werden, sondern bloß grundsätzlich. Erste Vorschläge mit der Bitte um Anpassung, Kritik, Erweiterung:

  1. Kann die Einräumung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten gegenüber allen Dritten (wie es durch eine freie Lizenzierung passiert) durch den Rechteinhaber als „Verwirkung durch Duldung“ der Markenrechte fungieren? Wird durch eine freie Lizenzierung auf urheberrechtliche Ebene die Verteidigung der Markenrechte unter Umständen erschwert?
  2. Gibt es Aufklärungspflichten hinsichtlich der Folgen für das Markenrecht, wenn wir eine freie Lizenzierung entgegennehmen wollen?
  3. Welche Pflichten könnten uns (d.h. insb. das Support-Team, das die Anfragen bearbeitet, aber auch jeden Wikipedianer) obliegen, wenn wir aktiv auf Unternehmen zugehen und für die freie Lizenzierung eines Logos werben?

Das wäre erstmal das, was mir einfällt. Grüße, Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Wollen wir diese Frage nicht erst einmal selbst versuchen, für uns beantworten? Zur zweiten Frage erlaube ich mir mal einen Versuch: Ja, §§ 241 II, 311 Abs. 2 Nr. 3, III BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:52, 11. Mär. 2015 (CET)
Ja natürlich, das wäre doch umso besser. Ich als Nichtjurist kann mit Deiner Antwort allerdings nichts anfangen. Grüße, Yellowcard (D.) 12:36, 11. Mär. 2015 (CET)
Meint Ihr Aufklärungspflichten dem Lizenzgeber oder den potentiellen Lizenznehmern gegenüber?
Strenggenommen haben wir (als Wikipedia) abgesehen von der Nutzung in unserer Enzyklopädie (die aus markenrechtlicher Sicht ziemlich unproblematisch sein dürfte) ja keinerlei vertragliche Beziehung zu einen der beiden. Und auch in der Kommunikation betonen wir immer, dass das alles völlig unverbindlich ist und natürlich keine Rechtsberatung darstellt. Natürlich sollte man nicht vorsätzlich etwas falsches behaupten (darum geht's hier ja), aber ich glaube nicht, dass wir als Nicht-Vertragspartner juristisch gesehen irgendwelche Pflichten haben. // Martin K. (Diskussion) 10:18, 18. Mär. 2015 (CET)
Dem Lizenzgeber gegenüber. Und so ganz unseren Kopf aus der Schlinge ziehen können wir wohl dann nicht mehr, wenn wir es sind, die den Freigabebaustein auf die Dateibeschreibungsseite schreiben. Grüße, Yellowcard (D.) 09:48, 19. Mär. 2015 (CET)
@Martin K.: Das BGB ist da etwas strenger, in dem es unter bestimmten Voraussetzungen (die ich nicht zwingend als gegeben ansehe, aber man kann es in Betracht ziehen) auch Dritten, die nicht Vertragspartei werden, vorvertragliche Aufklärungspflichten auferlegt, siehe § 311 Abs. 3 BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:06, 19. Mär. 2015 (CET)

Anne Frank[Bearbeiten]

Hallo zusammen! Ich wollte Euch kurz darauf hinweisen, dass es gerade sowohl hier lokal als auch auf Commons eine urheberrechtliche Diskussion über ein Bild von Anne Frank gibt.

Die Aufnahme soll irgendwann zwischen 1942 und 1944 entstanden sein - was einem Commons-Admin scheinbar reicht, um es in einer ersten Löschdiskussion als gemeinfrei einzuordenen. Ich halte das aus mehren Gründen nicht für plausibel.

Insbesondere da die Anne Frank Stiftung, die den Nachlass von Annes Vater (gestorben 1980) verwaltet, offensichtlich Ansprüche auf dieses Bild erhebt und (laut Google) nirgendwo sonst im Netz irgendein Bild von Anne Frank zu finden ist, dass als public domain ausgezeichent wurde. // Martin K. (Diskussion) 00:28, 16. Apr. 2015 (CEST)

Datei:Max Frey Foto v 001.jpg[Bearbeiten]

Bitte einmal überprüfen: diff seit DÜP, ob da das Bild durch ein Fotostudio erstellt, als Urheber tatsächlich eine Körperschaft sein soll und damit gemeinfrei (Bild von 1938). Ich bezweifel es, aber mit der Körperschaften-Regelungen der alten Rechtslage bin ich mir noch unsicher. Danke. --Quedel Disk 14:47, 18. Apr. 2015 (CEST)

@Quedel: Welche Übergangsregelung ist denn gemeint? Wenn gemäß LUG von vor 1965, das ja noch juristische Personen als Urheber kannte, die Körperschaft tatsächlich der Urheber gewesen wäre, könnte das per Übergangsregelung (§ 134 UrhG) möglicherweise stimmen. Ich glaube aber, dass wir hier nicht die Expertise haben, das zuverlässig bewerten zu können. Ich würde es daher bei den bestehenden Regelungen belassen und hier im Zweifelsfall zur Löschung tendieren. Wir können aber noch ein paar Tage abwarten, ob hier jemand anderes mehr weiß. Grüße, Yellowcard (D.) 13:23, 20. Apr. 2015 (CEST)
Urheberrechtlich nicht relevant: Es handelt sich um die einzige überlieferte Aufnahme von Max Frey, da der gesamte Nachlass gemäss Nachforschungen von R. Reinert in die Tonne gekippt wurde. Das Passfoto wird vermutlich an die SLUB (Deutsche Fotothek) oder das Stadtarchiv Karlsruhe abgegeben. Falls hier ein Passus anhand einer Übergangsregelung gefunden wird, wäre das mehr als erfreulich. Es ist pragmatischerweise davon auszugehen, dass das Risiko einer eingeforderten Entfernung des zum Zwecke eine Passfotos hergestellten Bildes in diesem Fall so gut wie nicht existent ist. Ende Urheberrechtlich nicht relevant --Flyingfischer (Diskussion) 15:38, 20. Apr. 2015 (CEST)

Aufgrund von neuen Erkenntnissen ist folgendes urheberrechtlich relevant: Die ursprüngliche Urheberbezeichnung mit „ein Fotoatelier in Braunschweig“ ist falsch. Es handelt sich um eine Fotoaufnahme eines staatlichen Passbüros. Damit gilt der von Yellowcard erwähnte Sonderfall KUG bis 1965 KUG für „Werke der bildenden Künste und der Photographie“ von „Juristischen Person des öffentlichen Rechtes als Urheber“. Als Belege (für Personen mit guten Augen) gilt die Rückseite der Portraitaufnahme: Datei:Max Frey Foto r 001.jpg. Insbesondere:

  • Hakenkreuz
  • Nummer 2 (typischerweise Schalternummer)
  • Am Rand: Paßbild... unleserlich ...Braunschweig
  • In der Mitte: Paß... unleserlich ...Schein, Bad-Harzburg (Wohnort von Max Frey ab August 1937), Herzog... Herzogtum_Braunschweig

Damit wäre meines Erachtens die Voraussetzung erfüllt für {{Bild-PD-§-134-KUG}} und hiermit zur Diskussion gestellt. --Flyingfischer (Diskussion) 21:47, 20. Apr. 2015 (CEST)

Falls keine weiteren Einwände innert sinnvoller Frist auftauchen, würde ich die Lizenzangaben und die Bildbeschreibung entsprechend korrigieren, auf den Eintrag hier verlinken und das Thema zum Archivieren markieren. --Flyingfischer (Diskussion) 16:27, 21. Apr. 2015 (CEST)
Paar Tage sollte man schon Zeit geben, hier lesen nicht alle täglich mit. --Quedel Disk 19:01, 21. Apr. 2015 (CEST)
@Flyingfischer: Wo wurde das Foto denn veröffentlicht, sodass der jetzt eingebundene Baustein zutrifft? Bitte mal die ganze Kette darlegen, dann kann man das hier auch vernünftig bewerten. Danke, Yellowcard (D.) 09:48, 23. Apr. 2015 (CEST)
Es handelt sich um ein Foto für einen Reisepass. Die Veröffentlichung erfolgte im Reisepass von Max Frey (1874–1944) als amtliches Dokument. Auf der Rückseite sind noch Klebespuren sichtbar. Das Foto wurde später aus dem Reisepass gerissen und war im Besitz von Editha Frey († 1956) und später im Besitz des Sohns von Max Frey und kommt jetzt über Umwege nach dem Tod von Volker Frey im Jahr 2012 zur Bebilderung des WP Artikels wieder zum Vorschein. --Flyingfischer (Diskussion) 11:03, 23. Apr. 2015 (CEST)
Allein durch die Verwendung in einem Reisepass werden Fotos nicht veröffentlicht im Sinne der Norm. Das Foto muss also anderweitig vom Rechteinhaber veröffentlicht worden sein, beispielsweise durch Abdruck in einem zugänglichen Buch oder ähnlich. Dies muss m.E. vor 1965 geschehen sein; sonst wird auch die Übergangsregelung nicht greifen. Gruß, Yellowcard (D.) 15:26, 23. Apr. 2015 (CEST)

Der Originaltext der „Norm“ lautet:

§5 (Herausgeber)
Juristische Personen des öffentlichen Rechts, die als Herausgeber ein Werk erscheinen lassen, das den Namen des Urhebers nicht angibt, werden, wenn nicht ein anderes vereinbart ist, 
als Urheber des Werkes angesehen.

Darin lese ich nichts von einer Veröffentlichung in einem Buch oder Ähnliches. Ich gehe davon aus, dass es sich bei den oben formulierten „Zusatzbedingungen“ um eine Interpretation handelt. Das müsste noch mit juristischen Quellen einwandfrei nachgewiesen werden. Ich denke wir sollten uns an den Text halten.

Das Thema des Herausgebers als Unterschied zum einfachen Ausgeben wurde übrigens bereits bei der Einführung der Vorlage {{Bild-PD-§-134-KUG}} im Zusammenhang mit den unstrittigen Briefmarken in WP diskutiert. Man ist dort zum Schluss gekommen, dass die Begriffe in der damligen Zeit synonym verwendet wurden und vom Gesetzgeber keine Unterscheidung vorgesehen war. Insofern denke ich ist die Vorlage für den vorliegenden Fall schon zutreffend, ausser Du willst die gesamte Vorlage {{Bild-PD-§-134-KUG}} in Frage stellen. Bis dahin wäre die Zuteilung aber sicher korrekt. --Flyingfischer (Diskussion) 21:01, 23. Apr. 2015 (CEST)

Ich sehe keinen Grund für die Annahme der Voraussetzungen von {Bild-PD-§-134-KUG}. Erstens erschließt sich mir schon nicht, warum der Stempel die Urheberschaft indizieren soll (man kann doch auch als Behörde etwas abstempeln, um die offizielle Verwendung anzuzeigen); zweitens „erscheint“ (das ist ein Rechtsbegriff; Erscheinen ist eine qualifizierte Form der Veröffentlichung) ein Ausweis ganz üblicherweise nicht, jedenfalls nicht bei seiner Ausgabe. Wenn ich jemandem einen Reisepass überreiche, erscheint er nicht. Er wird noch nicht einmal veröffentlicht (zum Begriff der Veröffentlichung vor Inkrafttreten des UrhG vgl. RGSt, Urt. v. 17. März 1916, IV 44/16 = RGSt 48, 429, 432, das eine Veröffentlichung wegen des beschränkten Leserkreises und des infolgedessen mangelnden Kundtuns an die Allgemeinheit selbst für den Fall der Ausgabe eines Skriptums durch den Professor an ein gesamtes Universitätskolleg ablehnt; was schon dafür gilt, muss erst recht für einen Ausweis gelten, der an eine einzelne Person gegeben wird). (Nebenbei sei der Hinweis erlaubt, dass Herausgeber und „Ausgeber“ im KUG wohl eher nicht synonym gemeint sein dürften, vgl. etwa explizt Goldbaum, Urheberrecht und Urhebervertragsrecht, 3. Aufl. 1961, S. 64 f.: „Wer ein fertiges Werk veröffentlicht, ist nicht Herausgeber. Unter einem solchen ist jedenfalls der zu verstehen, wer seinen Willen zur Herstellung des Werkes durch Anregung oder Leistung, etwa Materialbeschaffung, bekundet hat. Die Veröffentlichung ist von der Tätigkeit des Herausgebens verschieden.“ Eine andere Auffassung wäre schließlich auch m.E. wegen der Analogie zu § 3 LUG und dem Widerspruch zur heutigen Verwendung des Begriffs, etwa in § 10 Abs. 2 UrhG, wenig naheliegend.) — Pajz (Kontakt) 22:49, 23. Apr. 2015 (CEST)
Ich denke ein Reisepass ist ein normales Druckwerk wie jedes andere. Das wird in grossen Mengen hergestellt und in individualisierter Form ausgegeben. Insofern erscheint ein Reisepass sehr wohl, da bekannt ist und auch bekannt gemacht wird wie ein solches amtliches Druckwerk in der Grundform auszusehen hat. Ansonsten wäre der Sinn und Zweck eines Reisepasses an sich in Frage gestellt.
Die erwähnte Einschränkung eines mangelnden Kundtuns an die Allgemeinheit wegen eines beschränkten Leserkreises kann im Falle eines Reisepasses sicher nicht gelten. Eine Ausweis richtet sich potenziell an die gesamte Öffentlichkeit zur Prüfung der Identität einer einzelnen Person. Es handelt sich im Unterschied zu einem Universitätskollegium hier ganz sicher nicht um einen abgeschlossenen Nutzerkreis. Solch standardisierte Ausweise werden zwar jeweils an eine Einzelperson ausgegeben, wobei die Individualität urheberrechtlich kein Ausschlusskriterium sein kann, ansonsten wären Werke der bildenden Kunst überhaupt nicht schutzfähig.
Die Stempelung auf der Rückseite des Fotos zusammen mit dem handschriftlichen Vermerk des Datums lässt sich m. E. sehr wohl als Urheberbezeichnung lesen. Eine amtliche Stempelung als Anzeige einer offiziellen Verwendung wäre eher auf der Vorderseite des Fotos zu erwarten, als Teilstempelung über den Rand des Foto hinaus auf das Dokument selber.
Der nebenläufige Hinweis zur Frage ob der damalige Gesetzgeber einen Unterscheid zwischen „Herausgeber“ und „Ausgeber“ gemacht hat, müsste wie bereits oben dargelegt, im Rahmen der grundsätzlichen Diskussion der Zulassung von PD-§-134-KUG geführt werden. Briefmarken werden typischerweise „ausgegeben“ und nicht „herausgegeben“ (s.a. die synonyme Verwendung der beiden Verben in Absatz 1 („ausgeben“) und in Absatz 2 („herausgeben“) von § 43 des aktuellen Postgesetzes). Solange die Vorlage in WP aber existiert, steht einer Nutzung in den entsprechenden Fällen nichts entgegen. --Flyingfischer (Diskussion) 08:29, 24. Apr. 2015 (CEST)
Du suchst nach einer Rechtfertigung für die Verwendung eines Passfotos auf einem Ausweisdokument, nicht eines Ausweisdokuments ohne Passfoto. Schutzgegenstand des KUG ist das Werk der Photographie. Das Werk der Photographie muss erschienen sein (§ 5 KUG). Wenn ich am Frühstückstisch ein Passbild auf meine Zeitung klebe, „erscheint“ es damit nicht. — Pajz (Kontakt) 09:13, 24. Apr. 2015 (CEST)
Diese Argumentation greift so nicht: Die Herstellung und Herausgabe der Grundform eines Passes geschieht mit dem Erscheinen einer neuen Ausgabform des betreffenden Ausweises. Das Ausweisdokument selber wird gültig nach dem Anbringen der individuellen Angaben, u.a. des Passbildes. Der Ausweis wird danach ausgegeben zur öffentlichen Dokumentation einer Staatsangehörigkeit und Identität. Mit dem Aufkleben eines Fotos auf eine Zeitung hat das überhaupt nichts zu tun. Hoffe der Kaffee schmeckt ;-) --Flyingfischer (Diskussion) 09:38, 24. Apr. 2015 (CEST)
Nichtsdestoweniger erscheint damit weder ein fotografisches Werk (und nur darum geht es, vgl. § 5 KUG), noch wird es überhaupt erst veröffentlicht. Wenn ich einer Behörde ein Passbild übergebe, oder meinetwegen selbst wenn die Schalterbeamtin persönlich das Foto erstellt, und dieses Bild in meinem Ausweis eingeklebt wird, dann wird es nicht veröffentlicht, geschweige denn erscheint es. Wir reden über Urheberrecht, da gibt es bestimmte Begrifflichkeiten, die innerhalb des Urheberrechts mehr oder minder einheitlich gebraucht werden; wenn man die mit allerlei anderen Begriffen aus der Gemeinsprache und anderen Gesetzen zusammenwirft, kommt nicht Sinnvolles dabei raus. Ich will mich jetzt aber nicht weiter wiederholen, verweise insoweit auf meinen obigen Ausführungen und bitte andere, die Sache zum Abschluss zu bringen. Grüße, — Pajz (Kontakt) 14:06, 24. Apr. 2015 (CEST)
Ich stimme der Argumentation von Pajz zu: Das Erscheinen muss nachgewiesen werden, das ist bislang nicht der Fall. Dass ein Foto durch Einkleben in einen Ausweis nicht erscheint, ist unstrittigerweise zu verneinen. Yellowcard (D.) 17:06, 24. Apr. 2015 (CEST)
+1. Ich habe die das Entfernen der DÜP-MArkierung am Foto dann mal revertiert ... --diba (Diskussion) 23:59, 25. Apr. 2015 (CEST)
Das zum Abstimmungsprozess übergegangene Vorgehen und dessen Ergebnis sind schlussendlich zu akzeptieren, auch wenn ich, ohne mich zu wiederholen zu wollen, inhaltlich dezidiert anderer Meinung bin. Ich denke sehr wohl, dass WP die Möglichkeiten unter Bild-PD-§-134-KUG tatsächlich nutzen sollte, anstatt sich im Großen und Ganzen auf Briefmarken zu beschränken. Dazu müsste man das hier (verständlicherweise) verbreitete schablonenhafte Vorgehen verlassen und die vom Gesetzgeber vorgesehenen Schranken effektiv nutzen. Die Möglichkeiten unter dem heutigen Urheberrecht sind eng genug. --Flyingfischer (Diskussion) 10:10, 26. Apr. 2015 (CEST)

Kartenausschnitt, von jemand anderem hochladen ,welcher die karte durch fremde daten illustriert hat[Bearbeiten]

ich würde gerne einen kartenausschnitt von einer erstellten karte hochladen. diese karte wurde nicht von mir erstellt. diese karte stellt eine gewisse verteilung in einem land durch verschiedene farben und punkte dar. die karte wurde durch daten erstellt, die nicht von mir oder dem kartenersteller kommen. Frage: Kann ich jetzt ein kartenausschnitt von dieser karte bei wikipedia unter z.b. einer cc lizens hochladen? die genehmigung dafür habe ich schon vom kartenersteller selber. Die frage ist daher jedoch wie sich das urheberrecht auf die darunterliegenden daten auswirkt. wie genau das verhältniss zwischen dem kartenersteller und dem datenspender(statistikamt UK ist veröffentlicher) aussieht kann ich nicht sagen. Danke für antworten. grüße!--Joobo (Diskussion) 15:48, 21. Apr. 2015 (CEST)

Joobo, Fakt ist jedenfalls, dass die Darstellung der Karte gängigerweise einen Urheberrechtsschutz auslöst. Aber soweit ich das verstehe, hättest du den Part ja abgeklärt, wenn der Kartenersteller eine CC-Lizenz einräumt. Die Frage nach einer möglichen Verletzung des Datenkherstellerrechts ist interessant. M.E. steht und fällt das mit der Frage, ob eine (analoge) Karte eine Datenbank i.S.d. § 87a UrhG ist; denn wenn sie das nicht ist, wüsste ich auch nicht, wie ein Rechtsverstoß vorliegen sollte (vgl. § 87b UrhG und die Logik der Vorschrift, nach der ja nicht die Daten selbst geschützt sind). Jedenfalls wenn man das bejaht (und möglicherweise auch sonst, aber dazu ist mir nichts bekannt), kann eine solche Übernahme auch die Rechte des Datenbankherstellers verletzen, sofern ein wesentlicher Teil (§ 87b S. 1 UrhG) übernommen wurde. Tatsächlich hat der BGH die Frage in TK50 jüngst tendenziell bejaht (BGH, Beschluss vom 18.09.2014, I ZR 138/13), aber zuvor noch dem EuGH vorgelegt (dort soweit bekannt noch immer anhängig). Insofern würde ich sagen: Ja, kann potenziell problematisch sein. Die Frage ist allerdings, ob das Recht wirklich verletzt wird, was man aber sicherlich nur schwer, und ohne Detailkenntnis des Falles überhaupt nicht wird klären können. Persönlich würde ich mit Blick auf die Richtlinienkonformität in Wikipedia nahelegen, hier nicht päpstlicher als der Papst zu sein; zumal wenn es um Daten einer Statistikbehörde geht, die in eine andere Form gebracht werden und solange die verarbeitete Datenmasse jetzt nicht überbordend groß ist. Grüße, — Pajz (Kontakt) 13:38, 24. Apr. 2015 (CEST)

Foto auf Gedenktafel/Panoramafreiheit[Bearbeiten]

Gedenktafel für Dr. Bernhard Weiß

Ist dieses Bild ein Urheberrechtsverstoß oder falsch lizensiert? Bei diesem Bild ist als Lizenz angegeben, der Hochlader habe es selbst erstellt. Müsste es nicht entweder mit Panoramafreiheit oder als amtliches Werk markiert werden? Kann es überhaupt verwendet werden, da der Urheberrechtsstatus des auf der Gedenktafel angebrachten Bildes unklar ist? --SFfmL (Diskussion) 10:19, 26. Apr. 2015 (CEST)

@SFfmL:Grundsätzlich beziehen sich Lizenzbautsteine immer auf das Werk beim dem Sie eingefügt werden – in diesem Fall also das Photo der (dreidimensionalen) Tafel (und nicht die Tafel selbst). Wenn dieses Werk andere Werke ableitet oder abbildet, so muss es eine Rechtsgrundlage geben, die im die Veröffentlichung gestattet. Diese Rechtsgrundlage muss aber nicht notwendigerweise dieselbe Lizenz sein (denkbar sind auch die Gemeinfreiheit oder eine Abbildungserlaubnis).
Im vorliegenden Fall ist diese Rechtsgrundlage wohl die Panoramafreiheit (ich habe gerade einen entsprechenden Baustein auf Commons eingebaut und halte die Kennzeoichnung damit für korrekt). Die Panoramafreiheit gestattet es, bleibend im öffentlichen Raum befindliche Werke auch ohne die Zustimmung von deren Urheber abzubilden. Die Urheberrechtslage des abgebildeten Werkes bzw. von diesem abgeleiteter Werke ist dabei nicht weiter von Belang (und wird von uns auch nicht nachrecherchiert) – wobei mir jedoch keine Urteil bekannt ist, das klärt, was passiert, wenn im Rahmen der Panoramafreiheit quasi eine Raubkopie abgebildet wird, die von Dritten ohne Genehmigung des Urhebers im öffentlichen Raum aufgestellt wurde...
Ein weiterer Aspekt ist, ob es in einem solchen Fall von der Panoramafreiheit gedeckt wäre, das Photo der Tafel auf das darin enthaltene Photo zu beschneiden?! Da es auch hierzu meines Wissens keine Präzedenzfälle gibt, ist diese Frage hier auf URF umstritten. Ich persönlich neige (wie die meisten anderen auf dieser Seite aktiven Nutzer) dazu, das zu verneinen, weil ein solcher Beschnitt ja gerade den räumlichen Kontext eliminieren würde, für den die Panoramafreiheit von Gesetzgeber erdacht wurde, und zudem fraglich ist, ob es sich bei einem so beschnittenen Bild überhaupt noch um ein eigenständiges Werk handelt, dass sich auf die Panoramafreiheit berufen könnte, oder nunmehr die Urheberrechte des Ursprungswerkes zu Grunde gelegt werden müssen. Ich würde daher grundsätzlich von so etwas abraten. // Martin K. (Diskussion) 11:21, 26. Apr. 2015 (CEST)
Bernhard Weiss photo by Emil Orlik

Das Problem ist doch lösbar. Ich vermute es handelt sich um ein Foto, dass aus der Serie/Hand von Emil Orlik stammt (Schaut euch die Krawatte und den Anzug an, das ist sehr ähnlich, das Einstecktuch und der Gesichtsausdruck stimmen nicht ganz, der Hintergrund ist anders, das kann aber Retusche sein. Davon haben wir ja eines in unserem Bestand. Nebenbei ist Orlik 1932 verstorben, der Urheber wäre also 83 Jahre tot. Ein Ausschnitt aus der Gedenktafel wäre daher m.E. problemlos, aber wozu wenn wir bessere Fotos im Bestand haben.--Elektrofisch (Diskussion) 17:15, 26. Apr. 2015 (CEST)

Foto[Bearbeiten]

Ic hhatte eigtl vor ein Foto von Bettina Jung zu machen. Nun kam ich doch nicht dazu die zu trffen und sie zu knipsen. Daraufhin hat sie mir gesagt, dass sie mir eins raussicht, was ich hochladen kann. Was muss beachtet werden, damit das Bild nicht gelöscht wird AF666 (Diskussion) 13:29, 26. Apr. 2015 (CEST)

Wenn Du ein Bild hochlädst, dass nicht von Dir selbst erstellt wurde, musst Du den Urheber bzw. Inhaber des vollumfänglichen Nutzungsrechts bitten eine Freigabe an das Support-Team zu senden. // Martin K. (Diskussion) 13:53, 26. Apr. 2015 (CEST)

Water.mid[Bearbeiten]

am 19.4.15 wurde diese Datei als Musikzitat moniert. Ich habe die Beschreibungseite präzisiert. Es ist nur das erste Motiv über einer auch sonst bekannten Begleitfigur über F7. -- Room 608 (Diskussion) 03:07, 27. Apr. 2015 (CEST)

Siehe dazu auch Wikipedia:Urheberrechtsfragen/Archiv/2015/04#Datei:Water.mid. --Leyo 03:09, 27. Apr. 2015 (CEST)
Ich teile die dort vorgebrachten Bedenken. Kannst du die Noten vielleicht in den Artikel bringen (wie auf Hilfe:Notensatz beschrieben), Roomsixhu? — Pajz (Kontakt) 14:54, 27. Apr. 2015 (CEST)
Bei Gelegenheit kann ich das. Allerdings macht sich die Begleitung im Notenbild nicht so schön. Und was ändert das an der Urheberrechtssituation? -- Room 608 (Diskussion) 14:58, 27. Apr. 2015 (CEST)
Ändert einiges, da wir es als Musikzitat nutzen, darf es nur in Verbindung mit dem Kontext dargestellt und gezeigt werden. Eine (MIDI-)Datei kann jedoch auch zusammenhanglos dargestellt werden, was eine URV wäre. Als Notensatz im Artikel wäre es jedoch untrennbar mit dem Text verbunden und die Regeln fürs Zitieren eingehalten. Bei der Einbindung im Artikel selbst ändert sich natürlich nichts an der urheberrechtlichen Situation, nur das drumherum halt. --Quedel Disk 18:09, 27. Apr. 2015 (CEST)
Erledigt. Jetzt müssen wir nur noch jedem verbieten, das zusammenhanglos am Klavier nachzuspielen. -- Room 608 (Diskussion) 21:03, 27. Apr. 2015 (CEST)
Danke dir, wobei die augenblickliche Fassung ja nur einen Ausschnit aus der MIDI darstellt, warum gibts kein Abspielbutton drunter? (Auch die Hilfeseite geht nicht darauf ein, wann ein Abspielbutton da ist und wann nicht?!) Mhm, spontan dachte ich Privatkopie, aber wenn ich mir § 53 anschaue, komm ich ins Zweifeln. Denn wenn ich das allein vom Monitor auf meinem E-Piano abspiele, verstößt es ja schon gegen Abs 2 Satz 2 Nr 2 weil nicht mehr analog (da E-Piano != analog - oder werden die Schallwellen aus den Lautsprechern betrachtet, die ja physikalisches Trägermedium sind? Die wären weiterhin analog!). Ausdrucken der Wikiseite geht auch nicht, da das vono Abs. 4 nicht gedeckt ist. Aber mit Blockflöte vom Monitor abspielen wäre erlaubt? --Quedel Disk 22:25, 27. Apr. 2015 (CEST)
Quedel, ausdrucken geht, weil es ja auch dann ein Zitat ist und unter § 51 UrhG fällt, und „allein vom Monitor abspielen“ ist auch kein Problem, weil das einfach privater Gebrauch (§ 53 Abs. 1) ist, wofür keine weiteren Anforderungen bzgl. analog vs. digital gelten. Nur, Room 608, isoliert auf Wikipedia hochladen ist eben problematisch, weil es einerseits natürlich keine private Nutzung mehr ist und das Werk andererseits zumindest in der entsprechenden Commons-Kategorie nicht als Zitat (weil ohne Kontext) erscheint. Für den Artikel ist es im Umkehrschluss wichtig, dass man genau die wiedergegebene Stelle analysiert. — Pajz (Kontakt) 23:10, 27. Apr. 2015 (CEST)

Einbinden von Fotos, für die an anderer Stelle CC-by-sa 3.0 - Freigabe erteilt wurde[Bearbeiten]

Hallo, bin schon länger bei Wikipedia, aber das ist Neuland für mich bzw. überfordert mich. Auf der Suche nach brauchbaren Bildern, bin ich von einem Fotografen auf seine Seite verwiesen worden: http://wiki-commons.genealogy.net/Kategorie:Images_Klaus_Erdmann_%28Dortmund%29. Dort sind die CC-by-sa 3.0-Freigaben bereits erfolgt. Wie kann ich Dateien aus diesem Zusammenstellung in meinen fertigen Artikel einbinden?--Hafenjunge (Diskussion) 16:39, 27. Apr. 2015 (CEST)

Das hat nichts mit Urheberrechten zu tun, deshalb bist du hier eher flacsh. Aber schau dir bitte mal das Hilfe:Bildertutorial an. Wenn du dann noch Fragen hast, klicke in dem grünen Kasten rechts des Tutorials rum und wenn dir das auch nicht hilft, frag bitte auf WP:FzW. Grüße --h-stt !? 18:00, 27. Apr. 2015 (CEST)
Es geht sicherlich auch darum, ob man das überhaupt darf. Ja, aber: wenn etwas korrekt als CC-by-sa gekennzeichnet wurde, ist es hier verwendbar. Wenn es noch nicht auf Commons (oder lokal bei uns) hochgeladen wurde, musst du es dort runterladen und hier dann hochladen. Anders gehts nicht. Jedoch waren die zufällig von mir ausgewählten Dateien mit CC-by-sa-nc gekennzeichnet, was hier nicht verwendbar ist.--Quedel Disk 18:07, 27. Apr. 2015 (CEST)
Danke für die Hinweise, die mir die Frage abschließend beantwortet haben. Ich werde den Fotografen dahingehend kontaktieren, dass er die Freigabe gegenüber permission-de erneut erklärt.--Hafenjunge (Diskussion) 09:52, 28. Apr. 2015 (CEST)

Schutzfrist für Filme in Deutschland[Bearbeiten]

Auf der Commons-Entsprechung dieser Seite findet sich aktuell eine interessante Diskussion über "Films in public domain". Stefan4 stellt dort die Frage, ob sich in Deutschland wohl eine ähnlich komplexe Situation ergeben hat wie im schwedischen Urheberrecht, mit dem er vertraut ist. Kurz gesagt geht es darum, ob Deutschland vor der Revision des Urheberrechtsgesetzes 1995 andere Voraussetzungen für die Schutzfrist von Filmen hatte und ob diese bei Filmen, die vor dem 1. Juli 1995 entstanden sind, in gewissen Fällen immer noch anwendbar sind (wenn sonst die Schutzfrist verkürzt würde). Aktuell gilt ja nach § 65 (2): "Bei Filmwerken und Werken, die ähnlich wie Filmwerke hergestellt werden, erlischt das Urheberrecht siebzig Jahre nach dem Tod des Längstlebenden der folgenden Personen: Hauptregisseur, Urheber des Drehbuchs, Urheber der Dialoge, Komponist der für das betreffende Filmwerk komponierten Musik." Aber in § 137f (1) heisst es: "Würde durch die Anwendung dieses Gesetzes in der ab dem 1. Juli 1995 geltenden Fassung die Dauer eines vorher entstandenen Rechts verkürzt, so erlischt der Schutz mit dem Ablauf der Schutzdauer nach den bis zum 30. Juni 1995 geltenden Vorschriften. Im übrigen sind die Vorschriften dieses Gesetzes über die Schutzdauer in der ab dem 1. Juli 1995 geltenden Fassung auch auf Werke und verwandte Schutzrechte anzuwenden, deren Schutz am 1. Juli 1995 noch nicht erloschen ist." Also angenommen (ich weiss es nicht), dass vor 1995 auch der Beleuchter oder der Kameramann berücksichtigt wurden, gilt dann immer noch die alte Regelung, wenn "Hauptregisseur, Urheber des Drehbuchs, Urheber der Dialoge, Komponist der für das betreffende Filmwerk komponierten Musik" zwar alle seit mehr als 70 Jahren verstorben sind, der Kameramann aber noch nicht? Gestumblindi 21:18, 27. Apr. 2015 (CEST)

Hallo Gestumblindi, vor 1995 gab es die Spezialregelung für Filme in § 65 Abs. 2 UrhG noch nicht, sodass sich die Schutzdauer dort auch nach dem heutigen Abs. 1 berechnet hat. Um dein Beispiel aufzugreifen: Wenn der Film vor dem 1. Juli 1995 hergestellt wurde und der längstlebende Miturheber des Film der Kameramann ist, dann würde sich der Schutz durch die UrhG-Novelle 1995 (durch den nun früheren Anknüpfzeitpunkt) verkürzen. Dem beugt aber, wie du schon schreibst, § 137f Abs. 1 S. 2 vor, das heißt die Schutzdauer wird dann weiter nach altem Recht berechnet, vgl. Schricker/Loewenheim/Katzenberger, 4. Aufl. 2010, § 65 Rn. 11; Nordemann/Fromm/Nordemann, 11. Aufl. 2014, § 65 Rn. 9; Dreyer/Kotthoff/Meckel/Meckel, 3. Aufl. 2013, § 65 Rn. 6. Das heißt also, dass man bei Filmen, die vor besagtem Stichtag hergestellt wurden, sämtliche in Frage kommenden Miturheber (und nicht nur die nun in § 65 Abs. 2 Privilegierten) durchgehen muss, um die Schutzdauer zu bestimmen; der Kameramann gehört da in aller Regel sicher dazu, im Einzelfall hängt das aber natürlich vom individuellen Spielraum des Einzelnen ab, der wiederum stark von der Art des Filmwerks abhängig ist. — Pajz (Kontakt) 21:37, 27. Apr. 2015 (CEST)
@Pajz: Besten Dank - und ich schäme mich gerade etwas für die Arbeit, die ich dir gemacht habe, denn nun fällt mir ein, dass ich den Schricker ja hier herumliegen habe und erstmal selbst einen Blick in diesen hätte werfen sollen. Gerade der Kameramann scheint ja früher regelmässig auch als Miturheber gegolten zu haben bzw. also bei Filmen vor 1. Juli 1995 nach wie vor zu gelten. Immerhin scheint die Lage etwas weniger komplex als in Schweden zu sein (siehe Darstellung von Stefan4). Ich werde auf Commons entsprechend informieren... Gestumblindi 21:52, 27. Apr. 2015 (CEST)